8. Oktober 2015
Oktober 201508

Dies & Das

TTIP

DEMO AM NÄCHSTEN SAMSTAG IN BERLIN – 11:00 UHR HAUPTBAHNHOF

50.000 Demonstranten werden erwartet. Damit das erreicht wird, müßt auch Ihr dorthin kommen! Alle Informationen hier! Laut Veranstaltern soll der BDI rund um den Demonstrationsbereich Plakatflächen angemietet haben und mit Pro-TTIP-Plakaten beklebt haben lassen. Peinliche und vor allem unnütze Aktion – wer sich die Mühe macht, zur Demo zu kommen, wird sich von ein paar dümmlichen Plakaten nicht beeindrucken lassen.

Datenschutz: Der »Sichere Hafen« wurde vom EuGH-Tsunami weggespült!

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das Safe Harbor-Abkommen der EU mit den USA gekippt, es ist null und nichtig. Das Gericht hat sich der Meinung des Generalanwalts angeschlossen. Die Entscheidung ist wie eine Bombe eingeschlagen; man ist dabei, die Konsequenzen abzuschätzen. Die EU-Kommission, Facebook & Co. versuchen, das herunterzuspielen, dagegen wittern nicht nur Datenschützer eine Chance: Letztendlich könnte das auch enormen negativen Einfluß auf die CETA-, TTIP- und TISA-Verhandlungen haben. Speziell bei letzterem Abkommen wird ja gemutmaßt, daß es u.a. den uneingeschränkten Datenfluß zwischen den Kontinenten und zwischen Unternehmen ohne Rücksicht auf den Datenschutz erzwingen soll.

An dieser Stelle meinen Dank an Max Schrems und (wiederholt) an Edward Snowden, was immer auch jetzt für Konsequenzen gezogen werden (oder auch nicht)!

Vorratsdatenspeicherung

Still im Hintergrund, verdeckt erst durch die Griechenland- und jetzt durch die Flüchtlingsdebatte, kocht das giftige Süppchen weiter.

Überwachung allgemein, Bürgerrechte

Weiteres aus der Computerwelt

Sonstiges

6. Oktober 2015
06

Flüchtlinge – Zustimmung schwindet

Das Sommermärchen ist vorbei. Bei nicht wenigen Bürgern verschwindet die (wie auch immer geartete) Euphorie und sie kommen langsam wieder auf den Boden der Realität zurück. Manche Journalisten wollen sich das aber immer noch schönreden, wie zum Beispiel im Stern. Anläßlich der 25 Jahre Wiedervereinigung schrieb dort einer, man müsse das, was man bei der Wiedervereinigung geleistet habe, wiederholen. Aber erstens hatten wir die gleiche Sprache, die gleiche Kultur und (fast) die gleiche Geschichte – etwas, was für das Verhältnis zwischen Deutschen und Flüchtlingen überhaupt nicht zutrifft. Und zweitens sind wir selbst nach 25 Jahren nicht wiedervereinigt – das Ost-West-Denken ist auf beiden Seiten noch tief verwurzelt. Drittens haben wir Immigrierte, die schon viel länger im Land sind als 25 Jahre und die sich nicht integriert haben, sondern sich stattdessen hier ihre Parallelgesellschaften aufgebaut haben, weil sie mit den Deutschen an sich gar nichts zu tun haben wollen. Die Befürchtung, daß viele Flüchtlinge das auch nicht wollen, ist nicht unbegründet. Soetwas gab es bei der Wiedervereinigung jedoch nirgendwo.

Meldungen zu dem Thema:

Zum Thema Selbstverständnis der Flüchtlinge und das Verhältnis Islam/Grundgesetz gibt es ein massives Ansteigen von Meldungen.

24. September 2015
September 201524

Dies & Das

Überwachung & Co.

Flüchtlinge

TTIP

Wohl auf Druck der Gegner will Cecilia Malmström bei den Schiedsgerichten nachbessern und ein unabhängiges Gericht mit zwei Instanzen schaffen. Einerseits ist jedoch die Zustimmung der amerikanischen Seite völlig unklar, andererseits lassen sich die Gegner davon nicht beeindrucken oder gar spalten. Sie fordern zu recht weiterhin das sofortige Einstampfen von TTIP & CETA.

