Wer ein bißchen in der Schule aufgepaßt hat, weiß, daß die repräsentative
Demokratie nicht allein aus dem aktiven und passiven Wahlrecht besteht,
sondern daß auch die Gewaltenteilung ein wesentliches Merkmal ist. Die
Macht soll geteilt sein, die legislative, judikative und exekutive Gewalt
sollen sich gegenseitig in Schranken halten und somit dafür sorgen, daß die
Demokratie auch eine Demokratie bleibt. Im Englischen gibt es dazu den
schönen Begriff Checks and Balances.
Wer glaubt, in unserer Regierung gäbe es nur lupenreine Demokraten
(nicht nach Schröders Definition), der sollte sowieso mal zum Doktor
gehen, aber für den gibt es jetzt mal wieder eine Möglichkeit zur
Selbstdiagnose:
Die Zwangsdemokraten de Maizière und Schäuble – sicher mit Rückendeckung
der Staatsratsvorsitzenden Merkel – haben sich laut FAZ mit Staatsrechtlern getroffen, um dem dank EU-Verträgen eh schon
schwächelnden Bundesverfassungsgericht den Garaus zu machen. Anlaß sind
die Urteile zu der Hürde für Parteien bei der EU-Parlamentswahl, bei dem
die Regierung und das Parlament in ihre Schranken gewiesen wurden. Diesen
in ihren Augen Affront wollen die Regierigen nicht so einfach hinnehmen und
die Einflußnahme für die Zukunft am liebsten eliminieren.
In diesem Zusammenhang bin ich übrigens auf eine interessante Bemerkung
bei Wikipedia gestoßen. Demnach sind wir jetzt schon lange von dem Ideal der Gewaltenteilung
entfernt.
Mozilla, der Entwickler des Open-Source-Browsers Firefox, sieht
sich gerade im Shitstorm der Gender-Politisch-Korrekten. Hintergrund ist,
daß die Meute herausgefunden hat, daß der Erfinder von JavaScript,
langjährige Mitarbeiter und neugewählte CEO von Mozilla, Brandon Eich, vor
ein paar Jahren zweimal 1000 Dollar an die Organisatoren einer
Volksabstimmung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe in Kalifornien
gespendet hat. Daraus baut man jetzt einen Homophobie-Vorwurf und verlangt die
Absetzung. Das ist doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Was,
bitteschön, hat denn eine Ablehnung der Homo-Ehe mit einer Angst vor
Homosexuellen zu tun, was seine private Meinung, die er offenbar für sich
behalten hat, mit dem Unternehmen?
Ich finde es schon sehr bedenklich, daß hier eine kleine Minderheit (ich
habe mal von Schätzungen von maximal 5% Homosexueller in der Bevölkerung
gelesen) für sich Toleranz über allem Maße in Anspruch nimmt, selber aber
zusammen mit all den heterosexuellen Gutmenschen mittels ihrer
Meinungsdiktatur die Soziale Todesstrafe über jeden verhängt, der ihnen
nicht in allen Punkten zustimmt. Damit sind sie in ihrem Verhalten gar
nicht so weit weg von den Islamisten, die jeden Vorteil unserer Demokratie
und unseres Sozialstaats ausnutzen wollen, aber gleichzeitig jeden
»Ungläubigen« wegbomben möchten.
Statt den Herauswurf von Eich zu fordern, sollte die Meute lieber
Unterschriften für den Herauswurf von dem Mozilla-Mitarbeiter Eric Rescoria
sammeln. Der hat in seinem früheren Job bei RSA dafür gesorgt, daß in einem
Verschlüsselungsalgorithmus im Auftrag
der NSA eine Hintertür eingebaut wurde. Das besonders Schlimme dabei
ist, daß er auch bei Mozilla noch für Verschlüsselungsalgorithmen (im
Bereich SSL/TLS) zuständig ist. DAS ist unhaltbar!
Ergänzung (4.4.2014): Die Meute hat gewonnen, Brandon Eich ist zurückgetreten.
