Hat ja sicher jeder mitbekommen: Der Bundestag hat das Massaker an den
Armeniern Ende des 19. Jahrhunderts zum Völkermord erklärt.
Hat er das wirklich? Ich war zwar nie gut in Deutsch, aber soviel
Textverständnis habe ich noch, daß ich diese Frage mit einem klaren »Nein«
beantworten kann. Wie sieht denn die Resolution aus? Hier die wichtige
Textstelle aus der Erklärung:
Im Auftrag des damaligen jungtürkischen Regimes begann am 24. April 1915
im osmanischen Konstantinopel die planmäßige Vertreibung und Vernichtung
von über einer Million ethnischer Armenier. Ihr Schicksal steht
beispielhaft für die Geschichte der Massenvernichtungen, der ethnischen
Säuberungen, der Vertreibungen, ja der Völkermorde, von denen das 20.
Jahrhundert auf so schreckliche Weise gezeichnet ist.
Das Ereignis ist also beispielhaft. Wofür? Da kommt eine Aufzählung. Es
reicht, wenn einer dieser Punkte zutrifft. Man könnte zum Beispiel
ein anderes Ereignis nennen, ohne daß die Gültigkeit des Satzes darunter
leidet: »Der Atombombenabwurf der Amerikaner über Hiroshima und Nagasaki
steht beispielhaft für die Geschichte der Massenvernichtungen, der
ethnischen Säuberungen, der Vertreibungen, ja der Völkermorde […]«. Es
handelte sich mit 130.000 direkt getöteten Menschen definitiv um eine
Massenvernichtung, sicher aber nicht um einen Völkermord oder dem Versuch
desgleichen – zumindest nach meinen Geschichtskenntnissen. Aber der Satz
ist dennoch sprachlich und sachlich korrekt. Oder ein komplett anderes
Beispiel, um sich von dem Text zu lösen: »Das iPhone ist beispielhaft
für die einfach zu bedienenden Mobiltelefone, Tablets und Personal Computer
des beginnenden 21. Jahrhunderts.« Ist dieser Satz etwa falsch?
Da wird also herumgedruckst und sich eine Rückzugsmöglichkeit erhalten.
Das finde ich beschämend.
Nur gut, daß Erdoğan und seine Gesellen das nicht begriffen haben…
Der Text enthält übrigens noch eine Besänftigungsklausel gegenüber den
Juden, daß die Deutschen doch die größten Schweine sind und niemand so sehr
gelitten hat wie sie.
Dabei wissen wir um die Einzigartigkeit des Holocaust, für den
Deutschland Schuld und Verantwortung trägt.
Mag jeder davon halten, was er will.
Vorratsdatenspeicherung
-
Das BSI hat einen Entwurf erarbeitet, wie Telefon- und
Internet-Provider die Vorratsdatenspeicherung gemäß den Gesetzesvorgaben
umsetzen könnte, wie Heise und
Golem berichten.
Nachdem einige Tage seitdem vergangen sind, melden sich nun die
Provider zu Wort. Generell hatten die Provider ja schon im Vorfeld die
technische Umsetzbarkeit bezweifelt, und ihr Verband hat deshalb auch
eine Verfassungsklage eingereicht. Laut Eigenaussage fühlen sich die
Provider nun bestätigt und halten den Vorschlag von BSI für sehr teuer.
So teuer, daß kleine und mittlere Unternehmen sich dies nicht leisten
könnten und so in den Ruin getrieben würden. Golem und Heise haben die
Meldungen dazu.
-
Die EU möchte, daß die Behörden
leichter auf die Bestandsdaten der Telekommunikationsteilnehmer zugreifen
dürfen. Und am besten auch EU-staatenübergreifend, d.h. die Polizei
eines Landes soll nicht mehr um Amtshilfe der Polizei eines anderen
EU-Landes bitten müssen, sondern gleich beim dortigen Provider die Daten
abfragen können. Die Bestandsdaten sollen mindestens 60 Tage lang
gespeichert werden müssen.
-
Die russische Regierung will jetzt die Vorratsdatenspeicherung auf drei
Jahre verlängern, außerdem will sie Hintertüren in Messenger-Anwendungen
haben. Netzpolitik.org berichtet von der zweifelhaften Begründung:
Angeblich würden in geschlossenen Benutzergruppen Teenager durch
»Hirnwäsche« dazu gebracht, Polizisten zu ermorden…
Nachtrag: Ähnlich wie die Bundesregierung im Bundestag hat
die russische Regierung inzwischen das
ohne viel Aufsehen durch die Duma gejagt. Kritik kommt aus dem
Westen, wobei ich mich frage, ob das nur der Neid ist…
-
Auch Polen gleitet immer mehr in Richtung Unrechtsstaat und Diktatur
ab. Um bei drohenden Aufständen reagieren zu können, baut die Regierung
schon mal massiv vor und gibt diverse Rechte bis hin zur Abschaltung der Kommunikation.
Begründet wird das natürlich wieder mit Terrorgefahr, die es aber in
Polen nicht wirklich gibt.
-
Das FBI möchte den Zugriff auf Daten, die bei den großen Unternehmen
gespeichert werden, ausdehnen, und zwar möglichst so, daß sich die
Unternehmen nicht dazu äußern dürfen (Stichwort »National Security
Letter« bzw. Gag Order). Von den
Unternehmen kommt großer Widerstand, so der Heise-Artikel.
-
Der EuGH verhandelt zur Zeit ja mal wieder die Vorratsdatenspeicherung
– anhängig sind Klagen wegen der VDS in Großbritannien und Schweden. Nun
hat der Generalanwalt seine Stellungnahme abgegeben, was traditionell
richtungsweisend für dieses eigenartig konstruierte Gericht ist. Optimisten sehen darin eine Bestätigung des bisherigen Urteils,
meine Wenigkeit zweifelt daran, daß ein derart gesprochenes Urteil uns
noch vor der Vorratsdatenspeicherung bewahren könnte. Siehe auch
Heise.
-
Von Schwachköpfen lernen: Der
EU-Innenkommissar möchte das US-Online-Anmeldesystem ESTA für die
Einreise kopieren. Vermutlich wird es dann dort auch eine Checkbox
geben mit der Frage, ob man radikalislamischer Terrorist sei und einen
Anschlag verüben wolle.
-
Inzwischen hat das Bundesverfassungsgericht alle Eilanträge gegen die
Vorratsdatenspeicherung abgebügelt:
Heise, BVerfG, Netzpolitik. Auch wenn in solchen Fällen immer wieder seitens des
Gerichts betont wird, daß das keine Vorentscheidung sei, sehen die
Bürgerrechtler das eher als schlechtes Omen, da sie die Begründung nicht
nachvollziehen können.
Überwachung
-
In diesen Tagen, verdeckt von der Berichterstattung über die
Europa-Meisterschaft und dem Brexit, und im Eilverfahren (alle drei
Lesungen und die »Expertenanhörung« innerhalb einer guten Woche) hat die
Bundesregierung ihren Plan durchgezogen, den Verkauf von anonymen
SIM-Karten komplett zu unterbinden und auch den Geheimdiensten zu
erlauben, Daten im größeren Rahmen mit »befreundeten« Geheimdiensten
auszutauschen. Es werden also unsere Bürgerrechte weiter
eingeschränkt.
Berichte über den Kabinettsbeschluß gibt es beim Spiegel, bei Heise, bei
Golem und der Süddeutschen Zeitung.
Die stattgefundene Expertenanhörung geriet zur Farce. Die
Regierungsparteien hatten als »Experten« die Geheimdienstchefs geladen.
Deren Statements waren natürlich vorhersagbar. Linke und Grüne ließen es
zum Eklat kommen und boykottierten die Befragung daraufhin, was aber die
Superdemokraten von den Regierungsparteien nicht juckte. Die sollen sich
nochmal über Rußland oder die Türkei aufregen! Netzpolitik und Heise mit
den Einzelheiten.
Kurz nach der Expertenanhörung wurde
auch noch eine Verschärfung nachgeschoben, die aber offenbar schon
eine Zeitlang geplant war, weil sie schon in der Expertenanhörung
Erwähnung fand. Daß die Regierung natürlich alles für verfassungskonform
hält, brauche ich eigentlich gar nicht zu erwähnen…
Und dann ist es natürlich wie geplant im Schnellverfahren durch das
Marionettentheater gejagt und dort abgesegnet worden: FAZ, Heise, Zeit und Netzpolitik berichten.
Übrigens: Die Abschaffung der anonymen SIM-Karten wird die Industrie wieder Millionen kosten, und die wird es natürlich
wieder auf die Kunden umlegen.
-
Wenn es um Überwachung geht, dann ist der Bundesrat natürlich auch
immer dabei. Eigentlich dachte ich, im Moment hätten die Grünen eine
so große Beteiligung an den Landesregierungen, daß sie ein Veto erreichen
könnten. Entweder habe ich mich geirrt oder die Grünen sind auch mal
wieder umgekippt – das Umkippen ist ja kein Alleinstellungsmerkmal der
SPD. Ich hätte da auch schon so einen Verdacht – im Südwesten der
Republik…
-
In Europa werden massiv Fingerabdrücke und auch Gesichtsfotos von
Flüchtlingen für eine automatische Gesichtserkennung gespeichert,
natürlich mit Freude der Bundesregierung. Auch wenn der Betrug durch die
Flüchtlinge vielfältig und nicht gering ist, sehe ich das problematisch.
Meines Erachtens ist das nur eine Frage der Zeit, bis das auf die
allgemeine Strafverfolgung ausgedehnt wird und letztendlich alle
EU-Bürger in der Datenbank landen, egal, ob sie etwas ausgefressen haben
oder nicht.
-
Das Land Berlin will die Video-Überwachung massiv ausbauen. Nicht nur
öffentliche Plätze könnten dann überwacht werden, sondern sogar in
Restaurants oder Museen könnten Kameras möglich werden – überall, wo der
Staat eine Gefährdung vermutet. Auch hier soll das Gesetz dazu möglichst
schnell und ohne Aufsehen durchgepeitscht werden. Datenschützer laufen
dagegen Sturm. Heise und Netzpolitik berichten.
-
Ein anderes Ost-Bundesland, Mecklenburg-Vorpommern, plant,
Funkzellenüberwachung auf »vermuteten
Fahrstrecken« von Tatverdächtigen durchzuführen. Ich kann mir schon
gut vorstellen, wie es da plötzlich irgendwelche »Verdächtige« gibt, die
»rein zufällig« permanent das ganze Bundesland durchkreuzen…
-
Eine schöne PR-Aktion hat eine Bürgerrechtsorganisation in
Großbritannien veranstaltet, um die Bürger auf das geplante
Überwachungsgesetz aufmerksam zu machen. Sie haben eine öffentliche Toilette aufgebaut, die transparent wird,
sobald man die Tür von innen schließt.
-
In den USA achtet die Polizei auf die Privatsphäre! Echt? Nein, nicht
wirklich. Aber sie beruft sich darauf, um nicht beantworten zu müssen, wo sie
die Kameras aufgebaut hat. (via
Fefe) Die Preisgabe
würde die Privatsphäre der überwachten Bürger verletzen.
(ausführlicher Artikel auch bei Ars Technica).
-
Ein Bericht aus der Schweiz: Da geht
es auch nicht wirklich besser zu. Trotzdem würde ich lieber dort
leben.
-
Die Bundesregierung will eine neue Behörde zum Knacken von
Verschlüsselungen gründen. Mit dem unterdurchschnittlichen Niveau
Deutschlands in der IT-Technik und dem schlechten Ruf von Behörden werden
hoffentlich die paar echten Kryptographie-Experten einen Bogen darum
machen.
-
Die EU stellt Überlegungen an, wie man Staatstrojaner
grenzübergreifend einsetzen kann. Es soll nach deren Vorstellung also
zum Beispiel legal sein, daß eine französische Behörde einem in
Deutschland lebenden Menschen einen Trojaner unterschieben können soll.
Mittlerweile sind die in ihrem Überwachungswahn völlig enthemmt!
-
Auch bei den Briten geht es weiter: Eine gigantische Datenbank soll alle bisherigen Quellen
zusammenführen. Und dabei bloß keinen um seine Meinung oder gar
Einverständnis fragen, zum Beispiel das Parlament…
-
Und noch zwei Meldungen aus dem NSA-Untersuchungsausschuß: Erstens:
Wer im Berliner Regierungsviertel
mobil telefoniert, ist selber schuld! Zweitens:
An die USA gelieferte Handydaten
können nie nicht Menschen töten!