Auf nach Berlin am 10. Oktober!

Sonstiges

10. September 2015
10

Dies & Das

Flüchtlingsdrama

Interessante Positionen:

TTIP

Überwachung, Datenschutz & Co.

Sonstiges

6. September 2015
06

Dies & Das

Überwachung, Zensur, Datenschutz

EU-Geldpolitik

Im Schatten der Berichterstattung über die Flüchtlinge wird eifrig von den EU-Schergen weiter konspiriert. Während Draghi weiterhin illegal Staatsanleihen aufkauft, bereiten andere schon mal die EU-Transferunion mit eigenem Finanzkommissariat vor, mit dem der Euro »unumkehrbar« gemacht werden soll. Und damit die Bürger an der Wahlurne nicht ihrer Meinung entsprechend reagieren, sollen die Verhandlungen (mit denen das Vorhaben in die breite öffentliche Wahrnehmung tritt) erst nach den nächsten Wahlen in Deutschland und Frankreich beginnen. Vor den darauffolgenden Wahlen soll dann schon alles unter Dach und Fach sein. Soviel Mühe bräuchten die sich zumindest in Deutschland gar nicht machen, denn bei den Mainstream-Partien in Deutschland ist das sowieso wieder alternativlos und nicht wert, in einem Referendum darüber entschieden zu werden, wie bei allen anderen EU-Richtungsentscheidungen auch.

Urheberrecht

Propaganda

Gender-Schwachsinn

Sonstiges

3. September 2015
03

Der Wahnsinn im Quadrat

Ist die Welt sowieso schon verrückt, dann potenziert sich das in diesen Tagen…

Meinungsdiktatur

Es ist wieder soweit: War letztens jeder, der nicht uneingeschränkt den Euro und Griechenland retten wollte, ein Anti-Europäer und ein Nationalist, so findet im Moment die gleiche Schwarz-Weiß-Malerei in der Flüchtlingsdebatte statt. Das fängt damit an, daß die Politik und die Medien sich an ihrer selbsterklärten »Willkommenskultur« für die nach Deutschland einströmenden Ausländer hochziehen – ja, ich möchte schon fast sagen – aufgeilen: Ach, was sind wir bloß für gute Menschen!

Damit ihr Hochgefühl nicht getrübt wird, werden die Leute, die das in irgendeiner Form kritisch sehen, marginalisiert und stigmatisiert.

Zweit- und drittklassige Politiker, Musiker und Stars wie Sigmar Gabriel, Campino, Til Schweiger, Joko und Klaas und Oliver Kalkofe packen alle Kritiker, vom Facebook-Kommentierer bis zum Steinewerfer und Brandstifter, in einen Topf und beschimpfen sie mit einem ähnlichen Haß, wie der, den sie diesen Leuten vorwerfen. Und genauso, wie jeder glaubte, an der Ice Bucket Challange mitmachen oder »Je Suis Charlie« twittern zu müssen, so rufen sie heute »Refugees welcome« in die Kamera oder ins Mikrofon.

In einem Tagesschau-Kommentar, den ich mit ansehen mußte, wurde völlig ohne Beleg behauptet, die schweigende Mehrheit würde das Fallen der letzten Schranken, das Aufheben des Dublin-Abkommens, die faktische Einladung an die Welt, nach Deutschland zu kommen, uneingeschränkt unterstützen (eingebettet war das in ein Loblied über Merkel, das eine nordkoreanische Nachrichtensprecherin vor Neid erblassen ließe).

Aber irgendwie findet hier eine massive Realitätsverzerrung statt. Ein nur bedingt kritischer Kommentar in der FAZ von Jasper von Altenbockum zu Merkels »wir schaffen das«-Blabla zum Beispiel wird von den Lesern heftig kommentiert. In den mittlerweile hunderten Leser-Kommentaren stellt sich eine Meinung dar, die diametral zu der öffentlich verbreiteten steht. Ich kann wirklich nur empfehlen, da ein bißchen herumzulesen! Ähnliche Realitätsverzerrungen gab es wohl auch in der »Hart aber fair«-Sendung zu diesem Thema.

