Heise berichtet, daß soeben still und leise eine Gesetzesänderung
die letzte Hürde des Bundesrates passiert hat, mit der nicht nur die
biometrischen Bilder, die für Pässe, Personalausweise und anderen Ausweise
erfaßt wurden, systematisch von den Behörden abgerufen werden dürfen,
sondern jetzt auch in andere Systeme eingespeist werden dürfen.
Ein Leser im Heise-Forum erinnert daran, daß bei der Einführung
biometrischer Merkmale bei den Ausweisen uns versprochen wurde, diese
würden nur und ausschließlich dafür benutzt, die Fälschungssicherheit zu
erhöhen – also daß der Ausweis tatsächlich zu der Person gehört, die ihn
vorlegt.
Nun, was interessiert das Geschwätz von gestern, erst recht, wenn das
ganz andere Politiker waren? Aber es war höchstwahrscheinlich sowieso nie
die Absicht, sich an die Zusagen zu halten. Es ist die schon tausendfach
praktizierte Salamitaktik, klein und unbedeutend anzufangen und dann die
Regeln immer mehr zum eigentlichen Ziel auszudehnen, möglichst, wenn gerade
niemand so genau hinschaut.
Ganz meine Meinung: »Bürgerräte sind Mitmachtheater« (NZZ) Offenbar startet an diesem
Freitag der erste »Bürgerrat«. Mal schauen, wie das in der
deutschen Presse verfolgt wird – kritisch oder nicht. Ein
Gradmesser, inwieweit der Vorwurf der »Systempresse« zutrifft.
Heise berichtet über die aktuelle Entwicklung zur geplanten
Chat-Überwachung durch die EU. Gegner wollen aufgedeckt haben, daß die
»pro«-Lobbyisten von amerikanischen Organisationen und Firmen finanziert
werden. Letztere versprechen sich Geschäfte mit dem Verkauf entsprechender
Software. Soetwas sollte meiner bescheidenen Meinung eigentlich in einem
Rechtsstaat illegal sein! Und die zuständige linke Kommissarin Ylva
Johansson ist derzeit auch nicht von ihrem Vorhaben abzubringen, lügt herum
(»Eine generelle Überwachung finde nicht statt«) und mißbraucht den
Mißbrauch von Kindern (»Ich bin stolz, an der Seite von Überlebenden […] zu
stehen«).
Warum wird beim Thema Migration in Politik und Medien gerade so viel über
Grenzkontrollen gesprochen? Weil das so wunderbar vortäuscht, man würde
etwas gegen die Migrationsflut tun. Und es ist billig, weil niemand
kontrollieren kann, ob die Grenzkontrollen wirklich verstärkt werden.
Tatsächlich ist es so – und Faeser hat das auch in einem Interview (oder
Talk-Sendung) ganz klar gesagt –, daß kein Migrant zurückgeschickt wird. Er
braucht nur das magische Wort aus vier Buchstaben zu sagen, schon darf er
bleiben. Das hat erst vor fünf Tagen das woke EuGH geurteilt.
Der einzige echte, aber bescheidene Nutzen ist, daß man vielleicht ein
paar Schlepper festnehmen kann. Aber die werden sich schnell anpassen, ihre
Kunden vielleicht 500 Meter vor der Grenze aus dem Fahrzeug scheuchen mit
Fingerzeig in die richtige Richtung.
Nachtrag: Oh, ich wußte nicht, wie recht ich doch habe: »BILD exklusiv! Keine echten GrenzkontrollenDer große
Faeser-Bluff«
Hadmut Danisch berichtet in einem sehr langen Artikel über seine Erkenntnisse über seine
Kontokündigung, die Ermittlungen gegen ihn und über illegale
Machenschaften, inklusive über die eines Kommissars bei der Berliner
Polizei. Dieser hatte unerlaubterweise die Transaktionen des Spendenkontos
des Blogs von der Deutschen Bank besorgt, einschließlich der Kontonummern
und Namen der Spender (zu denen ich, wenn ich mich recht erinnere, in dem
besagten Zeitraum auch gehöre). Da die Akte samt Daten-CD später an den
Anwalt von Ricarda Lang ging, geht er davon aus, daß die Liste mittlerweile
auch bei den Grünen ist.
Ich muß gestehen, daß ich einige Teile auch nur überflogen habe. Aber ich
bin schon ziemlich baff, was hier in Deutschland (wieder) möglich ist. Mit
Recht und Gesetz hat das nicht mehr viel zu tun. Eher mit Stasi- und
Gestapo-Methoden.
Der Ex-Bundespräsident Joachim Gauck ist auch ein übler
Wendehals.. Was hat der früher Pegida-, AfD-, konservative oder
einfach nur migrationskritische Leute beschimpft, wenn auch immer schön
verpackt in seiner theologisch geprägten Sprachwelt, Leute, die sich »vor
der Moderne fürchten«, die mit der »Vielfalt« nicht zurechtkommen, die
»verunsichert« sind und so weiter (leider finde ich keine Quelle für den
Clip, den ich meine, aber man braucht nur in sein Geschwurbel
in diesem Video
hineinzuschauen).
Wer eine Viertelstunde Zeit hat: Im Berliner Landtag gab es eine Anhörung
zu einem Entwurf eines Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms. Es war
ein Vertreter von EIKE eingeladen (vermutlich von der AfD), der erklärte,
daß die geplanten Maßnahmen völlig sinn- und wirkungslos und damit auch
wegen der nicht vorhandenen, aber rechtlich zwingenden Verhältnismäßigkeit
verfassungswidrig seien. Ein Zusammenschnitt findet sich auf
YouTube.
Interessant war sein Argument, daß wir während des Corona-Lockdowns 2020
durch das Rückfahren der Wirtschaft tatsächlich auf der Welt einen
merklichen Rückgang des CO₂-Ausstoßes hatten – so viel, wie Deutschland,
Frankreich und Italien zusammen im Jahr produzieren. Das Jahr war also so,
als hätten die drei Länder ihre Emissionen komplett gestoppt. An der Kurve
der CO₂-Konzentration in der oberen Atmosphäre, die ja für einen
Treibhauseffekt verantwortlich sein soll, hat sich dieser Rückgang nicht
niedergeschlagen, es ist nicht erkennbar, daß das irgendeine Auswirkung
gehabt hätte! Nun könne man ja eine Trägheit annehmen. Dies sei aber nicht
so, da die Kurve jahreszeitlich in Abhängigkeit der Pflanzenaktivitäten
schwanke.
Das Schlußwort der die Anhörung leitenden CDU-Abgeordneten zeigt mal
wieder, daß die Anhörung eigentlich nur als Show-Veranstaltung gedacht war.
Explizit distanzierte sie sich von allen Aussagen des EIKE-Gastes. Und
offenbar gab es von allen anderen Teilnehmern keinen wirklichen
Widerspruch, im Gegenteil: Man müsse sofort mit den Maßnahmen beginnen – so
zumindest resümierte die Frau.