21. Januar 2014
Januar 201421

Dies & Das

Hintergrund ist die Lanz-Sendung vom 16.1., in der Lanz (teilweise mit Unterstützung der Stern-Nervensäge Jörges) verbal auf die Sahra Wagenknecht der Linken einprügelt. Wie ich nach zehnminütigen Reinschauen bestätigen kann, fällt er ihr relativ schnell nach seinen ziemlich dummen Fragen ins Wort und insistiert auf der Beantwortung, weil er ihr intellektuell nichts entgegenzusetzen hat. Eine Peinlichkeit. Beim Blogger Stefan Niggemeier gibt es Ausschnitte als Wortprotokoll samt köstlicher Kommentierung. Da das offenbar nicht die erste Entgleisung von Lanz gegenüber Wagenknecht ist, fühlte sich jetzt eine Frau genötigt, diese Petition zu initiieren. Bin gespannt, ob die Pappnasen vom ZDF darauf reagieren werden.

20. Januar 2014
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Dies & Das

18. Januar 2014
18

Dies & Das

17. Januar 2014
17

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16. Januar 2014
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Sanktionen gegen das Terror-Netzwerk NSA

Zumindest das EU-Parlament (und hier) ist weiter als unsere Bundesregierung in der Frage nach Sanktionen gegen die USA. Sie wollen das Safe Habour-Abkommen auf Eis legen. Das wäre ein erster Schritt. Das Abkommen erlaubt den Transfer privater Daten an US-amerikanische Unternehmen, wenn sie einen Mindeststandard an Datenschutz einhalten. Daran hat zwar kein vernünftiger Mensch je geglaubt, aber auch nicht, daß das selbst der amerikanische Staat so schamlos ignoriert.

Daß die EU-Kommission da (noch) nicht mitspielt, liegt sicher auch darin, daß diese ja im Einfluß der Länderregierungen (und somit auch der deutschen) ist. Mal schauen, wie sich das entwickelt.

PS: Ich denke, ich werde bis auf weiteres bei dem Begriff »Terror-Netzwerk NSA« bleiben, denn der Begriff Terror umfaßt ja nicht nur physische Gewalt.

15. Januar 2014
15

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14. Januar 2014
14

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14. Januar 2014

No-Spy-Abkommen gescheitert

Lacher des Tages: Das No-Spy-Abkommen (Süddeutsche Zeitung, begleitender Kommentar) mit den USA droht zu scheitern oder ist praktisch schon, je nach Lesart.

Die USA will keine Zusagen über das Nichtabhören von Regierungsmitgliedern und Amtsträgern machen – sicher auch schon gar nicht von uns, dem Fußvolk, oder der Wirtschaft. Warum sollten sie auch? Wenn man nicht Druck aufbaut (mir fallen da spontan so Sachen wie PNR, SWIFT, Safe Habour, Transatlantisches Handelsabkommen (TTIP), Schnüffelposten und andere US-Basen in Deutschland oder die Verlegung der Berliner US-Botschaft in die uckermärkische Diaspora ein), sondern lieber den Amerikanern in den Allerwertesten kriecht, braucht man sich ja nicht zu wundern. Und dann noch öffentlich herumheulen (»Wir kriegen nichts«, »Die Amerikaner haben uns belogen«)! Guten Morgen! Na, aufgewacht, Ihr Träumer? Glaubt Ihr etwa noch an die Freundschaft der Amis mit uns?

13. Januar 2014
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Online-Wahlen

Aarg! Wenn man denkt, die Leute hätten es kapiert, kommt irgendeine Pflaume um die Ecke und bringt ein eigentlich geklärtes Thema wieder auf den Tisch. Seit ein paar Tag geistert ein Vorschlag von CSU-Söder herum, eine Online-Wahl für die nächste Landtagswahl zu ermöglichen, z.B. in der Süddeutschen Zeitung.