In vielen Kommentaren werden interessante Fragen gestellt. Zum Beispiel, wie das mit der Demokratie vereinbar ist, daß die Deutschen keine Möglichkeit haben, zu entscheiden, was passiert, dafür eine fremde Menschenmenge uns ihren Willen aufdrängt. Oder die Frage, wer denn die kaputten Länder, aus denen die Menschen zu uns kommen, wieder aufbauen sollen, wenn die »Fachkräfte« dauerhaft in Deutschland bleiben. Viele sind auch überzeugt, daß das erstmal die Vorhut ist – Ehefrauen, Kinder, Geschwister und Eltern warten nur darauf, irgendwie nachzukommen. Daß dies keine unbegründete Furcht ist, wird auch immer wieder in den Interviews deutlich, die die Presse bringt, z.B. hier. Da kann sich die Zahl leicht vervielfachen. Viele Deutsche fühlen sich auch als Bürger zweiter Klasse. Schulen verkommen seit vielen Jahren, aber mit den Flüchtlingen ist plötzlich Geld da. Viele sehen eine massive Diskrepanz zwischen dem, was behauptet wird und was sie selber mit den Flüchtlingen erleben. Die Leute fühlen sich von den etablierten Parteien im Stich gelassen, was der neuen AfD Freude bringen könnte.

Hier noch weitere Artikel:

Integrationsfähigkeit islamischer Flüchtlinge

Ich frage mich, ob es zuviel verlangt ist, daß jemand, der eine Gastfreundschaft annimmt, sich auch wie ein Gast benimmt, also lokale Sitten und Gebräuche akzeptiert – und bei einem permanenten Aufenthalt, sich auch integriert, also diese Sitten und Gebräuche auch praktiziert. Für Deutschland gehört dazu, das Grundgesetz und auch die Freiheit eines jeden (auch der Frauen) uneingeschränkt anzuerkennen und seinen Glauben hinten anzustellen.

In eigener Sache

Ich bin froh, daß ich in meinem Blog keine Kommentarfunktion habe. Selbst wenn man mich nicht beschimpfen und in die rechte Ecke stellen würde, denke ich, mir würde man zumindest Herzlosigkeit vorwerfen. Aber ich halte es einfach für falsch, was da gerade passiert. Die Menschen müssen ihre Konflikte selber lösen und nicht in die Welt tragen. Und Europa und die anderen Großmächte müssen helfen – nicht nur mit Millionen- und Milliarden-Beträgen, Nahrung und Medizin für die Flüchtlinge vor Ort, sondern auch generell mit einer Wirtschaftspolitik, die den Menschen das Leben in ihren Ländern ermöglicht und die Entwicklung einer prosperierenden Wirtschaft und einer Zivilisationskultur in ihren Ländern erlaubt. Dazu gehört beispielsweise, in Afrika die lokalen Nahrungsmittelproduzenten nicht länger mit billigen europäischen Produkten kaputtzumachen, das Abfischen vor den afrikanischen Küsten zu unterlassen und die unverarbeiteten Ressourcen (Erze, Öl, Kaffee, Kakao usw.) nicht unfair billig abzukaufen. Und sollten unter den Flüchtlingen tatsächlich Fachkräfte sein, wie immer behauptet wird, werden die in ihren Ländern gebraucht, um sie (wieder) aufzubauen. Der sonst stattfindende »Brain Drain« wäre nur eine weitere Facette des desaströsen Neo-Kaptialismus, der für viele Flüchtlingsgeschichten ursächlich ist.

23. August 2015
August 201523

Dies & Das

Überwachung & Co.