Zensur
In Deutschland, in der EU und auch anderswo wird versucht, indirekt
Zensur-Mechanismen aufzubauen. Der Trend ist, alles, was politisch nicht
gewollt ist, als Haß zu deklarieren und die Social-Media-Anbieter dazu zu
bringen, ihre Dienste entsprechend zu filtern. Das hat zweierlei Vorteile:
Einerseits bleibt die Definition, was »zensurwürdig« ist, schwammig
definiert und zudem wird sie nicht öffentlich, denn das wird dann als
»Geschäftsgeheimnis« deklariert. Und richtig klagen kann man dagegen auch
nicht. Oder man behauptet ganz frech, daß es überhaupt keine konkreten
Vereinbarungen gäbe – so, wie das das Maassche Justizministerium gegenüber
dem Blogger Hadmut Danisch erklärt hatte.
-
Die EU strebt eine
Selbstverpflichtung von Facebook, Microsoft, Google & Co. an,
Haßkommentare, rassistische und fremdenfeindliche Botschaften entfernen
zu lassen. (Siehe auch Zeit).
NGOs kritisieren dabei die Willkür, die diese Konstruktion
beinhaltet, und kündigen ihre Mitwirkung am EU-Internetforum auf.
-
Neben den Gesprächen mit den Social Media-Betreibern plant die EU auch
eine neue Richtlinie zur Terrorismusbekämpfung, welche auch die
EU-Staaten dazu bevollmächtigen soll, Zensur-/Netzsperrinfrastrukturen
aufzubauen. Das Ganze soll möglichst ohne großes Aufsehen durch das
EU-Parlament gebracht werden. Einzig der LIBE-Ausschuß soll sich damit beschäftigen, unter
Federführung von Strauß-Tochter Monika Hohlkopf..., äh, -meier.
Der LIBE-Ausschuß ist übrigens zuständig für Bürger-, Menschen- und
Grundrechte. Verglichen mit seiner tatsächlichen Arbeit erinnert das so
stark an die diametralen Bezeichnungen der Ministerien in 1984 (»Liebes«-
und »Friedens«ministerien).
Nachtrag: Leider lag der Blogeintrag jetzt lange genug herum, daß es
mittlerweile geschehen ist: siehe Netzpolitik und Heise.
-
Die »rechten Gruppierungen« auf Facebook schlagen mit den Waffen von
Maas & Co. zurück, wie der Spiegel berichtet.
-
Der Europarat (der ja mit der EU nichts zu tun hat), warnt vor
zunehmender Internet-Zensur. Siehe auch Slashdot und Ars Technica.
-
Hadmut Danisch berichtet in seinem Blog, daß mittlerweile
selbst die Vereinten Nationen an der Internet-Zensur planen.
Datenschutz
-
Auch der EU-Datenschutzbeauftragte hält das geplante »Privacy
Shield«-Abkommen nicht mit dem
EU-Recht bzw. mit dem EuGH-Urteil vereinbar. Nichtsdestotrotz haben
die EU-Datenschützer es mittlerweile – mit Vorbehalten – abgesegnet. Sie
wollen es nach einem Jahr evaluieren.
-
Vernetzte Autos: Auch heute spionieren die Autos ihre Besitzer mächtig
aus und schicken alle Daten zum Hersteller. Ein Focus-Artikel beschäftigt sich ausführlich damit und erwähnt, was
so alles aufgezeichnet wird. Nicht erschrecken! Selbst Adreßdaten vom
Mobiltelefon, das mit dem Auto verbunden war, werden »nach Hause«
geschickt. Auch, wo das Auto geparkt wurde und wieviele Sitze belegt
sind.
Heise berichtet in einem anderen Artikel,
daß sich 2/3 der Autobesitzer Sorgen
um die Spionage durch Autohersteller machen. Wie der Focus-Artikel
zeigt, nicht zu Unrecht.
-
Ein konkreter Fall bestätigt nun entsprechende Befürchtungen: Mit Hilfe
von Daten von BMW konnte die Staatsanwaltschaft nun nachweisen, daß ein
junger Mann mit einem BMW-Car-Sharing-Wagen einen Fahrradfahrer mit
deutlich überhöhter Geschwindigkeit überfahren und getötet hat. BMW
versucht sich damit herauszureden, daß das Fahrzeug als
Car-Sharing-Fahrzeug mit zusätzlicher Technik ausgestattet gewesen sei.
Diese zeichne die Fahrzeugpositionen (und andere Daten) auf, diese Daten
würden aber nicht mit den Vermietungsdaten der BMW-Tochter verknüpft
werden und wären so nach Vorstellung von BMW legal. Berichte bei Spiegel, FAZ, Golem, Zeit und Heise.
Smart-Meter
Wie Heise berichtet, hat die
Energie-Lobby beim Thema Smart-Meter einen großen Erfolg zu verzeichnen.
Die Regierung ist eingeknickt und will auch größeren Unternehmen die
gesammelten Daten zukommen lassen.
Golem hat in diesem Kontext noch einen umfangreichen Frage-und-Antwort-Artikel veröffentlicht.
Heise berichtet, daß die vernetzten
Stromzähler weiterhin wenig Vertrauen in der Bevölkerung genießen. 70%
der Bürger machen sich Sorgen um den Datenschutz. Sigmar Gabriel kann das
natürlich nicht verstehen und sieht absolut keine Gefahr. Aber das ist
eigentlich nicht erwähnenswert, der Kerl ist sowieso von Kopf bis Fuß
merkbefreit. Sonst hätte er auch schon gemerkt, daß er selber eins der
großen Probleme der SPD ist.
Heise berichtet zudem, daß die
Bauchschmerzen des Bundesrates in dieser Sache wohl auch dahin sind.
Einfach die besten Politiker, die man für Geld kaufen kann!
Hier noch ein paar weitere Artikel zu dem Thema:
Flüchtlinge
-
Die AfD wirft den Kirchen vor, daß sie sich nicht nur aus christlicher
Nächstenliebe um die Flüchtlinge kümmern, sondern um auch eine Menge Geld damit zu verdienen.
-
Ich habe immer wieder Bedenken, die ständigen Konflikte im Nahen Osten
auf wenige Einzeltäter zu reduzieren. Ist das Konfliktpotential nicht in
den Menschen und deren Religion verwurzelt und bringen die
(vermeintlichen) Flüchtlinge und Opfer dieses Potential nicht mit
hierher, dank Merkel und anderer Gutmenschen? Wenn ich solche Artikel wie
über diesen den Christenhaß in Flüchtlingsunterkünften lese (oder von
Stories, daß moslimische Mittelmeerflüchtlinge ihre christlichen
Mitflüchtlinge über Bord geworfen haben sollen), dann sehe ich mich in
diesen Überlegungen bestätigt.
-
Ein weiterer Bericht, wie sich Kriminelle und Extremisten um Flüchtlinge »kümmern«.
Danke, Merkel.
-
Die sexuellen Übergriffe von Flüchtlingen auf Frauen gehen weiter.
Diesmal in Darmstadt bei einem Open-Air-Musikfestival. Berichte bei der
FAZ und bei der Zeit.
Islam
-
Nicht nur der französische Autor Michel Houellebecq beschreibt eine
dystopsiches, islamisiertes Frankreich, sondern auch der algerische
Schriftsteller Boualem Sansal konstruiert ein ähnliches Szenario in
seinem Roman »2084. Das Ende der Welt«. Die Welt hat ein Interview mit ihm geführt.
Politik
-
Schäuble kennt niemanden, der das Bargeld abschaffen will. Nun
gut, er kennt ja auch niemanden, der damals die Schwarzgeldkoffer
abgegeben hat, also was hat das für eine Bedeutung? Ich glaube, bei dem
Mann muß man einfach die Aussage umdrehen, dann wird man relativ nahe an
der Wahrheit sein.
-
Ich hatte ja in einem früheren Blog-Eintrag schon erwähnt, daß die
Bundesdruckerei in den Panama-Papieren auftaucht. In einem echten
Rechtsstaat würde soetwas detailliert aufgearbeitet werden. Darum passiert das natürlich in Deutschland genau nicht…
-
Ach, und weil wir ja schon bei den Berufslügnern sind: Der angebliche
Gegner von Schiedsgerichten, Lügenbaron von und zu Gabriel, will am liebsten solche auch innerhalb Europas, also für
europäische Firmen gegen europäische Länder, wenn ich das richtig
verstehe!
Die Zeit berichtet auch im Zusammenhang mit TTIP, daß Gabriel einen völlig undurchsichtigen Schlingerkurs fährt.
-
Dumm, dümmer, CDU! Die CDU hat mittlerweile auch mitbekommen, daß die
Zahl der Wohnungseinbrüche massiv steigt und dieses Faktum die Bürger
langsam verunsichert, um es mal vorsichtig zu sagen. Die Idee, die die
CDU daraufhin entwickelt, ist zum Schreien: Sie will die Einbrecher härter bestrafen, die Mindeststrafe
verdoppeln. Das ist natürlich dann auch besonders wirkungsvoll, wenn
letztendlich nur 3% der Einbrecher gefaßt und verurteilt werden.
Den restlichen 97% wäre die Strafverschärfung ziemlich schnuppe.
Ach ja, und mehr überwachen, zum Beispiel Telefon- und
Videoüberwachung, will die Stasi-Partei natürlich auch. Was sonst?
(Mehr dazu auch bei der Zeit in zwei Artikeln.)
Überwachung
-
Unsere »Datenschutzbeauftragte« Voßhoff schützt die Daten – vor uns.
Speziell geht es darum, ob die Telcos Vorratsdaten länger speichern als
mit der Bundesdatenschutzbehörde vereinbart (unter dem Vorgänger von
Voßhoff). Diese Information will sie
nicht herausgeben. Von welcher Partei ist die noch gleich? Ach so,
CDU…
-
Apropos CDU: Was kommt nach der Überwachung? Klar, mehr Überwachung!
Das hat sich auf jeden Fall die CDU für den nächsten Bundeswahlkampf
auf die Fahnen geschrieben. An Euch liegt es, ob sie damit baden geht
oder nicht!
-
Die Kritik am geplanten britischen Überwachungsgesetz läßt nicht nach,
sodaß sich die Innenministerin jetzt genötigt fühlt,
den Vorschlag überprüfen zu
lassen. Na ja, auf der anderen Seite weiß man ja, wie das so läuft:
Bestätigt das Gutachten die eigene Position, dann war es klasse,
ansonsten macht man es nieder und bezeichnet den Gutachter als
inkompetent und ignoriert es letztendlich. Ich würde mich fast wetten
trauen, daß das auch hier so passieren wird…
Islamisierung
-
In den Niederlanden gibt es mittlerweile die erste Migrantenpartei im
Parlament. Ein Artikel in der Welt berichtet, sie gebe sich
»antirassistisch, innovativ und cool«. Aber wer den Artikel zuende liest,
erfährt, daß da hinter der Fassade eine etwas andere Agenda wirkt.
Der französische Autor Michel Houellebecq mit seinem Buch »Unterwerfung«
kommt mir da unweigerlich in den Sinn: Ist diese Partei ein Vorbote für
eine derartige Zukunft? Auch der Focus berichtet kritisch über diese Partei.
-
In dem Handschlag-Skandal an einer Schweizer Schule hat jetzt die Schulbehörde klare Kante gezeigt und festgelegt, daß der
islamische Glaube kein Grund darstellt, der Lehrerin nicht die Hand zu
geben, und die Zuwiderhandlung mit einer hohen Geldstrafe belegt.
Terrorismus
So, ich versuche diesmal, meinen schon wieder mächtig aufgebauten
Rückstand in kleineren Happen abzuarbeiten. Vielleicht ist das sowohl für
Euch als auch mich praktischer…
Überwachung
-
Natürlich nur zu unserem Besten: De Maizière will noch mehr Daten mit
den USA austauschen – europäische
Fluggastdaten, Finger- und DNA-Abdrücke.
-
Die Bundesregierung plant schon wieder ein neues »Anti-Terror-Paket«.
Mit dabei ist auch der Verbot von anonymen Prepaid-Karten für
Mobiltelefone, mit dem uns wieder ein Stückchen Freiheit genommen wird.
Die Kritiker sind sich einig, daß diese Maßnahme in Sachen
Terrorismusbekämpfung völliger Schwachsinn ist. Netzpolitik informiert ausführlich über das Thema. Besonders
erwähnenswert ist, daß der eifrige Datenschutz-Jurist Patrick Breyer auch
hier aktiv wird. Er geht vor den Europäischen Menschengerichtshof (siehe
Update 5).
-
Eine von der amerikanischen Regierung mehrfach wiederholte Kritik an
Edward Snowden war, daß er seine Beschwerden bei den dafür zuständigen
internen Stellen hätte vorbringen müssen. Ein ehemaliger Chef einer solchen Stelle offenbarte nun, daß die
Anonymität nicht gewahrt blieb und somit das System sich pervertierte und
gegen die Whistleblower wendete, anstatt die gemeldeten Probleme
aufzuarbeiten. In seinem Buch beschreibt er, wie die Ereignisse um den
Whistleblower Thomas Drake ihm die Augen geöffnet habe. (Siehe auch
Heise)
-
Ein anderes Thema, das der Jurist Patrick Breyer im Namen der
Piratenpartei nun juristisch angeht, ist das Kfz-Kennzeichen-Scanning im
Rahmen der geplanten PKW-Maut. Er hat
beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde eingelegt, weil damit
prinzipiell die Erstellung von Bewegungsprofilen möglich sei.
