Politik
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Es gibt ja immer noch Leute, die im Gegensatz zu mir
Bundestagspräsidenten Lammert noch als Verteidiger der Demokratie sehen.
Diese Ansicht verträgt sich aber meines Erachtens nicht mit der jüngsten
Aussage von ihm, daß die Redezeiten bei den Diskussionen um Gesetzentwürfen zu lang
seien und besser gekürzt werden sollten. Gut, mit dem Wissen, daß die
Gesetze sowieso fern des Parlaments entschieden und dann unter
Fraktionszwang von den Hinterbänklern, die auch bei der nächsten Wahl
wieder einen Listenplatz bekommen wollen, abgenickt werden, könnte man
auch ganz auf Aussprachen in diesem Schauspielhaus für die merkbefreite
Bevölkerung verzichten.
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Die von der Politik gerne so hoch gelobten Public-Private Partnerships
(zu deutsch laut Artikel wohl auch »ÖPP«, öffentlich-private
Partnerschaft genannt, klingt aber gleich weniger cool) zahlen
sich nicht aus. Zu dem Schluß kommt der Bundesrechnungshof, der mehrere PPP-Projekte
von Verkehrsminister Doofbrindt untersucht hat. Ich bin schon lange
der Meinung, daß man sich das an den Fingern abzählen kann: Die privaten
Unternehmen wollen Gewinn machen – und zwar satten. Dieses Geld kommt zu
den Kosten (die der Staat auch hätte, wenn er es selber machen würde)
noch oben drauf. Die vermeintlich höhere Effizienz der Unternehmen (wenn
es die überhaupt gibt), wird das sicher nicht kompensieren.
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Die FAZ sinniert über die Folgen eines Austritts Großbritanniens aus
der EU.
Sex-Angriffe am Kölner Hauptbahnhof und andere Migrationsprobleme
Das Ereignis am Kölner Hauptbahnhof zum Jahreswechsel hat viele Facetten.
Von Political Correctness und Zensur bis zur Instrumentalisierung von
Überwachungsfanatikern und Feministinnen.
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Das Ereignis ist so »explosiv«, daß es die Mauer des Schweigens bei
Politik und Medien zum Einsturz gebracht hat. Der Versuch der Kölner
Polizei, die mittlerweile über 700 angezeigten Vergehen zu
vertuschen, weil einerseits die Nennung der arabisch-nordafrikanischen
Herkunft aller Tatverdächtigen als »politisch heikel« betrachtet wurde
und andererseits das eklatante Versagen offenkundig war, ist selbst für
viele (bis dato) Gutmenschen nicht mehr zu ertragen gewesen.
Nicht so aber beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das ZDF wollte erst
gar nicht davon berichten, und dann behauptete es noch eine Zeitlang, es
könnten auch Migranten und Flüchtlinge unter den möglichen Tätern sein,
während die Polizei selbst davon schon sprach, daß es sich
ausschließlich um solche handelte. Das ZDF wurde dafür auch massiv
kritisiert, zum Beispiel in der FAZ oder im Spiegel (+ Kommentar). Ein weiterer Artikel in der FAZ zeigt auf, wie im ÖR systematisch die Wahrheit
verfälscht wird, zum Beispiel, daß einem Fernsehgast unter Drohung des
Abbruchs der Aufzeichnung verboten wurde, das Wort »Flüchtling« in den
Mund zu nehmen.
Im Nachspiel des Ereignisses sind so einige gute Kommentare erschienen
wie z.B. in der FAZ. Dort schreibt der Autor:
Politisch gewollte Schweigespirale
Diese Schweigespirale […] war politisch gewollt, und zwar schon seit
Jahrzehnten. Alle demokratischen Parteien sind sich darin einig, daß
eine Stärkung der radikalen Kräfte vermieden werden muß.
Doch die aus dieser löblichen Absicht hervorgegangene Politik des
Schönredens, Bestreitens und Gesundbetens auf dem Feld der Ausländer-
und Einwanderungspolitik hat genau den gegenteiligen Effekt: Sie treibt
aufrechte Demokraten ins Nichtwählerlager und auf die Barrikaden. Dort
fühlen sie sich mit einem Äußerungsverbot belegt, als »Ausländerfeinde«
diffamiert und in »die rechte Ecke gestellt«, in der manche dann auch
landen.
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Die CDU wäre nicht die CDU, würde sie das Ereignis nicht für eine
Einschränkung unser aller Freiheit mißbrauchen. Natürlich will sie nicht
nur die schon lange offenliegenden Lücken im Ausländerrecht schließen
(z.B. endlich die kriminelle Energie eines Asylbewerbers entsprechend im
Asylverfahren würdigen), sondern natürlich auch den »starken Staat«
demonstrieren. Da darf die Nutzung der Vorratsdaten durch die
Verfassungsschutzbehörden nicht fehlen, nicht der Ruf nach (viel) mehr
Videoüberwachung, Bundestrojaner, die genaue Registrierung aller
Übertritte an den EU-Außengrenzen – halt das ganze Portfolio von
Maßnahmen, die bisher auch schon nichts gebracht haben, nochmal ausgebaut
(Details siehe Heise, FAZ, Golem, Spiegel). Auch in Äußerungen der Landesregierung NRW tauchen
einige der Begriffe auf, ist also nicht ein rein schwarzes Problem.
Leider stellt sich zudem heraus, daß
die Mehrheit der Deutschen beim Thema
Videoüberwachung genauso merkbefreit ist wie die Pappnasen von CDU,
CSU und SPD. Bisher hat noch keine Video-Kamera ein Verbrechen
verhindert, auch nicht durch Abschreckung.
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Eine weitere Instrumentalisierung geht von den Feministinnen aus: Die
Verallgemeinerung der Taten auf alle Araber oder alle moslemischen Männer
ist natürlich völlig unzulässig und fies. Das geht ja gar nicht. Wenn
schon, dann sind alle Männer potentielle Vergewaltiger. Da werden
schon mal zweihundert nicht angezeigte Vergewaltigungen auf der letzten
Wiesn aus dem Hut gezaubert, um zu zeigen, daß doch alle Männer dreckige
Schweine sind, auch wenn Polizei und Kriminalisten diese Aussage für
schlicht unhaltbar erklären. Vorne mit dabei ist natürlich diese
unsäglich verblendete Bloggerin Anne Wizorek, die damals den Shitstorm
beim FDP-Brüderle losgetreten hatte. Mehr dazu gibt es bei der FAZ, der Zeit, der NZZ und der SZ.
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Die Ereignisse aus Sicht beteiligter Polizeibeamter faßt die FAZ zusammen.
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Die WAZ behauptet, daß die Stimmung bei den Flüchtlingen in Essen
kippen würde. Auch wenn ich mir vorstellen kann, daß die Bedingungen
nicht schön sind, staune ich doch über die Erwartungshaltung der
Flüchtlinge. Die müßten doch selber wissen, in welchen Massen sie nach
Deutschland geströmt sind. Meinen die, hier stehen hunderttausende
Wohnungen leer oder sie würden mit einem Fingerschnipp entstehen?
Außerdem steht es ihnen wirklich frei, Deutschland wieder zu
verlassen.
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Die Proteste der Flüchtlinge waren für das Essener SPD-Ratsmitglied
Guido Reil wohl der Auslöser, mal Klartext darüber zu reden, daß die Integration in seiner Stadt scheitert – nicht nur die der
Flüchtlinge, die in der letzten Zeit gekommen sind, sondern auch von
denen, die seit Jahrzehnten da sind. Klar natürlich, daß sich die
Gutmenschen in seiner Partei davon distanzieren.
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Apropos Gutmensch. Das Wort ist jetzt von Darmstädter Sprachforschern
zum Unwort des Jahres 2015 gewählt worden. Wer sich allerdings näher mit
dieser Gruppe beschäftigt, wird feststellen, daß es bei dieser selber um
Gutmenschen handelt, bei denen die Political Correctness und Belehrung
der Massen oberstes Gebot ist. Daher war die Wahl wohl zwingend, auch
wenn der Begriff früher schon mal auf Platz 2 gewählt wurde.
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Eine weitere Untersuchung bestätigt, daß das Geschwafel der Bundesregierung um den hohen Bildungsstand der
Flüchtlinge (Stichwort »Fachkräftemangel«) nur heiße Luft war.
Tatsächlich sind die meisten nur für Helfertätigkeit geeignet.
Überwachung & Zensur
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32C3: Ist Microsoft Windows 10 überhaupt noch ein Betriebssystem? Oder
muß man es schon als Malware, Botnet, Schnüffelsoftware und dergleichen
betrachten? Manche Sicherheitsforscher
sind laut Heise schon dieser Ansicht.
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32C3: Den Überwachern einen Namen geben. Wie?
In den auf Jobportalen eingestellten
Lebensläufen nach bestimmten Einträgen durchforsten. Allerdings
könnten das auch gerade Leute sein, die aus diesem System ausbrechen
wollen.
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Die CSU vergißt mal wieder die Existenz des Grundgesetzes, speziell den
Artikel 5, Absatz 1, Satz 3: »Eine Zensur findet nicht statt.« Sie
fordert nämlich, Facebook, Twitter und Co. sollen die Texte vor der Veröffentlichung prüfen, ob es
«Haßbotschaften« seien (siehe auch
Heise). Von der technischen
Nichtmachbarkeit mal abgesehen ist das genau das Prinzip der Zensur.
Natürlich hat die CSU noch weitere
ganz tolle Ideen zur weiteren Ausspitzelung von uns Bürgern im
Gepäck.
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Mal etwas Positives, leider nicht aus Deutschland:
Die niederländische Regierung spricht
sich explizit gegen Hintertüren in Kryptosystemen aus.. Von unserer
Regierung gab es bislang kein so klares Nein dazu, auch wenn De Maizière
bislang schon zu verstehen gegeben hat, daß er sie auch ablehnt. Auf der
anderen Seite ist das BKA weiterhin in den Arbeitsgruppen gegen Anonymisierung und
Verschlüsselung aktiv.
Derweil gibt es massiven Protest gegen den Big-Brother-Wahn der Briten
von Bürgern und Technologie-Größen (Golem, Slashdot, Heise).
Ob der kleine Möchtegern-Napoleon aus Frankreich auch Hintertüren wie
die Briten haben möchte, ist derzeit nicht klar. The Register behauptet »ja«, Futurezone »nein«.
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Bundesjustizminister Heiko Maas bereitet die Bevölkerung wohl so
langsam auf seine zweite Lüge in Sachen Vorratsdatenspeicherung vor.
Hatte er vor der Verabschiedung des Gesetzes klar gesagt, daß die
Verfassungsschutzbehörden unter keinen Umständen Zugriff auf die Daten
erhalten sollen, windet sich mittlerweile sein Ministerium um eine Äußerung,
nachdem die bayrische Landesregierung verkündet hatte, seiner Behörde
eben dies per Gesetz erlauben zu wollen.
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Digital Courage berichtet von einer ihrer Aktionen zur
Vorratsdatenspeicherung – auch wenn sie nahezu vergebens war. Sie
hatte nämlich vor der Abstimmung alle Abgeordneten angeschrieben, die bei
der ersten, als verfassungswidrig erklärten Vorratsdatenspeicherung mit
»ja« gestimmt hatten, und an ihr Gewissen appelliert. Nun haben halt die
meisten eben keins…
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Der Menschrechtsgerichtshof hat ein
ungarisches Überwachungsgesetz für rechtswidrig erklärt, weil es
gegen Artikel 8 der Menschenrechtskonvention (Recht auf Achtung des
Privat- und Familienlebens) verstößt.
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In Großbritannien überlegt man, den Chefs der Technologiefirmen
einen Maulkorb unter
Gefängnisandrohungen anzulegen, damit sie bloß kein Wort über
Überwachungsbemühungen der britischen Behörden ausplaudern.
