Von Orwell lernen heißt Überwachen und Kontrollieren lernen. Und bei
Orwell lernen wir auch die Verkehrung von Begriffen – Krieg ist Frieden,
Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Ja, und Medien-Überwachung
und -Zensur sind halt Plattform-Grundgesetz, nach Meinung der EU.
Das EU-Parlament, der Ministerrat und die Kommission haben sich nun auf
den »Digital Services Act« geeinigt, offenbar mal wieder in einem Verfahren
(»Trilog«), den es offiziell nach den Statuten der EU gar nicht gibt. Aber
Gesetze und Regeln sind halt eben nur für andere da. Genau, wie dieser eben
beschlossene »Digital Services Act«. Der ist nämlich für uns da. Oder
besser: gegen uns. Und daher ist die Bezeichnung als Plattform-Grundgesetz
durch Vertreter der EU purer Euphemismus und Orwellsche Sprachverdrehung.
Ich zitiere mal aus einem Heise-Artikel, da dieser bislang noch die meisten Details
nennt.
Laut der zunächst in Grundzügen getroffenen Übereinkunft sollen Behörden
aller Art künftig Host-Providern ohne Richtervorbehalt
grenzüberschreitende Anordnungen schicken können, um gegen illegale
Inhalte wie strafbare Haßkommentare, Darstellungen sexuellen
Kindesmißbrauchs oder die unautorisierte Nutzung urheberrechtlich
geschützter Werke vorzugehen. Betroffene Plattformen müssen solche
Angebote dann »ohne unangemessene Verzögerung« sperren oder blockieren und
bei schweren Straftaten zudem der Polizei melden.
Es ist also praktisch das deutsche Netzdurchsetzungsgesetz (NetzDG) auf
EU-Ebene. Es gibt nur einen kleinen Unterschied: Das NetzDG wird sich noch
am Grundgesetz messen lassen müssen, sobald das BVerfG mal aus dem Quark
kommt – diese Regulierung natürlich nicht. Der Artikel 5 ist dem Digital
Services Act nun ziemlich egal. Auch wenn Heise berichtet, daß diese
Anordnungen in der Regel auf das Land beschränkt sein sollen, aus
der die Anordnung stammt, bin ich gespannt, wenn irgendeine kleine
Polizeibehörde in Portugal oder auf Zypern mal hier in Deutschland Sachen
sperrt – oder Viktor Orban mal den Haß und die Hetze deutscher Medien und
Politiker mal ins Visier nimmt…
Ein weiterer Unterschied ist, daß die Regelungen nicht auf die großen
Social-Media-Plattformen beschränkt ist. Auch Webhoster,
Domain-Registraturen und Cloud-Anbieter kommen in die Pflicht. Damit kommen
auch Blogger und andere in Gefahr, die sich nicht der
Social-Media-Plattformen bedienen. Kritische und einflußreiche Webseiten
sind daher gut beraten, sich Alternativ-Namen und Server-Kapazitäten
außerhalb der EU und der USA (von denen kommt Zuspruch) zu besorgen.
Der Vollständigkeit halber ist noch zu erwähnen, daß der Digital Services
Act auch noch andere Dinge regelt, zum Beispiel personalisierte Werbung und
Marktmißbrauch großer Unternehmen, auf die ich aber in diesem Blog-Beitrag
nicht weiter eingehen will. Aber auch die fallen beim größten Kritiker im
EU-Parlament und letzten echten Piraten (seit der Parteiübernahme durch
linke Idioten) durch. Auf seiner Homepage schreibt er:
…Die Bezeichnung »Digitales Grundgesetz« verdient das neue Regelwerk
insgesamt nicht, denn der enttäuschende Deal versagt vielfach beim Schutz
unserer Grundrechte im Netz. Unsere Privatsphäre im Netz wird weder durch
ein Recht auf anonyme Internetnutzung noch durch ein Recht auf
Verschlüsselung, ein Verbot von Vorratsdatenspeicherung oder ein Recht zur
Ablehnung von Überwachungswerbung im Browser (Do not track) geschützt. Die
freie Meinungsäußerung im Netz wird nicht vor fehleranfälligen
Zensurmaschinen (Uploadfilter), willkürlicher Plattformzensur sowie
grenzüberschreitenden Löschanordnungen aus illiberalen Mitgliedsstaaten
ohne Richterbeschluß geschützt, so daß völlig legale Berichte und
Informationen gelöscht werden können…
Nachtrag: Heise hat nochmal einen sehr ausführlichen Artikel mit vielen Details
nachgeschoben
Nachtrag 2: Boris Reitschuster: Zensoren aller EU-Länder, vereinigt Euch! – Schwarze Stunde für
Meinungsfreiheit und Rechtsstaat
Die Lügner vom ZDF sollen noch ein Mal den Begriff »Fake News« in den
Mund nehmen: Das ZDF versucht gerade, den seit Tagen anhaltenden Aufruhr
von Moslems in vielen Orten Schwedens als Taten von Rechten
umzudeklarieren. Ja, die Rechten haben das Stöckchen hingehalten, wie ein
Twitterer es formuliert hat, und die Moslems springen darüber und zeigen
mal wieder ihr wahres Gesicht: Gewalt und Terror – das Fundament des Islams
– und nicht Toleranz und Frieden.
