18. März 2014
März 201418

Bundesverfassungsgericht billigt ESM

Das Bundesverfassungsgericht hat heute den Europäischen Rettungsschirm (ESM) gebilligt, wie der Spiegel berichtet. Ohne Wenn und Aber. Ein schwarzer Tag für Deutschland. Und der endgültige Beweis, daß Voßkuhle auch nur noch auf dem Grundgesetz herumtrampelt und die Bürger entrechtet, genau wie unsere verbrämten Politiker. Hauptsache, wir dürfen für die EU schuften. Was mit unserem Geld geschieht, da sollen wir gefälligst unsere Klappe halten.

18. März 2014

Krim versus Deutschland

Bei aller Kritik an der Annektierung der Krim durch die Russen sollten wir eins bedenken: Die Krim-Bürger sind wenigstens gefragt worden, ob sie ihre Souveränität weitestgehend aufgeben wollen. Wir Deutsche sind im Gegensatz zu denen nämlich nicht gefragt worden bei der schrittweisen Bildung der Europäischen Union. Auch nicht indirekt über die Bundestagswahlen, wie manche behaupten – mangels Alternativlosigkeit: Bis auf für Demokraten unwählbare extremistische Parteien gab es keine Partei, die die EU nicht wollte, trotz erheblicher Vorbehalte in der Mehrheit der Bevölkerung, wie damalige Umfragen bezeugten. Den Mangel einer Ja-Nein-Abstimmung, wie es beim Krim-Referendum kritisiert wurde, gibt es bei uns daher genauso. Und mal ehrlich: Die EU ist in ihrem Verständnis über ihre eigene Demokratie und über den Entzug der Souveränität bei den Mitgliedsstaaten nicht besonders weit weg von dem System der Russischen Föderation. Die Salamitaktik und ständige Hirnwäsche der Politik über Jahrzehnte hinweg haben diese Tatsachen bloß erfolgreich verschleiert. Darüber sollten diejenigen, die jetzt ihre Klappe wieder besonders weit aufreißen, mal nachdenken.

16. März 2014
16

ドイツは、それ自体を廃止

Asigi Kikugawa, ein japanischer Journalist, der jahrelang in Deutschland als Korrespondent tätig war, hat ein Buch darüber geschrieben und in Japan veröffentlicht. Interessant ist, daß auch mal ein Außenstehender die Meinung des umstrittenen Herrn S. aus B. vertritt, aber das wird das Gutmenschentum in Deutschland auch nicht beeindrucken. Hier ist ein Interview mit dem Autor im japanischen Fernsehen zu sehen, mit deutschen Untertiteln. Wer sich das Video nicht anschauen will, aber dennoch wissen will, worum es geht, der lasse sich die Überschrift mal von Google ins Deutsche übersetzen (der kann das, schließlich hat er auch die Übersetzung ins Japanische geschafft).

12. März 2014
12

Überwachung, Überwachung, Überwachung

10. März 2014
10

Dies & Das

Ich persönlich sehe mich als überzeugten Europäer und finde die Idee eines europäischen Bundesstaates als Fernziel nach wie vor sinnvoll.

Das heißt also, der Verteidiger des Grundgesetzes wünscht nicht weniger als dessen Abschaffung! Denn so weit das Grundgesetz auch schon ausgehöhlt und verbogen worden ist, läßt es nach meinem Kenntnisstand den Grad der Souveränitätsabgabe, wie er für ein »Vereinigte Staaten von Europa« nötig wäre, nicht zu. Denn der Bundestag und die Bundesregierung müßten elementare Rechte abgeben, was nicht geht. Das Grundgesetz müßte daher abgeschafft und die Bundesrepublik aufgelöst werden.

Daß Herr Voßkuhle nicht wirklich an der Verteidigung der Rechte, die das Grundgesetz der Bevölkerung gibt, interessiert ist, läßt sich in das dann folgende Statement interpretieren: Er könne nicht erkennen, …

…, daß das Bundesverfassungsgericht mit seinen Entscheidungen die europäische Integration an irgendeiner Stelle ernsthaft behindert hätte.

War und ist also die Nichtbehinderung vorrangig bei der Urteilsfindung? Arme Demokratie, das hast Du nicht verdient!

5. März 2014
05

Die Zensurbemühungen der Landesmedienanstalten

Ich glaube, die Kinder-/Jugendschützer, Überwachungsfetischisten und Gegner der Rezeptionsfreiheit (Art. 5 GG) haben sich zusammengetan und sich eine Medienstrategie ausgedacht, um Zensurfilter nach britischem Vorbild in Deutschland schmackhaft zu machen. Reihum schreien die Chefs der Landesmedienanstalten – im dosierten Abstand – nach den Opt-Out-Filtern, um die armen Kinderchen vor dem bösen, bösen Internet zu schützen. Vor drei Wochen der aus Niedersachsen. Heute nun der aus Baden-Württemberg (berichtet von Golem.de).

