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Es gibt einen weiteren Beweis, daß das Terror-Netzwerk NSA die Spionage
auch für andere Zwecke nutzt: Die USA haben damit erfolgreich den
UN-Klimagipfel 2009 in Kopenhagen hintertrieben, wie u.a. netzpolitik.org und
heise.de berichten.
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Das Fratzenbuch genehmigt sich auf Android-Geräten alle Rechte, die es erhaschen kann. Ich bin davon überzeugt, daß
so Funktionen wie »SMS senden« nur deshalb in die Software eingebaut
werden, um dem naiven Nutzer halbwegs glaubhaft machen zu können, warum
Facebook Vollzugriff auf die Daten haben möchte.
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Der britische Zensurfilter dreht durch. Auf die Idee, das Ding
wieder abzuschalten, kommt niemand. Man will jetzt nachbessern und eine
»Whitelist« aufbauen, die
definitiv nicht zu sperrende URLs beinhaltet.
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Kriegstreiber Gauck.
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Angst vor der eigenen Courage? Initiatorin der Anti-Lanz-Petition stoppt die Petition. Und
entschuldigt sich auch noch. Wofür? Bis Mitternacht kann man noch
mitzeichnen.
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Wer mal wieder mit Lego spielen will, aber sich keine Steinchen kaufen
möchte, kann ein bißchen in
seinem Browser bauen. Ist eine Demo für den Google Chrome-Browser.
Läuft aber auch unter Firefox. Bei anderen ist mir die Unterstützung
unklar, WebGL ist auf jeden Fall erforderlich.
Wenn ich daran denke, daß solche Leute regieren, wird mir ganz bang.
Die Zeit veröffentlicht einen Gastbeitrag von Thomas Heilmann, seines Zeichens Berliner
Justizsenator (CDU), unter dem Titel »Vorratsdatenspeicherung ist
Datenschutz«. WIE BITTE? Allein das schon ist reinster Dummfug und
1984er Big-Brother-Neusprech, ähnlich wie »Krieg ist Frieden« oder
»Freiheit ist Sklaverei«.
So geht es natürlich gleich weiter mit dem genauso dummen wie alten
Argument, daß die Menschen sowieso überall ihre Daten preisgeben, dann wäre
es ja nicht schlimm, daß der Staat auch ein bißchen sammelt. Zwang versus
Freiwilligkeit wird hier gleich mal wieder ausgeklammert. Auch die
Beispiele sind voll daneben, ich kenne keinen, der Mobile Payment, Car
Sharing per Smartphone oder WhatsApp nutzt. Da mußten halt ein paar hippige
Begriffe fallen.
Dann versucht der Autor verzweifelt, Schreckensszenarien aufzubauen,
warum man die Vorratsdatenspeicherung braucht. Erster Aufhänger ist der
Diebstahl »geistigen Eigentums«, an dem unser wirtschaftlicher Wohlstand
hinge, natürlich auch mit einem hippigen Begriff garniert (3D-Druck). Das
wird auch nicht durch das 1000. Wiederholen richtiger. Der Schaden, der
durch das illegale Kopieren urheberrechtlicher Werke von Privatpersonen
entsteht, ist ein verschwindend geringer Teil des Bruttosozialprodukts. Der
Schaden, der durch Wirtschaftsspionage (USA, GB, China) und kommerzielle
Produktpiraterie (Asien) entsteht, dürfte um Größenordnungen größer sein,
aber da tut die Politik effektiv nichts, und er spielt das auch noch aktiv
herunter.
Dann kommt er mit Internet-Betrügereien daher, Ebay muß mal wieder
herhalten. Komisch nur, daß man immer wieder in der Zeitung liest, daß man
solche Betrüger festgenommen hat. Wie geht denn das, so ganz ohne
Vorratsdatenspeicherung?
