Feministen, Genderisten und andere Schwachsinnige versuchen seit
längerem, die Sprache zu kapern und für ihre Zwecke zu mißbrauchen. Es
kommen dann Zeichenfolgen heraus mit Unterstrichen, Sternchen, Binnen-Is,
Xe am Ende, wenn nicht gar gemischt, sowie unsinnige Wortschöpfungen, teils
mit falscher Bedeutung, wie Studierende, Wählende, Redepult usw. (ich
berichtete). Aussprechen kann man es nicht, und es widerspricht und
zerstört Grammatik und Semantik.
Auf Youtube gibt es dazu einen schönen, sehenswerten Vortrag von Dr.
Tomas Kubelik, der diesen Quatsch zerlegt:
»Wie Gendern unsere
Sprache verhunzt«, rund 44 Minuten lang.
Ich weiß nicht, ob das mit dem gestrigen Weltfrauentag zu tun hatte, der
uns dumm blökende Politikerinnen und sonstige wirklichkeitsentrückte, wenn
nicht lügende (z.B. über den längst wissenschaftlich widerlegten Gender Pay
Gap) sowie absichtlich Gleichstellung mit Gleichberechtigung gleichsetzende
Personen im Fernsehen bescherte, aber es sind die Tage zwei private
Petitionen gegen die Sprachverhunzung ins Leben gerufen worden, bei denen
sich Leute beteiligen können. Beide werden von Vereinen getragen. Die erste
Petition von dem mir
nicht bekannten Verein »angens«, die
zweite Petition von dem Verein Deutsche
Sprache (VDS).
Letzterer ist mir bekannt, weil er leider damals beim Widerstand gegen
die Rechtschreibreform kläglich versagt hat und sich nicht dagegen
aussprechen wollte, und nicht zuletzt, weil er sein Büro in unmittelbarer
Nähe meines Arbeitsplatzes hat. Außerdem dürfte er in seiner Richtung einer
der größten Vereine sein, wenn nicht der größte. Für die Petition hat der
Verein es geschafft, viele Germanisten, Schriftsteller, Autoren,
Publizisten, Journalisten und andere mit Sprache umgehenden Leute sowie
auch ein paar allgemein bekannte Namen wie Dieter Hallervorden, Peter
Hahne, Dieter Nuhr oder Bastian Siek als prominente Erstunterzeichner zu
gewinnen.
Ich habe ja keinen großen Bedarf an Leuchtmitteln, und da ich beim Ende
der Glühlampe mich noch mit einem Dutzend ebendieser eingedeckt hatte,
fange ich erst jetzt an, auf LED umzusteigen. So hatte ich mir letztes Jahr
eine Dreierpackung gekauft und zwei davon eingesetzt.
Eine von den beiden ist jetzt kaputtgegangen. Ein bißchen früh, dachte
ich, aber mensch, ich hab' ja noch eine. Heute mittag dann ersetzt.
Eingeschaltet, brennt. Wieder ausgeschaltet. Jetzt komme ich nach Hause,
und schalte – weil es mittlerweile Nacht ist – das Licht ein. Eine halbe
Minute Geflacker, dann ganz dunkel. Super toll, diese LED-Technik. So
effizient, so ökologisch! Ich glaube, ich kaufe mir mal 1000 Stück, so für
den Bedarf eines Jahres…
Aufgrund einer technischen Störung war mein Blog ein paar Tage nicht
erreichbar – nicht, daß ich ihn abgeschaltet hätte. Am 13. März wird es zu
einer weiteren Unterbrechung kommen. Wenn alles gutgeht, dann nicht länger
als einen halben Tag. Zudem wird es in diesem Halbjahr ein weiteres Mal zu
einer Sendepause kommen, die mehrere Tage dauern kann, nur schon mal als
Vorwarnung.
Ich habe gerade entdeckt, daß mein Blog auf einer als »braune Blogs«
betitelte Liste gelandet ist. Sie umfaßt rund 80 Einträge und ist Teil
einer linken Webseite. Ich finde es ja spannend, daß die mich gefunden
haben – habe ich doch eigentlich nur die Webcrawler der Suchmaschinen auf
meinem Server zu Besuch. Aber wahrscheinlich nutzen die eben diese
Suchmaschinen, hacken rund um die Uhr böse Wörter in die Suchfelder ein und
blättern tausende Seiten Suchtreffer durch… DA! Der hat was Negatives über
Migranten gesagt! BRAUN!!! NAZI!!!