Ergänzung (7.4.2014): Gerade mal 10 von rund 1000
Mozilla-Entwicklern haben sich negativ zu Eich geäußert, wobei keiner von
ihnen ihn persönlich kennt. Auch ist herausgekommen, daß einer der Gründer
der Dating-Plattform, die den Protest gegen Eich initiiert und gefördert
hat, selbst $500 an einen erzkonservativen und bekannt
homosexuellen-hassenden republikanischen Abgeordneten gespendet hat…
Wenn man glaubte, man habe schon das unterste Niveau in Sachen
USA-Geheimdienste erreicht, dann kommt bestimmt eine Meldung, die das
Niveau noch unterbietet.
Vor ein paar Wochen war entdeckt worden, daß die CIA einen Ausschuß des
US-Senats bespitzelte, der gerade einen Bericht über sie anfertigte. Jetzt
ist ans Tageslicht gekommen, was in diesem Bericht drinsteht. Wie Spiegel und Heise berichten,
hat die CIA die amerikanische Regierung massiv über das Folterprogramm
belogen. Erfolge wurden übertrieben, das Ausmaß und Art und Weise der
Folterungen untertrieben.
Ähnlich mußte die NSA nun zugeben, daß sie natürlich auch gezielt
US-amerikanische Bürger ohne richterlichen Beschluß ausgeschnüffelt haben.
Siehe dazu Slashdot und Heise.
Interessant ist auch die im Heise-Artikel erwähnte Argumentationslinie: Das
Sammeln von Daten ist deren Meinung noch keine Überwachung, und daher
legal. Aber wenn das Sammeln legal ist, dann muß doch auch das Suchen darin
legal sein.
Überrascht? Nicht wirklich. Die amerikanischen Geheimdienste glauben,
über allem zu stehen. Deshalb sind auch die Rechtfertigungen so
dürftig.
Unter diesem Gesichtspunkt ist es natürlich höchstgradig naiv zu glauben,
daß das Terrornetzwerk NSA in Erwägung ziehen könnte, den Fragenkatalog der
Bundesregierung zu beantworten. Da passiert absolut nichts
(Heise & Netzpolitik.org). Na ja, so wirklich scheint zumindest die Große
Koalition auch nicht interessiert zu sein. Im frisch gegründeten
Untersuchungsausschuß bremst sie erst einmal aus, wie die Süddeutsche Zeitung gerade berichtet.
Eine zehnköpfige Arbeitsgruppe der
europäischen Statistikbehörde Eurostat ist nach einer dreimonatigen
Studie zu dem Ergebnis gekommen, daß die in Europa weitverbreiteten Scherze
am 1. April jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden zuletzt von rund
530 Millionen Euro verursachten, Tendenz steigend. Einerseits investierten
viele Firmen, insbesonders Medien wie Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk
und Fernsehen erhebliche Ressourcen in die Erstellung von April-Scherzen,
andererseits seien am 1. April viele Arbeitnehmer von ihrer Arbeit
abgelenkt, da sie im Internet, Zeitschriften und Zeitungen nach Scherzen
suchten, oder, falls gefunden, diese mit ihren Kollegen austauschten. Dies
führe auch zu einem meßbaren Anstieg des Unfallrisikos an diesem Tag – die
durch die krankheitsbedingten Ausfälle und durch Heilung entstehenden
Kosten seien mit in die Berechnungen eingeflossen. Weitere Kosten
entstünden bei den Opfern der April-Scherze, z.B. durch Nachfragen von
Personen, die die Scherze als solche nicht erkannten.