Und natürlich läßt der Autor dabei wieder zwei wesentliche Aspekte völlig
außer acht, die ich deshalb wieder zum x-ten mal wiederholen muß:
Zum einen hat das Bundesverfassungsgericht ganz klar geurteilt, daß die
Vorratsdatenspeicherung höchstens für Gefahrenabwehr (Terrorismus) und bei
schweren Verbrechen eingesetzt werden dürfe. Betrug fällt aber weder
unter das eine noch das andere.
Zum anderen beschränkt sich der Autor wiedermal im wesentlichen nur auf
das Thema IP-Adressen. Vorratsdatenspeicherung ist aber viel mehr,
bitte nicht vergessen! Nämlich auch:
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Speicherung, wann man mit wem telefoniert hat
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wann man wem eine SMS geschickt hat
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bei Mobiltelefonen zusätzlich noch, wo man sich beim Telefonieren oder
Senden oder Empfangen der SMS aufgehalten hat (letzteres wird ja gerne
auch zur Aufenthaltsbestimmung durch sog. »stille SMS« genutzt)
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wann man wem eine E-Mail geschickt hat
Und zuletzt verschweigt er: Die generelle Abkehr von der
Unschuldsvermutung!
Im weiteren Verlauf wird an dem Schreckensszenario der Bedrohung der
Bürger durch böse, böse Verbrecher, die mittels Internet und Smartphones
ihre Verbrechen planen würden, gefeilt, um dann zu behaupten, man stünde
zur Zeit völlig hilflos da, nur das Allheilmittel Vorratsdatenspeicherung
könne das bekämpfen.
Um das noch zu krönen, fordert er »Straftatbestände für Datenhehlerei,
Phishing-Mails und das Ausspähen von Daten aus der Ferne«. Man brauche
»Instrumente, um Straftaten im Netz verfolgen und die Täter ermitteln zu
können«. Als Innensenator sollte er wissen, daß es all das schon gibt,
ohne Vorratsdatenspeicherung. Den vielzitierten »rechtsfreien Raum« im
Internet, der hier unerwähnt mitschwingt, gab es tatsächlich nie. Wo es
ihn, den rechtsfreien Raum, tatsächlich gibt, ist beim Staat selber, zum
Beispiel, wenn man an die Datenhehlerei mit den sog. Steuer-CDs aus der
Schweiz denkt.
Ich möchte nochmal kurz auf die Überschrift kommen: Am Ende des Artikels
wird dem Leser immer noch nicht klar sein, warum Vorratsdatenspeicherung
Datenschutz sei, denn erklärt hat es der Autor nicht, nicht einmal
ansatzweise. Es wird nichts geschützt, keine Daten und auch keine Menschen.
Sie mag – zu welchem Preis auch immer – zur Aufklärung von
Verbrechen dienen können, aber nicht zum Schutz davor, ebensowenig, wie es
die Videoüberwachung tut. Und wenn selbst die Todesstrafe nicht zur
Abschreckung dient, wird die Vorratsdatenspeicherung die kriminelle Energie
auch nicht reduzieren können. Das zeigen auch Kriminalstatistiken aus
Ländern, die die VDS haben (inklusive aus Deutschland für den kurzen
Zeitraum, wo wir sie schon hatten).
Insgesamt also, um es klar zu sagen, ein ziemlich beschissener Artikel,
und die Zeit bietet auch noch eine Plattform für diesen geistigen Müll. Man
könnte sich die Haare raufen!
Aber andererseits bin ich froh, daß die Kommentatoren nahezu unisono dem
Autor seinen Artikel um die Ohren hauen. Das ist ein Indiz, daß so eine
zusammengeklöppelte Schwachsinnspropaganda kaum noch Rezipienten
findet.
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Constanze Kurz (Chaos Computer Club) und DigitalCourage
verklagen namentlich Mitglieder der
Bundesregierung und der Geheimdienste wegen Beihilfe zur Spionage. Da
bin ich wirklich gespannt, was da am Ende herauskommt.