In der Liste sind auch andere, respektable Seiten, wie die »Achse des
Guten«, der Blog von Vera Lengsfeld oder die Blogs »Philosophia Perennis«
und »Sciencefiles« – also was soll's. Außerdem bin ich ein Verfechter der
freien Meinungsäußerung. Solange sie sich darauf beschränken, meinetwegen.
Und wie heißt es: Was juckt es die Eiche, wenn sich die Sau an ihr
reibt? Vielleicht tun sie mit dieser Liste ihren erklärten Gegnern
sogar auch noch einen Dienst, weil sie da noch Seiten finden, die sie
vorher noch nicht kannten?
Und zu »braun«: Ich mache das mal jetzt so wie die ARD – Framing.
Braun ist die Farbe der Erde. Erde bedeutet Leben. Aus ihr
sprießen Bäume, Büsche, Gras, Blumen, Getreide. Ohne sie könnten wir nicht
existieren. Sie ist Bestandteil des Kreislaufs des Lebens. Braun ist eine
warme Farbe, sie gibt Geborgenheit.
Rot, die Farbe der Linken, des Kommunismus, des Sozialismus, die
Armut, Leid, Unfreiheit und Niedergang über die Menscheit gebracht haben,
ist die Farbe des Bluts, das spritzt, wenn man sich mit Waffen bekämpft,
die Farbe der Zanks, des Hasses, der Gewalt, des Todes. Rot ist die
Warnfarbe schlechthin, bei Ampeln, bei Bahnübergängen, überall. Es heißt,
bis hier hin und nicht weiter! Gefahr! Bleibe besser weg!
Ich glaube, ich habe einen großen Fehler gemacht, daß ich mir gerade eine
Immobilie gekauft habe. Ich hatte gehofft, es würde noch bis zum Ende
meines Lebens dauern. Aber es fängt jetzt schon langsam an, unerträglich zu
werden. Ich hätte besser meine sieben Sachen packen sollen und irgendwohin
verschwinden sollen. Nicht mehr warten, z.B. bis zur Pensionierung. Nein,
besser sofort. In die Schweiz, nach Südamerika oder irgendwo in die
hinterste Ecke von Tasmanien oder dem australischen Outback (auch weit weg
von der durchgeknallten australischen »Zivilisation«). Hinter'm Mond, aber
selbst da ist man dank der Chinesen nicht mehr allein.
Es vergeht kaum ein Tag mehr, an dem unsere Freiheit nicht weiter
eingeschränkt wird, wir nicht weiter überwacht werden, wir nicht immer mehr
wie kleine Kinder bevormundet werden und uns gesagt wird, was wir zu tun
und zu lassen haben, wir nicht immer mehr in unseren Handlungen und
Äußerungen eingeschränkt werden, uns das Geld nicht weiter aus den Taschen
gezogen wird und unsere Demokratie nicht weiter bis zur Unkenntlichkeit
entkernt wird.
Was noch verschlimmernd hinzukommt, ist, daß es die meisten Menschen
einen Dreck interessiert. Hauptsache, sie haben ein Schnitzel auf dem Tisch
oder können, mit der Flasche Bier in der Hand, vor der Glotze sitzen und
Fußball schauen. Als hätte es all die Diktaturen nicht gegeben, in
Deutschland, in Europa und in der Welt, und hätten nicht tausende,
zehntausende, hundertausende Menschen ihr Leben gelassen, um frei zu
sein. Für sie hatte das mehr bedeutet als verschiedene materielle
Annehmlichkeiten, mit denen heute die Bürger ruhiggestellt werden. Billiges
Mobiltelefon-Roaming und kein Währungsumtausch im Urlaub – das reicht heute
schon, damit die Bürger von der EU begeistert sind.
Intellektuell sind wir in einer Phase der geistigen Rückentwicklung, der
Verblödung. Man sieht das zum Beispiel am Feminismus/Genderismus oder dem
bräsigen Gutmenschentum, mit dem wir uns auf die verschiedenste Art und
Weise selber kaputtmachen. Ich habe von Philosophie kaum eine Ahnung, aber
die paar Sätze, die Immanuel Kant vor über 230 Jahren zur Aufklärung
schrieb, sind hängengeblieben und Triebfeder meines Denkens geworden. Bis
vor zwanzig Jahren hatte ich den Eindruck, daß das auch für die meisten
meiner Mitmenschen gilt. Inzwischen bin ich da geläutert.
Zur gewissen Ehrenrettung meiner Mitmenschen muß ich allerdings sagen,
daß dies nicht zufällig passiert und sie nicht alleinig daran schuld sind.