Quellen: Tichys Einblick: »Ausschreitungen bei rechten Demos«/Wie »ZDF heute«
die muslimischen Krawalle in Schweden framed, Junge Freiheit: Wie ARD und ZDF die Schweden-Krawalle
umetikettieren
Nachtrag: auch andere deutsche Medien machen da fleißig mit
Der ach so friedliche Islam: Schwere islamische Ausschreitungen in Schweden, weil eine rechte
Gruppe angekündigt hatte, einen Koran verbrennen zu wollen. Würden doch
die Christen bestimmt auch machen, wenn jemand eine Bibel verbrennt,
oder?
Der sozialistische Umbau Kanadas unter Justin Trudeau schreitet voran:
Die Presse braucht nun eine Lizenz, die »Qualified Canadian Journalism
Organisation License«. Wer die nicht hat, darf an Pressekonferenzen des
Staates nicht mehr teilnehmen. Auch dürfen Abonnenten bei solchen
Zeitungen, die diese Lizenz nicht haben, ihre Kosten nicht mehr von der
Steuer absetzen. Rebel News, die wohl bei der Trucker-Sternfahrt in Kanada
ausführlichst und kritisch gegenüber der Trudeau-Regierung berichtet hat,
hat diese Lizenz zum Beispiel nicht bekommen. Eine anonyme, fünfköpfige
Kommission hat ein Jahr lang gebraucht, um zu dieser Entscheidung zu
kommen, mit eine fadenscheinigen Begründung garniert. Auch übt Trudeau
angeblich Druck auf Google und Facebook aus, daß sie News-Kanäle ohne
Lizenz schlechter bewerten sollen und solche mit Lizenz besser.
Andererseits habe Trudeau vor letzten den Wahlen die wohlgesonnenen
Medien-Unternehmen, 1.500 insgesamt, mit 61 Millionen kanadischer Dollar
gefördert. Der Gründer von Rebel News hat Angst vor weiteren Maßnahmen,
z.B. daß Trudeau ihnen ohne Rechtsgrundlage die Konten sperrt, wie er es
bei den Truckern getan hat.
Das ist schon Wahnsinn, was in den sogenannten Demokratien alles so geht.
In Deutschland gibt es auch schon erste derartige Ansätze. Systemtreue
Printprodukte wurden mit Förderungen in Millionenhöhe bedacht, getarnt als
Hilfen für die Zeitungszustellung. Finanzunternehmen wurden anscheinend
unter Druck gesetzt, die Konten von kritischen Stimmen zu kündigen, sodaß
viele jetzt schon Konten im Ausland unterhalten müssen. Daß Boris
Reitschuster aus der Bundespressekonferenz geflogen ist, kann man auch
dazuzählen.
Quelle: Interview
von Tucker Carlson mit dem Gründer von Rebel News, Ezra Levant
…weils ka Mehl ham! Ja, ich weiß, das ist ein abgedroschener
Otto-Walkes-Witz, aber er paßt so wunderbar, beziehungsweise eben nicht!
Ich komme nämlich gerade vom Einkaufen zurück, ich war beim Kaufland und
Aldi. Beim Kaufland gibt es noch ein Schild »Mehl«, dort findet man aber
nur Haferflocken und Zucker (gut, ein paar Päckchen Roggen- oder
Sonstwas-Mehl standen tatsächlich herum). Beim Aldi habe ich natürlich auch
kein Mehl gefunden, aber auch nicht einmal normalen Kristallzucker, die
übliche 1kg-Packung. Keine Stelle im Ladenlokal, wo das hätte stehen
können, als hätte es das nie gegeben. Oder ich bin einfach nur blind.