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Jetzt hat »Den Norske Nobelkomite« die Chance, ihren Griff ins Klo mit
der Vergabe des Nobelpreises an den Massenmörder Osama, äh, Obama, ein
bißchen gutzumachen, weil zwei norwegische Abgeordnete Edward Snowden
noch rechtzeitig für dieses Jahr
nominiert haben. Außer, die
Amerikaner bringen Snowden vorher noch um, denn der Nobelpreis darf nicht
posthum vergeben werden.
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Das Bundesverfassungsgericht ist sich wohl noch nicht einig, wie sie im
Fall der Anleihekäufe durch die EZB (per Lissabon-Vertrag verbotene
Staatsfinanzierung) entscheiden soll, wie die FAZ berichtet. Daher soll das Urteil erst im April kommen.
Wenigstens ist das dann immer noch vor der Wahl des Europäischen
Parlaments.
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Wenn jemand auf die Idee kommen sollte, der Wunsch der Politik nach
massiver Überwachung sei hauptsächlich nur in den angelsächsischen
Ländern verbreitet: Im Schatten des NSA-Skandals will das EU-Parlament
(bislang nur der Innenausschuß) Europol selbst zu einer Art von NSA ausbauen, mit direktem
Zugriff auf den bei Providern gespeicherten privaten Daten (nach meinem
Verständnis sind das E-Mails, aber auch Web-Inhalte, Bilder oder sonstige
Daten aus Social Networks).
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Auch der Informationsdurst der Industrie geht über alle Grenzen: IKEA
bietet zum Beispiel eine Web-Applikation zur Planung von Küchen an. Die
genehmigt sich, wie The Register berichtet, gleich mal den Gesamtzugriff auf die
Browser-Historie und den Festplatteninhalt, zumindest unter dem
Chrome-Browser.
Transatlantisches Freihandelsabkommen
Manchmal enttäuscht auch eine doch sonst sehr gute Zeitung wie die
Frankfurter Allgemeine. Zum Beispiel bei diesem Kommentar zu den TTIP-Verhandlungen. Es fängt bereits damit
an, daß die Autorin schon in der Überschrift den NGOs Lobbyarbeit vorwirft.
Ja sicher, sie machen Lobbyarbeit, und zwar im Namen des Bürgers, des
Souveräns, der Freiheit, der Demokratie, also das, was eigentlich
unsere Regierungen machen sollen. Und dann verbreitet sie noch die Ansicht,
daß Schiedsgerichte besser wären als normale Gerichte. Was daran besser
ist, wenn diese »Gerichte« im Verborgenen, ohne Kontrolle durch die
Gewaltenteilung, im legislativen Niemandsland, agieren, verrät sie uns aber
nicht wirklich. Sie weist lediglich darauf hin, daß sie ja schon länger
gäbe und man sich bisher auch nicht darüber aufgeregt habe. Ich weiß nicht,
wer solche Weichspül-Artikel verfaßt, muß meiner Meinung nach selber auf
der Gehaltsliste der Industrie-Lobbyisten stehen.
Als Gegenpol sollte man sich mal diesen
Beitrag der
Heute-Show anschauen, insbesonders die Statements der beiden
Herren.
Noch besser ist der
Beitrag von Pelzig
(alias Frank-Markus Barwasser) in seiner Sendung, die Anfang Dezember
2013 lief.
Sonstiges
Sasche Lobo hat mal wieder in seiner Kolumne zugeschlagen. Er vergleicht – und das gelingt ihm meiner
bescheidenen Meinung nach ganz gut – den Überwachungswahn mit der Esoterik,
wie sie zum Beispiel bei Horoskopen in Erscheinung tritt.
Wer übrigens mehr von Sascha Lobo lesen und hören will, sei der heute
beim Stern.de erschienene Artikel »Die Kontrolle geht bis in die Jackentasche« samt
Video-Interview
der Serie »jung und naiv« empfohlen.
