Nach diversen Meldungen des Tages scheint Merz' Plan mit dem »all-in«
nicht aufzugehen. Grüne und SPD signalisieren, daß sie sich auf das Spiel
von Merz nicht einlassen wollen und seinen Gesetzesentwürfen nicht
zustimmen wollen. Während die Entwürfe offiziell der AfD vorenthalten
werden, kursieren sie schon fleißig im Netz und werden auch unter anderem
den neuen Medien abgedruckt, Natürlich hat die AfD sie dadurch auch in die
Hände bekommen und ist wohl not amused, denn in der Begründung zu
den Anträgen wird sie ziemlich beschimpft. Bislang gilt aber wohl weiterhin
die Aussage, daß man Anträgen, die den Zielen der AfD entsprächen,
zustimmen würde.
Meiner Meinung nach sollte sich die AfD das mit der Zustimmung jedoch
noch genau überlegen, aus anderen Überlegungen heraus: Egal, wie stark die
Überlappung dieser Papiere mit den Zielen der AfD ist, so sind die Papiere
lediglich Absichtserklärungen, was man machen will. Sie entfalten keinerlei
Rechtswirkung. Es sind keine Gesetzesänderungen, die konkret irgend etwas
bewirken, die die Bundesregierung oder die Landesregierungen zu irgend
etwas zwingen würde. In der Computerei gibt es dafür einen Begriff:
Vaporware. Die AfD würde sich an der Symbolpolitik der Altparteien
beteiligen. Das hat sie nicht nötig.
Um jetzt weiter bei Poker-Begriffen zu bleiben, ist die
Wahrscheinlichkeit, daß Merz am Ende der nächsten Woche pleite und aus dem
Spiel ist, doch ziemlich hoch. Wie stark sich das auf die Wahlumfragen
auswirken würde, steht natürlich in den Sternen.
So, und hier die Spekulationen, von dem Tichys Einblick berichtet. Die besagen, daß in diesem Fall
etwas völlig anderes passieren würde als das, was in Österreich geschehen
ist: Die Merkelianer innerhalb der CDU, also der ganz linke Flügel, würden
wieder die Oberhand gewinnen und nach der Wahl Friedrich Merz durch – bitte
Luft anhalten – Hendrik Wüst ersetzen. Was in diesem Falle dann passiert,
sollte jeder an einer Hand abzählen können: Wüst würde in
Koalitionsverhandlungen zu jeden Forderungen von Rot/Grün ja und Amen
sagen. Eine Fortsetzung der Politik der letzten 19 Jahre, zusammen mit Rot
und Grün. Das wäre nun wirklich der Super-Gau für Deutschland.
Nachtrag: Laut Apollo News will Merz wohl nächste Woche auch noch ein
echtes Gesetz einbringen.
Nius beschwert sich in einem Artikel, daß bei Taten von
Rechtsradikalen oder bei Verrückten, die nachweislich deutsch und weiß
waren (wie zum Beispiel der Attentäter 2020 in Hanau), die Gutmenschen an
die Opfer erinnern. Jedoch Opfer von Migranten und/oder Islamisten werden
diesem Privileg nicht zuteil. Es ist auch offenkundig, daß diese Erinnerung
weniger den Opfern und ihren Angehörigen dient, sondern zur
Instrumentalisierung, zur Aufrechterhaltung und zur Erweiterung der
«bunten« Gesellschaft.
Von der Instrumentalisierung abgesehen finde ich das aber schon richtig,
daß die Opfer einen Namen und auch ein Gesicht bekommen, gleich, wer die
Tat verübt hat. Aus abstrakten Begriffen – Frauen, Kinder, Männer – werden
Individuen. Individuen, die ein Leben hatten, aber auch Träume und Wünsche,
die sie nicht mehr realisieren können. Menschen, die geliebt haben und
geliebt wurden, die nun jetzt vermißt werden.
Der Mann, der sich in Aschaffenburg mutig zwischen den messerschwingenden
Syrer und den Kleinkindern mit deren Erzieherinnen gestellt hatte, und der
diesen Mut mit seinem Leben bezahlt hat, ist so einer, dessen Name bislang
verschwiegen wurde, weil die Gutmenschen in diesem Land alles verschweigen
möchten, was ihre Lieblinge, die Migranten, an Taten vollbringen. Erst
heute nachmittag bei der Trauerfeier nannte Markus Söder ihn, wie die
SZ berichtet. Da war der Name aber schon bei der Gegnern der
verfehlten Migrationspolitik länger im Umlauf. Er lautet Kai-Uwe Danz.
Die AfD Nürnberg hat auf Facebook ein Bild von ihm eingestellt. Ich
hoffe, mit Erlaubnis der Angehörigen. Söder will ihm übrigens posthum
einen Orden verleihen. Das hilft dem Opfer nicht, auch nicht den
Angehörigen, und das mindert auch nicht die Mitschuld Söders und seiner
Regierung, daß die Tat überhaupt stattfinden konnte.
Nachtrag:
Apollo News veröffentlicht einen Nachruf über Kai-Uwe Danz, mit
weiteren Details zu seiner Person.
Nachtrag 2: Laut Bild verwahrt sich die Familie des Opfers gegen die
Instrumentalisierung und erklärt, daß es auch keine BIlder von ihm im Netz
gebe. Ich hätte jetzt auch selber den Link entfernt, aber auch die AfD
Nürnberg hat ihr Facebook-Posting entfernt.