Der sogenannten Elite, gebildet aus Wirtschaftsbossen und Medienmogulen,
mit den Politikern und Journalisten als ihre Handlanger, war der freie
Wille des Plebs schon immer ein Dorn im Auge. Das Volk hat zu arbeiten, arm
und dumm zu bleiben und nichts zu sagen.
Die Elite hat daher diese negative Entwicklung maßgeblich gefördert. Die
Methoden des Dritten Reichs und des Kommunismus waren verbrannt, zu
offensichtlich, die Erinnerungen noch frisch. An deren Stelle ist die
Taktik der kleinen Schritte über einen langen Zeitraum getreten.
Jean-Claude Juncker hat sich bekanntlich diesbezüglich mal verplappert.
Bemerkt das Volk aus Versehen mal den Weg in die Unfreiheit, dann bleibt
man stehen oder geht einen kleinen Schritt zurück, nur um später –
vielleicht auf einer leicht abgewandelten Route, oder mit ein bißchen
Ablenkung, à la Brot und Spiele – zum gleichen Ziel zu kommen.
Ein weiterer Schlüssel liegt in der Kindheit. Von klein an werden wir
manipuliert. Das ist auch nicht neu und gab es schon früher. Aber auch hier
geht man inzwischen subtiler vor. In der Schule wurde uns zwar die Greuel
der Diktaturen erklärt, aber gleichzeitig uns weisgemacht, daß unsere
eigenen Systeme (ob West oder Ost) die beste seien, die es auf der Welt
gäbe. Viele haben das als Kind geglaubt, und glauben das auch noch als
Erwachsene.
Die Elite macht sich dabei auch die Hirnwäsche zunutze, mit der die
Religionen Menschen dazu zu bringen, an göttliche Wesen zu glauben, ohne,
daß sie auch nur im Entferntesten ihre Existenz beweisen können. So
konditioniert sind nämlich die Menschen auch für die Lügen der Eliten
empfänglich, werden sie nur entsprechend aufgetischt – wie zum Beispiel die
sogenannte repräsentative Demokratie. Sie ist vom Konzept her schon nur
eine Fassade einer echten Demokratie, wie sie uns die alten Griechen
vorgelebt haben. Aber selbst diese funktioniert heute nicht mehr. Das
Parlament ist durch den Fraktionszwang zu einer belanglosen Theaterbühne
verkommen und dank Übertragung der Souveränität des Bürgers zur EU zum
Durchwinkverein von Gesetzen eines nicht demokratisch legitimierten,
totalitären und korrupten Molochs geworden.
Ich muß sagen, diese ganze Entwicklung verbittert mich sehr, und trotz
Brexit, trotz politischer Umorientierung eines Teils der Bevölkerung in
Europa sehe ich wenig Perspektiven, daß diese furchtbare Entwicklung in
Deutschland und in Europa aufgehalten werden kann. Die Technologien, die
uns Ende des 20. Jahrhunderts soviel Freiheiten und Möglichkeiten brachten,
und wir ein Utopia für möglich hielten (man denke nur an die Visionen von
Startrek!) wenden sich zunehmend gegen uns. Nein, stattdessen wird 1984
real. Man bringt Massen fremder Leute nach Europa, schürt so soziale,
ethnische und religöse Konflikte und begründet dann damit die Errichtung
von totalitären Polizei- und Überwachungsstaaten. Selbst, wenn wir diese
überwinden könnten, bleiben das »Erbe« und damit alle Konflikte hier. Und
so, wie es aussieht, werden wir, »die hier schon länger sind«, die
Verlierer sein.
Eine ganz, ganz üble Strategie wurde in den obersten Etagen des ARD
ausgeheckt. Ein Dokument, das nie an die Öffentlichkeit gelangen sollte,
dann erst an die Presse durchgesickert ist, bis es später von Netzpolitik publiziert wurde, offenbart eine perfide Methode, mit
der die schlechte Meinung der Öffentlichkeit über die Zwangsfinanzierung
des ÖR durch die Bürger aufgebessert werden soll(te).