Als hätte er es bestellt, konnte man heute quasi als »Beweis« für diese
Theorie Berichte über Überwachungsphantasien und deren Begründungen
finden:
Bei den 8. Berliner Sicherheitsgesprächen wird, wie
heise.de berichtet, aus allen Rohren
geschossen. So sehen Teilnehmer den Rechtsstaat aus den Fugen geraten –
nicht aber, weil zu viel, sondern zu wenig überwacht wird. Der
sogenannte CDU-»Innenexperte« Wolfgang Bosbach kapiert es noch immer nicht,
daß es keinen Unterschied hinsichtlich des Grundrechtseingriffs macht, ob
die Vorratsdaten beim Staat oder bei den Providern gespeichert werden. Ich
habe ja auch schon ein paar Mal mit ihm per E-Mail kommuniziert und seine
völlige Beratungsresistenz feststellen müssen.
Ebenso giftet der BDK-Funktionär Rolf Jäger gegen die Datenschützer: Er
will die Vorratsdatenspeicherung auch gegen Enkel-Trick-Betrüger einsetzen
– man erinnere sich, daß das Bundesverfassungsgericht eine klare Grenze bei
schwersten Verbrechen gezogen hat. Aber was interessiert denn schon
Polizisten so eine Entscheidung! Auch wiederholte er die immer noch
unbewiesene Behauptung, daß durch die fehlende VDS »viele tausend Fälle
ungelöst blieben«.
Überwachungsphantasien entstehen auch in den Köpfen einer
Polizei-Arbeitsgruppe auf EU-Ebene. Sowohl
heise.de als auch Golem berichten von einem Papier, das die britische
Bürgerrechtsorganisation Statewatch ausgegraben hat.
Kfz-Kennzeichen-Scanning, Data-Mining, Verwanzen von Autos, sodaß sie per
Funk gestoppt werden können, usw. Die Begriffe wie »Bürgerrechte«,
»Verhältnismäßigkeit«, »Unschuldsvermutung«, »Kolateralschaden« kommen
offenbar in deren Vokabular nicht vor, aus der NSA-Affäre haben sie nichts
oder das falsche gelernt.
Auto-Überwachungsphantasien entstehen, nebenbei bemerkt, auch in der
Wirtschaft, wie ein FAZ-Artikel darlegt. Daß sich der staatliche Überwachungsapparat da
mit daranhängen will, davon kann man mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit ausgehen. So ist das von der EU ab 2015 erzwungene
eCall-System für mich
letztendlich auch nur ein Vorwand, um genau das zu erreichen.
Nachtrag: Ich habe fälschlicherweise Rolf Jäger mit
NRW-Innenminister Ralf Jäger gleichgesetzt. Das tut mir leid, auch wenn
nach meinen Erkenntnissen der werte Herr Innenminister sich in seinen
Ansichten nicht wesentlich von dem BDK-Funktionär unterscheidet. Danke für
den Hinweis.
Die Kritiker sind sich leider ziemlich einig. Die ARD bzw. der NDR hat es
vermasselt. Da haben sie die Chance, Snowden zu interviewen, und was machen
sie daraus? Nichts. Hauptkritikpunkt ist, daß sie das Interview erst am
Sonntag abend um 23:15 Uhr gezeigt haben. Dann also, wenn die arbeitende
Bevölkerung schon im Bett ist oder zumindest auf dem Weg dahin.
Zweiter Kritikpunkt ist die Jauch(e)-Sendung davor. Zum einen kannten die
Zuschauer (und womöglich die Gäste auch) das Interview nur bruchstückhaft,
zum anderen waren die Gegner der Überwachung nicht wirklich bissig (da wäre
mehr gegangen) und zum Schluß war Jauch als Moderator unfähig und
unvorbereitet – wie eigentlich immer. Die Abwiegler (Ex-US-Botschafter und
ein Bild-Redakteur) konnten so ihren Müll relativ ungehindert
verbreiten.