Dies nimmt nun die
Europäische Kommission zum Anlaß, Mittel und Wege zu finden, dieses
kostspielige Brauchtum abzuschaffen, das auch durch seine häufige
Subversivität bei den Mächtigen in der Kritik steht. Die Kommissare für
Inneres, Cecilia Malmström, für Unternehmen und Industrie, Antonio Tajani,
sowie für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit,
László Andor, planen dazu eine neue Richtlinie. Sie soll die
EU-Mitgliedsländer bereits ab 2015 dazu verpflichten, eine
Vergnügungssteuer von anfangs 10 Cent pro potentiellen Rezipienten
zu erheben, zu zahlen von den Initiatoren und Verbreitern der
April-Scherze. Bis 2025 soll diese Steuer schrittweise auf 4€ angehoben
werden. Damit soll, ähnlich wie beim Tabakkonsum, ein Abgewöhnungseffekt
eintreten. Für das Internet sei auch eine Überwachung von Webseiten und des
E-Mail-Verkehrs vorgesehen, so Malmström, damit die April-Scherze nicht in
den digitalen Untergrund abwandern könnten. Datenschutzrechtliche Bedenken
gebe es nicht, die Kommissarin für Justiz und Grundrechte, Viviane Reding,
habe auch schon ihr Placet dazu gegeben.
Wo bleiben der Shit Storm und die Boykottaufrufe, wenn man sie
braucht? Constantin Film, also das deutsche Unternehmen, das die
treibende Kraft hinter dem EuGH-Urteil ist, welches Internetsperren bei
Urheberrechtsverletzungen ermöglicht (wie hier im Blog berichtet), will laut einem Golem-Bericht das Thema jetzt durch die deutschen Gerichte treiben,
damit in Deutschland nicht nur theoretisch das Sperren möglich ist, sondern
damit wir auch tatsächlich eine Zensur-Infrastruktur bekommen. Was sind das
eigentlich für widerliche Parasiten? Das Gebaren solch eines Unternehmens
erinnert mich an die Unterstützung Hitlers durch die deutsche
Großindustrie: Man geht über Leichen, wenn es nur einem nutzt; Grundideen
der freien Gesellschaft werden torpediert, weil man den Rachen einfach
nicht vollkriegen kann.
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Focus berichtet: EU-Parlament beschließt Recht auf Bankkonto. Die Argumente dafür
sehen mehr nach Scheinargumenten aus. Eine Teilhabe am
wirtschaftlichen Leben kann eigentlich nur jemand haben, der auch
Geld hat, das er auf das Konto tun kann, oder? Und wer Geld hat, kommt
auch an ein Konto. Zudem soll es vorbezahlte Kreditkarten geben, mit dem
man im Internet auf Einkaufstour gehen kann. Und Bareinzahlungen gehen
doch auch noch.
Also was ist de wahre Grund? Als Verschwörungstheoretiker kenne ich die
Antwort: Nach dem Recht auf ein Bankkonto kommt die Pflicht, dann folgt die
Abschaffung des Bargelds, und wir Bürger sind endgültig in den Klauen der
Banken sowie des Überwachungs- und Enteignungsstaats.
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Jugendmedienschutz:
Alte
nutzlose Konzepte werden wieder aufgewärmt.
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Das Bundesverfassungsgericht, bislang starker Verfechter des als
unabhängig getarnten Staatsfernsehens, mußte nun doch aktiv werden, um
den Schein wiederherzustellen. Der Einfluß der Politik auf das ZDF
muß ein Quentchen reduziert werden, wie die Medien (u.a. Zeit) berichten. Daß das Gericht bloß den Schongang eingelegt
hat, denkt auch ein Journalist des Spiegels.
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Um den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk ging es auch vor einem anderen
Verfassungsgericht, nämlich dem bayerischen Verfassungsgerichtshof. Hier
ging es um die Frage, ob die Zwangs-Rundfunkabgabe verfassungswidrig ist.
Es war aber nur eine mündliche Verhandlung, das Urteil kommt
demnächst.
Hier gibt es übrigens eine Übersicht über die verschiedenen Klagen
gegen die Rundfunkabgabe.
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Es gibt eine Petition gegen die Sommerzeit. Meiner Meinung nach hat sich aber
der Initiator in dem Adressaten vertan. Soweit ich weiß, ist schon lange
nicht mehr die Bundesregierung/der Bundestag zuständig, sondern die EU,
die sich das Thema an sich gerissen hat.