Framing heißt das Mittel der Wahl, und das Schlimme dabei ist, daß
hierbei Argumente, Fakten keine Rolle spielen, sondern, daß es auf Begriffe
aufsetzt, die im Unterbewußtsein Assoziationen verursachen und so positive
oder negative Wirkungen erzeugen. Und je konkreter, einfacher diese
Begriffe sind und desto mehr sie mit körperlichen Empfindungen verknüpft
sind (z.B. Bilder, Geschmack, Gefühle), umso besser wirken sie. Es ist also
– das kann man ohne Einschränkung sagen – eine Form der Manipulation. Das
Dokument selber gibt hierfür ein Beispiel: Würde die ARD seine Zuschauer
als »Kunden« oder »Konsumenten« bezeichnen, wäre das schlecht, denn damit
assoziiert man das Einkaufen in einem Laden, wo man sich etwas aussucht und
am Ende nur genau das bezahlt, nicht aber alle anderen Waren, die sonst
noch im Geschäft herumstehen. Dies würde also eine Erwartungshaltung
erzeugen, die der ÖR nicht erfüllen kann und will. Jedes Wort wird bis in
die größtmögliche Tiefe analysiert und nach Gut und Böse sortiert. Aus den
guten Wörtern konstruiert man dann seine Statements, wobei es auf den
Wahrheitsgehalt nicht sonderlich ankommt.
Um die Methoden des »Framings« kennenzulernen, hat die ARD 2017 einen
Workshop veranstaltet, und im Zuge dieses Workshops ist das besagte
Dokument von einer Beraterfirma erstellt worden. Lächerliche 120.000€ hat
der Spaß gekostet (den natürlich die GEZ-Zahler bezahlen). Das i-Tüpfelchen
auf der ganzen Sache ist, daß das damals der MDR organisiert hat, deren
vorzüglichst bezahlte Chefin (1/4 Millionen €/Jahr) eine treue SED-Soldatin
war und in ihrem Studium über den Klassenfeind in bestem
DDR-Propaganda-Jargon herzog,
wie man auf Wikipedia
lesen kann. Die ist also vom Fach.
Nun, es empfiehlt sich, das Dokument mal zu überfliegen, speziell, weil
die Vorschläge, die die Autorin macht, durch Fettdruck schnell zu finden
sind. Grundtenor ist, daß der ÖR nur ja der verlängerte Arm des Bürger und
durch ihn erst die Demokratie überhaupt möglich sei – im Gegensatz zu den
bösen, einzig auf Gewinn ausgerichteten Anbietern, nicht nur beim Rundfunk,
sondern auch bei den gedruckten Medien. Letztere Aussage hat hat die Presse
natürlich ziemlich verstimmt, was die besonders intensive Berichterstattung
erklärt (ich bin nicht so naiv zu glauben, es wäre die Sorge um den
manipulierten Bürger…).
Ich will den Blogeintrag nicht abschließen, um ein paar besondere
Highlights aus dem Dokument zu zitieren – welche, wie geschrieben,
Vorschläge sind und nach meiner Kenntnis bislang so nicht von der ARD
verwendet wurden. Die auch in die Kritik geratene Autorin zieht sich in
einer Reaktion auch darauf zurück, daß sie überspitzt wurden, um den Effekt
zu demonstrieren – eine Ausrede aus meiner Sicht. Nichtsdestotrotz sollte
aber man ab nun jedes Wort der ARD auf die Goldwaage legen und prüfen, ob
nicht doch die Lehren des Framings angewendet wurden, im Gegensatz zu den
Beteuerungen der ARD. Hier sind sie:
-
»Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD«
-
»Unser freier Rundfunk, der Öffentlichkeit herstellt«
-
»Unser gemeinsames Rundfunkkapital«
-
Für die privaten Sender und Presse: »Medienkapitalistische
Heuschrecken«, »profitwirtschaftliche Sender«, »Kommerzmedien«,
»profitorientierte Medien«, »Ausgrenzung und Marginalisierung einiger
Gruppen im kommerziellen nichtdemokratischen Rundfunk«, »[…]
nichtdemokratischen und nichtselbstbestimmten Rundfunks«, »Profitzensur –
das inhaltliche Selektieren nach dem Motto ›Günstigen Inhalt teuer
verkaufen‹«
-
»von Bürgern ermöglichtes Rundfunksystem«
-
»ARD […] verwaltet […] das Rundfunkkapital der Bürger«
-
»freie mediale Infrastruktur«
-
»bildende und sinnstiftende Kultur– und Unterhaltungsformate«
-
»selbstbestimmte (da demokratisch entschiedene) Beteiligung der Bürger
am gemeinsamen Rundfunk ARD«
-
»Die ARD ist von uns, mit uns und für uns geschaffen: Sie ist von uns
beschlossen – denn die Entscheidung zu einem gemeinsamen, freien Rundfunk
