Forderung: Freiheit für Snowden
Die New York Times und der Guardian rufen die USA dazu auf, Edward Snowden eine Amnestie zu gewähren. Es sind ja nicht die ersten, die das fordern, und werden auch nicht die letzten bleiben. Aber meines Erachtens wird daraus nichts, und zwar aus höchst gewichtigen Gründen, z.B. Gesichtswahrung oder dem üblichen Intrigenspiel in dem Zweiparteienstaat.
Allerdings fällt es mir momentan schwer abzuschätzen, ob sich in Deutschland oder in den USA ein größerer Druck aus der Zivilgesellschaft auf die Politik aufbaut. Ich habe manchmal den Eindruck, daß den US-Bürgern langsam breitflächig, zumindest bei den gebildeteren Schichten, auffällt, wie die schönen Ideale ihrer Verfassung zu leeren Hüllen verkommen sind. Bei uns ist die Erkenntnis vermutlich deutlich weiter, der Effekt wird aber wieder durch die deutsche Apathie und Lethargie (»ach, da können wir doch eh nichts ausrichten«) kompensiert – Teflon-Merkel macht sich das ja gerade zunutze.
Nachtrag: ein Artikel in der Zeit zu dem Aufruf.