Islam
Flüchtlinge
-
Jedes Land wählt unter den Flüchtlingen aus, wer bleiben darf, weil er
dank seiner Qualifikation eine Perspektive besitzt. Nur Deutschland ist
natürlich so blöd und läßt jeden hinein. Und mit dem unsäglichen
EU/Türkei-Deal sortiert Erdoğan auch noch die halbwegs Fähigen vorher aus
(Spiegel, FAZ, Zeit).
Diverses
Eh man sich versieht, ist der April um und auch schon wieder Mitte Mai,
und nicht ein einziger Beitrag ist in meinem Blog erschienen. So eine
Sauerei, oder? Ausreden habe ich genug, wie zum Beispiel einen kleinen,
aber sich hinziehenden grippalen Infekt oder einen Besuch bei der
Anti-CETA-TTIP-Demo in Hannover. Vielleicht auch das Alter. Neulich habe
ich ja so eine magische Grenze überschritten. Ich kann mich noch erinnern,
als Kind haben die Tage fast unendlich gedauert. Und heute? Wusch, ist der
Abend vorbei und wieder Bettzeit. Eine meiner Theorien dazu ist, daß man
mit zunehmenden Alter einfach langsamer denkt. Deshalb kommt einem alles
viel schneller vor. Man lebt nicht das ganze Leben im gleichen Zeitraster,
sondern in jungen Jahren wie ein Kolibri, in späten wie eine
Schildkröte…
Datenschutz/Überwachung
Überwachung, Schritt für Schritt, immer, immer weiter, bis jede
Bewegung, jede Äußerung, jede Emotion aufgezeichnet ist.
-
EU-Rat will, daß die
Mitgliedsstaaten auch bei Google und
Fratzenbuch herumschnüffeln dürfen.
-
Nur der Vollständigkeit halber: In einem Interview verteidigt die zuständige EU-Kommissarin Jourová das unsägliche
»Privacy Shield«-Abkommen. Natürlich alles super und streng nach
EuGH-Vorgaben! Hust…
-
Die Bürgerrechtler lehnen das Abkommen auch weiterhin ab:
Heise, Golem und noch zwei weitere Artikel bei Heise
(erster Artikel,
zweiter Artikel).
-
Die allgemein eher positiv gesehene neue EU-Datenschutzverordnung
bekommt von einem Rechtsexperten
gehörig Fett weg: Es sei eines der schlechtesten Gesetze des 21.
Jahrhunderts, es sei überbordend und hirnlos. Der Artikel enthält auch
ein Statement von Thomas de Maizière, daß Datenminimierung und
-sparsamkeit keine Grundsätze mehr sein dürfen. Da klingt wieder Merkels
Rohstofftheorie durch!
-
Mittlerweile ist die Fluggast-Vorratsdatenspeicherung in der EU
beschlossene Sache, der hier vorgestellte Artikel ist jedoch etwas älter:
De Maizière fordert Reiseregister in Europa. Beim nochmaligen
Durchlesen kommt mir aber der Verdacht auf, daß nicht nur das Fliegen
gemeint sein könnte, sondern jeglicher Grenzübertritt, ob per pedes,
Auto/Bus, Zug, Schiff oder sonstwie. Totale Überwachung, das ist
letztendlich immer das Ziel.
-
EU-Parlament stimmt anlaßloser Vorratsdatenspeicherung für
Fluggastdaten zu, wie u.a. Zeit, Spiegel, SZ und Heise berichten. 60
verschiedene Attribute werden gespeichert. Netzpolitik und Golem haben noch viele Details dazu. Übrigens wollen viele
europäische Staaten auch die Daten von innereuropäischen Flügen
speichern, wie ein Heise-Artikel über
die ebenfalls erfolgte Zustimmung des EU-Rats berichtet. Ich vermute
mal, daß inländische Flüge dann auch dabei sind. Noch haben wir ein
bißchen Chancen, daß der EuGH dem Treiben einen Strich durch die Rechnung
macht, falls er bei seiner Linie bleibt, die er bei dem Urteil zur
Vorratsdatenspeicherung gezogen hat.
-
Bericht über den Versuch der US-Regierung, bei WhatsApp ihren Fuß in die Tür zu
bekommen. Enthalten ist auch ein Video einer John-Oliver-Sendung zu
dem Thema. WhatsApp hat übrigens wenig später als Gegenmaßnahme
die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
eingeführt...
-
Edward Snowden: »Ich würde es wieder
tun«
-
Weitere Kritik an Smart-Metern:
keine Verbesserung für Haushalte,
zentrale Speicherung. Golem hat einen umfangreichen Artikel zum aktuellen Gesetzentwurf publiziert und
kommt auch zum Schluß, daß es dem Verbraucher höchstwahrscheinlich nur
mehr kostet, aber keinerlei Vorteile bringt.
Bei der Anhörung im Bundestag wurde der Gesetzentwurf von vielen
Experten ebenfalls zerpflückt, wie
Heise und Golem berichten.
-
Wenn selbst der Döpfner vom CDU-freundlichen Axel-Springer-Verlag gegen
Überwachung wettert, sollten Merkel, de Maizière & Co. mal
nachdenken… (via Fefe)
-
Heise berichtet, wie in New York von
der Stadt aufgestellte Säulen mit kostenlosen WLAN-Zugängen systematisch
zum Ausforschen der Nutzer mißbraucht werden. Übrigens, Kameras und
Mikrofone haben die Dinger auch. Die sind aber noch nicht in
Betrieb.
-
Polizeiliche Datensammlung rund um Fußball unrechtmäßig
ausgedehnt.
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Erfassung von Fingerabdrücken und
DNA-Daten nimmt in Deutschland stark zu.
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Wieder wird uns ein Stück Anonymität genommen: Bundesregierung will
anonyme Prepaid-Karten verbieten (Spiegel, Golem, Heise, Focus). Außerdem will sie die Haftungsregeln für
Online-Plattformen verschärfen.
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Schon bevor die Fluggastdatensammlung beschlossen war, hat die EU mit
»Pilotprojekten« begonnen, wie
Heise und Zeit berichten. Fakten schaffen, heißt das, und es zeigt
auch, was die EU von demokratischen Prozessen hält.
-
Den Landesverkehrsministern fällt auch nichts besseres ein, als nun
die flächendeckende Videoüberwachung des öffentlichen Nahverkehrs zu
fordern, sowie die Einführung von Zugangssperren zu überlegen.
Letzteres kann dann wie bei der Fluggastdatensammlung zu einer
Totalüberwachung aller Fahrgäste führen.
Nachdem der NRW-Minister Groschek von einem präventiven Effekt der
Videoüberwachung sprach (laut Pressemitteilung), habe ich mal
nachgefragt, auf welchen wissenschaftlichen Erkenntnissen diese Aussage
beruhe. Ich bekam natürlich nur den größten MIST als Antwort zu
lesen.
-
In den USA geistern immer noch Gesetzesentwürfe herum, die nur knackbare Verschlüsselungen erlauben wollen.
-
Das Bundesverfassungsgericht gibt uns wenigstens ein bißchen wieder
unsere Bürgerrechte zurück: Sie erklärt Teile des BKA-Gesetzes für
verfassungswidrig. (FAZ, Heise)
-
Es reicht ja jeder beliebige Vorfall, um die Überwachung immer weiter
auszudehnen. Nach einem Unfall, der sich eher zufällig am Ende als
geplanter Mord herausstellt, gibt es erste Forderungen, auf die Aufzeichnungen zugreifen zu
dürfen, die die Bordelektronik heutiger Fahrzeuge machen.
-
Weil heute Kommunikation nicht mehr nur per Telefon und SMS abgewickelt
wird, sondern auch per Facebook, Whatsapp & Co, möchte der Bundesrat die Gesetze so ändern, daß diese Dienste auch
unter die Vorratsdatenspeicherung fallen. Selbst solche
Freizeitbeschäftigungen wie Geocaching! (Siehe auch Zeit)
-
Ein Vorgeschmack, was auch mit unseren Patientendaten passieren wird,
sollte das Bundesverfassungsgericht das nicht stoppen: Google darf in Großbritannien Millionen Patientendaten auswerten.
Die betroffenen Patienten wurden natürlich nicht gefragt.
-
Wer meint, Bürgerrechte seien bei den Grünen mehr als
Verhandlungsmasse, der irrt gewaltig. Wie jetzt aus dem Koalitionsvertrag
der grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg hervorgeht,
pfeift man plötzlich auf die Ablehnung der Vorratsdatenspeicherung
und anderen Überwachungsmaßnahmen, wenn man dafür noch weitere fünf
Jahre an der Regierung sein darf. Aber seit dem ganzen grünen Stuttgart
21-Debakel habe ich von Kretschmann & Co. auch nichts anderes
erwartet. Netzpolitik hat sich den Vertrag mal näher angeschaut.
-
Noch eine Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung: Der Provider Spacenet und der Eco-Verband klagen. Es geht ihnen
nicht nur um die Grundrechte, sondern auch immense Kosten für die
Internet-Provider.
-
Indien will jetzt auch Landkarten zensieren – sie könnten sonst
»falsche« Grenzen zeigen, und das geht ja gar nicht.
Internet & Co.
Geld
Bildung
-
Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung: Das
Abitur stirbt. (via Danisch). Nicht mehr Wissen und Können sind gefragt, sondern
»Softskills«:
»Anstelle von trägem Wissen, das die Schülerinnen und Schüler nur zur
Beantwortung von eng begrenzten und bekannten Aufgabenstellungen nutzen
können, soll vernetztes Wissen entwickelt werden.«
Für den Schreiblehrgang etwa bedeutet das: Nach vier Jahren verfügen
die Schüler »über grundlegende Rechtschreibstrategien. Sie können
lautentsprechend verschriften und berücksichtigen orthografische und
morphematische Regelungen und grammatisches Wissen. (…) Sie erproben und
vergleichen Schreibweisen und denken über sie nach. Sie gelangen durch
Vergleichen, Nachschlagen im Wörterbuch und Anwenden von Regeln zur
richtigen Schreibweise. Sie entwickeln Rechtschreibgespür und
Selbstverantwortung ihren Texten gegenüber.«
Die Konsequenzen solcher Ziele beschreibt der Autor im darauffolgenden
Text, gleichsam lesenswert wie erschreckend. Da reden die Politiker seit
Jahrzehnten, wie wichtig Bildung ist und daß das eine Investition in die
Zukunft sei – und produzieren Generationen völlig inkompetenter
Menschen.
EU
-
Auch in den Niederlanden macht sich EU-Frust breit. Eine Volksbefragung
zu dem Ukraine-Assoziierungsabkommen wurde zur Abrechnung mit der EU
genutzt. (Spiegel, FAZ)
-
Dieses Referendum ruft die grüne EU-Parlamentarierin Rebecca Harms auf
den Plan: Einzelne Nationen sollten nicht über EU-Themen abstimmen dürfen.
Wahre Demokraten, diese Grünen.
-
Das EU-Parlament hat einer neuen Richtlinie zum Schutz von
Geschäftsgeheimnissen zugestimmt. Kritiker sehen darin aber mehr Gesetz,
das Wistleblowing und investigativen Journalismus kriminalisieren will.
Die vier Artikel bei Netzpolitik, Spiegel, ORF und
Heise wurden vor der
Beschlußfassung veröffentlicht. Heise berichtet zudem
über Kritik aus der
Zivilgesellschaft.
-
BREXIT: Interessantes Interview mit einer britischen (deutschstämmigen) Politikern.
-
Schuldenkrise: Der Internationale Währungsfond fordert, daß die Geldgeber
Griechenland die Zinsen und die Tilgung bis 2040 stunden soll. Erst
2080, also wenn ein Großteil von uns nicht mehr lebt, sollen die
Kredite zurückgezahlt sein. Langsam sollte doch auch dem letzten klar
sein, daß das Geld futsch ist und daß die einzige Lösung – wie
bisher – ist, Griechenland aus dem Euro herauszunehmen.
Politik
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Wirtschaftsminister Gabriel, der Handlanger der Industrie. Waffen,
TTIP, oder ganz neu – Fusion von Edeka und Tengelmann zu einem
marktbeherrschenden Unternehmen – alles kein Problem. Aus Protest gegen
letzteres tritt der Chef der Monopolkommission zurück. FAZ, Zeit und SZ berichten.
-
Langer
Blog-Beitrag von Hadmut Danisch: Wenn die Politisch-Korrekten »kauft
nicht bei…«-Methoden anwenden wie die Nazis, dann ist alles o.k. Schlimm
an der Geschichte ist, daß da Lehrer, Eltern und Schüler mitmachen.
