2. Januar 2014
Januar 201402

Pofalla soll Bahnvorstand werden

Laut diverser Meldungen, z.B. im Spiegel, soll Ronald Pofalla Mitglied im Vorstand der DB AG werden, und das für grob geschätzte 1.500.000 Euro/Jahr…

In diversen Foren ruft die Vorstellung doch Häme hervor, z.B. daß er wohl als erste Amtshandlung die Verspätungen und Zugausfälle der Bahn für beendet erklären werde. Oder, daß er nur deshalb bei der Bahn auf’s Abstellgleis geschoben werde, weil selbst bei der EU ihn niemand haben wolle. Ein anderer meint ironisch – wohl in Hinblick auf seine fachspezifischen und auch sonstigen Fähigkeiten: »Keine Angst, der tut nichts«. Nun, wenn man nach den Fähigkeiten geht, dann wäre doch ein Job bei McDonald’s richtig – den passenden Vornamen hat er ja schon!

Die offizielle Aufgabe als Lobbyist hat natürlich ein ziemliches Geschmäckle, Transparency International regt sich zu recht darüber auf. Es werden auch sofort Erinnerungen zu dem Skandal um Eckart von Klaeden wach. Aber ich sehe das nicht als CDU-spezifisch, ich denke da nur an Gazprom-Schröder. Die Parteien haben es seit 10 Jahren (!) nicht geschafft, die UN-Konvention gegen Korruption umzusetzen und zu ratifizieren, und damit befindet sich unsere Interessendemokratie in Gesellschaft mit Syrien, Sudan und Nordkorea.