Aber was es gibt, sind frische Backwaren, Brot, abgepacktes Brot,
Brötchen zum Aufbacken, abgepackte Kuchen, Muffins und anderes Kleingebäck,
Kekse, Plätzchen, alles, ohne ersichtliche Lücken im Regal. Gut, ich weiß
schon, daß das Zeug nicht erst gestern hergestellt wurde und daß die
Hersteller auch einen gewissen Vorrat an Mehl haben. Aber ein bißchen
merkwürdig finde ich das schon. Ich könnte jetzt ein paar
Verschwörungstheorien stricken, aber das überlasse ich dem Leser!
Ich habe nicht mitgemacht. Auf Twitter läuft unter dem Hashtag
#IchHabeMitgemacht eine schöne Pranger-Aktion. Sie sammeln
Aussagen von Politikern, Journalisten, Prominenten und anderen Personen des
öffentlichen Lebens, die sich (teilweise höchst) despektierlich über
Ungeimpfte geäußert haben – angefangen davon, daß sie an der Pandemie
schuld seien, daß sie Idioten seien, bis hin, daß man sie segregieren
und/oder finanziell kaltstellen sollte. Irgend jemand will diese Äußerungen
auch auf einer Webpage für die Nachwelt (und als Munition gegen die
Autoren) konservieren. Wenn mir die mal begegnen sollte, werde ich das auch
noch in meinem Blog bringen.
Ich hatte den Hashtag zwar neulich schon gesehen, aber konnte mir nicht
ganz einen Reim darauf machen und hatte ihn dann ignoriert. Auf den
Hintergrund bin ich erst über einen Artikel der Welt gekommen, der gestern
online erschien. Die Autorin des Artikels hatte auch einige der Urheber der
Aussagen um Stellungnahme gebeten – sofern überhaupt reagiert wurde, dumme
Ausreden. Ich hätte gerne den Link gepostet, den ich mir gestern
zwischengespeichert hatte. Geht aber leider nicht, denn der Artikel ist
magisch verschwunden. Im Suchindex ist er noch: Klicke ich dann darauf,
bekomme ich eine Fehlermeldung. Das war wohl nicht politisch nicht korrekt.
Ich gehe davon aus, daß da Druck von außen ausgeübt wurde.
Zum Glück gibt es ja das Webarchiv; ein Twitteraner hat den Artikel dort wiedergefunden.
Andere haben die Welt auf Twitter um Stellungnahme aufgefordert – soweit
ich sehen kann, bislang ohne Erfolg.
Nachtrag: Die Junge Freiheit greift die Löschaktion der Welt auf, die Webseite von dem
Journalisten Müller-Ulrich ist unter
ich-habe-mitgemacht.de zu
finden. Ich habe da ein bißchen herumgeblättert – unglaublich, was sich
dort an wirklich faschistoidem Gedankengut ansammelt, und das von solchen
Gutmenschen, die mit Sicherheit von sich behaupten, gegen »Rääächts« zu
sein.
Ich lache mich weg. Die größten Einpeitscher in Sachen Corona-Maßnahmen
haben Corona. Neulich der »wir leben im besten Deutschland, das es je
gab«-Quatscher im Schloß Bellevue, der die »Spaziergänger« ziemlich übel
diffamiert hatte, oder,
wie
ich gerade lese, der Makkus, der sich mit seiner Corona-Politik den
Spitznamen Södolf eingefahren hat. Beide haben bestimmt nichts falsch
gemacht, oder?* Ob sie's noch merken, was sie für Pappköpfe sind?
Vermutlich nicht, sind ja Politiker.
* bei Steinmeier
gab es ja
Videoaufnahmen, als er die Maske abnahm, nachdem er dachte, die
Aufnahme sei vorbei.
Heute ist ein guter Tag, zumindest relativ gesehen. Der von Scholz und
Lauterbach unterstützte Antrag zu einer allgemeinen Impfpflicht ist vom
Bundestag abgelehnt worden, es hat eine deutliche Stimmenzahl gefehlt. Auch
der Antrag der CDU, der zwar keine sofortige Impfpflicht, aber das Führen
eines Impfregisters zur Folge gehabt hätte, hat keine Mehrheit
gefunden.
Bin jetzt gespannt, wie sie alle sich jetzt ihre Wunden lecken
werden.
Nachtrag: In den Leserkommentaren in einem entsprechenden Artikel
überwiegt die Freude. Auch über den »gesunden Menschenverstand« der
Abgeordneten. Tut mir leid, den Zahn muß ich ziehen: Das war bloß
das übliche Politikgeschacher, das die Impfpflicht zum Scheitern gebracht
hat, und nicht der Verstand.
Nachtrag 2:
Videofund, mit
all den Versprechen der hochrangigen Politiker gegen eine Impfpflicht und
deren 180°-Wende.