26. Dezember 2013
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Zensur funktioniert nicht

Wie der aufmerksame Leser weiß, versucht Ozeanien, zur Zeit besser noch bekannt als Großbritannien, in Sachen »Freiheitsrechte« seinen großen Vorbildern Saudi-Arabien, Iran und China nachzueifern. So werden die Briten seit kurzem mit einem »Porno-/Gewalt-/Extremistenfilter« zwangsbeglückt, auch wenn es im Moment noch die Möglichkeit des Opt-Outs gibt (man muß sich beim Provider freischalten lassen).

Was bei uns die Gegner des Zugangserschwerungsgesetzes, welches damals von »Zensursula« von der Leyen und Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg mit Unterstützung der Verräterpartei SPD in die Wege gebracht und später auf Druck der Zivilgesellschaft wieder abgeschafft, vorhergesagt haben, tritt nun in Großbritannien verstärkt ein: Das over-blocking.

Waren vor etwa einer Woche noch nur aufklärerische Seiten im sexuellen Umfeld betroffen, wie Heise berichtete, gibt es jetzt einen erneuten Fall. Da wurden nun laut der Zeitung Independent von O2 auch die British Library und die National Library of Scotland sowie weitere unbescholtene Seiten blockiert.

Ironischerweise war auch die Webseite von Claire Perry, einer britischen Politikern, die sich sehr für diesen idiotischen Filter eingesetzt hat, dabei. Als britischer Netzwerkbetreiber hätte ich sowieso alle Befürworter gleich mit auf den Index gesetzt. Dann hätte man mal juristisch klären müssen, wer denn mit welcher Autorität bestimmt, was für das britische Volk gut und schlecht sei.

Ich hoffe aber für die britische Bevölkerung, daß auch sie genügend Druck aufbauen kann, um diese schwachsinnige Bevormundung wieder abzuschaffen.