Transferleistung? Null!
-
Das Maasmännchen treibt einen neue Sau durch’s Dorf: Er will »sexistische Werbung« verbieten. Frauen und Männer
sollten nicht auf Sexualobjekte reduziert werden. Kommentatoren meinten
ironisch, man solle dann auch Werbung verbieten, die alte Leute mit
(vermeintlichen) Altersproblemen wie Blasenschwäche oder Vergeßlichkeit
zeigen. FDP-Lindner wirft Maas zudem Spießigkeit vor: (siehe auch
FAZ)
»Heiko Maas geht den nächsten Schritt zum Nannystaat, der den Bürgern
nichts zutraut und Verbraucher für unmündig hält … Seine Pläne zum
Verbot vom Nacktheit und sexualisierter Werbung sind an Spießigkeit kaum
zu überbieten. Die Verhüllung von Frauen zur Bändigung von Männern zu
fordern, das kannte man von radikalen islamischen Religionsführern, aber
nicht vom deutschen Justizminister.«
Recht hat er. Übrigens arbeite der link(isch)e Maas mit
Radikalfeministen (»Pinkstinks«) zusammen. Daß Maas sich mit
zweifelhaften Individuen und Organisationen (wie Stasispitzel und
gewaltbereite Antifa-Linke) umgibt, ist spätestens seit der
Facebook-Zensur bekannt.
-
Apropos Maas: Ein schöner Artikel über die Unfähigkeit unseres
Justizministers.. Das ist ja schon fast Amtsanmaasung,
hahaha!
-
Es heißt ja immer, die Justiz sei auf dem rechten Auge blind. Mag sein,
aber die Gesellschaft ist auf dem linken blind: Ein Artikel in de FAZ beschreibt die massive linke Gewalt gegen die
AfD und ihre Mitglieder, und daß es kaum jemanden juckt – eine Debatte
darüber findet nicht statt.
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Doppelmoral: CDs mit Steuersünder-Daten hehlen, das ist für Schäuble
o.k. Aber Korruption in den Behörden bzw. staatsnahen Unternehmen
aufdecken? Auch Schäuble wurden mehrfach die Panama-Papiere angeboten,
mit dem Hinweis auf krumme Geschäfte von der Bundesdruckerei. Kein Interesse! (+ Folgeartikel)
-
Bestechlichkeit? Auf jeden Fall ein »Gschmäckle«: Joachim Sauer, das
eheliche Anhängsel der Zentralratsvorsitzenden, kassiert jedes Jahr 10.000€ für seine Tätigkeit im Kuratorium der
Friede-Springer-Stiftung.
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Ehrlichkeit wird nicht toleriert: BER-Sprecher fliegt (aber nicht mit dem Flugzeug), nachdem er ein zu
ehrliches Interview über den Zustand und die Zukunft des Flughafenbaus
gegeben hat. Es gibt ja fachlich qualifizierte Beobachter, die der
Auffassung sind, der Flughafen könne eigentlich nur noch abgerissen
werden, weil er mittlerweile kaputtgeändert wurde und der Brandschutz
nicht mehr erreicht werden könne. Außerdem würden Sondergenehmigungen
ablaufen.
-
Die linke Wochenzeitung »Die Zeit« hat mittlerweile eine eigene
Artikelserie über den Niedergang der SPD. Einer davon handelt von Sigmar Gabriel als Teil des Problems..
Das sehe ich auch so. Er unterstützt so ziemlich alles, was der
SPD-Klientel und dem Rest Deutschlands schadet. Ein anderes linkes Blatt,
die Süddeutsche Zeitung, berichtet über das Essener Ratsmitglied
Guido Reil, der nach 26 Jahren aus der SPD austritt.
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Angeblich haben die USA Beweise, daß wichtige Persönlichkeiten Saudi
Arabiens, inklusive Personen aus der Regierung, die Al-Kaida bei ihrem
9/11-Terroranschlag unterstützt hat. Um die Veröffentlichung dieser Beweise zu verhindern, drohen die
Saudis, US-Staatsanleihen im Wert von einer Dreiviertel Billiarde
US-Dollar zu verkaufen, was vermutlich den Bankrott der USA zur Folge
hätte. Das ist der Fluch der westlichen Finanzpolitik! Und außerdem
erinnert mich das wieder daran, mit was für einem üblen Staat die
Bundesregierung Geschäfte macht!
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Korruption in Deutschland? Gibt es nicht! Es ist doch völlig korrekt,
daß von 420 Millionen Euro Breitbandförderung der Bundesregierung [15% in
den Wahlkreis von Merkel
gehen](http://www.golem.de/news/breitbandausbau-regierung-bewilligt-420-millionen-euro-fuer-kommunen-1604-120623.html
https://netzpolitik.org/2016/merkel-wahlkreis-gewinnt-15-der-breitband-foerderung/)!
p>
TTIP, CETA & Co.
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TTIP soll bis Ende 2016 fertig verhandelt sein.
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Bei TTIP werden uns immer einheitliche Standards versprochen. Alles Lüge. In USA werden viele Zertifizierungen auf
Staaten-Ebene durchgeführt und nicht auf Bundesebene. Für erstere habe
aber die US-Regierung gar kein Mandat.
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Gabriel abgehoben und weltfremd:
CETA sei exzellente Meßlatte für
TTIP
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Verfassungsbeschwerde gegen CETA
eingereicht.. Vielen Dank an die Lüdenscheiderin, ihrem Anwalt und
allen, die sie finanziell unterstützt haben.
Per einstweiliger Verfügung soll verhindert werden, daß die
Bundesregierung zustimmt. Leider könnte aber genau das ins Leere gehen,
wenn die EU-Staaten nicht darüber abstimmen brauchen bzw. dürfen.
Das versucht gerade die EU-Kommission durchzudrücken, ebenso wie ein
Inkrafttreten vor der eigentlichen Abstimmung. Das stößt aber bei
einigen Staaten auf heftigen Widerstand, wie ich woanders gelesen habe
(leider ohne Link).
Mehr Details, auch zu dem Anwalt, der die Klage vertritt, gibt es in
einem längeren Artikel bei der Süddeutschen Zeitung.
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Nach dem Erfolg des Referendums gegen das
Ukraine-Assoziierungsabkommens in den Niederlanden ist ein neues gegen CETA und TTIP geplant. Ich drücke die Daumen!
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Auch in den USA wächst der Widerstand gegen TTIP, wie die Zeit berichtet.
-
Ein weiterer Bericht, wie die USA über TTIP an europäischen Gesetzen mitschreiben
will.
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Die französische Regierung ist schon ein bißchen weiter als die
deutsche und sieht den aktuellen Stand für nicht akzeptierbar.
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Die Zeit schreibt darüber, daß das Versprechen bei TTIP, daß der
Verbraucherschutz nicht geschwächt werden würde, nicht eingehalten werden
kann, weil das im Widerspruch zu den Zielen von TTIP steht. In die
gleiche Kerbe haut auch Thilo Bode von Foodwatch in einem Gastartikel in der Süddeutschen Zeitung. Er sagt zudem, daß eine
Angleichung von Standards natürlich auch ohne TTIP ginge.
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Gabriel hatte doch groß verkündet, daß die Abgeordneten alle Papiere zu
TTIP einsehen könnten – wenn auch unter rigiden Einschränkungen. Wie sich jetzt herausstellt, fehlen etliche Dokumente!
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TTIP aus Sicht eines amerikanischen Landwirtschaftslobbyisten: »Unser Fleischabsatz wird deutlich steigen«. Und eins ist für ihn
klar: An den Produktionsmethoden wird sich nichts ändern müssen, also
freie Fahrt für Hormonfleisch und Chlorhühnchen!
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Lügner Gabriel: Hatte sich Gabriel nicht kritisch und einsichtig in
Sachen Schiedsgerichte gezeigt? Alles Schauspiel: Zusammen mit Österreich, Finnland, Frankreich und den Niederlanden
hat die Bundesregierung eine Eingabe an die EU gemacht, die privaten
Schiedsgerichte zu erhalten.
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Die Zeit erinnert uns daran, daß TTIP auch für das Gesundheitssystem und soziale Dienste massive negative
Auswirkungen haben könnte.
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Die EU versucht mit einer »Studie«, die Europäer von TTIP zu
überzeugen. Natürlich werden trotz nichtexistenter Fakten phantastische Vorteile heraufbeschworen. Ab mit dieser Nebelkerze
in die Rundablage!
Automobiles
Ausländerkriminalität
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Die FAZ beschreibt in einem umfangreichen Artikel die angeblich nicht existenten »No-Go-Areas« anhand der Dortmunder
Nordstadt.
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Rechtsfreie Räume: Die darf es nach Politiker-Aussagen im Internet
nicht geben (und es gab sie auch nie). In Asylunterkünften gibt es sie
aber schon: Ein Diebstahlopfer konnte sein gestohlenes Mobiltelefon in
einer Asylunterkunft orten, die Polizei geht aber nicht hin. (via
Danisch)
-
Das Belästigen und Beklauen von Frauen geht weiter. Zum Beispiel auf einer Kirmes in Bergkamen. Oder beim Karneval der Kulturen in Berlin. Oder in einem Berliner Einkaufszentrum (mehr auch hier).
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Asylbewerber steckt Flüchtlingsheim an.
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Schüsse und Messerstecherei in Essen (weiterer Artikel).
-
Auch in Essen: Polizei mußte sich mit Schlagstöcken gegen Horde wehren, nachdem sie
einen Falschparker aufschreiben wollte.
(Pressemeldung der Polizei)
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Berlin, die Hauptstadt – der Ausländerkriminalität, fest in der Hand von arabischen Clans. Und die rekrutieren in den
Flüchtlingsheimen auch noch Handlanger für die Drecksarbeit.
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Nachdem ein junger Mann in Bad Godesberg zusammengeschlagen wurde und
einige Tage danach an den Folgen gestorben ist, ist ein Mann unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden.
Zudem hat er sich bei der Befragung in Widersprüche verwickelt, was die
Wahrscheinlichkeit größer macht, daß er einer der gesuchten Täter ist.
War es ein nicht-europäischer Migrant? Die Polizei wollte uns das in der
Pressekonferenz vorenthalten und sprach nur davon, daß der Mann in
Italien geboren sei. Warum sagt sie denn dann nicht, daß es ein Italiener
sei? Erst auf Nachfrage eines Journalisten gibt sie zu, daß es »einen
weiteren Migrationshintergrund« gäbe… Desinformationskampagne nenne ich
das. Und da wundert sich die Polizei noch darüber, was man von ihr
hält?
Islam
-
Die Meinung, daß der Terror seine Wurzeln im Islam hat, wird nicht nur
von den europäischen »besorgten« Bürgern vertreten, sondern auch im
islamischen Raum selber. Ein ägyptischer Moderator hat beispielsweise im
Fernsehen mal Tacheles geredet, wie die FAZ berichtet.
-
Zwei islamische Schüler in der Schweiz wollen ihrer Lehrerin aus
religiösen Gründen nicht die Hand geben, und die Schule knickt ein.
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Schleichende Islamisierung in Frankreich? Ein Artikel in der FAZ geht dieser Frage nach.
-
In einem Gast-Artikel in der FAZ über die Integration von Ausländern
finden sich interessante Zahlen aus dem Jahr 2012: 60% muslimischer
Einwanderer meinen, daß sich Muslime auf den ursprünglichen Islam
besinnen sollten, 75% meinten, es gäbe nur eine mögliche
Koran-Interpretation, die für alle Muslime verbindlich sei, für 65% gehen
die Vorschriften des Islam den Gesetzen vor. Allgemein plädiert die
Autorin für deutlich strengere Regeln gegenüber den Migranten, was schon
erstaunlich ist, weil sie selber eine ist.
-
Schwedischer, islamischer Grünen-Politiker verweigert Journalistin
die Hand, weil sie eine Frau ist. (In Deutschland verweigert schon
mal ein schmieriger, tief im Stuttgart 21-Sumpf steckender SPD-Politiker
die Hand einer Frau gegenüber, weil sie in der AfD ist). Nach einer Welle der Empörung tritt der
Politiker zurück.
-
Islamisierung findet nicht statt: Rathaus entfernt Bilder, »um keine religiösen Gefühle von Migranten
zu verletzen«
-
Umfrage: Mehrheit lehnt Islam als Teil Deutschlands ab. (siehe auch
FAZ)
-
Die FAZ berichtet, wie christliche Flüchtlinge von muslimischen Flüchtlingen in den
Flüchtlingsheimen drangsaliert werden.
Migration
Medien/Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Glyphosat
Ein Hin-und-her um das von Monsanto entwickelte
Universalunkrautvernichtungsmittel, das auch die Basis für Monsantos
Genfraß-Strategie ist.