Datenschutz
Automobiles
Der Drang zur Vernetzung der Autos scheint unaufhaltsam. Bei manchen
zweifelhaften Vorschlägen und Plänen muß man sich ernsthaft fragen, ob es
nicht »Hidden Agendas«, also ganz andere, versteckte Ziele gibt – die
Erlangung von Informationen, die der Autofahrer normal nicht hergeben
würde. Speziell ist hier der Aufenthaltsort gemeint. Sowohl der Staat als
auch die Wirtschaft haben großes Interesse daran, aus unterschiedlichen
Motiven. Der Staat will überwachen, die
Automobilindustrie die Daten weiterverkaufen – vermutlich nicht zu
unserem Nutzen.
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Bosch will die Autos im Vorbeifahren automatisch Parklücken erkennen
und sie mit die Koordinaten weiterleiten. So könne man die
Parkplatzsuche in den Städten zeit- und spritsparender gestalten.
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Die für den Straßenverkehr
zuständige EU-Kommissarin will ein einheitliches Mautsystem für die
EU. Unbedingt erforderlich seien distanzabhängige Gebühren. Man
könnte natürlich stattdessen einfach den Spritpreis erhöhen. Der
Spritverbrauch ist einerseits entfernungsabhängig (echt!) und bestraft
zudem Spritschlucker, erfüllt also genau die vermeintlichen Ziele. Aber
erstens ist das zu einfach, und zweitens kann man dann ja die Bürger
nicht überwachen!
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Noch tollere Ideen hat die
amerikanische Regierung: Die Kommunikation von Autos mit ihrer
Umgebung soll ab 2020 verpflichtend werden. Neu bei diesem Konzept ist,
daß die Autos nicht nur mit anderen Autos und stationären Systemen (z.B.
Ampeln) kommunizieren können sollen, sondern auch mit Fußgängern,
speziell mit deren Mobiltelefonen, die dann mit entsprechenden Sendern
und Empfängern ausgestattet sein müßten. Der Artikel mutmaßt, daß auch
hier ein Zwang auferlegt werden könnte, und wenn es auch nur ein
faktischer wäre (z.B. Versicherungsnachteile/-verlust bei
Nichtnutzung).
Bei allen Snowden-Erkenntnissen muß man jetzt gar nicht seine
Verschwörungsphantasien sonderlich anregen, um sich eine
satellitengestützte Erfassung aller Signale durch die amerikanischen
Polizei- und Geheimdienste vorzustellen…
Gentechnik
TTIP
Sonstiges
Mehr als 300 Links habe ich in den letzten zwei Jahren gesammelt, aber
irgendwie nicht verwurstet, aus verschiedenen Gründen: Teils waren sie
thematisch nicht passend, teils von den Ereignissen überholt, teils einfach
zu viel zu einem Thema. Aber ich möchte sie eigentlich nicht so
mir-nichts-dir-nichts löschen.
Darum probiere ich heute etwas Neues, den Kehraus. Grob thematisch und
chronologisch sortiert, aber ohne Kommentar, meist mit der
Originalüberschrift des entsprechenden Artikels (in der Hoffnung, daß mir
die Leistungsschutzrecht-Mafia nicht in die Quere kommt).
Wer sich nicht die Mühe machen will, sich da durchzuarbeiten, möge das
einfach überspringen. Ich hoffe, das Interessanteste bereits in anderen
Artikeln verarbeitet zu haben.
Deutsche Politik
EU
Politik international
Griechenland / Finanzpolitik
TTIP, CETA, TISA usw.
Überwachung
Datenschutz
Vorratsdatenspeicherung
Internet / Computer
Meinungs- und Pressefreiheit, Meinungsmache und -diktatur
Medien
Geheimdienste
Urheberrecht
Automobiles
Religionen
Flüchtlinge / Ausländer
Demokratie
Bargeld
Ernährung
Medizin
Atomkraft
Vermischtes
Überwachung, Datenschutz, freie Meinungsäußerung & Co.
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Ob Maas nicht weiß, daß er verschissen hat? Oder ist es ein dreister
Versuch des Reinwaschens? In der Zeit schwafelt er von einer Internet-Charta, von »digitalen
Grundrechten«. Ich habe das erst gar nicht durchgelesen. Wird bestimmt
wieder heiße Luft sein. Wie bei seinem »Widerstand« gegen die
Vorratsdatenspeicherung. SPD-Mitglied und elendiger Verräter halt, dieser
Maas (Hoppla! Das ist ja schon ein Pleonasmus).
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Maas erhebt Facebook & Co. zu
Richtern in Sachen freie Meinungsäußerungen. Was strafbar ist, sollen
die Social Media-Plattformen selber entscheiden. Was mich daran besonders
stört, ist, daß das ganze klingt, als sei das nur gegen das »rechte Pack«
gerichtet. »Linke Bazillen«, um mal in dem Jargon zu bleiben, drohen und
beleidigen ja im Netz nicht weniger übel.
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Vorratsdatenspeicherung: Grüßonkel Gauck hat natürlich kritiklos
das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung unterschrieben – es waren ja nur
die DDR und die Stasi schlecht –, und so ist die Vorratsdatenspeicherung
jetzt offiziell in Kraft (Heise,
Golem). Wider allen Versprechen der Bundesregierung, an der ja
auch die CSU beteiligt ist, will zudem die bayrische Landesregierung dem
Landesverfassungsschutz Zugriff auf die Daten gewähren.
Allerdings ist auch schon die erste Verfassungsklage eingereicht
worden. Eine Kanzlei klagt wegen den unzureichenden Schutz von
Berufsgeheimnisträgern, zu denen Rechtsanwälte ja auch gehören.
Gleichzeitig haben sie eine Aussetzung des Gesetzes beantragt
(Heise, Golem). Da bin ich gespannt, wie das BVerfG darauf reagiert. Die
Massenbeschwerde des AK-Vorrats (und Verbündete) sowie andere
angekündigte Klagen stehen noch aus.
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EU-Datenschutzreform: Die Kritiker sehen die aktuelle
Entwicklung zur EU-Datenschutzreform verhalten positiv
(Bericht und
Kommentar bei Heise). Ich bin da
vorsichtig. Die EU hat noch nie etwas gemacht, was nicht am Ende einen
Pferdefuß hatte.
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Falls noch jemand eine positive Meinung von
US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton haben sollte (ein
Frauenbonus sollte ja spätestens seit Merkel der Geschichte angehören):
Sie würde am liebsten Kryptographie, bei der die Behörden nicht mitlesen
können, verbieten. Edward Snowden vergleicht ihre Pläne mit dem Manhatten-Projekt
(das war das US-amerikanische Projekt zur Entwicklung der Atombomben, die
Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleichgemacht hatten).
Generell sollen ihrer Meinung nach
US-Konzerne beim Bespitzeln der Bürger helfen.
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Die britischen Pläne zur Totalüberwachung stehen hart in der Kritik,
auch von den US-Internet-Giganten, da sie den Briten breiten Zugriff auf
die Daten der Kunden ermöglichen müßten. Speziell Apple prescht vor.
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Die britische Regierung versucht, eben diese Pläne den Bürgern
schmackhaft zu machen. Wow, sie schützt auch vor Online-Belästigung
und -Mobbing! Ja dann ist die Aufgabe jeglicher Privatsphäre ok, oder
etwa nicht???
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Der britische »Verbindungsstaatsanwalt« in den USA will noch mehr.
Suchmaschinen wie Google sollen unverzüglich melden,
wenn Surfer »verdächtige« Begriffe in
das Suchfeld eingeben. Da die Geheimdienste aber häufig eh schon auf
den Leitungen mitlauschen, lesen sie auch so die Suchabfragen mit.
Ein Schweizer hat das mal im Selbstversuch ausprobiert.
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Eigentlich ist die Gesetzgebung in Großbritannien überflüssig, denn es
stellt sich heraus, daß die britischen Geheimdienste seit 2001 massenhaft
Daten sammeln – illegal, versteht sich.
(Heise, The Register).
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In USA sind gerade mal wieder läppische 191.000.000 Datensätze abhanden
gekommen.
Sind ja bloß (praktisch) alle Wahlberechtigte der Wahl von 2012
mit Name, Anschrift, Geschlecht, Geburtsdatum, Telefonnummer,
Rasse/ethnische Gruppe, Partei (ja, kann man beim Registrieren angeben!),
und, und, und… (siehe auch
Heise).
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Traue keinem, der Dir hochheilig verspricht, er würde schon nichts
speichern. Diesmal: Elektronische Fahrkarten in Berlin.
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Bei den Smart-Metern besteht noch ein bißchen Hoffnung, daß der Kelch
an uns Privatleute noch vorbeigeht. Der Bundesrat stellt sich zur Zeit
gegen die Pläne der Bundesregierung quer,
was die Zwangseinführung
betrifft.
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Die EU will es den USA nicht nur bezüglich der Fluggastdatenerfassung
nachmachen. Es schwirren auch Vorschläge herum
zum zwangsweisen Erfassen und Abgleich
der Fingerabdrücke beim Grenzübertritt (Ein- und Ausreise) für alle,
inklusive EU-Bürger.
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In der SPD gibt es Leute, die wollen die NPD und ähnliche Gruppierungen in der Abschaffung
rechtsstaatlicher Prinzipien noch rechts überholen.
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Nicht nur durch die Vorratsdatenspeicherung werden wir beobachtet, wo
wir uns aufhalten. Wenn man bei Android und iOS nicht alles abschaltet,
sendet Google Maps so allerhand an Positionsdaten nach Hause zu Mutti
Google (ich fürchte, vermutlich aber auch, wenn man es abschaltet…).
Google errechnet daraus nun die
Hauptstoßzeiten für Geschäfte.
Urheberrecht
Islamismus/Terrorismus
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Deutschland wartet auf den Anschlag. Zwei Drittel der Bürger sind davon überzeugt. Dank Merkels
offener Arme sind mindestens ein Dutzend Leute nach Deutschland
eingereist, deren gefälschte Pässe aus der gleichen Werkstatt stammen wie
die zweier Paris-Attentäter. Dank der hervorragenden Arbeit unserer
Behörden weiß man natürlich nicht, wo die verblieben sind, und
Fingerabdrücke hat man von den Leuten auch nicht, wie FAZ und Focus berichten.
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Ein Artikel in der Welt berichtet von dem angeblichen Erfolg der britischen Behörden bei der
Verhinderung von Terroranschlägen. Wie wahr das ist, möge jeder
selbst entscheiden. Davon abgesehen drängt sich der Vergleich mit der
Stasi auf, was die Durchdringung der Gesellschaft durch den
Überwachungsapparat betrifft.
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In Österreich gibt es islamische Kindergärten, und ein Gutachten hat zutage gebracht, was dort passiert – nichts,
was mit Integration zu tun hat. Im Gegenteil wird der Islamismus dort
gefördert, inklusive Hirnwäsche (siehe auch Huffington Post). Geradezu lustig finde ich ja die Einlassung des
Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Die
Studie sei »undemokratisch und auch unmenschlich« – nicht die Zustände
sind also problematisch, sondern der Bericht darüber???
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Was Gott wohl
sagen würde…
Flüchtlinge
EU
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Noch ein Hintergrundartikel zum Thema Glyphosat. Er beschreibt,
wie die EU-Behörden von den Konzernen unterwandert sind. Mitarbeiter sind
sowohl für die Behörden als auch für Lebensmittelkonzerne tätig, und zwar
gleichzeitig. Überrascht mich irgendwie nicht.
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»Die Bürger kündigen der EU« – ein Artikel in der FAZ darüber, wie sich die Bürger unzufrieden
von der EU abwenden.