Ja, was regen sich die Welt und insbesonders die Europäer über Erdoğan
auf, weil er erst Twitter und jetzt YouTube sperrt. Und was macht der
sogenannte Europäische Gerichtshof, dieses Pseudogericht und
Rechtfertigungsinstrument der EU-Diktatoren? Er erlaubt im Prinzip genau das: Internet-Zugangsprovider können
gezwungen werden, den Zugriff auf bestimmte Inhalte zu verhindern (weitere
Quellen: Heise, Golem, Zeit).
Noch allerdings gibt es qualitative Unterschiede: Es geht nicht um
politische Themen, nicht um (beschränkte) moralische Vorstellungen, nicht
um Sex, Drogen und Pornographie, sondern »nur« um
Urheberrechtsverletzungen, also um Schäden der Wirtschaft – das goldene
Kalb der EU, dem sich alles andere unterzuordnen hat. Auch wurden einige
Hürden gesetzt – es dürfe keine Kollateralschäden geben, die Sperrmethode
müsse verhältnismäßig sein. Die Höhen dieser Hürden liegen aber im Auge des
Betrachters, oder besser, im Auge des Richters, der darüber zu entscheiden
hat. Und hat erstmal ein Richter eine Sperrmethode für akzeptabel gefunden
(vermutlich ohne Verstand der dahinterstehenden Technik) und alle
nennenswerten Provider verpflichtet, diese einzuführen, ist die
Zensurinfrastruktur da.
Es wird dann nur eine Frage von Wochen sein, bis die erzkonservativen
Saubermänner die Fährte aufnehmen und sich von so einem Urteil in ihren
Zensurphantasien beflügeln lassen, ob nun in den Bereichen
Kinderpornographie, Antisemitismus, politischer und religiöser Extremismus
(wie umfangreich der dann auch immer definiert wird), Kinder- und
Jugendschutz (da gibt es zur Zeit ja auch wider neue Bemühungen, wie
berichtet) bis hin zu Persönlichkeitsrechten von Promis und Politikern (wo
wir dann wieder bei Erdoğan wären) und so weiter und so fort.
Die ganze Mühe, die die Verfechter des freien Internets in die
Überzeugung der Politiker von dem Ansatz »Löschen statt Sperren«, der ja
nicht nur bei Kinderpornographie Wirkung zeigt, gesteckt haben, ist also
dahin. Was kann man machen? Vieles, z.B. das, was im verlinkten Artikel
steht, auf die Demos gehen (z.B. am 12. April in Köln), nicht die
CDU/CSU/SPD/FDP bei der EP-Wahl wählen, sondern besser Grüne/Piraten/AfD.
Bringt es etwas? Eher nicht, aber mehr, als sich mit seinem Schicksal
abzufinden.
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Die E-Mail-Provider Google, Microsoft, Yahoo und Apple schnüffeln regelmäßig in den
E-Mails ihrer Kunden. Das ist natürlich gaaanz was anderes,
als was die NSA treibt…
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Was haben wir bloß für ein Gschwerl an der Regierung: Die Twitter-Blockade in der Türkei ist für Merkel keine Zensur.
Ja bitte, was ist es dann? Wieder einmal ein Beispiel (leider nicht das
erste), daß auch für deutsche Politiker Rechte, insbesonders auch
Grundrechte, sehr dehnbar sind, wenn es politisch opportun ist. In diesem
Zusammenhang will ich noch einmal darauf hinweisen, daß bei uns erst gar
keine Filter-Infrastruktur entstehen darf, unter welchem Deckmäntelchen
auch immer! Sonst würde Merkel vielleicht genau wie Erdoğan »keine
Zensur« betreiben.
