Toleranz ist keine Einbahnstraße
Mozilla, der Entwickler des Open-Source-Browsers Firefox, sieht sich gerade im Shitstorm der Gender-Politisch-Korrekten. Hintergrund ist, daß die Meute herausgefunden hat, daß der Erfinder von JavaScript, langjährige Mitarbeiter und neugewählte CEO von Mozilla, Brandon Eich, vor ein paar Jahren zweimal 1000 Dollar an die Organisatoren einer Volksabstimmung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe in Kalifornien gespendet hat. Daraus baut man jetzt einen Homophobie-Vorwurf und verlangt die Absetzung. Das ist doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Was, bitteschön, hat denn eine Ablehnung der Homo-Ehe mit einer Angst vor Homosexuellen zu tun, was seine private Meinung, die er offenbar für sich behalten hat, mit dem Unternehmen?
Ich finde es schon sehr bedenklich, daß hier eine kleine Minderheit (ich habe mal von Schätzungen von maximal 5% Homosexueller in der Bevölkerung gelesen) für sich Toleranz über allem Maße in Anspruch nimmt, selber aber zusammen mit all den heterosexuellen Gutmenschen mittels ihrer Meinungsdiktatur die Soziale Todesstrafe über jeden verhängt, der ihnen nicht in allen Punkten zustimmt. Damit sind sie in ihrem Verhalten gar nicht so weit weg von den Islamisten, die jeden Vorteil unserer Demokratie und unseres Sozialstaats ausnutzen wollen, aber gleichzeitig jeden »Ungläubigen« wegbomben möchten.
Statt den Herauswurf von Eich zu fordern, sollte die Meute lieber Unterschriften für den Herauswurf von dem Mozilla-Mitarbeiter Eric Rescoria sammeln. Der hat in seinem früheren Job bei RSA dafür gesorgt, daß in einem Verschlüsselungsalgorithmus im Auftrag der NSA eine Hintertür eingebaut wurde. Das besonders Schlimme dabei ist, daß er auch bei Mozilla noch für Verschlüsselungsalgorithmen (im Bereich SSL/TLS) zuständig ist. DAS ist unhaltbar!
Ergänzung (4.4.2014): Die Meute hat gewonnen, Brandon Eich ist zurückgetreten.
Ergänzung (7.4.2014): Gerade mal 10 von rund 1000 Mozilla-Entwicklern haben sich negativ zu Eich geäußert, wobei keiner von ihnen ihn persönlich kennt. Auch ist herausgekommen, daß einer der Gründer der Dating-Plattform, die den Protest gegen Eich initiiert und gefördert hat, selbst $500 an einen erzkonservativen und bekannt homosexuellen-hassenden republikanischen Abgeordneten gespendet hat…