Sonstiges
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Die Panik um private Drohnen wird größer. Neben dem bereits bekannten Aktionismus von Bundesverkehrsminister
Doofbrindt (siehe auch Heise)
beginnen Schlösser, das Überfliegen zu verbieten, teils unter Androhung von
Bußgeldern, wobei im Heise-Forum die Rechtmäßigkeit solcher Verbote
stark bezweifelt wird. Befeuert wird das von der Aktion eines idiotischen
gewerblichen Piloten bei einem italienischen Slalom-Rennen, der sich über
die Regeln hinweggesetzt und beinahe mit seiner abstürzenden Drohne einen
Skifahrer getroffen hatte.
Das Tamtam ist speziell dann verlogen, wenn es um vermeintlichen Schutz
der Privatsphäre geht. Die Bundesregierung hat ja auch überhaupt keine
Probleme, daß die mit Sensortechnik
vollgestopften US-amerikanischen Drohnen über Deutschland fliegen.
Kotztüte bereithalten: »Da jedoch die schriftliche Bestätigung seitens
der USA als ausreichend bewertet wurde, ist ein nationaler Beobachter
nicht entsandt worden«. Soviel Selbstverleugnung und Unterwürfigkeit
ist in Anbetracht der ganzen Erkenntnisse zur US-Überwachung nur sehr,
sehr schwer zu ertragen.
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Telekom-Chef Höttges ist für bedingungsloses Grundeinkommen. Wo
ist der Haken? Die »Internet-Wirtschaft« soll das bezahlen. Damit meint
er natürlich nicht die Telekom, sondern deren Widersacher, also
Google, Facebook, Apple & Co. Sehe nur ich das so, daß ein derartiges
PR-Manöver hochgradig primitiv und peinlich ist? Das ist doch
Sandkasten-Niveau!
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Ich dachte bislang, einige Städte in NRW seien die Hochburg für
kriminelle ausländische Familienclans, die die Polizei sich nicht mehr zu
bekämpfen traut. Glaubt man dem Focus, so versucht Berlin auch hier, den
Negativrekord zu holen.
Überwachung, Datenschutz & Co.
Die Terroranschläge von Paris beflügeln die Phantasien der
Überwachungsbefürworter.
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Die EU-Innenminister haben sich mittlerweile geeinigt, es muß noch das
EU-Parlament zustimmen (der
Innenausschuß hat es bereits): Jetzt sollen auch in Europa
Fluggastdaten gespeichert werden, wahrscheinlich auch für
innereuropäische Flüge. Fünf Jahre lang sollen sie in den Datenbanken
verweilen. Die Liste der Daten ist ähnlich lang wie bei den Amerikanern
und enthält weitreichende als auch wahnwitzige Informationen (wie den
Namen des Reisebüromitarbeiters, der das Ticket ausgestellt hat). Die
Grünen im EP wollen wohl vor dem EuGH gegen diese neue Art von
Vorratsdatenspeicherung klagen, falls es kommt. Zeit und Spiegel (mit Liste) berichten.
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Auch, als hätte es das EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung nicht
gegeben, kommen die Forderungen nach einer solchen auf EU-Ebene – wider
den Tatsachen zur Sinnlosigkeit – wieder auf, wie bei Golem und Heise zu lesen
ist.
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Auch das Verbot/Aushebelung von Verschlüsselung schwirrt weiterhin in
EU-Köpfen herum, wie Netzpolitik berichtet.
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Heise berichtet von den neuesten
Entwicklungen. So will ein deutscher, sogenannter »Innenexperte« der
SPD Gefährder mit Drohnen überwachen! Was für ein ausgemachter
Schwachsinn. Viel schlimmer dagegen und realistischer sind Überlegungen
in Frankreich, offene WLANs und TOR zu verbieten, Mietwagen zwangsweise
mit GPS-Ortung auszustatten usw. – da fallen gerade die letzten
Hemmungen…
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Ein Kommentar in der Zeit, warum mehr Überwachung falsch ist.
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Die feuchten Träume der Content-Industrie: Die Abschaffung der Anonymität im Internet, damit man die
»Raubmordkopierer« auch erwischt. Es ist schon toll, wenn diese
geldgeilen Knülche lieber die Basis der Demokratie aufgeben wollen, als
auch nur auf einen Cent zu verzichten. Dazu schlägt sich noch die
weitgehend erfolg- und mittlerweile bedeutungslose Grünenpolitikerin
Künast auf deren Seite. Wie peinlich.
In einem Kommentar bei Heise weist ein Richter die Leute mal ordentlich in die Schranken. Der
bekannte Internet-Rechtsanwalt Thomas Stadler schließt sich dessen Meinung an.
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Immer wieder fordert die Content-Industrie Netzsperren gegen illegale
Download- und Streaming-Möglichkeiten. Der Bundesgerichtshof hat jetzt
ein Urteil gefällt, das Netzsperren nicht grundsätzlich ausschließt, aber
die Latte ziemlich hoch setzt. In den beiden verhandelten Fällen war die
Latte auf jeden Fall zu hoch, die Klagen wurden abgewiesen. Jetzt
reklamiert jede Seite für sich einen Sieg. Berichte bei
Heise, Spiegel, Golem, Zeit.
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Erstmals ist in den USA eine sog. Gag-Order gerichtlich aufgehoben
worden und der Empfänger kann erstmals berichten, wie er den Behörden Auskunft über seine Kunden geben mußte.
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Mit dem neuen Notrufsystemen wie eCall verpfeifen nun die Autos selber
Unfallflüchtige und nicht eventuell anwesende Zeugen, wie in den USA geschehen.
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Über die (noch) freiwillige Überwachung der Autofahrer durch die
Versicherung – in der zweifelhaften Hoffnung auf Rabatte – berichtet die Zeit. Sollte sich das auf lange Sicht durchsetzen,
befürchtet die Autorin, daß die »Normaltarife« für Verweigerer dann
merklich steigen werden.
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Einer Umfrage nach sind zwar Autofahrer durchaus an vernetzten Autos
interessiert, sie wollen aber nicht die Kontrolle über ihre Daten abgeben und auch
den Mist abschalten können.
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»Smart« ist der Euphemismus für’s Mitlauschen: Jetzt funken schon
smarte Rauchmelder, damit Vermieter/Verwalter von außen die
Funktionsfähigkeit testen können, ohne die Wohnung zu betreten. Leider
ist das Ding mit Sensoren ausgestattet, die es prinzipiell erlauben, die
Wohnung abzuhören. Ein Mann sieht da die Unverletzlichkeit seiner Wohnung bedroht und
will dagegen klagen.. Die Klage ist natürlich auch im Zusammenhang
mit den Smart-Metern wichtig.
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Smart-Home: Ein Selbstversuch zeigt, was die »Smart«-Geräte im Haus so alles
sammeln und was man daraus alles lesen kann.
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Bei den vernetzten Smart-Metern wird ja immer argumentiert, die
Verbraucher könnten damit Strom und Geld sparen. Golem berichtet von einer Studie, nach der letzeres im Regelfall
nicht gelingt. Was habe ich immer gesagt? Wenn die Stromkonzerne auch
nur einen Cent dadurch weniger einnehmen würden, dann stünden sie nicht
so dahinter.
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Etwas für die »wir haben nichts zu verbergen«- und »der Staat
mißbraucht keine Überwachungseinrichtungen«-Fraktionen:
Fefe hat mal wieder einen
»schönen« Fall von unverhältnismäßiger Nutzung von Telefondaten
gefunden.
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Unsere Krankendaten sind sicher? SAP
will die elektronische Patientenakte stärker anzapfen. Was soll da
schon schiefgehen? Ein Kommentator im Heise-Forum meinte zwar, das
beziehe sich auf Patientenakten in Krankenhäusern und nicht auf die
(unfertige) eGK. Aber erstens finde ich das genauso schlimm und zweitens
wird das mit den eGK-Patientenakten ebenso geschehen.
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Die Landesdatenschutzbeauftragte
Thiel aus Niedersachsen beklagt die überhandnehmende Videoüberwachung in
öffentlichen Verkehrsmitteln. Außerdem sieht sie
Abschnittsgeschwindigkeitskontrollen, die notwendigerweise
Kfz-Kennzeichen erfassen müssen, kritisch.
Islam
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Hamed Abdel-Samad, auf den ich auch schon mehrfach verwiesen habe, hat
der Zeit ein neues Interview gegeben. »Der Islam ist keine Religion des Friedens« lautet der Titel.
Wirklich lesenswert, ich würde es am liebsten zur Hälfte zitieren,
aber das hat ja keinen Sinn. Ach ja, auch der Westen bekommt sein
gehöriges Fett weg, einerseits wegen der vielen falschen militärischen
Aktionen im der arabischen Region, aber auch wegen des falschen Umgangs
mit dem Islam in Europa.
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Ähnlich äußert sich die Islamkritikerin Sabatina James im Interview mit
dem Stern: »Mohammed ruft zur Gewalt auf und deshalb ruft auch der Islam zur
Gewalt auf«. Sie äußert sich auch über die üblen islam-bedingten
Verhältnisse in den Flüchtlingsheimen, bei denen sich ja die Gutmenschen
Augen und Ohren zuhalten – weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
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Ein Islam-Wissenschaftler meldet sich in der Süddeutschen Zeitung zu
Wort. Auch er sieht den Islam nicht als Religion des Friedens, wobei
er deutlich milder argumentiert als Abdel-Samad.
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Die österreichische Supermarktkette Spar hat sich zwischen die
Fronten gebracht, indem sie "Halal"-Fleisch angeboten hat. Nach
massiven Protesten sind sie wieder davon abgekommen. Danach hat es
wiederum Proteste von Gutmenschen gegeben. Ich meide übrigens auch
Halal-Produkte und Restaurants, die mit Halal werben, denn für mich geht
Tierschutz vor Religionsfreiheit, insbesonders, weil Halal (und auch
Koscheres) auf rückständigen Regeln basiert, die in völliger Unkenntnis
biologischer/hygienischer Zusammenhänge formuliert wurden.
TTIP
Finanzen/Euro
Gentechnik
Sonstiges
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Bei Digital Courage gibt es einen Weihnachtskalender rund um die
»digitale Selbstverteidigung«
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Die Verbotspartei macht wieder von sich reden: Auf rund 80km Autobahn will das von den Grünen geführte
Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg ein allgemeines Tempolimit
von 120 km/h einführen, also ohne verkehrstechnische Notwendigkeit.
Eigentlich haben die Landsleute die Grünen gewählt, um Stuttgart 21 den
Garaus zu machen und vermutlich nicht für so einen Schwachsinn, aber die
Grünen sind da bezüglich des Brechens von Versprechen keinen Deut besser
als die anderen Parteien. Der Bundesverkehrsminister hat übrigens
Bedenken, daß das überhaupt in die Kompetenz von dem
Landesverkehrsminister falle und rät, die Finger davon zu
lassen.
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Die Online-Zeitung Der Westen berichtet über das Herrschen von libanesischen Clans in Gelsenkirchen und die
Hilflosigkeit der Polizei und Justiz. Ein klarer Kontrapunkt zu dem
verdrängenden Geschwafel des nordrhein-westfälischen Innenministers
Jäger.
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Als würden wir uns mit den Flüchtlingen nicht schon genug Probleme ins
Land holen, so hat jetzt das Bundessozialgericht entschieden, daß
EU-Ausländer nach einem halben Jahr Anspruch auf Sozialhilfe haben – es
reiche, wenn sie den Anschein erwecken, in Deutschland arbeiten zu
wollen, konkrete Bemühungen seien aber nicht erforderlich. Geklagt hatte
ein Rumäne. Er und seine Familie werden jetzt etwa doppelt soviel Geld bekommen,
wie ein Arbeiter oder Beamter in seinem Heimatland.. Diese
Entscheidung wird sicherlich viele Leute aus den armen EU-Staaten in
unser Sozialsystem einwandern lassen, denn das wird sich herumsprechen.