Sonstiges
Meine wenigen Leser beschweren sich darüber, daß ich sehr häufig den
gleichen Titel für meine Blogeinträge verwende. Das liegt halt in der
Tatsache begründet, daß ich meist über ein breiteres Spektrum grantle und
nicht über ein spezifisches Thema. Aber ich nehme ja Kritik auf, und
deshalb war ich jetzt mal hochgradig innovativ – zumindest in der Art und
Weise, wie deutsche Politiker die flachen, aus internationaler Sicht
bemitleidenswerten Ideen der deutschen IT-Großkonzerne bezeichnen.
Firefox
Mozilla hat seit der Umwandlung von Firefox (bzw. dessen Vorgänger
Netscape Navigator) in ein Open Source-Projekt Probleme, eine dauerhafte
solide Finanzierung hinzubekommen. Nun mußte sich Mozilla eingestehen, daß
eines der Projekte, aus dem am Ende auch ein bißchen Geld sprudeln sollte
und in das sie viel Energie gesteckt haben, letztendlich gescheitert ist.
Firefox OS sollte den Browser samt kompletter Laufzeitumgebung auf
Mobilgeräte, vornehmlich Smartphones, bringen.
Gründe für das Scheitern gibt es mehrere: einerseits war m.E. das Projekt
allgemein zu groß für Mozilla, zudem muß man technologisch die Frage
stellen, ob man wirklich krampfhaft versuchen muß, den Browser zum
Ökosystem eines ganzen Gerätes zu machen. Das erinnert mich so an den immer
wieder richtigen Spruch: Hast Du nur einen Hammer als Werkzeug, sieht
jedes Problem wie ein Nagel aus. Ein anderes Problem ist, daß mit
Android ebenfalls eine Plattform zur Verfügung steht, die für den
Hersteller auch mit wenig bis keinen Lizenzkosten verbunden ist. Vor diesem
Problem steht zum Beispiel Jolla mit ihrem
Sailfish ja auch. Die haben aber wenigstens geschafft,
Android-Applikationen unter ihrem Betriebssystem zum Laufen zu bekommen –
mir ist nicht bekannt, daß Mozilla ähnliches auf dem Radar hatte.
Aber egal, Firefox OS scheint ja Geschichte zu sein, ein Weiterleben gibt
es höchstens noch auf SmartTVs (zur Zeit bei Panasonic), wo es sich aber
auch mit anderen gescheiterten Betriebssystemen (wie WebOS) einen
Konkurrenzkampf liefert. Ich wollte auch eigentlich nicht über die
Geschichte schreiben, sondern über die Zukunft. Denn was macht Mozilla nach
dem Scheitern von Firefox OS? Es stürzt sich in neue, völlig ungewisse
Abenteuer. »Internet of Things«, was wohl das Buzzword des Jahres
2016 werden wird, muß es sein. Und wiederum soll die eigene Browser-Technologie im Zentrum stehen.
Aus Fehlern nichts gelernt?
Auch auf Slashdot wird heftig geschimpft: Mozilla sollte sich mehr
um den Browser selbst kümmern. Firefox mit seiner darunterliegende Layout
Engine »Gecko« war mal top-of-the-notch, aber die Welt dreht sich weiter,
und so kommt er ins Hintertreffen, speziell gegenüber Googles Chrome, aber
auch gegenüber Microsofts neuen Browser Edge. Die sind schneller beim
Rendern, können besser mit mehreren CPU-Cores umgehen und sind auch nicht
mehr so ressourcenhungrig. Ebenso steht in der Kritik, daß Mozilla die
Weiterentwicklung von Thunderbird praktisch eingestellt hat.
Eine Heise-Meldung ließ
aufhorchen: Mozilla wolle im Juni auf Basis ihres Forschungsprojekts
»Servo«, eine hochgradig parallelisierte Layout Engine, für die extra eine
eigene Programmiersprache namens »Rust« entwickelt wurde, im Juni als
Alpha-Version vorstellen. Hat Mozilla den Wink mit dem Zaunpfahl
mitbekommen? Offenbar nicht wirklich. Heise hat den Artikel mittlerweile
aktualisiert. Mozilla läßt verlauten, daß lediglich eine »Tech-Demo«
geplant es. Schade…
Zensur
-
Das »Recht auf Vergessen«, das sich ein Spanier vor dem EuGH erkämpft
hat und unter dem Deckmäntelchen des Datenschutzes da herkommt, entpuppt
sich immer mehr als ein Zensur-Mechanismus. Speziell die französische
Datenschutzbehörde CNIL treibt Google vor sich her (die sollte sich mal
lieber den eigenen Staat vorknöpfen…). Auf Druck hat Google schon den
Suchfilter auf allen Suchmaschinenadressen aktiviert, nicht nur von den
europäischen (also google.de, google.fr usw.) und
stattdessen den Filter anhand der
IP-Adressen ein- und ausgeschaltet (Geolocation/Geoblocking im
Neudeutsch). Das reicht CNIL aber nicht:
Sie droht mit Geldstrafen, sollte
Google den Suchfilter nicht global einschalten. Nicht nur, daß dieses
»Recht auf Vergessen« sowieso fragwürdig ist, öffnen sie aber mit dieser
Forderung die Büchse der Pandora: Sollte Google tatsächlich global
filtern müssen, wie könnten sich Google und die anderen Suchmaschinen
noch gegenüber anderen unfreieren Staaten argumentativ wehren, wenn von
dort die Forderungen nach der globalen Ausdehnung der dort schon
bestehenden Sperren kommen? Ich denke da so an Staaten wie China oder
Nordkorea und die ganzen islamischen Staaten.
-
Die Süddeutschen Zeitung diskutiert in einem Artikel, ob der Pressekodex in seiner jetzigen Form richtig ist oder
nicht. Auch von der Schere im Kopf ist die Rede. Sehr aufschlußreich
und erwähnenswert finde ich die zitierte Aussage von Kai Gniffke, Chef
von ARD-aktuell (und damit auch für die Tagesschau & Tagesthemen
zuständig):
…Schwierig werde es, wenn die Polizei im Netz mehr veröffentlicht, als
die Medien berichten würden. »Wir sind eben nicht mehr die alleinigen
Gatekeeper, die darüber befinden, was die Leute erfahren. Damit
müssen wir umgehen«
Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: Sie maßen sich an,
Gatekeeper zu sein. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sieht sich
als Bestimmer darüber, was der Bürger erfahren darf! Solche Leute wie der
hätten auch im 3. Reich oder in der DDR Karriere gemacht…
-
Auch bei N-24 wird über den Pressekodex, speziell über Ziffer 12.1, die
das Nichterwähnen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Menschengruppe
fordert, diskutiert. Der Autor spricht sich für die Abschaffung dieses Absatzes im Kodex
aus.
-
Warum man keine ungeliebten, abgesägten Politiker in die
EU-Institutionen abschieben darf: Während Edmund Stoiber wenigstens
nichts kaputtmacht, hält es Monika Hohlkopf, äh, Hohlmeier, nicht so: Als
wenn es nicht schon gereicht hat, daß sie an der Zerstörung der deutschen
Schriftsprache mitgeholfen hat, fordert sie nun als Berichterstatterin im
EU-Parlament Websperren gegen Terrorismus
(Heise, Netzpolitik). Also nichts anderes also Zensur. Wie heute so
üblich (siehe auch Maas weiter unten), ist alles weit und schwammig
gefaßt, der Willkür Tor und Tür geöffnet. Willkommen im chinesischen
Internet. Aber das hat bei der CSU Tradition. Ich kann mich noch gut
erinnern, daß bei der Sperrdiskussion wegen Kinderpornographie der
Parteikollege Hans-Peter Uhl gefordert hatte, man solle sich doch China
als Vorbild nehmen…
Islamisierung
Flüchtlinge
-
Flüchtling begrapscht Mädchen im Schwimmbad. Weitere fünf
Flüchtlinge waren zugegen, deren Verwicklung in das Geschehen konnte
offenbar nicht ganz nachvollzogen werden.
-
Ein beißender Kommentar von Hendrik M. Broder zum Besuch von
Norbert Blüm in Idomeni, zu der Situation in Idomeni und zu der
Erwartungshaltung und mangelnde Verantwortung für die eigene Lage der
Flüchtlinge:
Dazu kommt noch etwas. Das Gefühl, für das eigene Schicksal
verantwortlich oder wenigstens mitverantwortlich zu sein, ist,
freundlich formuliert, extrem schwach entwickelt. Geht etwas schief,
sind immer andere schuld: der Kolonialismus, der Kapitalismus, der
Imperialismus, der Zionismus, der Westen an sich und die Unmoral, die er
überall verbreitet.
[…]
Auch die Eltern der Kinder, die uns jeden Tag aus großen traurigen
Augen hilfesuchend ansehen, fühlen sich für die Leiden ihrer Kinder
nicht verantwortlich. Schuld sind diejenigen, welche die Grenzen
dichtgemacht haben, die Grenzen zwischen Griechenland und Mazedonien,
Mazedonien und Serbien, Serbien und Kroatien, Kroatien und Slowenien,
Slowenien und Österreich, Österreich und Deutschland. Offenbar gehen die
meisten Flüchtlinge davon aus, daß das Recht, nach Deutschland kommen zu
können, sich in Deutschland niederlassen zu dürfen, ein unverhandelbares
Grundrecht ist. Und das hat nicht nur mit den Selfies der Kanzlerin zu
tun.
Es ist eine Frage der Ehre, die ebenso wie der Märtyrerkult zu den
Säulen der arabisch-islamischen Kultur gehört, daß man sich von
Ungläubigen nicht vorschreiben läßt, wie und wo man leben soll. Eine
Berlinerin, die sich seit Monaten in der Flüchtlingshilfe engagiert,
bringt es auf den Punkt: »Sie finden, daß wir ihnen dankbar sein
sollten, daß sie zu uns kommen.«
Letzteres wird auch noch von so doof-dämlichen Aussagen wie von
Göring-Eckhardt verstärkt, die sich freut, daß Deutschland dank der
Flüchtlinge religiöser werde (EKD-Synodale 2015). Wohin so eine Denkweise
führt, mußte man jetzt leider in Schottland beobachten: Gläubiger Muslim wünschte frohe Ostern – dafür wurde er erstochen
(mit Ergänzung).
-
Hieß es nicht, Flüchtlinge im speziellen und Ausländer im allgemeinen
seien nicht straffälliger als die Deutschen? Da hat das Gutmenschenblatt
Stern nicht aufgepaßt und einen Artikel veröffentlicht, in dem berichtet wird, daß
Ausländer dreimal so straffällig seien wie Deutsche, daß in den
Gefängnissen der Ausländeranteil 30% betrage und aufgrund der
Flüchtlingswelle die Plätze in den Untersuchungsgefängnissen knapp werden
würden. Kein weiterer Kommentar…
TTIP
Rundfunkgebühren
-
Leider hat auch das Bundesverwaltungsgericht die erste Klage gegen die
Haushaltsabgabe negativ beschieden. Weitere Klagen werden noch
verhandelt. Jetzt bleibt nur noch der Weg vor das
Bundesverfassungsgericht. Große Hoffnung hege ich allerdings nicht. Ich
habe letztens einiges über das Gericht und deren Richter gelesen, was
meine bisherige mäßige Achtung dieses Gerichts dahinschmelzen läßt (Macht
korrumpiert halt überall). Kombiniert mit der Tatsache, daß der
Vorsitzende des Ersten Senats und Vizepräsident des BVerfG, Ferdinand
Kirchhof, der Bruder des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Paul
Kirchhof ist, der die rechtliche Grundlage für die Haushaltsabgabe
formuliert hat, kommt mir unweigerlich der Spruch in den Sinn, daß eine
Krähe der anderen kein Auge aushackt…
-
Jetzt sind die Rundfunkgebühren schon exorbitant, und der Bayrische Rundfunk macht dennoch Schulden im dreistelligen
Millionenbereich! Jedes Privatunternehmen wäre bankrott.
Minister Mittelmaas
Nein, diese schöne Verballhornung stammt nicht von mir, sondern aus einer
Zeitung und bezog sich auf die Kompetenz dieses Herrn. Denn bei allem, was
er anpackt, kommt nur Mittelmäßiges heraus. Eine immer wieder vorgebrachte
Kritik ist übrigens, daß er mit seinen Gesetzen durch unklare
Formulierungen, durch Verwendung unscharf definierter Begriffe die
Rechtsunsicherheit fördert. Diese Rechtsunsicherheit hebelt aber die
Rechtsstaatlichkeit und die Freiheit aus, weil ehrliche Leute dann lieber
das zu ihren Ungunsten auslegen, um einen Rechtsbruch zu vermeiden. Das ist
dann ein ähnlicher Effekt wie bei der Selbstzensur. Außerdem fördert sie
die Beweislastumkehr.
Aber vielleicht ist das gar nicht mal Inkompetenz, sondern Absicht.