Dritter Kritikpunkt ist, daß das Interview im Internet nur in Deutschland
und mit deutscher Übersetzung im Internet verfügbar war. Das wurde dann
aber abgestellt. Angeblich habe der NDR selber nicht die internationalen
Rechte an dem Interview, das sie selber (über Tochterfirmen) hat
produzieren lassen, gehabt (nebenbei wieder ein gelungenes Beispiel für das
Tarnfirmen-Netzwerk des Öffentlich-Rechtlichen Fernsehens).
Inhaltlich gab es auch nicht soviel neues, aber das liegt in der
Strategie Snowdens begründet, sich an der Aufarbeitung der Dokumente nicht
zu beteiligen, und darin, daß er seinen Asylstatus vermutlich nicht
gefährden will.
Hier ein paar Kommentare aus dem Netz:
Lanz und kein Ende
Die ganze Geschichte nimmt langsam bizarre Züge an: Die Zahl von 200.000
Unterschriften bei der Petition ist überschritten worden. Und was macht Lanz bei der
Sendung »Wetten, daß…«? Er gießt auch noch Öl ins Feuer, wie der Spiegel berichtet. Auf diese Art bekommt er die Kuh bestimmt
nicht vom Eis.
Und neue Fronten werden eröffnet: Der beim Wagenknecht-Bashing
mitwirkende Stern-Journalist Jörges fühlte sich zwischenzeitlich genötigt,
Lanz beizustehen, und brachte auf der Stern-Homepage einen
»Video-Zwischenruf«. Damit zog er jetzt den Zorn auch auf sich, wie der
Stern selber berichtet. Unter anderem wurde auch gegen ihn eine
Online-Petition auf dem gleichen Portal gestartet, mit schon fast
1.000 Mitzeichnern.
Oberflächlich könnte man meinen, dieser ganze Hick-Hack sei doch mehr ein
Thema für die Yellow Press. Ich bin aber, wie viele andere auch, der
Meinung, daß das ein Symptom eines viel größeren Problems ist, nämlich das
eines äußerst arroganten Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks, der schon lange
seine Aufgabe der unabhängigen, kritischen Berichterstattung aufgegeben hat
(falls er das jemals getan hat), und uns stattdessen mit regierungs- und
EU-konformen Dummquatsch einzulullen versucht.
Dennoch darf man sich bei der Angelegenheit auch ein bißchen amüsieren.
So müssen Lanz’ Moderationsfähigkeiten schon früher einen bleibenden
Eindruck hinterlassen haben, wie zum Beispiel das
Lanz-Trinkspiel zeigt.
Terror-Netzwerk NSA/Snowden-Affäre
Hier gibt es einiges neues. Edward Snowden gab ein Twitter-Interview
(hier von seiner
Unterstützergruppe in englisch, beim Spiegel eine Art Protokoll mit teilweisen Übersetzungen). Ich bin
noch nicht dazu gekommen, es ganz durchzulesen. Soweit jedoch: Er glaubt
nicht, daß er in den USA ein faires Verfahren bekommen würde. Ich glaube
das auch nicht. Einen Blick auf eine mögliche Rückkehr Snowdens in die USA
nimmt auch die Süddeutsche Zeitung in einem Artikel.