Und das halbe Jahr Durststrecke kann man schon bei Verwandten
unterkommen…
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Auf der anderen Seite hat jetzt ein Gericht die Abschiebung einer
Familie nach 17 Jahren Aufenthalt erlaubt, weil sich diese Familie nicht
integriert habe.
Überwachung, Terrorismus
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Sascha Lobo bringt in seiner Spiegel-Kolumne mal wieder etwas
Interessantes zum Thema der Frankreich-Anschläge und Überwachung unter
dem Titel »Ausweitung der Überwachung: Geheimdienste lesen nicht mal
Zeitung«:
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die Attentäter wurden fast alle in Frankreich geboren, trotzdem wird
wiederholt die Flüchtlingsdebatte mit dem Terrorismus verknüpft
-
die Attentäter waren fast alle (7 von 8) behördlich bekannte,
verdächtige Islamisten, trotzdem wird die Überwachung der Bevölkerung
intensiviert
-
die Attentäter haben offenbar unverschlüsselt kommuniziert, trotzdem
werden sie als Argument gegen Verschlüsselung mißbraucht
[...]
Am absurdesten aber wirkt die Debatte um überwacherische Maßnahmen
gegen den Terrorismus, wenn man sich »Dabiq« [Anm.: ein vom IS
herausgegebenes Hochglanzmagazin] anschaut. [...] Im Februar diesen
Jahres gab der Drahtzieher der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud,
ein Interview. [...] Ja, der Planer der Anschläge von Paris hat Monate
vorher öffentlich damit angegeben, wie leicht es ist, den
Überwachungsapparat auszutricksen und vor Ort Anschläge zu planen. Er
hat seinen Wohnsitz Belgien bestätigt und angedeutet, daß ein neuer
Anschlag geplant ist. In einem für jeden zugänglichen Medium des IS.
Nebenbei bemerkt: Im Gegensatz zu Lobo halte ich die Verknüpfung mit
der Flüchtlingsdebatte durchaus für legitim: die Täter sind überwiegend
immigrierte, nicht integrierte Moslems, und Merkel & Co. sorgen hier
für kräftigen Nachschub!
-
So bröckelt auch der Widerstand im
EU-Parlament gegen die innereuropäische Fluggastdatenspeicherung.
Preisfrage: Wer kippt da wieder um? Die Sozialisten – immer die gleiche
Sch…e mit denen.
Juncker nutzt die Attentate auch gleich wieder aus. Seinem Mantra
entsprechend – die Ziele in so kleine Häppchen aufzuteilen, daß die
Bevölkerung sie möglichst nicht merkt – fordert er einen EU-Paß. Was soll
das denn bitte bringen? Noch mehr Überwachung, noch mehr zentrale
Speicherung unserer Daten? Die grausige Idee der vereinigten Staaten von
Europa zementieren?
Die Innenminister der EU-Staaten planen zudem noch weitere
Einschränkungen, wie Spiegel und Heise
berichten.
-
In Frankreich darf das Innenministerium jetzt Webseiten selbständig
sperren, ohne richterliche Anordnung. (Netzpolitik, Futurezone)
-
Nein, damit konnte ja niemand rechnen:
Fefe berichtet, daß der
niederländische Geheimdienst Zugriff auf die digitalen Patientenakten
haben möchte. Das kann UNS doch mit der elektronischen Gesundheitskarte
nicht passieren, oder?!?!
-
»Verbot von Verschlüsselung ist
kindischer Mist« meint der Journalist, der damals die
Echelon-Überwachung der Big-Five aufgedeckt hat. Heise berichtet von der
Security-Konferenz DeepSec in Wien, wo noch ähnliche Statements über den
Überwachungswahnsinn gefallen sein sollen.
-
Ex-CIA-Chef meint, man solle Snowden am nächsten Baum aufknüpfen und
zappeln lassen, bis der Tod eintritt. Und zwar – jetzt kommt’s –
wegen der Anschläge in Paris, an denen ER schuld sei. Wie schräg ist das
denn? Typischer Fall der »Haltet den Dieb«-Strategie und/oder totaler
Realitätsverweigerung. Wenn, dann gehörten mal ein paar CIA-Leute
aufgeknüpft für die vielen Staatsstreiche rund um die Welt, inklusive der
Unterstützung von hochkriminellen Subjekten wie Saddam Hussein oder Bin
Laden. (via Slashdot)
-
Ehemalige US-Drohnenpiloten geben in einem offenen Brief dem Obama und
seiner Regierung die Mitschuld an dem Terrorismus. Die hohe Zahl der
zivilen Opfer schüre den Haß und wirke wie ein Rekrutierungsprogramm für
den IS. (Spiegel, Zeit, Focus)
Es sei von meiner Seite daran erinnert, daß der
Friedensnobelpreisträger Obama den Drohnenkrieg massiv ausgebaut hat…
-
In unserer durch die EU entmündigten Demokratie muß das neue VDS-Gesetz
der EU vorgelegt werden – mit Begründung. Netzpolitik hat sich diese
durchgelesen und festgestellt, daß die Zweifel der Kritiker dort eher bestätigt als zerstreut
werden.
Datenschutz
-
Der deutsche Michel kann sich von Merkel in keinem Bereich mehr etwas
erhoffen (wer hat die eigentlich gewählt???) So auch nicht in Sachen
Datenschutz. Denn die am Rand des Neulands stehende Merkel glaubt, in den
Daten der Bürger den Rohstoff des 21. Jahrhunderts entdeckt zu haben,
nachdem ihr das vermutlich jemand eingeflüstert hat. Deshalb meinen sie
und ihr Scherge Dobrindt im Kontext des »Nationalen IT-Gipfels«, einer
offensichtlichen Lobbyveranstaltung der deutschen IT-Großindustrie, daß
Datenschutz bloß stört. Das Ganze zielt auch auf die Diskussion um die
EU-Datenschutzverordnung, wo sich das EU-Parlament noch ein bißchen gegen
laxe Regelungen sträubt (aber wie bei der Netzneutralität wohl nicht mehr
allzu lange). Golem, Heise.
-
Einzig ein einsamer, machtloser
EU-Datenschützer hat etwas gegen die Ausbeutung des neuen
»Rohstoffs«.
-
Zwei weitere Heise-Artikel zum Thema Smart-Meter:
»Verbraucherschützer untermauern ihre
Kritik an intelligenten Stromzählern« (mit Umfrageergebnissen) und
»Schweiz: Ungeklärte Fragen zur
Einführung von Smart Metern«
-
Heise berichtet, wie die
Geschäftsmodelle hinter dem vernetzten Auto aussehen können.
Stichwort: Werbung, neudeutsch Marketing. Als würde der Werbemüll im
Internet, in der Glotze und im wöchentlichen Kasbladel noch nicht
reichen…
EU – Sonstiges
Flüchtlinge
-
Die Obergrenze für Flüchtlinge wird in Kürze kommen, da bin ich mir
jetzt ganz sicher. Warum? Weil der Zentralrat der Juden das gefordert
hat. (Zeit, Spiegel).
»Viele der Flüchtlinge fliehen vor dem Terror des ›Islamischen
Staates‹ und wollen in Frieden und Freiheit leben, gleichzeitig aber
entstammen sie Kulturen, in denen der Haß auf Juden und die Intoleranz
ein fester Bestandteil ist«, so Schuster. »Denken Sie nicht nur an die
Juden, denken Sie an die Gleichberechtigung von Frau und Mann oder den
Umgang mit Homosexuellen.«
Wehe, die Pegida oder die AfD hätten das gesagt. Wär da wieder ein
Aufschrei durchs Land gegangen.
Meine Wenigkeit denkt da auch nicht nur an die Juden, sondern auch an
die anderen »Ungläubigen«, an »westliche« Lebensweise und andere
Errungenschaften der Aufklärung, wie zum Beispiel Atheismus.
-
Integration, wie sie wirklich stattfindet: Kriminelle Familienclans aus dem Nahen Osten werden in die
Finanzhaushalte von Bund, Länder und Gemeinden integriert. So gut,
daß sie sogar den Drogenhandel dafür aufgeben. Vielen Dank, Frau
Merkel!
-
Ein Erklärungsversuch, warum es in Flüchtlingsheimen zu sexueller
Gewalt gegen Frauen kommt. Kurzfassung: Alleinstehende Frauen haben
keine Ehre, und mit Menschen ohne Ehre kann man nach deren Weltbild
machen, was man will, die gehen eh nicht zur Polizei.
-
Interview mit einem Zuwanderungsforscher: »Migration produziert mehr Migration«.Darin sind ein paar
interessante Statements enthalten. Haben wir uns heute eigentlich schon
bei Merkel bedankt?
-
Gauweiler verlangt in einem Schreiben nun hochoffiziell von
Bundestagspräsident Lammert, eine Abstimmung der Abgeordneten über die
Flüchtlingsfrage herbeizuführen. Er sieht die Rechte des Bundestags
verletzt und droht mit dem Bundesverfassungsgericht. Dabei werden ihm
gute Chancen zugerechnet, weil das BVerfG in einem ähnlichen Fall analog
entschieden hatte. Aber andererseits wäre das eh nur ein Pyrrhus-Sieg,
denn womit kann man unsere Marionetten-Demokratie denn noch bloßstellen?
(Artikel und Wortlaut bei der Welt).
Sonstiges
-
In den USA hat die für Lebensmittel zuständige Bundesbehörde einen
genmanipulierten Lachs zum Verzehr freigegeben. In das Erbgut des Lachses
ist ein Gen eines anderen Fisches eingebaut worden, das den Lachs doppelt
so schnell wachsen läßt (= doppelter Profit!) Das i-Tüpfelchen bei der
Entscheidung ist, daß der Lachs nicht einmal als genmanipuliert
gekennzeichnet werden muß! Dieser »Frankenfish« (wie er in Anlehnung an
Frankensteins Geschöpf getauft wurde) stößt selbst vielen Amerikanern
übel auf. (Engadget, Spiegel, erster und zweiter Stern-Artikel).
Und ratet mal, welches Stichwort ich in dem ersten Leserkommentar zu
einem der deutschen Artikel gelesen habe? TTIP natürlich. Ist mir auch
sofort in den Sinn gekommen. Gemäß der Doktrin müßte der auch hier in
Europa verkauft werden dürfen, natürlich auch ohne Kennzeichnung.
-
Weil gerade das Stichwort fällt: Merkel will TTIP unter anderem,
weil es unsere Autoindustrie auch
will. Merkel ist ja offenbar jedem hörig, nur nicht den Bürgern.
-
Und zu Fisch und TTIP paßt
Fefes Fundstück: Die World
Trade Organization (WTO) will den USA die Kennzeichnung von
Thunfisch-Dosen (als Qualitätsmerkmal) verbieten, daß deren Inhalt mit
delphinschonenden Methoden gefangen wurde. Warum? Handelshemmnis für
mexikanische Fischer, die nicht mit solchen Fangmethoden arbeiten.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – ein altes Sprichwort und immer noch
wahr. So wird meine interne Liste von Ärgernissen immer länger,
gleichzeitig steigt meine Unlust, darüber zu granteln, denn leider baut das
meinen Frustrationsgrad nicht in dem Maße ab, wie eigentlich erwünscht:
Manchmal erreicht es sogar genau das Gegenteil, wenn ich dann den Unsinn
dieser Welt so geballt sehe!
Überwachung
Ein leider immer mehr umsichgreifender Schwachsinn ist die Überwachung
der Bürger, primär bei der Kommunikation, aber nicht nur. Trotz eben dieser
trifft der zweite Terroranschlag in Paris die Behörden völlig
unvorbereitet. Die ganze Überwachung, von Vorratsdatenspeicherung über das
Analysieren von Social Networks bis hin zum Abschnorcheln aller
Daten an den Datenleitungen, wie sie in Frankreich praktiziert wird – völlig für die Katz! Da
muß man sich schon fragen, was in dem Herr Jörg Radek von der Gewerkschaft
der Polizei vorgeht, wenn er was fordert? Ja!