Spätestens seit seiner 180-Grad-Drehung in Sachen Vorratsdatenspeicherung
ist klar, daß Heiko Maas keine moralischen Ansprüche an sich stellt,
sondern für jede Schandtat zur Verfügung steht. Und da bei der SPD die
Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit nur als Monstranz vor sich
hergetragen wird, aber nicht wirklich gelebt wird, ist sehr leicht möglich,
daß Maas nur Handlanger fremder Interessen – innerhalb und außerhalb der
Partei – ist. Beispiele gefällig?
-
Nach der Kölner Silvesternacht will Maas das Sexualstrafrecht
verschärfen. In der Zeit wird kritisiert, daß der Tatbestand zu weit gegriffen
und das Strafmaß überzogen ist. Selbst für ein überraschendes Grapschen
zwischen Ehepartnern könnte die Strafe doppelt so hoch werden wie für
einen Faustschlag ins Gesicht. Auch Sex zwischen dem/der Vorgesetzten und
der/dem Untergebenen, der aufgrund einer (auch vom Opfer nur implizit
angenommenen) Androhung einer Kündigung zustandekam, kann schlimmer
bestraft werden, als wenn, wie der Autor schreibt, er/sie ihr/ihm »die
Augen auskratzt, die Zähne ausschlägt und die Arme absägt«.
Auch wenn hier alles schön geschlechtsneutral definiert wurde, glaube
ich, man kann ohne Zweifel sagen, daß hier klar die Handschrift der
Radikalfeministen zu erkennen ist, die in jedem Mann ein Sexmonster
sehen.
-
Ein weiteres Feld, wo Maas seine Inkompetenz zeigt und verwüstete
Landstriche hinterläßt, ist die Reform des Urheberrechts. Nach
Überarbeitung des Entwurfs durch Maas – nach Kritik von den
Rechteverwertern – fühlt sich die Vertretung der Urheber verraten, wie
Heise berichtet.
-
Auch das Strafrecht bezüglich Mord will Maas reformieren. Offizieller
Anlaß ist, daß im aktuellen Gesetzestext noch Begrifflichkeiten und
Täterklassifizierungen vorkommen, deren Ursprung in der Gesetzgebung
während des Dritten Reichs liegen. Dabei will Maas aber den Mord
relativieren und nicht in allen Fällen die lebenslängliche
Freiheitsstrafe vorsehen (die ja sowieso schon lange nicht mehr
lebenslange Haft bedeutet). Laut Spiegel und Zeit sollen die Haftstrafen auf bis zu nur fünf Jahre
reduziert werden, und zwar, wenn der Täter
-
»aus Verzweiflung« handelte,
-
um »sich oder einen ihm nahestehenden Menschen aus einer ausweglos
erscheinenden Konfliktlage« zu befreien,
-
durch eine »schwere Beleidigung oder Mißhandlung (…) zum Zorn gereizt«
wurde oder
-
von einer »vergleichbar heftigen Gemütsbewegung« betroffen war
Als ich das las, mußte ich erstmal schlucken. Und wenn ich in die
Kommentare beim Spiegel und bei der Zeit hereinschaue, ging es anderen
genauso. Denn womit begründen Islamisten ihre Morde an Karikaturisten, die
Mohammed malen oder an sonstigen Kritikern des Islams? Richtig, mit
schweren Beleidigungen. Und mit was wird der Mord an Familienmitgliedern,
vorwiegend Töchter und Schwestern, die sich westlich orientieren oder die
»ungläubige« Partner haben? Auch richtig, eine gefühlte Ehrverletzung ist
doch eine mit der Beleidigung vergleichbare Gemütsbewegung. Auch
Rachemörder könnten mit der geplanten Regelung in den Genuß der
Vergünstigung kommen. Ich dagegen kann mir überhaupt keine Form von
Beleidigungen/Gemütsbewegung vorstellen, die eine Strafminderung bei Mord
rechtfertigen würde. Vielleicht sollte Maas noch eine Liste daranhängen,
damit jemand weiß, ob er/sie bei »Hurensohn« oder »Hure« schon das Messer
zücken und zustechen darf…
Ist das einfach nur unsägliche Dummheit oder auch nur wieder
Handlangertätigkeit, diesmal für die ganz linke Gutmenschenfraktion?
-
Auch die ganze Geschichte mit Maas und Facebook zur Zensur der
»Haß-Postings« ist äußerst fragwürdig. Hadmut Danisch berichtet in seinem
Blog von Versuchen, die Details der
Vereinbarung zwischen Maas und Facebook zu bekommen (Teil 1 und 2). Er beobachtet, daß weit mehr als nur Haß-Postings von
Facebook gelöscht werden und fragt sich, inwieweit da die Bundesregierung
bzw. Maas da mitmischen.
Euro & Bargeld
Flüchtlinge
Lügenpresse
-
Lügenpressevorwurf an ARD und ZDF, diesmal nicht von der AfD oder
Pegida, sondern von Horst Seehofer persönlich.
-
Ein weiteres Beispiel für die Lügenpresse konnte man jetzt beim Stern
beobachten. Es geht um die versuchte Vergewaltigung zweier jugendlicher
Mädchen durch einen Jugendlichen und einen Erwachsenen. Kein Wort fällt in dem Artikel vom Stern, daß es sich bei den
mutmaßlichen Tätern um zwei afghanische Flüchtlinge handelt,
wie aus
der Pressemitteilung der Polizei unmißverständlich hervorgeht. Ich
finde das schon interessant, daß nach den Ereignissen in der
Silvesternacht die Herkunft der Täter für den Stern irrelevant ist.
Berichtet der Stern dann auch nicht, wenn wieder Hallenbäder oder Diskos
Flüchtlinge aussperren wollen, was ja Reaktionen auf solche Vorfälle
sind?
Islamisierung
-
Die Universität Dortmund hat ihren »Raum der Stille« geschlossen.
Der war auf Wunsch der ASTA mal eingerichtet worden, damit er auch
zum Beten verwendet werden kann – von allen Konfessionen und von allen
Geschlechtern. Was ist aber passiert? Wie üblich: Gibt man den kleinen
Finger, wird die ganze Hand genommen. Sprich, die Moslems haben den Raum
für sich akquiriert, Nicht-Moslems herausgeekelt und Frauen in eine
dunkle, abgetrennte Ecke verbannt. Das ging der Uni dann doch zu weit.
Gleich wurde von den Moslems die Opferrolle eingenommen, was die
Unileitung dann zu einer öffentlichen Erklärung veranlaßte. Andere Unis – die Uni Essen mit ähnlichen Problemen wie Dortmund, oder die TU Berlin aus Gründen der Neutralität – sind jetzt Dortmund
gefolgt. Jedoch die Gutmenschen der Uni Köln meinen, gerade jetzt solch einen Raum einrichten zu müssen. Mißbrauch
wollen sie durch eine Nutzungsordnung verhindern – die haben das Memo
nicht gelesen, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn aus obiger
Erklärung der TU Dortmund geht klar hervor, daß solch eine auch in
Dortmund existierte – und völlig ignoriert wurde.
-
Forscher glauben bei der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
nicht, daß es zu einer Islamisierung kommen wird.. Hierbei ist mit
Islamisierung allerdings gemeint, daß die islamische Bevölkerung so einen
großen Anteil habe, daß sie die Politik in Deutschland wesentlich
beeinflussen könne. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob die den Effekt
der sich unterwerfenden Gutmenschen mitberücksichtigt haben, wegen denen
es z.B. kein Schweinefleisch mehr in vielen Kitas gibt und auch
christliche Bräuche dort nicht mehr gepflegt werden.
-
Die CDU in Schleswig-Holstein fordert, daß es in Kantinen auch
weiterhin Schweinefleisch angeboten werden soll, als Reaktion auf
Meldungen, daß einige Kindertagesstätten und Schulen komplett auf
Gerichte mit Schweinefleisch verzichten, mit Hinweis auf die Moslems und
auch unter dem Vorwand der Gesundheit (was völliger Quatsch ist). Einige
Pressefuzzies und Politiker wollten das absichtlich falsch verstehen als
Zwang, Schweinefleisch essen zu müssen, ähnlich, wie uns damals die
Grünen den Veggie-Day aufzwingen wollten. Unter ihnen auch Moraloberapostel der Grünen, Volker Beck. Na ja,
zu dem muß man ja nach dem Drogenfund nichts mehr sagen – außer, daß im
Netz Überlegungen kursieren, ob die Drogen gar nicht für ihn gewesen
seien, sondern als Bezahlung für Stricherjungen. Da kommen dann auch
gleich Becks Verwicklungen in das Pädophilen-Papier der Grünen aus
vergangenen Tagen zum Vorschein.
AfD
Brexit
Überwachung, Datenschutz und Internet-Zensur
-
»Privacy Shield«, der gewünschte Nachfolger des vom EuGH
abgeschmetterten »Safe Harbor«-Abkommens, ist massiv in der Kritik. Die
Einschätzungen, die Anfang Februar
geäußert wurden, haben sich nach der Veröffentlichung der geplanten
Vereinbarung bestätigt. Wie die Zeit schreibt, würde sich praktisch nichts ändern. Die USA wollen
sich weiterhin das uneingeschränkte Recht nehmen, die Daten abzugreifen
und jahrelang in ihren Systemen zu speichern. Auch
Heise und Golem wagen einen Blick in den Entwurf. Die Artikel verweisen
auch auf Max Schremms, der wohl von dem Entwurf alles andere als angetan
ist und »Privacy Shield« auch schon vor dem EuGH sieht (siehe auch
Netzpolitik). Auch die Origanisation Edri (European Digital
Rights) sieht in dem Entwurf nur eine unwesentliche Verbesserung, die
nichts an dem eigentlichen Problem ändert.
-
Da sie trotz des für nichtig erklärten Safe Harbor-Abkommens weiterhin
Daten in die USA geschickt haben, müssen deutsche Firmen erstmals
Bußgelder bezahlen – in bis zu sechsstelliger Höhe.
Heise und Golem berichten.
-
Das transatlantische Rahmenabkommen zum Datenschutz zwischen EU und
USA, welches schon etwas länger in Arbeit ist,
wird von dem Juristischen Dienst des
EU-Parlaments als rechtswidrig eingestuft – es sei unvereinbar mit den
europäischen Verträgen und Grundrechten. Frei nach Louis de Funès:
Nein … doch … oooh!
-
Die Musikindustrie hat einen Etappensieg gegen die Bürgerrechte
errungen. Der BGH hat geurteilt, daß
die Internet-Zugangsprovider zur Not Websperren einrichten
müssen.
-
Wenigstens hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
geurteilt, daß Nutzerkommentare ein Menschenrecht sind und daher die
Betreiber von Foren und Webseiten mit Kommentarfunktion nicht gezwungen
werden dürfen, eine Vorabzensur durchzuführen.
-
Ein Heise-Kommentar beleuchtet einen bislang nicht berücksichtigen
Aspekt der vernetzten Automobile:
Nicht nur die Autofahrer selbst,
sondern auch Anwohner und Passanten geraten ins Visier.
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Laut Heise geistern neue Pläne um
eine Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung im Netz herum – unter dem
Vorwand der »Cybersecurity«. Die Akteure sind sich auch nicht zu
schade, den Spruch von Bejamin Franklin ins Gegenteil zu verkehren.
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Wem es bis jetzt noch nicht klar ist, daß die Krankenkassen neben
unserem Geld auch alle unsere Krankendaten haben möchten, sollte sich die
beiden Artikel von der Süddeutschen Zeitung und DAZ.online durchlesen. Zitat:
In diesem Kontext gewinnen auch Aussagen von Josef Hecken,
unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), an
Brisanz. Seiner Meinung nach dürfe es nicht vom »good will« des
einzelnen Versicherten abhängen, ob Versorgungsdaten ausgewertet
werden können, sagte er auf der Tagung »Innovationen für mehr
Sicherheit« der Techniker Krankenkasse in der vergangenen Woche. »Wir
müssen eine Debatte darüber beginnen, ob der Patient der Sammlung seiner
Daten widersprechen kann.«
Solche Leute wie Hecken oder der TK-Chef Baas scheißen auf die
informationelle Selbstbestimmung und den Eid des Hippokrates.
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Daß wir nicht warten müssen, bis unsere Krankendaten durch die eGK
mißbraucht wird, berichtet der Spiegel: Deutschlands größtes Apothekenrechenzentrum VSA hat
strengvertrauliche Verschreibungsdaten an Tochterunternehmen zwecks
Marketing weitergegeben.
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Haben die Gegner das nicht schon immer vorhergesagt? Die Zahl der
Bankkontenabfragen steigt und steigt. 2015 waren es 31% mehr als in 2014 beziehungsweise sechsmal soviel
wie in 2010.
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Niemand weiß im Moment so recht, was das »Internet der Dinge« wirklich
sein wird, aber daß das abgeschnorchelt werden muß, ist für US-Geheimdienstdirektor und nachgewiesenem Lügner James
Clapper eine Selbstverständlichkeit.