Warum rege ich mich auf? Deshalb: 2009 hat das Bundesverfassungsgericht über den Einsatz von Wahlcomputern geurteilt und sehr, sehr hohe Hürden gesetzt, die nach Stand der Wissenschaft nicht heute und auch nicht in absehbarer Zukunft übersprungen werden können. Kernforderung ist,

daß die wesentlichen Schritte der Wahlhandlung und der Ergebnisermittlung vom Bürger zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis

überprüfbar sein müssen. Im klassischen Urnengang wird das durch die Möglichkeit der durchgehenden Beobachtung und durch die strikte Handhabung der Ausgabe des Wahlzettels bis zum Einwurf in die Urne gelöst.

Nun läßt sich die Arbeit von Computern nicht beobachten – das wäre selbst zu Zeiten mechanischer Zählwerke oder Relais-Rechnern schon schwer gewesen, aber bei heutigen Computern mit Abermilliarden Transistoren und ebenso viel abgearbeiteten Befehlen pro Sekunde unmöglich. Computer sind also von Haus aus nicht nur für Leute ohne besondere Sachkenntnis schwarze Kästen, sondern auch für Experten: Selbst sie können, wenn sie vor dem Wahlgerät stehen, genauso wenig sicherstellen, daß das Gerät genau das und nur das macht, was ihnen versprochen wurde. Und das ist einfach zu wenig.

Bei der Online-Wahl wird dieses Problem noch verschärft: Der »Wahlcomputer« wird dabei letztendlich aufgeteilt; Zum einen in einen irgendwo in irgendeinem unbekannten Rechenzentrum (neudeutsch »Cloud«) stehenden Server, bei dem der Wähler nicht einmal wie bei einem Wahlcomputer kontrollieren kann, ob der mechanisch verplombt ist, auch wenn das eh Hokuspokus ist. Zum anderen wird der eigene – oder noch schlimmer, ein fremder – Rechner, Tablet oder Mobiltelefon zum Wahlcomputer, und die sind durch Viren, Trojaner, staatlichen und privatwirtschaftlichen Schnüfflern ein Minenfeld für die Datensicherheit und -integrität. Dazu kommt in Zeiten der Totalüberwachung noch die Kommunikation, was aber eher zu den beherrschbaren Problemen gehört.

Man könnte jetzt einwenden, es würde doch reichen, wenn man nachträglich das Ergebnis validieren kann. Bei öffentliche Wahlen kann man Listen aller Wähler mit der jeweils abgegebenen Stimme veröffentlichen, jeder kann nachprüfen, ob seine Stimme so gezählt wurde, wie er abgestimmt hat. Es lassen sich auch die Stimmsummen prüfen und Phantom- und Nichtwähler erkennen. Das Risiko aufzufliegen ist relativ hoch, wenn genügend Wähler das prüfen.

Dummerweise hat aber bislang niemand für geheime Wahlen ein solches einfaches Prinzip erfunden. Man kann es auch nicht mit Technik erschlagen, denn das wäre dann ja wieder ein Widerspruch zu der Kernforderung. Aber selbst wenn man es finden würde, wäre zwar das Problem der Nachvollziehbarkeit gelöst, nicht aber das Problem der Anonymität: Es gäbe selbst dann keine Garantien, daß die Anonymität im Inneren der Gesamtsystems gewahrt bleibt und der Wähler wirklich Vertrauen darin haben kann, daß er frei wählen kann.

Wer sich bis hierher durch meine Ausführungen vorgekämpft hat, wird hoffentlich mit mir einer Meinung sein, daß Söder diesen Vorstoß ohne jegliches Verständnis für die Thematik gemacht hat. Er ist wohl auch von einer Meute von Fördergeldsaugern umgeben, die mit Buzzwörtern nur so um sich schmeißen, wie heise.de berichtet. Ein Fortschritt in der Lösung der Probleme ist nicht zu erkennen. Hat er es trotz Sachkenntnis vorgeschlagen, dann betrachtet er offenbar nicht nur die Nicht-Existenz der Online-Wahl als Anachronismus, sondern auch gleich die Demokratie als solche.

Bei golem.de gibt es einen guten Artikel über die Reaktionen, u.a. auch vom CCC, dessen Arbeit nicht unwesentlich zu dem Bundesverfassungsgerichtsurteil beigetragen hat. Auch die Piraten geben mal wieder ein Lebenszeichen von sich.

10. Januar 2014
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