Daneben hat er auch ein Interview mit der ARD/NDR gemacht, mit dem jetzt
die ARD hausiert. Sonntag abend soll es ausgestrahlt werden. Viel hat die
ARD noch nicht aus dem Sack gelassen, außer daß die NSA natürlich auch
Wirtschaftsspionage betreibt, wie alle es schon vermutet haben. Wenn jetzt
von Greenwald & Co. zeitnah noch ein paar Slides auf den Tisch kommen,
wird vielleicht die deutsche Industrie mal ein bißchen Druck machen, daß
die Regierung aus ihrer eid-verletzenden Starre herauskommt. Aber ich
zweifele, daß das wirklich passieren würde, denn ein Artikel in der
Süddeutschen Zeitung zeigt auf, daß die USA die Bundesregierung
mindestens zwei mal ganz klar belogen hat, was die Überwachung der
deutschen Regierung betrifft, und trotzdem tut sich nichts. Der
Verschwörungstheoretiker in mir sagt, daß die Amerikaner gewichtiges
Erpressungsmaterial in der Tasche haben müssen.
An anderer Front gibt es leicht positive Nachrichten: Das Verfahren gegen
die GCHQ wegen ihrer Abschnorchelei in Europa vor dem Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte wird zum Schnellverfahren, wie netzpolitik.org berichtet. Man sieht dort offenbar dringenderen
Handlungsbedarf.
Derweil beschäftigt sich ein juristischer Artikel auf der Technik-Magazin Golem.de mit der
theoretischen Frage, ob Notwehr gegen Spionage aufgrund der Untätigkeit
unserer Regierung rechtmäßig sei. Interessantes Ergebnis: JA.
Sonstiges
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Nach der Entdeckung eines Briten, daß Smart-TVs von LG nach hause (zum
Hersteller) telefonieren, hat sich die c’t vom Heise-Verlag des Themas
angenommen. Und was stellen sie fest?
Die Fernseher aller Hersteller
machen das. Und noch mehr: Mit Hilfe eines web-basierten TV-Guides
(HbbTV) bekommen die Sender mit, wenn ein Zuschauer ihr Programm
einschaltet, und wohl unter Umständen auch, wann er es wieder verläßt.
Durch Cookies kann zudem ein Gerät eindeutig identifiziert werden. Nach
meinem Verständnis des Artikels handelt es sich hierbei mehr um einen
Mißbrauch einer Funktion des HbbTV als um ein inhärentes Verhalten dieses
Dienstes. Befragte Datenschutzexperten halten das für gesetzeswidrig. Und
wer macht da natürlich auch mit? Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk.
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Die Polizei, Dein Freund und Helfer. Die Bewachung vor Merkels Wohnhaus
läßt einen Einbrecher passieren, der räumt die Nachbarwohnung auf
der selben Etage aus und klaut auch noch das Auto.
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Es gibt eine (weitere?) Petition
gegen die Vorratsdatenspeicherung. Kleiner Sicherheitshinweis: Die
Petition läuft über change.org, die in USA sitzt und nicht frei von Kritik ist. Auch der Initiator ist eine etwas
verruchte
Persönlichkeit. Im Vergleich zu den 168.000 Antiali-lanz-ern (kleines
Wortspiel :-) ) sind leider die bislang 33.000 Unterschriften etwas
mickrig. Aber steter Tropfen höhlt den Stein.
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Man glaubt’s kaum, aber die USA haben tatsächlich soetwas wie eine
Datenschutzbehörde. Und die bezeichnet die
Telefonüberwachung durch das
Terror-Netzwerk NSA als illegal. Es kommt hier und da die Vermutung
auf, daß Obama seine Rede extra vor den Veröffentlichungstermin gelegt
haben soll.
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Die Petition gegen Lanz geht weiter. Seit meinem letzten Bericht hat
sich die Zahl der Unterzeichner mehr als verdoppelt, momentan sind es
mehr als 168.000! In der Zeit gibt es ein relativ aufschlußreiches
Interview mit einem Medienforscher. Der bezeichnet Lanz als
Vertreter des »Flachland-Entertainments«. Bei Focus findet sich ein
Interview mit der Initiatorin der Petition.