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Gericht kippt Überwachungsverbot in
Hannoveraner Bussen und Straßenbahnen. Der Landesdatenschützer will
ggf. in die Berufung gehen.
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Big-Brother-Staat Großbritannien:
Polizei will sich
nicht an die Vereinbarung halten und will Milliarden gescannter
Autokennzeichen nicht nach zwei Jahren löschen.
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Big-Brother-Staat Großbritannien II: Das geplante britische
Überwachungsgesetz ist überarbeitet worden,
aber laut Heise nur unwesentlich.
Nicht nur, daß auf die Kritik, auch
vom Parlament, kaum eingegangen wurde, ist in dem neuen Entwurf die
Überwachungsmöglichkeit sogar in ein paar wenigen Punkten noch ausgebaut
worden.
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Weiterer Big-Brother-Staat: Golem berichtet über die Zustände in Bahrein
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Nachdem die Neuland-Kanzlerin die Direktive ausgegeben hat, daß Daten
die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts seien, machen sich ihre Lakaien ans
Werk, die Voraussetzungen zu schaffen, oder wie der
Staatssektretär Ole Schröder dies zu
fordern. Zitat: »Die Aussage: ›Meine Daten gehören mir‹ ist
Unsinn« […] »Wir müssen aufhören, den Fluß von Daten zu
schützen.«
Ähnlich argumentiert
Kanzleramtsminister Altmaier vor dem Europäischen Polizeikongreß:
»Wo Metadaten und persönliche Daten massenhaft anfallen, stoße der
Ansatz der ›Datensparsamkeit‹ an seine Grenzen«, soll er gesagt
haben. Nutzung von Mautdaten, internationaler Datenaustausch werden
natürlich gefordert. Stasi 4.0 halt. Auch Ole Schröder ist auf diesem
Kongreß wieder dabei.
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Gegen die Breitseite aus der Politik und Wirtschaft erscheint der
Datenschützer aus Sachsen Anhalt, Harald von Bose, wie ein einsamer Rufer
im Wald: »Der Präventionsstaat sammelt
und sammelt.«
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Hier noch ein paar Visionen zum
Automobil, natürlich immer die Vernetzung mit inbegriffen.
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Der Bundestrojaner ist zurück, die Rechtmäßigkeit wird von
Datenschützern weiterhin bezweifelt. Meldungen bei
Heise, Golem, Süddeutsche Zeitung, Netzpolitik, Fefe.
Kommentar bei Heise von einem
ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter des Bundesverfassungsgerichts
und jetzigem Richter am Landesgericht Berlin
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Auch das Thema »Smart Meter« schwelt weiter vor sich hin.
Ein neuer Regierungsentwurf wird von
der Opposition abgelehnt.. Redner der Regierungsparteien verweisen
auf vom BSI entwickelte Übertragungsstandards, lenken aber (absichtlich
oder aus Ignoranz) von dem eigentlichen Problem ab, nämlich, was mit den
Daten beim Stromversorger passiert. Laut Artikel könnte das neue Gesetz,
das den Smart Meter-Zwang enthält, noch in diesem Sommer beschlossen
werden.
TTIP, CETA & Co.
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Die EU will den Gegenwind aus allen
Teilen der Gesellschaft mit Propaganda (»PR-Kampagne«) begegnen. Wäre
noch schöner, sich einfach dem demokratischen Willen zu beugen.
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Durch TPP, der pazifischen Version von TTIP und CETA, verschärfen sich
die Strafen für Urheberrechtsverstöße erheblich. Selbst, wenn keinerlei Schaden entstanden ist, können die
Beschuldigten schwere Strafen bekommen.
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Süddeutsche Zeitung: TTIP – das Endspiel beginnt.
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Laut Newsletter planen Campact und andere Gruppen eine Demo gegen TTIP
während des Obama-Besuchs zur Hannover Messe. Details folgen.
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Eine Gruppe von 20 NGOs verlangt nicht nur ein Ende von TTIP, TiSA, TPP
und CETA, sondern auch eine generelle
Abkehr von dieser Art von Handelsabkommen. Konstruktive Vorschläge
werden gemacht, wie Handelsverträge aussehen sollten.
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Ein Zeit-Artikel erinnert daran, daß Schiedsgerichte auch ein zentraler Teil von CETA sind, und
dort außer minimalen Korrekturen bislang nichts geändert wurde. Auch
Heise berichtet von diesen
Korrekturen, die von Kritikern als Aktion zur Täuschung der
Öffentlichkeit bezeichnet werden.
Sonstiges
So schaut es zumindest im Moment aus.
Letzte Woche sickerten zwei Bestrebungen aus Regierungs- und EZB-Kreisen
durch, die das Bargeld betreffen – einerseits die Einführung einer
Obergrenze für Barzahlungen von 5.000€, andererseits die Abschaffung der
500€-Banknote. Das Ganze hat das Gschmäckle einer konzertierten Aktion, mit
der die Bundesregierung testen wollte, wie denn das so bei dem Bürger
ankommt.
Auch wenn nicht bestritten wurde, daß man diesen beiden Bestrebungen
positiv gegenübersteht, wurde dennoch versucht, das mehr als Gedankenspiel
darzustellen als ein konkretes Regierungsziel. Das stellt sich aber
mittlerweile als Blendwerk der Regierung dar, denn wie bekannt wurde,
versucht die Bundesregierung massiv auf die EU einzuwirken, daß diese eine
EU-weite Obergrenze einführt.
Dies wäre dann mal wieder das typische Spiel über Bande, das die
Bundesregierung und auch andere europäische Regierungen mittlerweile aus
dem Effeff beherrschen: Am Ende heben sie die abweisende Hände und
behaupten, sie hätten das nicht gewollt, oder zumindest nicht
so.
Wenn die Bundesregierung ein Feedback haben wollte, dann hat sie es auch
bekommen: Das Medienecho war erheblich, und zwar fast einhellig negativ.
Auch Umfragen zeigen eine breite Ablehnung in der Bevölkerung. Die von den
Befürwortern dargebrachten Argumente – Geldwäsche, Diebstahl, Falschgeld,
Schwarzarbeit, Terrorfinanzierung, Bestechung – haben nicht überzeugt.
Selbst Fachleute (jenseits der Ermittlungsbehörden) sehen die Maßnahmen
nicht als wirksam in der Bekämpfung dieser Taten an. Außerdem gehen ja
Kriminelle auch mit der Zeit und haben schon vielfach gezeigt, daß
elektronisches Geld nicht wirklich sicherer als Bargeld ist.
Daher ist zu befürchten, daß diese beiden Maßnahmen nur ein Auftakt für
die letztendliche Abschaffung des Bargelds sein könnte. Warum sollte die
Regierung das wollen? Zum einen zur totalen Überwachung des Bürgers, denn
die Spur des Geldes sagt mindestens soviel aus wie die
Kommunikationsspuren, wie sie zum Beispiel durch die
Vorratsdatenspeicherung erfaßt werden. Zweitens könnte man die Bürger
kinderleicht enteignen, die Bürger könnten sich nicht mehr dagegen wehren,
indem sie ihre Ersparnisse im Safe lagern. Beides wären natürlich harte
Einschnitte in die Freiheits- und Eigentumsrechte der Bürger, und schon die
beiden angedrohten Maßnahmen sehen Juristen und Bürgerrechtler bereits als
verfassungswidrig.
Grüne, FDP und AfD haben schon sich klar dagegen positioniert. Auch
einige CDU/CSU-Abgeordnete haben sich ablehnend geäußert. Von SPD- und
Linken-Politikern habe ich jetzt keine Kritik gelesen – vielleicht habe ich
das aber auch nur übersehen.
Interessanterweise kommt auch Kritik aus Bankenkreisen, obwohl die ja bei
elektronischen Transaktionen mitverdienen – im Gegensatz zu
Bargeldgeschäften. Allerdings könnte die Ablehnung auch andere Gründe
haben, wie Hans-Werner-Sinn vermutet: Ohne 500€-Schein könnten die Banken
dann nicht mehr soviel Geld bunkern und müßten Negativzinsen bei der EZB
zahlen. (Artikel siehe unten)
Meldungen und öffentliche Kritik
Von Schäuble kommen noch weitergehende Forderungen – wie
Heise berichtet: Darunter sind
Bankkontenregister für die gesamte EU mit Abrufmöglichkeiten, wie wir sie
schon haben, sowie Bitcoin-Kontrolle und Kontrolle und Beschränkung anderer
anonymer Zahlungsprodukte wie Prepaid-Karten.
Die EU nimmt diese Steilvorlage dankend
an.
Kommentare/Hintergrund/Analysen
Meinungsfreiheit, Tabus, Lügenpresse
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In der FAZ gibt es noch einen weiteren Kommentar über die Schweigespirale der nordrhein-westfälischen Polizei und
Politik.
Weil in dem Artikel das Stichwort »Pressekodex« fällt, erinnere ich
mich an einen Beitrag (dessen Quelle ich mir leider nicht gemerkt habe),
daß der Hinweis auf den Pressekodex gerne von Journalisten als
Totschlagargument mißbraucht werde, zum Beispiel bei der Frage, ob die
Herkunft des Täters genannt werden dürfe oder nicht. Der Pressekodex
werde quasi als gottgegeben behandelt und gelte damit richtig und
unabänderlich, wie die Bibel und der Koran. Deshalb wäre es mit der
Argumentation dann automatisch Schluß! Tatsächlich ist er von Menschen
gemacht und damit sei nicht ausgeschlossen, daß der Kodex falsch ist.
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Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht ja im Schußfeld der
»Lügenpresse«-Kritik, wobei ich nochmal darauf hinweisen möchte, daß es
(mir zumindest) bei dem Begriff darum geht, daß im Berichtteil
einer Nachricht Fakten unterdrückt, verfälscht oder gar verdreht werden,
um die Meinung der Öffentlichkeit zu steuern, und nicht um den Teil, in
dem ein Journalist für jeden erkennbar seine Einschätzung dazu abgibt.
Die Führungsetagen von ZDF und den ARD-Landesanstalten beteuern ja immer
wieder, daß das nicht stimme.
Inzwischen sind aber zwei Äußerungen durch die Presse gegangen, die
Gegenteiliges vermuten lassen, auch wenn diese Äußerungen nachträglich
zurückgenommen wurden. Die erste war von einer unbekannten freien WDR-Mitarbeiterin im Interview im niederländischen
Radio (siehe auch Spiegel), die zweite jedoch von dem deutlich bekannteren ehemaligen ZDF-Kulturmoderator
Wolfgang Herles. Ob das nun wahr ist oder sich diese Leute nur mal
profilieren wollten, möge jeder selber entscheiden. Ich für meinen Teil
glaube, daß es in dem Sinne vielleicht tatsächlich keine schriftlichen
Anweisungen gibt, aber gewollt ein entsprechendes Angst-Klima herrscht,
daß eine unerwünschte Äußerung ein Karriereknick oder gar -ende bedeuten
könnte.
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Die Diskussion darüber, wer entscheidet, ob und wie Elefantenrunden zu
den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stattfinden,
zeigt doch, daß der ÖR faktisch nicht wirklich unabhängig ist, so wie er sein
sollte. Und gerade in Hinblick auf die massive deutsche Kritik an den
neuen Medienknebelgesetzen in Polen finde ich das ganze Thema ziemlich
doppelzüngig.
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In Hessen ist jetzt herausgekommen, daß die Polizei Meldungen von
Straftaten von Personen mit Migrationshintergrund unterdrückt hat. Die
Polizei begründete das damit, daß kein öffentliches Interesse dagewesen
sei. Ha ha, dümmer geht’s nümmer! Fragt mal die rechte Hälfte
Deutschlands, ob sie das tatsächlich nicht wissen will… Der
Landesinnenminister versucht zu überzeugen, daß es keine politischen
Vorgaben gegeben habe und dies die Entscheidungen der lokalen Behörden
gewesen seien. Focus und FAZ berichten.
Flüchtlingskrise
Migrantenrealitäten
Nachdem die »Nachrichtensperre« weitestgehend gefallen ist, erfährt man
endlich, was in Deutschland so passiert.
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In Düsseldorf hat sich wohl über die Jahre ein marokkanisch geprägtes
Ghetto (»Maghreb-Viertel«) gebildet, das auch als Rückzugsgebiet
für die Kriminellen unter diesen Landsleuten dient. Um nach Köln mal
Flagge zu zeigen, hat die Düsseldorfer Polizei eine großangelegte Razzia
veranstaltet, wie Der Westen und RP-Online berichten. Es ist zu hoffen, daß sich das entwickelte
Engagement der Polizei auch eine Weile hält.