ist eine demokratische Mehrheitsentscheidung.«
-
»Sie [Anm.: die ARD] ist von uns [Anm.: die Autorin meint
hier den Bürger] gestaltet, indem viele Bürger sich über die
Beteiligung hinaus beruflich einbringen«
-
»Und die ARD existiert einzig und allein für uns, indem sie jenseits
profitwirtschaftlicher oder demokratieferner Gelüste für ein
informierendes, bildendes und sinnstiftendes Programm sorgt«
-
»die ARD ist die Gesellschaft: Wir sind Ihr!«
-
»gemeinsamen, freien Rundfunk ARD über den wir [Anm: wieder mal der
Bürger] uns freien Zugang zu einer exzellenten medialen Infrastruktur
auf höchstem inhaltlichen und technischen Niveau«
-
»Mit allen und zum Wohle aller eine exzellente mediale Infrastruktur zu
schaffen, die für jeden frei zugänglich ist und jeden in gleicher Weise
ernst nimmt und bedenkt«
-
»ein Rundfunk, der von allen finanziert wird, der ist auch für alle
da«
-
»wahrhaft freie, stabile Information«
-
»gleichwertigen Anspruch aller Bürger, auf einem hohen inhaltlichen und
technischen Niveau bildend und sinnstiftend unterhalten und frei
informiert zu werden«
-
»Grundlage unseres privaten und wirtschaftlichen Wohlergehens«
-
»Rundfunkbeteiligung ist gelebte Eigenverantwortung für die deutsche
Kultur, Wirtschaft und Demokratie«
-
»Nur in einem Land mit einer stabilen gemeinsamen Rundfunkinfrastruktur
kann man frei und erfolgreiche leben und seinen Geschäften
nachgehen.«
-
»ARD Programminfrastruktur für das private und wirtschaftliche
Wohlergehen«
-
»[…] zu solider Information und demokratische, freier Berichterstattung
über Politik und Wirtschaft in Deutschland und auf der Welt bis hin zu
bildender und menschlicher, lebensnaher Unterhaltung«
-
»in aller Schärfe und Genauigkeit zu erfassen, abseits von
vorgefertigten Agenturmeldungen und der Seichtinformation kommerzieller
Sender«
-
»Bei der ARD hat der Bürger seine eigenen, unabhängigen Beobachter,
die geschützt vor dem Zugriff durch die Wirtschaft oder durch einzelne
politische Akteure oder Gruppen für ihn arbeiten«
-
»Denn wir stiften sozialen Frieden und Verständigung durch das
gemeinsame Rundfunkprogramm, das menschliches Wohlwollen, Freude an der
Unterschiedlichkeit der Menschen und faires Miteinander in den
Mittelpunkt stellt.«
-
»durch ihre finanzielle Beteiligung und darüber hinaus den gemeinsamen,
freie Rundfunk ARD mitermöglichen und gestalten.«
-
»Wir [Anm.: der Bürger] beteiligen uns am gemeinsamen Rundfunk
ARD um unserer selbst und unseres Landes willen«
-
»Unsere Eltern und Großeltern haben den gemeinsamen Rundfunk ARD
demokratisch beschlossen und mit eigenen Händen aufgebaut«
-
»Bürger, die sich nicht gemäß der demokratischen Vereinbarung am
gemeinsamen Rundfunk ARD beteiligen, sind wortbrüchig oder auch illoyal.
Sie liegen nicht nur den anderen auf der Tasche, täuschen und betrügen
und genießen weiterhin uneingeschränkten Zugang zur gemeinsamen medialen
Infrastruktur ARD – sondern sie halten sich nicht an unsere demokratisch
getroffenen und damit für alle verbindlichen Vereinbarungen und
missachten den allgemeinen Willen des Volkes. Sie sind
Beitragshinterzieher, sie begehen Wortbruch, machen sich des
Loyalitätsbruchs schuldig.«
-
»Wer die ARD ›verkleinern‹ möchte, der stellt das Recht der Bürger an
einer umfassenden und gründlichen Rundfunkversorgung infrage […] Sie
fordert den Bürger auf, einen Teil seiner medialen Freiheit aufzugeben,
einen Teil seiner Fürsorge für sein privates und wirtschaftliches
Wohlergehen und dasjenige seiner Familie und Mitbürger aus den Händen zu
geben.«
Daraus entwickelte Slogans:
-
Kontrollierte Demokratie statt jeder wie er will.
-
Exzellenz statt Umsatz.
-
Demokratie statt Umsatz.
-
Die ARD ist der verlängerte Arm der Bürgers.
-
Gemeinsamer Rundfunk statt Informationsanarchie.
-
Wir sind Ihr.
-
Rundfunkbeteiligung ist gelebte Eigenverantwortung.
-
Demokratie statt ideologischer Monopolisierung.
-
Demokratie statt rechenschaftsfreier Echokammern.
-
Am liebsten selbst denken. Dank stabiler Informationen.