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Gegen die Dehnung der Grundrechte, u.a. auf informationelle
Selbstbestimmung, ins Unendliche geht es auch auf der nächsten Großdemo
gegen die Überwachung: #StopWatchingUs am 12. April 2014 in Köln. Ich hoffe, es
kommen ein paar mehr als zu den letzten Kölner Demos. Neben den jetzigen
guten Gründen, daran teilzunehmen, wird vermutlich am 8. April ein
weiterer hinzukommen: Dann wird das EuGH sein Urteil zur Vorratsdatenspeicherung bekanntgeben – und es sieht
eher schlecht aus.
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In was für einer Bananenrepublik wir leben, zeigt sich auch an dem
Gebaren des Bundeskriminalamts in der Edathy-Affäre. Selbst der erzkonservative Überwachungsfanatiker Bosbach glaubt nicht
mehr an den Verein und speziell nicht mehr an dessen Chef, der in
meinen Augen schon lange überfällige Ziercke.
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Die FAZ berichtet am Beispiel der EZB, wie sich die EU-Schergen gegenseitig
Privilegien, in diesem Fall Steuerprivilegien, zuschanzen.
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Nicht nur Schottland will selbständig werden, sondern auch Venetien hat die Schnauze voll von seinem Mutterstaat. Mal
schauen, wer sich in Deutschland als nächstes (nach Österreich – hehe)
separieren will. Wobei – können wir nicht auch Bundesländer proaktiv
herausschmeißen? Mir fallen da so notorische Geldschnorrer wie Berlin und
Bremen ein…
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Papst Franziskus greift die Mafia an wie nie ein Papst zuvor: »Ihr endet in der HÖLLE«. »Allein gegen die Mafia«
liegt da einem auf der Zunge, aber er hat ja seinen Gott zur
Unterstützung und auch eine Menge Italiener, die das Treiben langsam satt
haben. Der Artikel zeigt auch auf, wie die Kirche bislang von der Mafia
profitiert hat.
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Ein Medienwissenschaftler hat untersucht, wie durch unschöne
Verwicklungen von Journalisten in Schlüsselpositionen mit politischen
Organisationen die Gleichschaltung der Medien in Deutschland
funktioniert. Die
Nachdenkseiten und
Telepolis
berichten darüber.
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Wissenschaftlern ist es angeblich gelungen, rein aus DNA-Material die
Gesichtsform einer Person zu rekonstruieren. Der Bildvergleich ist schon
beeindruckend. NewScientist, via Slashdot.
Überwachung
-
Die FAZ berichtet: Wie befürchtet, baut die Schweiz ihre
Vorratsdatenspeicherung aus und erleichtert zudem den Einsatz von
Trojanern auch bei kleineren Delikten wie Diebstahl und schwerer
Sachbeschädigung. Das Schlimme daran ist einerseits, daß die Schweiz
immer Sinnbild der Demokratie und Freiheit war, und andererseits, daß
dies ein weiterer Schritt in dem Teufelskreis ist, bei dem die Staaten
gegenseitig ihre Verschärfungen mit den Maßnahmen in den anderen Staaten
rechtfertigen, und somit die Tatsache aushebeln, daß es nur wenig bis gar
keine belastbaren Belege für die Nützlichkeit der Maßnahmen gibt.
Leider wird laut dem Artikel das Thema »Überwachung« in der Schweizer
Bevölkerung kaum wahrgenommen – das erschwert die Sensibilisierung und
Mobilisierung der Bevölkerung dagegen.
-
Viele haben sich damals gewundert, daß in den Dementis der ganzen
Firmen wie Google, Facebook und Apple so betont wurde, man habe von
PRISM keine Ahnung, und es für einen rhetorischen Trick gehalten.
Sie hatten recht. Wie Heise.de und
andere berichten, hat ein Vertreter der NSA in einer Anhörung erklärt,
daß die Firmen sehr wohl wußten, daß die NSA ihre Server ausspioniert,
einzig der Name war nicht gefallen, da er bis zur Veröffentlichung nur
intern genutzt wurde. Altes Lückenpack.