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Focus berichtet über die Erlebnisse einer Helferin in einer Hamburger
Erstaufnahmestelle, die am Ende ihrer Kräfte ist, zum Beispiel folgendes:
Viele der Asylbewerber seien extrem fordernd. »Kommen zu mir und
verlangen, daß ich ihnen jetzt sofort eine Wohnung und ein schickes Auto
und am besten auch gleich noch einen richtig guten Job beschaffe.« Wenn
sie ihnen versuche zu erklären, daß das nicht so schnell möglich sei,
würden die Bewohner der Erstaufnahmestelle oftmals laut und »auch mal
richtig aggressiv«.
Ich glaube, ich wiederhole mich, aber reagieren so Leute, die angeblich
bis vor kurzem noch von Hunger und Tod bedroht waren?
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Gibt es noch eine Steigerung des Verhaltens der Polizei in Köln? Aber
ja! Die Kieler Polizei hat auf Dienstanweisung Kleinkriminelle, die
mangels Dokumente nicht identifiziert werden konnten, einfach so laufen
lassen! Denn Personenfeststellungsverfahren seien zu aufwendig und
hätten nur geringe Erfolgsaussichten! Geht’s noch? Aus meiner Sicht sind
nicht nur die Festgenommenen kriminell, sondern auch die Polizei selbst.
Strafvereitelung im Amt nennt man so etwas.
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In München attackieren Flüchtlinge Frauen und Senioren in der
U-Bahn.
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In der Nähe einer Gewerbeschule in Hamburg gab es sexuelle Übergriffe
auf Schülerinnen. Der Weg vom S-Bahnhof zur Schule und zurück sei für
die Schülerinnen ein Spießrutenlauf gewesen. Den Täterbeschreibungen
zufolge ist es nicht unwahrscheinlich, daß es sich um Flüchtlinge aus
Afrika und dem Nahen Osten handelt.
Islamisierung
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Eine kleine dänische Stadt hat jetzt beschlossen, daß in den
städtischen Kantinen Schweinefleisch angeboten werden muß. Hintergrundinformationen dazu hat der Spiegel.
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Ein Informatikprofessor, der wohl von sich reden machen will, fordert
in einem Gastbeitrag in der gedruckten Zeit die Einführung des
Pflichtfachs Arabisch an allen deutschen Schulen bis zum Schulabschluß,
wie Spiegel, Focus und andere Medien berichten. Wenn der Mann als Begründung
jetzt geschrieben hätte, der arabische Wirtschaftsraum würde für
Deutschland in Zukunft so wichtig werden, dann könnte man das ja noch
abtun. Aber er schrieb, man würde damit anerkennen, daß Deutschland
ein Einwanderungsland und eine mehrsprachige Gesellschaft sei.
HALLO? Was ist das denn für eine Unterwerfungsgeste? Was kommt denn als
nächste Forderung von dem Trottel? Daß wir die Scharia einführen und die
Demokratie abschaffen? Kopftuchpflicht und Minirockverbot? Sollten wir
nicht als Anerkennung des Islams ein paar Kirchen für Moscheen spenden,
zum Beispiel den Kölner Dom? Oder in ein paar Steinbrüchen
Steinigungsplätze einrichten?
Die Flüchtlinge drängen sich UNS auf und WIR sollen uns anpassen? Tickt
der noch ganz richtig im Gebälk? Allein so ein Ansinnen ist doch für die
Leute die Einladung schlechthin, uns auf den Füßen herumzutrampeln. Naja,
wenigstens AfD und Pegida werden sich freuen, denn solche Äußerungen
mobilisieren bestimmt noch ein paar Leute, die bislang ruhig geblieben
sind.
Nachtrag: Ein Kommentar in der FAZ dazu.
Überwachung, Datenschutz und Netzneutralität
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Tja, Schweizer müßte man sein. Die dürfen noch ein wenig darüber
abstimmen, was ihr Staat so macht – und demnächst über die Frage,
wie weit ihr Geheimdienst beim Datenschnüffeln gehen darf. WIR
Deutsche müssen den Überwachungswahn unserer Regierung mehr oder weniger
(→ BVerfG) hinnehmen und dürfen uns auch noch die hohlen Lügen von denen
anhören.
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Nicht nur die EU, sondern auch der
Europarat sieht das mit der Netzneutralität nicht so eng. Das ist
schade, weil der Europarat in der Vergangenheit bei mir eigentlich als
bürgerfreundlicher galt.
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War etwas anderes zu erwarten? Natürlich verstärken deutsche Behörden die Handyüberwachung durch
sogenannte stille SMS. Nur ein bißchen, lediglich um den Faktor
fünf von 2014 auf 2015…
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Ein hochrangiger Vertreter der US-amerikanischen Homeland
Security-Behörde (ich verorte die immer so im Bereich der Gestapo…)
namens Erik Branett fordert die Abschaffung der Anonymität im Internet.
Berichte bei Slashdot und The Daily Dot (letzteres via
Fefe).
Sir Tim Berners-Lee, der Erfinder des World-Wide-Webs, gibt ihm leider recht. Tiefer Griff ins Klo, Tim! Außerdem
bezweifele ich ganz stark, daß man technisch eine Lösung finden könnte,
bei der man nur in bestimmten Fällen die Anonymität aufheben kann. Das
ist so wie »ein bißchen schwanger sein«…
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Im US-Bundesstaat Kalifornien hat jetzt ein Politiker eine
Gesetzesinitiative gestartet, um den Verkauf von nicht abhörbaren Mobiltelefonen zu verbieten.
Als Vorwand dient diesmal der Menschenhandel.
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Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist von den
Mainstream-Medien relativ unbeachtet geblieben, wird aber von
Datenschützern und Bürgerrechtlern als äußerst bedeutend interpretiert.
Der Gerichtshof hat nämlich entschieden, daß eine anlaßlose Massenüberwachung eine Verletzung der
Menschenrechte darstellt. Damit sieht er das sehr ähnlich wie bisher
das BVerfG oder der EuGH.
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Nicht nur in Krisenregionen wie im Nahen Osten überwachen die
Amerikaner die Nutzung von Mobiltelefonen aus der Luft, nein, auch im eigenen Land.
Und was wird wohl die US-Drohne tun, die jetzt, wie angekündigt,
schon mehrfach Deutschland überflogen
hat und diese auch noch ein paarmal tun wird? Bestimmt nichts,
amerikanisches Ehrenwort, bei den Gebeinen der von den Weißen
umgebrachten Ureinwohnern! Darum hat die Bundesregierung die Genehmigung
auch um drei Monate verlängert. Als alter Verschwörungstheoretiker würde
es mich nicht wundern, wenn das demnächst auf unbegrenzt verlängert wird
und die Drohne weiter fliegt, auch wenn das Manöver schon lange zu Ende
ist, mit dem Versprechen, daß die deutschen Behörden ein paar Daten davon
abbekommen (oder auch nicht).
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Die nächsten zwei Verfassungsbeschwerden gegen die
Vorratsdatenspeicherung sind eingereicht.
Die erste kommt von dem SPD-nahen
Verein D64. Vielleicht ein Zeichen, daß sich die SPD-Führung von der
Basis entfremdet hat? Selbst wenn, die Herren Maas und Gabriel werden es
bestimmt nicht erkennen.
Die zweite wurde von der FDP
eingereicht, mit ein bißchen PR-Show. Braucht sie auch.
Jetzt fehlt noch die Klage des AK Vorrat. Vermutlich zögern sie es noch
ein bißchen heraus, um möglichst viele Unterschriften zu bekommen.
Eine Reaktion vom Bundesverfassungsgericht gab es jetzt auch schon.
Ein Antrag eines Beschwerdeführers auf
einstweilige Aussetzung der Vorratsdatenspeicherung wurde abgewiesen.
Das Gericht betonte aber, daß das erstens keine Vorentscheidung sei und
zweitens ähnliche Anträge von anderen Beschwerdeführern davon nicht
berührt seien – es könne also einem anderen Antrag auch noch stattgegeben
werden.
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Selbst im britischen Parlament gibt
es große Kritik an den Big-Brother-Plänen der britischen
Regierung.
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Polen entwickelt sich weiter zum Schurkenstaat, auch, was die Überwachung seiner Bürger betrifft.
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Auch Österreich, Heimat von Adolf Hitler, um es mal wieder in
Erinnerung zu bringen, ist lernresistent und
weitet die Überwachungsbefugnisse des
Inlandgeheimdienstes (heißt noch nicht Gestapo) aus, trotz massiver
und anhaltender Kritik. Gegner wollen nun vor dem Verfassungsgerichtshof
klagen.
Safe Harbor
Das EuGH-Urteil zur Nichtigkeit des Safe Harbor-Abkommens hat seine
Folgen:
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Das EU-Parlament will nun
weitreichende Datenschutzänderungen im geplanten TISA-Abkommen.. Es
folgt damit der Empfehlung des
Handelsausschusses.
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EU und USA verhandelten fieberhaft über ein neues Abkommen, nachdem die
Datenschützer der EU eine Frist zum 1. Februar gesetzt hatten. Nicht ganz
pünktlich erklärten nun beide, sie hätten einen Kompromiß gefunden.
Tatsächlich ist das geplante neue Abkommen unter der »schmissigen«
Bezeichnung EU US Privacy Shield (kotz…) nur ein grober Entwurf
und die Kritik daran ist jetzt schon vernichtend, wie SZ, Zeit, Heise und Netzpolitik zu berichten wissen.
Ein besonderes Gimmick ist – wie die Zeit berichtet – das Detail, daß
sich die EU wohl auf ein Versprechen des US-Geheimdienstkoordinators
James Clapper stützen will, der nachweislich schon den US-Kongreß massiv
belogen hat. Wenn das nicht blindes Vertrauen ist…
TTIP
Übrigens lese ich jetzt schon zum wiederholten Male in Foren und
Nutzerkommentaren, daß TTIP mittlerweile tot sei, und zwar derart, daß die
Verhandlungen praktisch vor dem Abbruch stünden. Ich wäre da gaaanz
vorsichtig. Erstens glaube ich nicht, daß die Politik TTIP schon aufgegeben
hätte. Zweitens schätze ich die Profiteure von TTIP als äußerst hartnäckig
ein. Da wird bestimmt mit allen legalen und illegalen Mitteln gekämpft,
denn so eine Chance, die Regierungen und die Bevölkerungen zu entmachten,
wird sich sobald nicht wieder ergeben.
Automobiles (mit Datenschutz)
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Betrug nur bei den Verbrauchs- und Abgaswerten von Verbrennungsmotoren?
Nein, wieso sollte man bei neuen Technologien mit dem Lügen aufhören?
Laßt uns doch bei Elektroautos
weitermachen! Interessant ist übrigens noch die Aussage, daß die
günstigste Geschwindigkeit bei E-Autos bei 52 km/h (bei konventionellen
bei 65 km/h) liegt, also weit über den von Grünen und anderen Gutmenschen
propagierten 30 km/h für den Stadtverkehr.
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Beim Schutz von Daten, die von »smarten« Autos gesammelt werden,
brauchen wir auf die Überwachungsparteien CDU, CSU und SPD keine
Hoffnung setzen. Wie es scheint, expandieren sie ihre bisherige
Position, daß Daten der »Rohstoff des 21. Jahrhunderts« seien, auf das
Automobil. Man findet in dem Antrag zur »Förderung intelligenter
Mobilität« alles, was sich Industrie und Überwachungsfanatiker bisher zu
diesem Thema haben einfallen lassen.
Lustig finde ich die Verwunderung der CSU-Frau Dorothee Bär (eigentlich
die Einäugige unter den datenschutzblinden CxU-Politikern), daß bei den
Deutschen keine Begeisterung aufkommen will, und schlägt tatsächlich eine
Umbenennung von Big Data in Smart Data vor. Neue Begriffe
bringen aber selten etwas, die meisten Menschen sind nicht so dumm. Und
außerdem würde diese Umbenennung auch nicht helfen, denn
vermutlich bin ich nicht der einzige, bei dem das Adjektiv smart
eine sofortige Assoziation mit Schnüffelei durch die Industrie auslöst
(z.B. Smart Meter, Smart TV, Smart Phone, Smart Cards).
Die Grünen sehen – zu recht – die Regierung als Helfershelfer der
Industrie und kritisieren den Antrag
der Koalition scharf. Sie fordern schelmisch die Regierung auf, sich
erstmal um das »Analoge«, also marode Brücken und kaputte Straßen, zu
kümmern.
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Wo es um Überwachung geht, da ist die EU nicht weit. Natürlich will sie auch vernetzte Autos.
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Derweil diskutieren die
Datenschützer mit den Autobauern um den Datenschutz und was dabei
personenbezogene Daten sind. Ich habe aber schon meinen Glauben daran
verloren, daß der gläserne Autofahrer noch verhindert werden kann,
insbesonders daran, daß der Autobesitzer wird verhindern können, daß der
Staat und die Wirtschaft seine Fahrzeugbewegungen nachvollziehen
kann.
Sonstiges
Demnächst auf diesem Kanal: Das Ende des Bargelds naht!