-
Am freien Rundfunk zerplatzt jeden Tag um 20 Uhr die Filterbubble.
-
Kein entdemokratisiertes Rundfunksystem.
Was für Anmaßungen! Nicht ohne Grund wird das mit dem Neusprech aus 1984
verglichen. Es ist übrigens auch ein fieser Trick, sich als Vertreter einer
Gruppe (hier: der zahlende Bürger) zu bezeichnen, ohne ein Mandat dafür zu
haben.
Ich gehe jetzt erstmal eine Runde kotzen!
Weitere Quellen:
…gilt für mich schon lange. Aber gerade prasselt auf Twitter ein
Shitstorm mit diesem Hashtag nieder, nachdem die EU heute im (illegalen)
Trilog-Verfahren beschlossen hat, eine strenge Haftungspflicht für
Internet-Plattformen bezüglich Urheberrechtsverletzungen einzuführen, die
dann in Aktion tritt, wenn die Plattformen weder Lizenzverträge mit
allen Rechteinhabern abschließen noch Zwangs-Upload-Filter
installieren. Letzteres entspricht im Prinzip einer Vorzensur. Soetwas ist
zwar im Grundgesetz (Artikel 5, Absatz 1, Satz 3) verboten, betrifft im
Prinzip aber nur den Staat und nicht die Privatwirtschaft. Da hier aber
hier der Staat (der die Richtlinie in nationales Gesetz umsetzen muß) zu so
einer Vorzensur praktisch zwingt, ist das schon nicht unproblematisch.
»Flucht ins Privatrecht« nennt man übrigens diese Art der Delegation
staatlichen Handels zu der Privatwirtschaft. Das Netzdurchsetzungsgesetz
(NetzDG) von Heiko Maas (SPD), das auch als Mittel zur Einschränkung der
Meinungsfreiheit empfunden wird, ist so ein Beispiel.
Weiterhin wird das Leistungsschutzrecht, das es schon in Deutschland und
Spanien gibt, auf die gesamte EU ausgedehnt. Hierbei sollen Suchmaschinen
und andere kommerzielle Anbieter Lizenzen zahlen, wenn sie auf jüngere
(jünger als zwei Jahre oder so) journalistische Beiträge verlinken
und dabei den Titel oder einen Kurzauszug zitieren. Bislang galt das
Zitieren als legal und die gängige Rechtsprechung sieht eine Verlinkung
nicht als Urheberrechtsverletzung an (Ausnahme: tiefe Verlinkung von Bilder
o.ä.). Das ganze geht aber noch perverser: Es ist heute usus, technisch
orientierte URLs zu vermeiden, also z.B. so häßliche wie
»http://example.com/page.php?no=1248473&uid=4712«. Stattdessen
nutzt man leserfreundliche URLs (Fachbegriff »clean URL« oder »URL slugs«),
die zumindest zum Teil aus dem Titel der Seite konstruiert sind, also z.B.
»http://example.com/unfree-eu-sucks« – so, wie meine Blog-Software
das auch macht. Nun sollen angeblich genau diese Titelwörter in der URL
dann auch noch lizenzpflichtig sein!!! Eine weitere Perversion ist, daß
vorgeblich die Lizenzeinnahmen den Autoren zugute kommen sollen, praktisch
aber durch die Knebelverträge zwischen Autoren und Medienunternehmen das
ganze Geld bei letzteren landen wird. Obwohl die Existenz dieser
Knebelverträge hinlänglich – auch in der EU-Politik – bekannt ist, gibt es
im geplanten Leistungsschutzrecht keine Vorkehrungen dagegen. Man sieht:
Ergebnis zielgerichteter Lobbyarbeit.
Beides – das strenge Urheberrecht und das Leistungsschutzrecht – gehen
nicht unerheblich auf die Bemühungen von Günther Oettinger (CDU) in seiner
damaligen Position als EU-Digital-Kommissar und auf Axel Voss (CDU),
EU-Parlamentsabgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für diese
Richtlinie zurück. Beide sollen der Medien-Industrie sehr nahe stehen,
unsanfte Menschen würden sie vermutlich als Lobbyhuren bezeichnen. Auch
Nochbundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat offenbar ihre Finger im Spiel,
denn Deutschland hat im EU-Rat diesem Entwurf zugestimmt – entgegen dem
Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD. Ohne ein Placet von oben wäre das
bestimmt nicht gegangen. Zwar ist es nicht so, daß die SPD große
Bauchschmerzen zu dieser neuen Richtlinie geäußert hätte, und ihre
Abgeordneten im EU-Parlament werden das vermutlich mittragen
(Verräterpartei, halt wie üblich…), aber das erklärt, warum sich gerade ein
Wutschwall über die CDU ergießt.
