Mutterschutz nach Totgeburt?
Sachen gibt's… Ich lese gerade beim Fischblatt Stern einen Artikel über Totgeburten und Mutterschutz und bin doch etwas baff.
Eine Totgeburt ist bestimmt ein schlimmes Ereignis, ich will das gar nicht kleinreden. Das geht sicher stark auf die Psyche der Mutter (und sicher auch auf die des Vaters). Daß man der Mutter eine Auszeit gibt, halte ich für durchaus gerechtfertigt. Aber daß der gewährte Mutterschutz nach geltendem Recht 18 Wochen lang ist, halte ich doch für etwas arg großzügig.
Der Artikel dreht sich eigentlich darum, daß diese Regelung zur Zeit nur gilt, wenn die Totgeburt in oder nach der 24. Schwangerschaftswoche passiert. Feministinnen stört das, sie betrachten den Zeitpunkt als willkürlich und gehen nun vor das Bundesverfassungsgericht. Irgendwie paradox, wenn Feministinnen gleichzeitig die Leibesfrucht als schnöden Zellklumpen betrachten, als »Schwangerschaftsgewebe« diskreditieren, den sie am besten bis einen Tag vor der Geburt abtreiben dürfen wollen. Fehlt eigentlich noch die Forderung nach Mutterschutz auch in diesem Fall…