-
eCall schreitet voran. Noch
immer ist nicht klar, ob und wie groß die Überwachungmöglichkeiten sind,
da die aktualisierten technischen Anforderungen noch nicht vorliegen.
Ernährung
Der Spiegel berichtet, daß viele Geflügelzüchter, speziell aber
Wiesenhof und Rothkötter, aufgrund des Preiskampfes ihr Geflügel nur noch
mit billigem Gen-Soja füttern wollen. Der zugehörige Verband argumentiert
laut den Kritikern mit falschen Gründen – es gäbe auf dem Markt zu wenig
gentechnikfreies Soja und dieses sei zudem zu stark mit Gen-Soja
verunreinigt.
TTIP
Das Attac-Netzwerk hat eine Unterschriftenaktion gegen TTIP gestartet und dazu ein
tolles
Aufklärungsvideo produziert. Anschauen, mitmachen, verbreiten!
Der nicht zuordbare Rest…
-
In der EU wird es wohl keine Netzneutralität geben. Stattdessen
zementiert der entsprechende EU-Parlamentsausschuß die
Zwei-Klassen-Internet-Gesellschaft: Pressemeldung Digitale Gesellschaft,
Heise.de. Wie es in der EU schon
Tradition ist, werden die Worte ausgehöhlt, sodaß am Ende zwar schöne
Begriffe drinstehen, sie aber praktisch keine Wirkung entfalten. Es
sollen sich in der Entschließung auch Hintertüren für mögliche
Netzsperren befinden.
-
Datenschutz wird ja in der EU ganz groß geschrieben (obligatorischer
Witz: weil es ein Substantiv ist). Das EU-Parlament hat die Tage eine
Datenschutzreform beschlossen. Was
ich nur in dem Artikel vermisse, sind irgendwelche Aussagen, wie es um
den Datenschutz jenseits des privaten Sektors bestellt sein wird, also
inwieweit das für Behörden gelten wird. Meine Vermutung: GAR NICHT!
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Terror-Netzwerk NSA: Verschiedener Meldungen zufolge ist die NSA in der
Lage, sämtliche Telefongespräche eines Landes (also nicht nur
»Metadaten«) abzugreifen und 30 Tage zu speichern
(Heise.de, Spiegel Online, Zeit). Angeblich haben sie auch schon davon Gebrauch gemacht. Bei
welchem Staat, wurde verschwiegen – leider. Hoffentlich kommt es doch
noch heraus, die USA haben jeden außenpolitischen Skandal verdient.
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Google greift nach sog.
»Wearables«. Wer sich also noch mehr in die Klauen des Daten-Giganten
begeben will…
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Weil wir bei Google sind: Google
will das Ranking besser gegen Manipulationen schützen. Mittlerweile
lebt ja schon ein ganzer IT-Zweig von diesen großen und kleinen
Manipulationen, die sich hinter dem Euphemismus »Search Engine
Optimization« (SEO) verbergen. Da es da viele Versprechungen, aber nur
wenig Greifbares gibt und SEO mittlerweile den Status von Schlangenöl
besitzt, kann es eigentlich bei der Google-Aktion nur Gewinner geben (im
besten Fall der Benutzer).
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Golem.de berichtet: »Das BKA will in die Zukunft sehen«. Vielleicht sollte sie
erstmal lernen, die Suche nach Kinderpornographie zu beherrschen, statt
sie an private Unternehmen auszulagern, was manche als hochgradig
illegal betrachten.
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Was wirklich mit Flug MH370 passiert ist, ist noch völlig unklar. Die
Spekulationen schießen aus dem Boden. Die Huffington Post bringt sogar
einen Abschuß durch die US-amerikanischen Streitkräfte ins Spiel.
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Zum Hoeneß-Verfahren selbst ist bereits alles gesagt und geschrieben;
ein FAZ-Journalist zeigt in diesem Artikel auf, wie die Geschichte jetzt von einigen
Politikern instrumentalisiert wird.