Ob das ein kluger Schachzug der CDU war, wird sich noch herausstellen.
Während bislang hauptsächlich die Älteren der CDU den Rücken gekehrt haben
wegen der Merkelschen Einwanderungs- und EU-Finanzpolitik, vergrätzt sie
mit den Upload-Filtern und den damit zu erwartenden Einschränkungen gerade
massiv eine andere Wählerschicht – die der jungen, internet-affinen
Menschen. Die sind zwar jetzt vermutlich nicht mehrheitlich CDU-Wähler,
sondern eher weiter links anzusiedeln (Grüne, SPD, Linke), aber dennoch
könnten am Ende entscheidende Prozentpunkte für eine Regierungsbildung mit
der CDU verlorengehen. Daß es nicht wenige sind, die sich daran stören, mag
man an den rund 4,8 Millionen Unterstützern einer Petition auf Change.org – Tendenz
steigend – ablesen.
Und was das Leistungsschutzrecht betrifft, hoffe ich, daß Google sich
gegen die Lizenzzahlungen entschließt und mit ihnen alle anderen relevanten
Player auch (sofern es die gibt). Google hat ja bereits angedeutet, daß
dann der News-Dienst für Europa eingestellt wird. Nach den Formulierungen,
die bislang in den Beschreibungen der Richtlinie verwendet wurden, sind
aber nicht nur News-Aggregatoren von dem Leistungsschutzrecht betroffen,
sondern alle Webangebote bis auf private und nichtkommerzielle. Somit wäre
(neben Facebook, Twitter & Co.) auch die Google-Suchmaschine selbst
betroffen. Wäre das nicht phantastisch, wenn an dem Tag, an dem die
Richtlinie final beschlossen wird – sofern sie nicht noch im letzten Moment
abgeblasen wird - Google alle Medien auslisten würde? DIE langen Gesichter
möchte ich dann sehen. Und vor allem wäre das vor der EU-Parlamentswahl,
d.h. die Bürger könnten direkt erfahren, was die ach so tolle EU alles für
sie tut und das in ihre Wahl einfließen lassen…
Nachtrag: Golem hat ein paar Details veröffentlicht und auch EU-Dokumente
verlinkt. Ich habe ein paar Daten aktualisiert. Unklar ist mir noch, ob
das, was ich zu den »Clean URLs« geschrieben habe, tatsächlich so gilt –
der EU-Text schreibt »The protection granted under the first subparagraph
[Ed: das Leistungsschutzrecht] shall not apply to acts of hyperlinking« –
was immer das jetzt exakt heißen mag. Betrachtet man Hyperlinking als
Klicktext + URL, dann wäre das ganze unwirksam…!
Nachtrag II: Heise versteht das auch nicht…
*Nachtrag III: Echo auf den Beschluß bei Heise
Es ist schon schlimm genug, daß sich das 16jährige schwedische Mädchen
Greta Thunberg als »Klimaaktivistin« instrumentalisieren läßt, auch wenn
man sicherlich ein paar Gründe hierzu finden könnte. Viele möchten in
diesem Alter gerne ein Star sein, auch ihr angebliches Asperger-Syndrom und
einfach kindliche Naivität mögen das begünstigen.
Viel schlimmer, und zwar weit jenseits der Rationalität, ist das
Verhalten ihrer »Fangemeinde«. Und damit meine ich nicht andere
Jugendliche, die sich Greta zum Vorbild nehmen, die Schule schwänzen und
die gleichen hohlen Anklagen gegen die älteren Generationen herausposaunen,
gleichzeitig alle Annehmlichkeiten, die diese geschaffen haben, in Anspruch
nehmen, von Angstfreiheit vor Hunger und Kälte über grenzenlose Mobilität
durch Individual- und öffentlichen Verkehr bis hin zu den Segnungen des
Internets und der mobilen Kommunikation, für deren Betrieb allein
sicherlich zusammengerechnet viele dutzende Kraftwerke weltweit notwendig
sind, geschweige von der Energie und den Ressourcen, von der
Arbeitsausbeutung in Entwicklungs- und Schwellenländern, die für die
Produktion all dieser schönen Sachen notwendig waren.