Da wird nicht mit abenteuerlichen Vergleichen, Euphemismen und Abwiegeleien gespart. Von »Entscheidungserleichterungen für einen Erwachsenen« wird da geschwafelt. »Die Geräte [Anm.: PCs, Router, Smartphones u.ä.] sollten von vornherein so konfiguriert sein, daß Eltern die Jugendschutzsperren aufheben müssen«. Meine Fresse, die meisten Geräte gelangen nicht in die Hände von Kindern. Sollen jetzt auch Automobile, Flugzeugträger, Weltraumraketen und Atombomben mit Kindersicherungen ausgestattet werden? Wenn jemand einen Vertrag über einen Internetzugang abschließt, muß er voll geschäftsfähig sein, ansonsten braucht er ja die Zustimmung der Eltern. Es kann also nicht sein, daß ein Kind einen Internet-Zugang nutzt, ohne daß ein Erwachsener Kenntnis davon hat. Und es ist daher einzig und allein dessen Verantwortung, wen er diesen Internetzugang nutzen läßt und unter welchen Bedingungen. Alles andere ist ZENSUR. Und wie schnell aus dem Opt-Out ein Zwang wird, sieht man jetzt gerade in der Türkei. Die Software ist ja schon da. Ein paar Einstellungen in der Konfiguration ändern – ZACK – ist der Filter für jeden verbindlich.

Der Kerl beschwert sich auch, daß nur 23% der Eltern Filtersoftware einsetzen würden. Hat er schon mal an die Möglichkeit gedacht, daß die anderen Eltern vielleicht einfach nicht ihre Kinder bevormunden wollen? Ich glaube nämlich nicht, daß die Generation Eltern, die minderjährige Kinder hat, noch keine Ahnung vom Internet hat – »Neuland« ist das nur für so alte Behörden-, Verwaltungs- und Politikersäcke.

Dann noch ein unsäglicher Vergleich mit Kneipen:

Ich würde es eher mit dem Alkoholverbot für Kinder in Gaststätten vergleichen. Das ist allgemein akzeptiert und Deutschland wird dennoch nicht als Land der Prohibition bezeichnet.

Nein, nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich! Denn das wäre so, wenn ich als fast 50jähriger in der Kneipe erstmal meinen Personalausweis hervorkramen und mich dann in eine Trinker-Ausnahmeliste eingetragen lassen müßte, bevor ich ein Bier bestellen kann. Umgekehrt kann ich heute auch Wein und Schnaps kaufen und meinen Kindern zu trinken geben, wenn ich es wollte, davor hindert mich oder meine Kinder auch kein Mechanismus an den Flaschen (bei bestimmten chemischen Reinigern gibt es ja Kindersicherungen!).

Golem zitiert weiter:

Die Furcht vor der Zensur entspringe einem grundsätzlichen Mißtrauen gegenüber dem Rechtsstaat, meint der Landesmediendirektor. Doch dieses sei unbegründet, da es auch in anderen Bereichen Regelungen mit Einspruchsmöglichkeiten gebe. Langheinrich: »Das ist doch das Gegenteil von einer heimlichen staatlichen Überwachung, die es nicht im Rechtsstaat geben darf.«

Nein, das ist kein Gegenteil, Zensur hat mit Überwachung überhaupt nichts zu tun und ist daher auch nicht sinnvoll vergleichbar. Und als Bittsteller zu irgendeiner Behörde oder Telco gehen zu müssen mit der Chance, daß mein Einspruch gegen eine Zensur einer bestimmten Webseite abgelehnt wird, hat nichts mit der Meinungsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes gemein. Außerdem hat die Geschichte gezeigt, daß jede Form von Mißtrauen gegenüber unserem Staat mehr als berechtigt ist.

Wie heißt es so schön? Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Aber ich unterstelle den Leuten, daß sie nicht einmal gute Vorsätze haben. Filter auf der Seite der Internet-Provider sind der Einstieg in eine Zensur. Da gibt es keinen Zweifel. Deshalb: Kein Jota nachgeben!

5. März 2014

Die Wikipedia-Kirche

Ein Artikel in Telepolis beschreibt die Willkür, die Denkweise und die Machtstrukturen innerhalb der Wikipedia, speziell der deutschen Sektion, die eben an die Kirche erinnert. In einem Selbstversuch macht sich der Autor ans Werk, in dem Eintrag zum Terroranschlag am 11.9.2001 in der deutschen Wikipedia u.a. Fakten über die fragwürdige Aufarbeitung durch die eingerichtete Kommission hinzuzufügen. Die kann er belegen, Quellen dazu angeben, sie sind auch fern der diversen Verschwörungstheorien, aber sie entsprechen halt nicht der offiziellen Linie, die die Wikipedia-Seilschaften sehen wollen. Um es vorwegzunehmen: Der Autor rennt gegen eine undurchdringliche Wand.

Gekommen bin ich auf den Artikel über einen Forumseintrag zu der Heise.de-Meldung, daß die Schreiber bei Wikipedia in Massen weglaufen. Dort im Forum wird berichtet, daß die Autoren teilweise derart wie Glucken über ihre Artikel wachen, daß sie sogar Korrekturen offensichtlicher Rechtschreibfehler rückgängig machen! Auch wird heftig das sogenannte Relevanzkriterium kritisiert – was den ignoranten Administratoren nicht als relevant erscheint, wird binnen Stunden wieder herausgeschmissen. Das ist praktisch die Hauptquelle der Willkür, die dort herrscht.

5. März 2014

Dies & Das

3. März 2014
03

Dies & Das

Ergänzung: Heise.de hat auch noch einen informativen Artikel dazu.

1. März 2014
01

Dies & Das