Den massiven Ausbau der
Vorratsdatenspeicherung! Entweder hat der Mann einen IQ von 10, oder er
hat eine Hidden Agenda, deren Schnittmenge mit dem Grundgesetz, mit
Demokratie, mit Bürgerrechten und Freiheit wohl leer ist. Leider ist Radek
aber nicht allein, wie ein Artikel in der Zeit zeigt. Und in Großbritannien nutzt Cameron
den Terrorakt, um seine Überwachungsphantasien (s.u.) möglichst schnell und
ohne große Diskussion durchzudrücken (Wired, via
Fefe).
-
Bundesrat winkt
Vorratsdatenspeicherung durch. Meiner Rechnung nach hätte die VDS im
Bundesrat keine Mehrheit gehabt, wenn sich alle Länder, in denen die
Grünen, Linken und die FDP beteiligt sind, enthalten hätten. Soviel zur
Glaubwürdigkeit der Parteien.
-
Natürlich winken die Parteisoldaten
von CDU und SPD die Verlängerung der Anti-Terror-Befugnisse durch.
Genauso wenig unerwartet, daß sie hier und da auch noch ein bißchen
»verbessern«.
-
Inzwischen ist man sich einig, daß das Greulich-Gutachten zu den
NSA-Selektorenlisten nichts wert ist (Netzpolitik, Heise,
Zeit). Ich schätze mal, die Opposition wird den Klageweg zur
Einsichtnahme durch die Abgeordneten/Ausschußmitglieder selbst
weiterverfolgen.
-
Big Brother wird Wirklichkeit, genau da, wo Orwell es beschrieben
hat. Die britische Regierung plant ein neues
Bürgerbespitzelungsgesetz namens »Investigatory Powers Bill«, das
tief in die Privatsphäre eingreift. Es sollen nicht nur wie bisher
Metadaten aufgezeichnet werden, sondern auch vollständige URLs
sämtlicher besuchter Websites. Ein Feigenblatt, nein, -blättchen,
sorgt dafür, daß nicht jede Behörde die vollständige URL sehen kann,
sondern nur den Domainnamen.
Das ist aber noch nicht alles. Inländische Diensteanbieter müssen
Möglichkeiten schaffen, bei Bedarf auch verschlüsselte Kommunikation
mitzuschneiden, nicht durch Hintertüren in der Kryptographie, sondern
durch geeignete Konzeption darumherum. Für Anordnungen zum Mitschneiden
jedweder Kommunikation soll für alle Beteiligten eine generelle
Schweigepflicht gelten (»Gag Order«), die selbst in Gerichtsverfahren
nicht aufgehoben werden soll. Angeklagte, deren Anwälte, ja nicht einmal
die Richter selbst würden so Kenntnis von dem Einsatz erhalten. Das
hebelt nach Ansicht der Kritiker nicht nur die Rechtsstaatlichkeit aus,
sie macht auch eine (qualifizierte) Diskussion darüber praktisch
unmöglich. Man fühlt sich an das Neusprech von 1984 erinnert! Es lauern
in den mehreren hundert Seiten starken Werk noch viel mehr Schweinereien,
z.B. das legale Hacken von Computern, Routern usw.
Die Gesetzesinitiative wurde übrigens um den Guy Fawkes Day (5.
November) herum vorgestellt. Und die Opposition beklatscht auch noch den
Entwurf. Da kann sich jetzt jeder so seine Gedanken machen…
Hier ein paar Links dazu:
-
Es wurde erst dementiert, daß so ein Gesetz kommt (die Links spare
ich mir), dann aber doch offiziell vorgestellt, wie z.B. von
Heise berichtet. Natürlich wird
der Eingriff in die Privatsphäre heruntergespielt. Einige Details sind
zu dem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt. Weitere Details dann u.a. bei
Netzpolitik. Im Heise-Wochenrückblick wird u.a. die Speicherung der URLs
erläutert.
-
Kritik an dem neuen Überwachungsgesetz bei Heise.
-
Ein FAQ zu dem Entwurf bei The Register, den ich aber für zu unkritisch halte (Google muß
mal wieder herhalten als Vergleich und ist am Ende der Bösere). Die
Leser im Kommentarbereich sehen das wohl ähnlich. Ich bin von ElReg in
letzter Zeit auch etwas enttäuscht – für TPP fanden die nur positive
Worte. Das paßt so überhaupt nicht zu ihrem früheren Image.
-
Ein Artikel beim Telegraph, wie die britische Regierung
inländische Firmen zu Abhörschnittstellen zwingen will, via
Fefe. Ebenfalls via
Fefe ein Blogeintrag, was die Schweigepflicht für Konsequenzen hat.
-
Kommentar von Patrick Beuth/Zeit: »Eben noch Skandal, morgen schon normal«
-
Ein britischer Sicherheitsforscher
demonstriert an sich selbst,
was die URL-Aufzeichnung bedeutet (via
Heise)
-
Auch Europol will mehr Überwachung,
speziell von Social Networks. Und die Bundesregierung hat natürlich
auch nichts dagegen.
-
Selber will die Bundesregierung auch noch mehr ausspionieren, nämlich mit einer eigenen Abhörbehörde.
-
Auch die Industrie will alles ausspionieren und macht selbst vor
kleinen Kindern nicht Halt. Trotz der massiven Kritik (wie berichtet)
bringt jetzt Mattel ihre sprechende
und vor allem lauschende Barbie-Puppe auf den Markt,
rechtzeitig vor Weihnachten. Ich fürchte, viele Eltern sind ignorant
genug und kaufen ihren Töchtern diesen Dreck.
-
Continental (früher mal primär Reifenhersteller) will mit seinem
Produkt eHorizon die Autos
untereinander und mit der Cloud vernetzen, natürlich nur zum
Wohle aller. Dazu sollen alle Autos über Mobilfunk mit den
Autoherstellern und über die dann mit dem Rest der interessierten Welt
kommunizieren. Für Datenschutz und Anonymisierung sollen die
Autohersteller sorgen. Und was mache ich, wenn ich denen nicht
traue? Continental meint, jedes Auto bräuchte eine Bandbreite von
1 MBit pro Sekunde, das sind bloß, warte mal, rund ein halbes
Gigabyte pro Stunde!!! Uns soll vorgegaukelt werden, daß man das für
die Übertragung des Straßenzustands, Positionen von Schildern usw.
bräuchte. Da scheint mir aber noch Übertragungskapazität drin zu sein für
vielfältige Überwachung der Insassen (ja, auch mit der Konnotationen
gemeint) – jenseits des Standorts, der natürlich in so einem System
selbstverständlich ist. Verkehrspolizei, Überwachungsbehörden und
Versicherungen reiben sich bestimmt schon die Hände.
Noch sind die Autofahrer einigermaßen skeptisch.
Die Hersteller glauben allerdings, die
Vorbehalte schwinden zu sehen. Hoffentlich täuschen sie sich.
Außerdem hoffe ich, daß das Bundesverfassungsgericht da noch ein Wörtchen
mitredet. Auf den Bundestag brauchen wir aus bisheriger Erfahrung heraus
ja nicht zu setzen.
-
Nach der EU will jetzt auch die Bundesregierung ein Register für
ferngesteuerte Drohnen jeglicher Größe. Begründet wird dies mit
Sicherheitsrisiken für Personen allgemein, Schutz der Privatsphäre,
Behinderung von Flugzeugen und Hubschraubern, letzteres speziell auch im
Notfalleinsatz, Schadenregulierung. Modellflieger im Heise-Forum
schreiben allerdings, daß die geltenden rechtlichen Regelungen schon
völlig ausreichen. Vielleicht – so sagt der Verschwörungstheoretiker in
mir – möchte die Bundesregierung auch einfach nicht, daß Drohnen zum
Aufdecken von Skandalen der Politik und Industrie eingesetzt werden, z.B.
bei illegalen Polizeiaktionen während Demonstrationen.
-
»Intelligente« Stromzähler: Bundestag will die Lauscher in die Haushalte bringen und will den
Energiekonzernen auch teilweise die Möglichkeit geben, diese gegen den
Willen der Endkunden einzusetzen.
Wieviel der versprochene Datenschutz wert ist, damit beschäftigt sich
ein langer, lesenswerter Artikel bei Golem:
Bei Haushalten, die weniger als 6.000 Kilowattstunden im Jahr
verbrauchen, soll der Einbau einer Kommunikationsschnittstelle zudem
nicht verpflichtend werden. Allerdings können die Meßstellenbetreiber
nach eigenem Ermessen ein solches Gateway einbauen und ihre Kunden daran
anschließen.
Dann bestünde zumindest theoretisch die Möglichkeit, den
Stromverbrauch sekündlich abzulesen und an eine externe Stelle zu
übertragen. Rein technisch sind die Geräte dazu in der Lage. Doch
gesetzlich ist das nicht erlaubt. Bislang sieht der Entwurf vor, daß die
Smart Meter Gateways nur alle 15 Minuten den Verbrauchswert erfassen
sollen.
Jetzt kann sich jeder selbst überlegen, ob bis zur Verabschiedung des
Gesetzes diese Schranke noch fällt, und falls nicht, ob sie nicht
illegalerweise ignoriert oder nicht einfach ein paar Jahre später
»gelockert« wird. Und inwieweit dort noch Backdoors für Polizei & Co.
eingearbeitet werden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Denn was sagt
das schöne Sprichwort, das ich neulich gelesen habe?
Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine.
Sonstiges aus dem Internet
-
Netzneutralität: Kaum hat das EU-Parlament entschieden (Spiegel, Netzpolitik, FAZ), rückt die Telekotz mit ihren Vorstellungen heraus: Wie von
den Kritikern befürchtet, will sie jetzt auch von den Dienstleistern
kassieren (Golem, Spiegel, FAZ). Massive Kritik kommt postwendend zurück (Spiegel, Heise, Netzpolitik, nochmal Spiegel).
Und mittlerweile ist es offiziell:
Die Bundesregierung will auch keine
Netzneutralität. Damit es ist auch klar, daß die Bundesregierung bei
der EU-Entscheidung die Fäden (mit-) gezogen hat. Telekom-Lobbyismus at
it’s best!
-
Leistungsschutzrecht: In der EU sind Diskussionen über das
Urheberrecht in Gang gekommen. Noch ist alles sehr vage und nichts
wirklich greifbar. Allerdings lassen ein paar gefallene Aussagen die
einzige Piratin im EU-Parlament aufschrecken: Sie befürchtet, die EU
könne Gefallen am deutschen und spanischen Leistungsschutzrecht finden,
und es gar soweit ausdehnen, daß selbst eine Verlinkung auf Artikel zustimmungspflichtig sein
könnte. Das wäre ein Frontalangriff auf das Grundprinzip des World
Wide Webs. Außerdem hat wohl der EuGH in einem Urteil schon mal
entschieden, daß Links keine Urheberrechtsverletzungen sind. Unglaublich,
diese EU-Dumpfbacken und Lobbyh…ren. Meinen Blog müßte ich dann wohl
zumachen. (siehe auch Original-Blog-Beitrag von der Piratin Julia Reda)
Flüchtlingskrise
-
Einer Allensbach-Umfrage zufolge trauen sich 45% der Bürger nicht mehr,
offen ihre Meinung zur Flüchtlingskrise zu sagen. Und welche Meinung sie
sich nicht trauen, öffentlich zu sagen, gibt der Artikel auch ziemlich
klar her…
-
55% der Bürger lehnen Merkels Flüchtlingspolitik ab.. Das war vor
dem zweiten Terroranschlag in Paris. Ich traue mich zu wetten, daß dieser
Wert in den nächsten Tagen um etliche Prozentpunkte steigen wird.