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Ich berichtete ja schon von der neuen Online-Zeitung »The World Post«,
in der sogenannte Prominente wie Bill Gates, Eric Schmidt oder Tony Blair
ihren Sermon abgeben wollen. Die ist nun da. Der Focus berichtet darüber – man muß aber wissen, daß der
Burda-Verlag, zu dem Focus gehört, auch seine Finger in der deutschen
Ausgabe der Huffington-Post hat, die wiederum an The World Post beteiligt
ist. Daher eher als Promotion-Artikel zu betrachten. Optisch sieht das
nach Tratsch- und Klatsch-Blatt aus, und wie ich schon schrieb, kann ich
auf die Meinung dieser Art von Prominenten gerne verzichten.
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Wir sind die Krankheit Facebook bald los! Wie Golem und Slashdot berichten, haben Forscher ein Epedemiemodell für
ansteckbare Krankheiten auf Social Media angesetzt. An dem Gedanken ist
ja durchaus etwas dran, denn die Leute werden durch ihr soziales Umfeld
dazu angeregt, bei diesen Diensten auch mitzumachen, was irgendwo
Ähnlichkeiten mit einer Ansteckung besitzt. Anhand der Historie eines
bereits gescheiterten Dienstes haben sie nun Indikatoren festgelegt, die
sie für Modell brauchen, und dann auf Facebook angewendet. Dann zeigt das
Modell, daß Facebook bereits seinen Höhepunkt überschritten hat und beim
Abklingen ist. Die Forscher geben sogar schon ein Datum an: Im Jahr 2017
wird Facebook irrelevant geworden sein.
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Der deutsche Staat versucht, unliebsames öffentliches Material mittels
Urheberrecht von der breiten Masse fernzuhalten.
Netzpolitik.org berichtet von dieser Posse auf Kosten der
Steuerzahler, ebenso heise.de.
Das ist übrigens nicht das erste Mal.
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Ein ähnlicher Konflikt entsteht gerade durch die Veröffentlichung von
Durchwahlnummern von Jobcenter-Mitarbeitern durch die Piratenpartei, wie
der Spiegel berichtet.
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Ist die teilweise Aussetzung des Freihandelsabkommens TTIP nur ein
reines Ablenkungsmanöver zur EU-Parlamentswahl? Diesen Verdacht fand ich
einerseits im Blog von Campact, andererseits auch auf dem EU-kritischen
Online-Magazin Deutsche Wirtschaftsnachrichten.
Die Geschichte um Lanz geht weiter. Während die Zahl der Mitzeichnungen
auf über 68.000 gestiegen ist, ist das ZDF beim Lügen erwischt worden.
Gegenüber sich beschwerenden Zuschauern hatte das ZDF behauptet
(Quelle):
Unmittelbar nach der Sendung haben Sahra Wagenknecht und Markus Lanz ihr
Gespräch ohne Kameras noch fortgesetzt. Und wir können insofern
versichern, daß Sahra Wagenknecht mit der, wenngleich sehr intensiven,
Auseinandersetzung in der Sendung zufrieden war und nicht den Eindruck
hatte, ihre Positionen nicht ausreichend darlegen zu können.
Irgendwann ist diese Aussage zu Sahra Wagenknecht durchgedrungen, die
sich zu einer
Gegendarstelleng auf Twitter genötigt fühlte:
Liebes ZDF, nach dem breiten Protest gegen Markus #Lanz´ Gesprächsstil
zu behaupten, ich sei zufrieden gewesen, ist doch etwas arg frech.
Das ZDF machte daraufhin einen Rückzieher und stellte das als
Mißverständnis dar…
Weil Lanz so nach dem Gehalt von Wagenknecht als EU-Abgeordnete bohrte,
sei zu erwähnen, daß laut Süddeutscher Zeitung Branchenkenner von einem Jahresgehalt von
375.000 Euro für Lanz’ Aktivitäten beim ZDF ausgehen. Das sind rund 31.000
Euro pro Monat und somit ungefähr viermal soviel wie tatsächlich ein
EU-Abgeordneter bekommt (8.000 Euro) – für dieses primitive Geplapper!