Der Bundespräsident redet – und keinen interessiert's
OH! Der Bundespräsident hät eine Grundsatzrede. Die ist offenbar so unerträglich, daß niemand von der Regierungsbank anwesend war. Auch in den Medien eher Pflichtberichte. Da inhaltlich wenig berichtet wurde, außer, daß »rauhere Jahre« auf uns zukämen, dachte ich mir, na ja, lieste halt mal nach. Nachdem ich mich nach den ersten paar Zeilen beinahe geistig übergeben habe, beschloß ich, den Rest nur zu überfliegen. Kurz gesagt: Feinste Kriegsrhetorik, was Rußland und die Ukraine betrifft. Und dann war da ja noch das Klima, das mit allen Mitteln gerettet werden muß. Damit wir Deutsche in ferner Zukunft wieder mit dem Wohlstand von gestern leben können, werden wir große Opfer zu bringen haben, ob arm oder reich. Der Krieg und das Klima, wie unabwendbare Schicksalsschläge, für die niemand etwas kann (wir wissen es besser!). Das alles hört sich an wie die übelsten Durchhalteparolen der Kriegsparteien im Zweiten Weltkrieg. Man könnte das übrigens auch als die Einstimmung auf die »Neue Weltordnung«, die sich viele der »Elite« herbeisehnen, sehen. Vielleicht ist der Krieg ein willkommener Hebel für diese Mischpoke – zu der Steinmeier eventuell auch gehört –, darüber müßte man mal nachdenken.
Summa summarum, eine Rede bestehend aus dummen Geschwafel, das Steinmeier so einzigartig kann (ich denke nur an seinen Spruch »wir leben in dem besten Deutschland, daß es je gab«). Eine Rede, die man meines Erachtens nicht gehört oder gelesen haben muß. Wer sich das doch antun will: Ich habe sie ja oben im Text verlinkt.
Nachtrag: Weil ich von Pflichtartikel schrieb: Ein längerer Artikel ist mir bei der FAZ begegnet. Das nur der Vollständigkeit halber. Gelesen habe ich ihn nicht. Mir reicht, was ich selber in der Rede gelesen habe.
Nachtrag 2: Böser Kommentar bei n-tv, auch bei Tichys Einblick gibt es Anmerkungen negativer Art: »Mein Gott, (Frank) Walter! Wieder einmal eine Rede vergeigt« und »Rede in den Wind: Bundespräsident Steinmeier redet und kaum jemand hört noch zu«