-
Interview mit dem Chef einer in Braunschweig gegründeten Soko zur
Kriminalität von Flüchtlingen.. Mag sich jeder selber ein Urteil
darüber bilden. Traurig für mich aber auf jeden Fall die Aussage, daß wir
straffällig gewordene Flüchtlinge praktisch nicht loswerden.
-
Tausende Flüchtlinge verschwinden auf ihrem Transport innerhalb
Deutschlands oder aus ihren Flüchtlingsunterkünften, berichtet der
Focus. Und die Behörden stehen da wie mit heruntergelassenen
Hosen: Sie wissen nicht, wo sie abgeblieben sind. Aber für Merkel ist ja
alles in Ordnung.
-
Flüchtlinge in einer Hamburger Unterkunft haben bei einer
Polizeiaktion die Polizisten angegriffen und gegen die Polizeihunde
getreten. Macht nur weiter so…
-
Schweden, das Vorzeigeland in Sachen Asyl, erklärt offiziell die
Kapazitäten für erschöpft (Spiegel, Süddeutsche Zeitung). Ach, schickt sie doch einfach nach
Deutschland, wir haben ja laut Merkel unendliche Kapazitäten…
-
Nein, doch, ooooh! Erkenntnis des Innenministeriums: »Dienstleister« verkaufen im Nahen Osten den Flüchtlingen
All-In-One-Lösungen mit gefälschten Pässen und Zeugnissen, speziell
für Deutschland zugeschnitten.
-
Der Bundestag bereitet sich schon mal auf die Islamisierung vor und
publiziert alles in Arabisch.
Tatsächlich sind das aber lediglich Informationsseiten, die unsere
Demokratie beschreiben (so, wie sie sein sollte, aber tatsächlich nicht
ist). Ich habe das stichprobenartig durch Rückübersetzung ins Deutsche
via Google getestet. Nichtsdestotrotz hinterläßt das bei mir einen
ziemlich faden Nachgeschmack, daß daneben nur noch Englisch und
Französisch angeboten wird…
-
In Duisburg fordert der Integrationsrat gesonderte Schwimmzeiten für
Muslime in den Bädern. Das soll Integration sein? Da haben
selbst die Stadtoberen gezweifelt und dem eine Absage erteilt.
Politik
-
Cameron stellt neue Forderungen, inklusive Sonderrechte für
Großbritannien, um in der EU zu bleiben. Liebe Briten, es reicht! Haut
doch endlich ab, vor allem mit Eurem Überwachungswahn Orwellscher
Dimension, und zwar lieber gestern als morgen.
-
Der Konflikt um die Unabhängigkeit Kataloniens spitzt sich weiter zu,
das katalonische Parlament hat eine Resolution zur Abspaltung
verabschiedet. Ich finde das Thema deshalb so interessant, weil es
die Frage aufwirft, wie weit das Selbstbestimmungsrecht, das Europäer für
alle anderen fordern, denn nun in unseren eigenen Reihen geht. In Bayern
gibt es übrigens angesichts der innerdeutschen Ungerechtigkeit bei der
Flüchtlingsverteilung auch schon erste Politiker, die eine Abspaltung
Bayern fordern.
-
Wer sind die nervigsten Lobbyisten zur Aufweichung der
EU-Datenschutzreform? Unter anderem Arvato, eine Bertelsmann-Tochter.
Wenn es bei Euch nicht klingelt: Arvato ist das Unternehmen, dem die
Gematik die Speicherung aller Daten im Zusammenhang mit der
elektronischen Gesundheitskarte anvertrauen will. Gibt es da draußen
einen Bürger, der noch an die Sicherheit dieser Daten glaubt???
Umwelt/Gentechnik
TTIP
-
Ein FAZ-Artikel beschwert sich, daß die TTIP-Gegner kein Interesse an
einem Dialog hätten. Kritiker schlügen regelmäßig Einladungen vom
Wirtschaftsministerium zu Hintergrundgesprächen aus. Ja, was sollen
sie denn auch da? Sich von der Sigmar-Gabriel-Propaganda zumüllen
lassen? Zudem kann das Wirtschaftsministerium gar keine Kritik
aufnehmen – wenn es überhaupt dazu bereit wäre –, denn es ist an den
Verhandlungen höchstens indirekt beteiligt. So kann man dann auch
schwerlich von einem Dialog sprechen, liebe FAZ.
-
Malmström reagiert wohl ein bißchen auf den Gegenwind und dringt jetzt auf anspruchsvolle Verbraucherstandards. Moment mal,
hieß es nicht dauernd, die Standards würden durch TTIP nicht gesenkt?
Dann ist das doch jetzt das Eingeständnis, daß das alles Lüge war, wie
die Gegner eh schon vermutet hatten. Daher wird das den Widerstand auch
nicht abschwächen können.
-
TPP, die pazifische Variante des TTIPs und dessen Vorbild, ist jetzt
veröffentlicht worden, und es scheint so schlimm zu sein wie befürchtet.
-
Wie schon mehrfach geschrieben, es gibt bald niemanden mehr aus der
Zivilgesellschaft, der nicht vor TTIP warnt: Nun sind es
Sicherheitsforscher, die ihre Forschung durch die erweiterte Proklamierung von
»Geschäftsgeheimnissen« – durch TTIP möglich gemacht – gefährdet
sehen.
Sonstiges
So, das war’s für dieses Mal – auch, wenn ich immer noch nicht den
ganzen Rückstand abgearbeitet habe!
»Der hohe Zuzug von Menschen aus anderen Weltteilen wird zur
Instabilität unseres Landes führen. […] Wir produzieren durch diese
Zuwanderung Extremisten, die bürgerliche Mitte radikalisiert sich, weil
sie diese Zuwanderung mehrheitlich nicht will und ihr dies von der
politischen Elite aufgezwungen wird. […] Wir werden eine Abkehr vieler
Menschen von diesem Verfassungsstaat erleben.«
Nein, diese Sätze stammen nicht von einer Pegida-Demonstration. Sondern,
laut Welt, von sog. Sicherheitsberatern. Auch wenn sie es
bestreitet, Fakt ist, daß »Mutter«, »Tante« oder »Oma« Merkel, wie sie von
den Flüchtlingen genannt wird, eine Migrationswelle losgetreten hat, deren
Ende noch nicht abzusehen ist. Ein »wir schaffen das« nimmt ihr niemand
mehr ab, die gesamte Regierung irrt planlos umher, aber das darf unter
keinen Umständen zugegeben werden, es würde dem Image der
Staatsratsvorsitzenden schaden. Aber das – die Beschädigung ihres Images –
ist es, was meiner Meinung als allererstes passieren muß: Genauso, wie sich
Merkels »kommt doch, ihr Beladenen« wie ein Lauffeuer verbreitet hat, muß
jetzt die gegenteilige Message verbreitet werden, so klar und einfach, daß
auch derjenige das versteht, der kein Wort Deutsch kann. Und das geht nur
durch einen Rücktritt Merkels, oder, wenn sie nicht freiwillig geht, durch
ein Absägen, unabhängig davon, wieviele Formen ihrer Inkompetenz und die
ihre Junta noch Gründe obendrauf liefern.
Was mich bei der Flüchtlingskrise ganz narrisch macht, ist, daß dauernd
von den syrischen und irakischen Asylanten geredet wird. Wenn man
sich Artikel 16a des Grundgesetzes ansieht, steht dort drin, daß
politisch Verfolgte Asyl genießen. Das sehe ich bei den allermeisten
syrischen und irakischen Flüchtlinge nun wirklich nicht. Sie fliehen vor
dem Krieg, vor den Bomben- und Granatenangriffen, aber nicht, weil sie
individuell von Assad oder vom IS verfolgt werden. Selbst, wenn man es auf
die religiöse Verfolgung ausdehnt, was nicht explizit im Grundgesetz
steht, trifft es bis auf die nicht-moslemischen Minderheiten nicht zu.
Sogar das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge schreibt auf ihren Webseiten:
Allgemeine Notsituationen wie Armut, Bürgerkriege, Naturkatastrophen
oder Perspektivlosigkeit sind damit als Gründe für eine Asylgewährung
grundsätzlich ausgeschlossen.
Natürlich muß den Menschen aus der Region geholfen werden. Aber es muß
klar unterschieden werden zwischen Asylberechtigten und Flüchtlingen. Es
muß allen Beteiligten klargemacht werden, daß die Syrer, Iraker und
Afghanen Flüchtlinge sind und eben keine Asylberechtigten und sie
daher nicht automatisch ein ewiges Bleiberecht in Deutschland erhalten,
sondern wieder zurück in ihre Länder müssen, wenn die Konflikte befriedet
sind und es gilt, die Länder wieder aufzubauen.
Das wäre übrigens auch eine Möglichkeit, innenpolitisch viel Wind aus den
Segeln zu nehmen, mit dem viele Bürger in die rechte Verzweifelung
getrieben werden. Aber sowohl die Bundesregierung als auch die Opposition
im Bundestag sind entweder zu dumm, diese Unterscheidung zu treffen, oder
sie wollen es nicht, aus welchen Gründen auch immer. Einzig die FDP-APO vertritt ein ähnliches Konzept.
Meldungen zum Thema:
Wir werden belogen!
Um das Problem mit den Flüchtlingen kleinzuhalten, schreckt man auch vor
der Lüge nicht zurück. Hier ein paar Beispiele:
-
Die Zahl der Flüchtlinge, die von Anfang September bis Anfang in
Oktober in Deutschland angekommen sind, beträgt nicht, wie offiziell
angegeben, 164.000 Menschen, sondern mit 376.000 mehr als doppelt soviel. Das ist doch eine
verzeihbare Zählungenauigkeit, oder etwa nicht?
-
Nicht nur in Thüringen werden Vorwürfe laut, daß die Polizei versucht,
Straftaten, die von Flüchtlingen begangen werden, zu verheimlichen.
Das scheint wohl in Schleswig-Holstein auch zu passieren. Das
ging wohl sogar soweit, daß die Polizei Kieler Nachrichten aufgefordert
haben soll, nicht über die Erkenntnisse der Polizei über die
Flüchtlingskriminalität zu berichten.
-
Nach dem Attentat auf die Kölner Bürgermeisterkandidaten Henriette
Reker berichtete das Staatsfernsehen, daß die Bevölkerung daraufhin zu den Wahlurnen geströmt wären, um ein
Zeichen zu setzen. Alles gelogen. Tatsächlich haben die Kölner ein
anderes Zeichen gesetzt: nämlich, daß sie nicht mehr an die Demokratie
glauben: Gerade mal 40% haben gewählt.
-
Die ARD räumt ein, daß sie bei der Tagesschau und den Tagesthemen bei den Flüchtlingen
vorwiegend Frauen und Kinder zeigen, was aber nicht den tatsächlichen
Verhältnissen entspricht – es ist unbestritten, daß rund 90% der
Flüchtlinge junge Männer sind.
Selbsterkenntnis ist ja angeblich der erste Schritt zur Besserung. Die
Meldung ist jetzt rund eine Woche alt, und stellt Euch mal vor, was ich
gestern in der Tagesschau gesehen habe: Flüchtlinge, natürlich vorwiegend
Frauen und kleine, traurig dreinschauende Kinder. Da fällt mir wirklich
nur noch dieses eine Wort ein: Lückenpack.
-
Das ging durch die Medien, wie der Deutsch-Türke Akif Pirinçci auf der
Pegida-Versammlung zum einjährigen Bestehen bedauert habe, daß die KZs
nicht mehr in Betrieb seien. Dabei wurde bei der Berichterstattung kein
Zweifel daran gelassen, daß er die Flüchtlinge dort habe sehen wollen.
Stimmt halt nur absolut nicht, wie dann hinterher klar wurde, nachdem auch die davor gesagten Sätze
bekannt wurden. Nicht, daß der Vergleich dadurch besser wird. Aber in
den Köpfen vieler Leute ist nun die Falschaussage verankert, und das muß
man der Presse in der Tat vorwerfen!