Ich meine die Erwachsenen, seien es Journalisten, die Artikel schreiben
oder Fernsehberichte machen, Nachrichten moderieren, oder aus der
Bevölkerung, die twittern, auf Fratzenbuch schreiben oder obige Artikel in
den Foren der Medien kommentieren. Da findet ein völliger Blackout statt,
jede leichteste Form von Kritik wird kategorisch als »Haß« subsumiert, das
in den letzten Jahre in Mode gekommene Totschlagargument. Kind, Mädchen,
Behinderung – da wird wohl ein Beschützerinstinkt aktiviert, es brennen
offenbar alle Sicherungen durch. Das geht soweit, daß Eltern, die
eigentlich ein natürliches Interesse an der Bildung ihrer Sprößlinge haben
sollten, die Freitagsdemos mit eingeschlossenem Schulschwänzen
organisieren, wie Zuschriften an den Blogger Hartmut Danisch belegen.
Und es gibt natürlich durchaus Grund zur Kritik. Schon ihr erstes
Auftreten in Kattowitz war ein Fake und PR-Stunt. Ihre Rede fand in einer
Pause statt, bei der die allermeisten Delegierten gar nicht anwesend waren.
Geschickte Berichterstattung mit Bildern von vollen Rängen hatte den
wunschgemäßen Eindruck erweckt, dies hätte vor großem Publikum
stattgefunden. Das war alles schon von erwachsenen Aktivisten organisiert.
Greta war letztlich nur eine Marionette. Dies wird gestützt von der
Behauptung, daß vorher ein Casting stattgefunden haben soll, sprich, man
habe sich unter mehreren Kandidaten einen passende ausgesucht, mit der man
diese Aktion durchziehen wollte, und die Wahl sei auf Greta gefallen. Auch
sei die Rede zu ausgefeilt gewesen sein, als daß sie das selber geschrieben
haben könne.
Weiterhin steht mittlerweile dem Mädchen ein PR-Profi zur Seite. Der war
wohl nicht vom Anfang an dabei, vermutlich ist man von dem Erfolg selber
überrascht worden. Auch wenn der wohl aus dem familiären Umkreis des
Mädchens stammt, wird klar, daß das Handeln, das Auftreten, das Reden des
Mädchens nicht authentisch ist und wohl auch nie authentisch war. Und
vielleicht auch deshalb wird sie so frenetisch verteidigt. Wer gibt schon
gerne zu, daß man einerseits selbst darauf hereingefallen ist und daß
andererseits hier eine vermeintlich gute Sache wie der Klimaschutz durch so
ein Fake diskreditiert wird und dieser den Gegnern nur noch weitere
Munition liefert?
Artikel:
Ein Kollege hat mir diesen tollen Link zugeschickt: Die Stadt Hannover (geführt von einer
Ampelkoalition) führt »gendergerechte«, »diskriminierungsfreie« ein mit
»Redepult« und »Wählende« statt Rednerpult und Wähler. Gendersternchen
natürlich auch.
Diskriminierungsfrei ist das alles natürlich nicht. Es
benachteiligt nämlich alle Menschen mit einem IQ über 50.
Nachtrag: Hier kann man der/die/das Pamphlet des/der/des/der/der/der
Schwachsinnenden (m/w/d sg/pl) lesen.
Drei vermummte Attentäter haben einen AfD-Bundestagsabgeordneten aus
Bremen mit einem Gegenstand niedergestreckt und schwer verletzt.
Mordabsichten können nicht ausgeschlossen werden. Man geht stark von einer
politisch motivierten Tat aus.
Natürlich gibt es in der AfD Mitglieder, die Haß und Hetze betreiben,
aber das ist ja kein Alleinstellungsmerkmal der AfD. So, wie speziell die
linken Politiker und Medien offen gegen die AfD hassen und hetzen, kann man
sie durchaus als geistige Brandstifter dieser Tat betrachten. Das wissen
sie auch selbst, darum kommen Leute wie Heiko Maas, Cem Özdemir, Johannes
Kahrs oder Katrin Göring-Eckardt ganz schnell daher, um sich auf Twitter
davon zu distanzieren, und ihrem »Kollegen« gute Besserung zu wünschen.
Heuchlerisch ist das. (Quellen: Spiegel, Focus, Bild (Artikel enthält auch nähere Informationen zum Opfer))
Man kann übrigens durchaus darüber streiten, ob es richtig ist, mit einem
Bild des verletzten Opfers herumzulaufen und das Opfer zu
instrumentalisieren, wie es die AfD gerade tut (sicherlich mit dessen
Einwilligung). Mit dem Hintergrund allerdings, daß unsere
Mainstream-Presse, speziell der ÖR, ja immer bemüht ist, politisch
motivierte Gewalt als ausschließlich von rechts kommend darzustellen, kann
ich aber durchaus dafür Verständnis aufbringen.