Dies & Das
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Vorratsdatenspeicherung: Eat your own dog food: Die Bundstag-IT speichert den Datenverkehr für drei Monate, stellt sich jetzt heraus. Aber ich wette, viele Abgeordnete finden das ok, frei nach dem Motto »ich habe nichts zu verbergen« (außer den Nebeneinkünften inkl. der Bestechungsgelder der Lobbyisten, natürlich…).
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Wow, ich wußte nicht, daß die Leute hinter den sogenannten »Gender Studies« ähnlich krank sind wie die Kreationisten und mittlerweile soviel Einfluß haben: Fefe hat einen Artikel aus dem Umfeld der Diskussionen um die Lehrpläne in Baden-Württemberg und der Gegenpetition ausgegraben. Der Bildungsminister will das Fach Biologie abschaffen und durch ein Wischi-Waschi-Fach ersetzen, weil es den kruden Gender-Theorien widerspricht. Ich mag ja den Kommentator Jan Fleischhauer vom Spiegel in der Regel nicht, aber zu den Vorgängen in BW hat er einen interessanten Artikel geschrieben, vor allem am Ende etwas Entlarvendes:
Die Vorgaben zur »Akzeptanz sexueller Vielfalt« gehen davon aus, daß Sexualität ein soziales Konstrukt sei, wie es die Gender-Forschung lehrt, kein genetisches Schicksal. Das aber ist ziemlich genau das, was auch die Vertreter der Konversionstherapie [Anm.: der Ultragegner] behaupten, die Homosexualität für etwas halten, das nicht natürlich sei und das man deshalb auch wieder ändern könne.
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Noch mehr zum Thema unausgewogener Berichterstattung unserer Medien aus der Ukraine. Bei uns wird Klitschko als wichtige Figur des Widerstands dargestellt und auch die Ausrichtung auf die EU als zentrales Ziel. Die Piratin Marina Weisband, die offenbar ihre Wurzeln in Kiev hat und gerade von einem Besuch des dortigen Maidans zurückgekehrt ist, erzählt dem Spiegel eine andere Sichtweise.
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Der Fraß in öffentlichen Einrichtungen ist in Großbritannien mal wieder Gesprächstoff – ein Koch, der in einem Krankenhaus nur noch das matschige Essen aufwärmen darf, packt aus. Hey, 69 Pence müssen doch bitteschön für ein Mittagessen reichen!
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Überwachung der Zukunft: In Straßenlaternen und Lampen versteckte Kameras, Mikrofone, RFID- und Mobiltelefonschnüffler und andere Sensoren bauen ein totales Überwachungsnetzwerk auf.
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Thema Nr. 1 in der IT-Welt war heute der Aufkauf von WhatsApp durch Facebook. Interessant war, daß viele Online-Medien wie die Zeit, die Süddeutsche Zeitung, der Spiegel, Heise oder Golem binnen Stunden mit Artikeln über Alternativen aufschlugen. So groß, besser gesagt, so gering, ist mittlerweile das Vertrauen in das Fratzenbuch, daß dieses Pack nicht sofort auch noch das letzte Bit der Daten, die WhatsApp in die Hände bekommt, gnadenlos aufsaugen, für immer speichern und verwerten wird. Und das ist gut so. Hoffentlich tritt so ein ähnlicher Effekt ein, wie damals nach dem Aufkauf von Napster durch Bertelsmann, wo sich der Kundenstamm praktisch aufgelöst hatte.