-
Auch IFO-Präsident Werner Sinn entkräftet klar und deutlich die Lüge,
wir könnten mit den Flüchtlingen den angeblichen Fachkräftemangel
beheben. »Er braucht halt Fließband-Arbeiter. Die sozialen Kosten
überläßt er der Gemeinschaft.« sagt Sinn in Hinblick auf eine
entsprechende Äußerung von Mercedes-Chef Zetsche.
Die wahren Absichten werden nun deutlich, wenn die Industrie und die
geschmierten Abgeordneten jetzt anfangen, offen den Mindestlohn in Frage stellen: Druck auf den
Arbeitsmarkt produzieren, um möglichst billig an Arbeitskräfte
heranzukommen. Aufstockungen für die Flüchtlinge und Hartz4 für
gescheiterten Existenzen unter den Bürgern wären die Folgen – dafür
müßten dann wir über die Steuern und Beiträge aufkommen. Neokapitalismus
pur halt.
Und sonst noch…
-
Da kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschagen: Merkel
reist in die Türkei und macht einen Deal mit Erdoğan: Er sorgt dafür, daß
weniger Flüchtlinge kommen. Aber für welchen Preis? Erstmal für viel
Geld, dann für eine Eintrittskarte in die EU, und zu schlechterletzt
Erleichterungen für Türken, nach Deutschland zu kommen. Das wird
natürlich unheimlich die Bürger beruhigen, die sich um den Einfluß des
Islams in Deutschland sorgen. Und die EU braucht zudem noch mehr so
Vorzeigedemokraten wie Erdoğan, der
mal ganz schnell mit einem Fingerschnipp einen kritischen Medienkonzern
plattmacht (siehe auch Spiegel). Da wird der Teufel mit dem Belzebub
ausgetrieben! Davon abgesehen hilft dieser Besuch in Selbstdemütigung
auch noch Erdoğan innenpolitisch bei der anstehenden Wahl. Merkel hat – wie
immer – fast alles komplett falsch gemacht. Vielen Dank!
Kommentar dazu auch in der Welt.
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Mal wieder ein Interview mit dem ehemaligen SPD-Bürgermeister von
Neukölln in Berlin: Es gilt das Recht des Stärkeren . Bei dem in dem Artikel
erwähnten Kopftuchstreit kann man zum Beispiel beim Tagesspiegel nachlesen (bitte anschnallen: die Islamistin
versucht tatsächlich, das Tragen des Kopftuchs als Freiheit und
feministische Selbstverwirklichung zu verkaufen!)
-
Im Gegensatz zu den vielen Gutmenschen aus der Upper Class, die
abgeschottet in den Villenvierteln bedingungslose und unbegrenzte
Hilfsbereitschaft fordern, kommt von Peter Maffei, der selber einen
Migrationshintergrund besitzt, eine klare Ansage in Richtung der
Flüchtlinge: »Nur wer die Werte der westlichen Gesellschaft akzeptiere, sei
willkommen.«
-
Von den 160.000 in Italien und Griechenland gestrandeten Asylanten, die
auf andere Länder verteilt werden sollen, sind gerade mal 19 in einer PR-Aktion ausgeflogen worden.
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Schon beginnen die Verteilungskämpfe zwischen den sozial Schwachen und
den Flüchtlingen: Dachauer Tafel will Flüchtlingen kein Essen mehr gegen, da sie im
Gegensatz zu den bedürftigen Bürgern vom Staat mit Essen versorgt
werden.
-
Die Flüchtlinge sind ein Bombengeschäft für die Inhaber abgewrackte
Hotels.
Spiegel-TV ist dieser Sache mal nachgegangen. Anscheinend kann
man in Köln mit einem einzigen heruntergekommenen 40m²-Zimmer, in dem
zwei Eltern mit fünf Kindern hausen, leicht 5.000 Euro pro Monat machen.
Und bei den Bildern sieht es mir nicht danach aus, als gäbe es Room
Service…
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Welche kulturelle »Bereicherung« Migranten mitbringen, sollten sich speziell die Grünen mal anschauen, die ja sonst so
für die Frauenrechte eintreten. Hirnspagat, kann ich nur dazu sagen…
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Ein Buchautor schreibt beim Focus, wieso Toleranz gegenüber dem inhärent intoleranten Islam völlig
falsch ist. Er bezieht sich auch auf den Ruf des Muezzin, wie ihn die
Stadt Gladbeck (neben einigen anderen) erlaubt hat:
Der Ruf des Muezzin aber ist weniger »Religionsausübung« als
Herrschaftsanspruch. Er ist das gesungene Glaubensbekenntnis der Muslime
– »Allah ist der Allergrößte. Ich bezeuge, daß es keinen Gott außer
Allah gibt. Ich bezeuge, daß Muhammad der Gesandte Allahs ist. Kommt her
zum Gebet. Kommt her zum Heil. Allah ist der Allergrößte« – und damit im
Unterschied zu den Kirchenglocken weder eine Zeitansage noch eine
nonverbale Einladung zum Gottesdienst.
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Die Stadt Hardheim hat einen Leitfaden für die Flüchtlinge
herausgegeben (FAZ, Spiegel). Offenbar haben die Flüchtlinge auf ihrer Flucht so
einige Errungenschaften der Zivilisation verloren, daß das nötig ist (ich
will ihnen ja nicht unterstellen, daß sie sie nie gehabt haben). Man kann
das auch an den unglaublichen Müllbergen sehen, die die Migranten überall
auf ihrem Weg hinterlassen.
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Der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt (wegen seiner
Überwachungsphantasien ein »Liebling« von mir), läßt auf N24 seinen Frust über die Flüchtlinge los, der aber sicher nicht
erfunden ist – die Vorwürfe decken sich ja mit anderen Berichten.
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Ich hatte schon mal von dem Vorschlag der SPD berichtet, daß der Staat
den Flüchtlingen Fahrunterricht bezahlen solle. Die Fahrlehrer nehmen diesen Vorschlag begeistert auf. Ja klar!
Diese Dumpfbacken bei der SPD…
Vorratsdatenspeicherung: When will they learn?
Tja, es wäre ein Wunder gewesen, wäre die Entscheidung am Freitag im
Bundestag anders ausgefallen. Immerhin haben nicht alle SPDler, im
Gegensatz zu den CDU- und CSU-Abgeordneten, ihr Hirn an der Pforte
abgegeben: 50 haben mit Nein abgestimmt oder sich enthalten. Eine Ohrfeige
für Gabriel und Maas, aber halt nicht ausreichend.
Natürlich wurde im Bundestag »debattiert«, aber die Verfechter der
Vorratsdatenspeicherung haben natürlich nur wieder ihre üblichen Lügen
aufgetischt. Wer sich das antun will, kann sich den Live-Blog von Netzpolitik durchlesen. Für einen Befürworter aus den
Reihen der SPD mußte selbst das Charlie-Hebdo-Attentat herhalten, das
sicherlich vieles belegen kann, aber mit Sicherheit nicht den Nutzen
der Vorratsdatenspeicherung (zur Erinnerung: die Täter waren bekannt und
wurden wegen ihres Verhaltens bereits total abgehört – und selbst das hat
kein einziges Leben gerettet. Und zur Aufklärung wurden die bei der
Totalüberwachung aufgezeichneten Daten verwendet und nicht irgendwelche
Vorratsdaten).
Nun muß halt die Vorratsdatenspeicherung wieder vor das
Bundesverfassungsgericht. Mindestens drei Klagen sind in Arbeit: Eine vom
AK-Vorrat, digital courage und anderen Bürgerrechtsorganisationen (man kann
hier mitzeichnen, aber der Server hat evtl. noch Lastprobleme).
Zudem wollen die Grünen klagen sowie Wolfgang Kubiki von der FDP. Bei letzterer Klage könnte ich mir
vorstellen, daß da auch noch ein paar FDP-Kollegen (Baum?
Leutheusser-Schnarrenberger?) mitwirken, aber nicht die FDP als
Partei. Laut einem Heise-Artikel ist
sie wohl immer noch auf der Suche nach einer Position in Sachen VDS, die
Parteiführung ist sich da wohl nicht einig. Verwunderlich ist das ja nicht,
waren die Bürgerrechte bei den Liberalen schon in der letzten
Legislaturperiode mehr Verhandlungsmasse als inhärenter Bestandteil der
Parteigrundsätze.
Bis auf polizeinahe Kreise, denen die nun beschlossene
Vorratsdatenspeicherung nicht weit genug geht, wird die Entscheidung massiv
kritisiert. Heise faßt Stimmen
zusammen.
Weitere Meldung:
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Zur Verwirrung hat eine Meldung geführt, nach der bei SMS auch die
Inhalte gespeichert werden würden, weil sie angeblich nicht von den
Metadaten zu trennen seien. Unter anderem berichteten die Süddeutsche Zeitung und
Heise. Später kam
Widerspruch von den
Telekommunikationsunternehmen.
Technisch halte ich es für einen ziemlichen Quatsch, daß die Inhalte
sich nicht trennen lassen würden. Andererseits halte ich es nach den
jüngsten Meldungen zu der monatelangen Speicherung von Metadaten »zu
Abrechnungszwecken« für durchaus möglich, daß die Telcos es trotzdem
tun.
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Die Datenschützer werfen der
EU-Kommission Schizophrenie in Sachen Vorratsdatenspeicherung vor.
Nach dem EuGH-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung hätten sie Deutschland
entsprechend in die Mangel nehmen müssen, haben sie aber nicht. Wundern
tut mich das Verhalten ja nicht: An Recht und Gesetz halten die sich
schon lange nicht mehr, und außerdem sind sie ja klare Befürworter der
Vorratsdatenspeicherung.
EU-Netzneutralität kommt … nicht
Datenschützer sprechen schon von einem Schwarzen Oktober für die
Bürgerrechte. Nach dem Beschluß zur Vorratsdatenspeicherung steht am 27.
Oktober auf EU-Ebene ein Beschluß bevor zur Netzneutralität – oder auch
nicht. Laut Aktivisten ist der Entwurf durch die lobbygetriebene
Kommission und Abgeordneten soweit verwässert worden, daß von der
Neutralität nicht mehr viel übrigbleibt. Mittels vieler Schlupflöcher und
absichtlicher Unklarheiten kann die finanzielle Ausbeutung des Kunden und
des Diensteanbieters (YouTube, Facebook usw.) durch die Netzbetreiber
beginnen. Auch durch die Nichtanrechnung der eigenen Dienste auf die
Datenmenge kann ein Telekommunikationsunternehmen die eigenen Dienste
bevorzugen.
Außerdem legalisiert der Entwurf Internetsperren, die nicht einmal durch
Gesetz oder Gericht festgelegt sein müssen. Das öffnet den Weg nicht nur zu
Porno-Sperren wie in Großbritannien, sondern erlaubt nach meinem
Verständnis auch die Sperrung von Download-Sites auf Zuruf der
Content-Industrie. Vielleicht versteht die EU das unter einem »offenen
Internet«…
Wer sich informieren will oder auch noch aktiv werden will, der sollte
unbedingt »Save the Internet«
besuchen. Dort gibt es auch ein tolles Video (auch direkt bei
YouTube zu sehen), das die
Problematik sehr schön erklärt. Titel des Videos ist übrigens
»Netzneutralität tötet«. Das ist ein u.a. vom EU-Kommissar Oettinger
vorgebrachtes Argument, das sich bei näherer Betrachtung nicht unerwartet
als völlig abstrus herausstellt.
Hintergrund-Artikel gibt es auch bei Futurezone, Golem und Heise.