Flüchtlinge

Zensur

TTIP

Ernährung

Sonstiges

12. August 2015
12

Dies & Das

Netzpolitik.org

Da kommt man ja gar nicht mehr nach, bei den vielen Artikeln, die mittlerweile erschienen sind und bei den Geschehnissen. Offiziell ist das Verfahren wegen Landesverrats nun eingestellt und Generalbundesanwalt Range mußte seinen Hut nehmen. Auch wenn er wegen erwiesener Unfähigkeit – die Nichtermittlung in der NSA-Affäre (oder war es doch die NASA, wie er in der Pressekonferenz sagte???) – wohlverdient gehen mußte, ist er dennoch nur das Bauernopfer. Die beiden involvierten Minister Maas und de Maizière sowie der Verfassungsschutzpräsident Maaßen verdienen es m.E. nicht weniger, abgesägt zu werden.

Ein Kollege machte mich darauf aufmerksam, daß Maaßen große Schuld daran gehabt haben soll, daß der von den US-Amerikanern nach Guantanamo entführte Murat Kurnaz – ein Türke mit unbegrenzter Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland – nicht nach Deutschland zurückkehren konnte, nachdem selbst die Amerikaner ihn für unschuldig erklärt hatten. Maaßen hatte wohl in seiner damaligen Funktion im Innenministerium einen juristischen Winkelzug gefunden: Kurnaz habe sich länger als sechs Monate im Ausland aufgehalten und damit seine Aufenthaltsgenehmigung verwirkt. Mit dem Auslandsaufenthalt gemeint ist die Folterhaft in Guantanamo!!! (Details habe ich dazu bei der Zeit und bei Wikipedia gefunden.) Soviel zu dem miesen Charakter von dem Herrn Maaßen…

Politik

Gesellschaft

Computer, Internet und Überwachung

Sonstiges

30. Juli 2015
Juli 201530

Dies & Das

Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Netzpolitik.org

Die Medien (z.B. Süddeutsche Zeitung, Zeit) berichten, daß die Bundesanwaltschaft gegen Netzpolitik.org wegen Landesverrat ermittelt, weil der Blog geheime, inkriminierende Papiere des Verfassungsschutzes veröffentlicht hat, was im Rahmen der Pressefreiheit sein gutes Recht ist. Zum Glück bekommt Netzpolitik.org volle Unterstützung von den großen Zeitungen und den Journalistenverbänden.

Schande jedoch über die Bundesanwaltschaft, die hier plötzlich eifrig agiert, während sie bei dem NSA-Skandal selbst nach öffentlichen Fußtritten nichts außer Scheinaktivitäten hinbekommen hat. DAS ist für mich echter Landesverrat!!!

Nachtrag: noch weitere Presseberichte/Kommentare/Stellungnahmen: Spiegel + 2. Artikel + Kommentar von Gerhard Baum, Zeit + 2. Artikel, Süddeutsche Zeitung + 2. Artikel + 3. Artikel (Zusammenfassung Reaktionen), Golem, Chaos Computer Club, Ars Technica, Stern.

Nachtrag 2: Generalbundesanwalt läßt Ermittlungen erstmal ruhen

Computer, Vernetzung, Überwachung

Sonstiges

Und wenn man seine Hände in die Taschen legt und alles verdrängt wie unsere Politiker, muß man sich nicht mehr wundern, daß die Bürger selber aktiv werden – ob es rechtens ist oder nicht.

26. Juli 2015
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Industrie plant mit TTIP eine eigene Regierung

Wahnsinn! Neben all dem Schrecklichen, was wir schon über TTIP wissen, kommt es jetzt hammerhart. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist jetzt folgendes ans Tageslicht gekommen: Ein mit dem TTIP geschaffenes Gremium soll die Möglichkeit erhalten, TTIP wesentlich zu ändern und zu ergänzen, ohne daß irgendeine Regierung das ratifizieren müßte. So könnten schwächere Grenzwerte, aber auch ganz neue Regelungen, die aus Akzeptanzgründen nicht in das initiale Abkommen hineinkommen, später eingeführt werden – weitere Details in dem Artikel. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sehen darin eine Teilentmachtung der Europäischen Union. Wenn’s nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen, daß erst die EU uns die Demokratie nimmt, und dann TTIP der EU.

Summa summarum: STOPPT DIESEN DRECK! SOFORT!