Das geht mir auf die Nerven!
Seitdem die Ir(r)en in einer Volksabstimmung für die Homo-Ehe gestimmt haben, wittern die Proponenten in Deutschland ihre Chance und haben eine unvergleichliche Medienkampangne losgetreten. Dabei wird jeder, der nicht in einer Millisekunde auf dem Homo-Ehen-Zug springt, als homophob, intolerant und rückständig bezeichnet und ausgegrenzt (ich will ja nicht Godwin’s Law in Gang setzen, sonst würde ich das mit einer überschäumenden Begeisterung vor 80-90 Jahren vergleichen…). Das Recht, eine nicht umfassend zustimmende Meinung zur Homo-Ehe und zur Homosexualität im allgemeinen zu haben, wird zunehmend verweigert. Eine Minderheit aus wohl 5% versucht auf schamlose und aggressive Weise, der Mehrheit ihren Willen aufzuzwingen. Und wie die Moslems fordern sie Toleranz, praktizieren sie aber selber nicht. Das geht mir gewaltig auf die Nerven.
Selbst konservative Blätter reihen sich in den Reigen ein, wie zum Beispiel die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dort wird doch allen Ernstes die Homo-Ehe damit begründet, daß die »Natur es bunt mag«. Es ist wohl so, daß auch bei Tieren Homosexualität vorkommt. Aber dort schlägt nun mal Darwin in vollem Umfang zu – sie vererbt sich nicht und wird so von der Natur nicht gefördert. Zudem wird das übliche Cherry-Picking betrieben – der Vergleich mit der Natur hinkt gewaltig. Es gibt Spinnenarten, bei denen das Weibchen nach dem Akt das Männchen tötet und auffrißt. Ein Löwenmännchen zwingt bisweilen ein Weibchen zur Partnerschaft und tötet zudem den Nachwuchs des vertriebenen Vorgängers. Auch Prostitution, Vergewaltigungen und Inzucht werden im Tierreich beobachtet. Folgt man der Logik der Autorin, müßte man das alles legalisieren.
Und nicht nur im Tierreich gibt es andere soziale Gemeinschaften. Mir ist aufgefallen, daß ich noch kein Argument für die Homo-Ehe gehört habe, das nicht gleichzeitig auf Polygamie zutrifft. Wenn es angeblich unproblematisch sein soll, daß zwei Männer oder zwei Frauen zusammenleben und Kinder großziehen, warum nicht auch eine Gruppe von Frauen und/oder Männern? Und es ist ja nicht so, daß Polygamie ein theoretisches Konstrukt ist, sondern es wurde und wird praktiziert. Mich würde (ernsthaft!) mal die Position der Proponenten dazu interessieren – das könnte entlarvend werden!
Nebenbei, unabhängig von der Frage, ob gleichgeschlechtliche Partnerschaften juristisch völlig der Partnerschaft zwischen einer Frau und einem Mann gleichgestellt werden soll, sehe ich den Begriff »Ehe« nun einfach per definitionem als letzeres und seit tausenden von Jahren im Gebrauch. Und ich sehe keine Notwendigkeit, diese Definition zu ändern.