TTIP
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Was sagt die EU-Kommissarin Cecilia Malmström, in deren Ressort TTIP
fällt, zu der Demo mit 250.000 Teilnehmern? Festhalten bitte:
»I do not take my mandate from the European people.« Tja, von wem
dann? Aber allemal ein Schlag in unser aller Gesicht! (Independent, via
Fefe)
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Auch unser TTIP-Minister Gabriel bereitet Deutschland schon mal für
TTIP vor. Er will den Kommunen verbieten, zum Zwecke des
Eigenbetriebs von Energienetzen Konzessionen an die eigenen Stadtwerke
direkt zu vergeben. Stattdessen sollen Ausschreibungen notwendig werden.
Privatisierung der Daseinsvorsorge, wie TTIP es will!
Sonstiges aus dem Internet
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Eat your own dog food: Das zuständige Gericht hat entschieden, daß
die Polizei, GCHQ und andere britische
Schnüffler sehrwohl auch britische Abgeordnete abhören dürfen. Eine
vor Jahrzehnten getroffene Vereinbarung wurde für ungültig erklärt. Ja,
liebe Abgeordnete, wenn IHR das nicht ändern könnt, wer dann?
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Datenschützer machen bei Safe Harbor Druck: Der schleswig-holsteinische
Datenschutzbeauftragte mahnt die Unternehmen im Bundesland an, sich
Alternativen zu suchen. Auch auf
EU-Ebene mahnen die Datenschützer eine
Lösung des Problems an.
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Auch in Australien ist die Vorratsdatenspeicherung beschlossen
worden.
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Einige haben es kapiert:
Mittelständische Unternehmer speichern
ihre Daten lieber auf eigenen Servern als in der Cloud. Dabei spielt
wohl nicht nur der Sicherheitsgedanke eine Rolle, sondern auch die
Kosten. Hmm, war das nicht immer das Argument der
Cloud-Apostel?
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Die Franzosen sind ja mittlerweile in einem ähnlichen Überwachungswahn
wie die Amerikaner und Briten, und wollen alle anderen auch noch damit
beglücken: Sie schlagen eine weltweite Datenbank für biometrische Daten der Bürger vor! Ganz
prima Idee, Ihr Idioten! Das spielt dann der EU wieder in die Hände, die
ja eine Fluggastdatenspeicherung mit fünf Jahren Speicherfrist plant.
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Nicht erst seit dem Flüchtlingszustrom gibt es Haßäußerungen auf
Facebook & Co. sowie im realen Leben, aber sie haben in letzter Zeit
wohl stark zugenommen, was Kleingeister wie Justizminister Maas zum Ruf
nach Verfolgung verleiten läßt. Die ehemalige Richterin des
Menschengerichtshofs, Francoise Tulkens, meint hingegen, die
Demokratie müsse das aushalten, und
warnt, daß die Kriminalisierung von Haßäußerungen, die nicht direkt zu
Taten aufufen, die Meinungsfreiheit aushöhle.
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Wenn Business-Modelle einfach schlecht sind: Der Stern berichtet, wie
Zalando sich mit seinen kundenfreundlichen Regelungen, mit denen sie sich
Marktanteile sichern wollen, selber zugrunde richtet.
Die Presse zerreißt sich gerade das Maul darüber, daß auf der letzten
Pegida-Demonstration ein Teilnehmer einen Galgen mit sich führte, daran
zwei Stricke mit Schildern, die deren Bestimmung für Merkel und Gabriel
erklärten. Von Aufruf zum Mord bis hin zur Volksverhetzung wird von der
Presse da geschrieben. Ich glaube, da gehen einigen die Gäule durch. Wie
das darin eindeutig und gerichtsfest herauszulesen ist, bleibt mir ein
Rätsel. Schließlich sind wir (noch) nicht im Islam, und das war keine
Fatwa. (Falls es jemand tatsächlich noch nicht mitbekommen haben sollte:
Spiegel, FAZ.)
Ich bin gegen Gewalt und ich glaube auch nicht, daß es wirklich etwas
bringen würde, Merkel und Gabriel aufzuhängen. Aber auf der anderen Seite
sehe ich, genau wie dieser Demonstrant, nicht ein, daß Politiker in
Regierungsverantwortung überhaupt nicht für ihre Taten haften. Sei es,
Soldaten für eine völlig illegitime Sache in den Tod zu schicken (z.B.
Afghanistan), Grundrechte deutscher Bürger zu verletzen (z.B.
Vorratsdatenspeicherung), Amtseide zu brechen (Nichtstun bzw. Koorperation
mit einem offensichtlichen Angreifer in der NSA-Affäre), deutsche und
europäische Gesetze brechen (z.B. Griechenland-»Rettung«), die Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit und das Grundgesetz auszuhebeln (Machtübertragung an
die EU, Zustimmung zu Handelsabkommen, die in die Legislative und
Judikative eingreifen wie CETA und TTIP) oder uns sonst wie zu verraten und
zu verkaufen – welche Konsequenzen, ja, welche Haftung droht denn
einem Politiker? Höchstens das vorzeitige Ende ihres Amts (natürlich mit
Erhalt aller bis dahin akkumulierten Versorgungsansprüchen) und vielleicht
einen Makel für den Rest ihres Daseins (so wie bei Schröder), mit dem aber
jeder hartgesottene Politiker leben kann.
Ich kann mich noch gut an einen höchst arroganten Herrn Fischer von den
Grünen erinnern, der in einem Untersuchungsausschuß sinngemäß gesagt hat:
»Schreiben Sie ins Protokoll, der Fischer übernimmt die volle
Verantwortung« – wohlwissend, daß es für ihn nicht die geringste Konsequenz
haben werde. Für alle anderen Menschen – im begrenzten Umfang selbst für
die Bonzen der Großindustrie – gilt: sie müssen für ihre Fehler einstehen,
mit ihrem Vermögen und/oder gar mit ihrer Freiheit. Dieses Ungleichgewicht,
welches die Politiker für sich geschaffen haben, sorgt bei sehr vielen
Menschen für Verdruß, auch bei mir. Deshalb habe ich auch kein Mitleid,
wenn »Spitzen«-Politiker durch solch eine Aktion mal ein bißchen
aufgeschreckt werden und realisieren, daß das alles kein Brettspiel ist –
im Gegensatz zu Kommunalpolitiker müssen sie ja nicht wirklich um ihr Leben
fürchten mit dem ganzen Polizeiapparat um sie herum.
PS: Ich hoffe, die Politik versucht jetzt nicht, in ihrem Kontrollwahn
das bei Kindern beliebte Galgenmännchen-Spiel verbieten zu wollen…

TTIP-Demo Berlin
Wow. Das war schon gigantisch. Laut Veranstaltern eine Viertelmillion,
laut Polizei, die Demos immer kleinzählt, bloß 150.000 Teilnehmer. Aber
selbst das wäre immer noch dreimal soviel, wie am Anfang geschätzt. Die
Wahrheit wird wohl eher in Richtung Veranstalter sein – von der Siegessäule
bis zum Brandenburger Tor soll alles voll gewesen sein, und das ist schon
ein ganz schönes Stück Weg. Daneben gab es noch schönes, sonniges Wetter
und eine herbstliche Stimmung. Da haben sich das Aufstehen um 4 Uhr morgens
und 1.000km Fahrerei doch gelohnt…
Der einzige wirklich üble Moment war wohl der Redebeitrag von Gesine
Schwan am späten Nachmittag. Ich habe ihn leider/zum Glück nicht gesehen,
da ich da schon wieder in Richtung Heimat unterwegs war. Als Mitglied einer
SPD-Kommission hat sie einen Standpunkt vertreten, der auch aus dem Mund
von Gabriel hätte stammen können – im wesentlichen ein Ja zu TTIP und CETA
mit ein paar kleinen Änderungen. Zwar haben auch manch andere Redner nicht
unbedingt ein Ende von der Verhandlungen gefordert, aber im Gegensatz zu
Schwan doch nicht mit herber Kritik gespart. Entsprechend wurde sie
ausgebuht und nach ein paar Irritationen ihrerseits hat sie dann schnell
mit ihrer Rede schlußgemacht. Selbst mit Wulff und Gauck im Hinterkopf
können wir nur in die Hände klatschen, daß dieser Kelch – Schwan als
Bundespräsidentin – an uns vorbeigegangen ist. Wer sich den Redebeitrag
antun will, kann sich ihn auf
YouTube
anschauen.
Auch wenn TTIP bislang geheim ist und außer Industrievertretern und ein
paar Antidemokraten aus der europäischen und deutschen Regierungsbürokratie
niemand Details kennt, zeigen andere ähnliche »Freihandels«-Abkommen die
klare Richtung auf. Dank einem Wistleblower und Wikileaks wissen wir jetzt
zumindest, was in einem Kapitel von TPP, dem transpazifischen Bruder von
TTIP, drinsteht. Es geht hierbei um Urheberrechte/»Intellectual
Properties«. Erste Analysen zeigen, daß
sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten: Das amerikanische
Urheberrecht, Ergebnis jahrzehntelanger Lobbyarbeit von MPAA & Co. im
korrupten und unterwanderten amerikanischen Regierungssystem, wird allen
anderen an TPP beteiligten Staaten praktisch übergestülpt. Es ist nicht
gerade unwahrscheinlich, daß dies in den anderen Teilen von TPP so ähnlich
aussieht. Neuerdings nennt man das übrigens Lawfare, wie ich
kürzlich gelernt habe – ein Kofferwort aus »Law« und »Warfare« für die
Kriegsführung mit juristischen Mitteln.
Vorratsdatenspeicherung
Festhalten, liebe Leute, diese Woche soll laut Golem (siehe auch Netzpolitik, Heise) die
kranke Vorratsdatenspeicherung durch das Parlament gejagt werden, dank
Sigmar Gabriel und seinem Lakaien Heiko Maas. Von den gleichgeschalteten
Parteisoldaten im Bundestag ist wie üblich kein nennenswerter Widerstand zu
erwarten. Trotz der massiven Kritik aus allen Teilen der Gesellschaft,
trotz offensichtlicher Verfassungswidrigkeit und Verstoß gegen EU-Recht
sind nur ein paar unwesentliche Änderungen an dem originalen Entwurf
gemacht worden – ein wahrlich »vorbildliches« Gesetzgebungsverfahren. Wir
singen: Wer hat uns
verraten…
Ich hoffe inständig, daß der AK-Vorrat, Grüne und Linke ihre Klagen schon
fertig haben. Schön wäre es, wenn die Gegner einen Eilantrag stellen und
das Bundesverfassungsgericht mitspielt. Nachdem Deutschland so viele Jahre
ohne Vorratsdatenspeicherung ausgekommen ist, sollte es ihm bei der
Abwägung nicht schwerfallen, das Gesetz erst einmal auszusetzen, zudem das
Bundesverfassungsgericht wohl auch nicht sonderlich mag, wenn die Regierung
sein Urteil dermaßen ignoriert.
Sonstiges aus der IT-Welt
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Netzpolitik hat einen großartigen Pressespiegel mit dutzenden
Artikeln und Kommentaren aus Deutschland und Europa zu der Absage des
Europäischen Gerichtshof an das Safe Harbor-Abkommen zwischen EU und USA
publiziert.
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Angeblich hat Obama Abstand von einer Zwangshintertür für die
Geheimdienste bei kryptographischen Algorithmen genommen.
Nichtsdestotrotz drängt seine Administration auf eine »freiwillige
Zusammenarbeit« der US-Großkonzerne wie Google, Apple, Fratzenbuch und
Microsoft mit den Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden – und
meiner Ansicht nach werden die auch gehorchen. Berichte bei
Heise und Engadget.
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Sonst nerven sie bis zum Abwinken, aber wenn mal das Einschreiten
deutscher Behörden gebraucht wird, versagen sie. So haben sie und auch
diverse Kinderschutzorganisationen die Einspruchsfrist bei ICANN gegen
die neue Top-Level-Domain von dem Süßigwarengiganten Ferrero schlichtweg
verschlafen, sodaß es demnächst schön
viel Werbung für Nutella, Überraschungseier, Schokoriegel und –bonbons
unter .kinder geben wird.