Wow, da haben sich die Besucher ordentlich hochgeschaukelt, Alice Weidel
und Elon Musk werden wie Superstars gefeiert. Alice Weidel ist schon fast
beschämt ob der Zustimmung. Irgendwie kann ich mir gerade nicht vorstellen,
daß es auf den entsprechenden Veranstaltungen der anderen Parteien auch so
emotional hergeht.
Hier ein
Ausschnitt mit Alice Weidel inklusive dem Musk-Auftritt, die ganze
Veranstaltung findet sich
hier beim
YouTube-Kanal der AfD (Start
hier, Grußwort aus
Österreich von Herbert Kickl
hier).
Das wird schon eine ziemliche Spagat-Aktion von Friedrich Merz. Auf der
einen Seite will er als Macher dastehen, seinen Worten Taten folgen lassen,
auf der anderen Seite brüskiert er alle, auf deren Stimmen er angewiesen
ist.
Daß sich SPD und Grüne ziemlich auf den Schlips getreten fühlen, ist
offensichtlich. Tatsächlich ist das Brandmauer-Gerede von Merz unehrlich,
weil seine Aktion doch stark abweicht von seiner bisher verfolgten
Strategie des anti-demokratischen Ausschließens der AfD, die von SPD und
Grüne (und anderen) mitgetragen wurde. Gleichzeitig zwingt er die beiden
Parteien, die Hosen herunterzulassen. Sie können entweder dagegen stimmen
und ihren Wählern signalisieren, daß sie ihren Versprechen treu sind, oder
sie stimmen zu, und zeigen ihren Wählern, daß ihre für sie doch ziemlich
wichtige Migrationspolitik Verhandlungssache ist.
In diesem Artikel bei der Bild las ich, daß Merz die Entwürfe
vorher der SPD, den Grünen und der FDP zukommen lassen will, und zwar nur
diesen Parteien. Rein prinzipiell wäre damit der Inhalt noch verhandelbar.
Aber einerseits ist die Zeit eigentlich viel zu kurz. Andererseits, sollten
substantielle Abschwächungen kommen, würde das Merz schaden, sollten nur
kosmetische Änderungen kommen, so schaden sie SPD und Grüne genau wie gar
keine. Eigentlich eine lose-lose-lose-Situation.
Die Entwürfe der AfD nicht vorweg zukommen zu lassen, dient natürlich der
Aufrechterhaltung des »Brandmauer«-Geredes. Das ist zwar irgendwo
verständlich, aber auch ein nicht notwendiger Tritt vor das Schienbein der
AfD. Er hätte auch einfach erklären können, die Entwürfe an alle im
Bundestag vertretenen Parteien und den Parteilosen zu schicken, wie es in
einer parlamentarischen Demokratie eigentlich üblich ist und seinen
ursprünglichen Aussagen entspräche.
Die AfD sollte ernsthaft überlegen, ob sie eine Zustimmung ihrerseits
nicht ablehnen sollte, natürlich nicht einfach so, sondern mit einer
glaubwürdigen Begründung, und wenn sie nur wäre, daß man nicht genügend
Zeit gehabt habe. Gleichzeitig sollte sie eine geheime Abstimmung
beantragen. Das würde helfen, Merz durch Gegner in der eigenen Partei und
bei SPD und Grünen scheitern zu lassen.
Insgesamt bin ich wieder nachdenklich geworden. Im ersten Moment war ich
positiv überrascht, daß Merz aus dem »weiter so« endlich ausbricht, einen
großen Schritt in die richtige Richtung macht. Aber nun scheint er in der
Ausführungen das Gleichgewicht zu verlieren. Es wäre nicht das erste Mal.
Und diesmal wäre es für Merz wirklich desaströs.
Ich lache mich weg! Jetzt kündigt die Bundesregierung einen weiteren Abschiebeflug an, noch
vor der Wahl. Das wäre ja dann schon der zweite!
Man muß schon fragen, für wie blöd, wie geistig umnachtet die SPD die
Wähler hält. Zumindest bei allen politisch Interessierten ist es doch
angekommen, daß nach Ankündigung der Abschiebeoffensive es genau einen
Vorzeige-Flug nach Afghanistan gegeben hat, und selbst da weiß man nicht,
ob nicht die Hälfte der Leute schon wieder zurück sind. Seitdem ist nichts
passiert, kein weiterer Flug, und auch sonst keine Änderungen. Auch die
»verschärften« Grenzkontrollen waren letztendlich eine Lachnummer. Einfach
das magische Zauberwort mit den vier Buchstaben nennen (nein, nicht »Sesam,
öffne dich!«), schon wird man hereingelassen und mit allem, was man so
braucht, versorgt.
Meint also die SPD, sie könne tatsächlich mit der Aktion punkten? Die
ganze Aktion ist so glaubhaft wie Mielkes »Ich liebe doch alle, alle
Menschen« am Ende der DDR.
Beim Einkaufen sah ich eine Nachrichten-Säule, deren Inhalt sich aus n-tv
speist. Dort stand explizit drin, daß Nancy Faeser hinter der Aktion
stünde. Leider finde ich auf den Seiten von n-tv diese Meldung nicht.
Sicher ist nur, daß Faeser sich den Aktionismus auch sparen könnte, was
ihre Person betrifft. Ihre Karriere dürfte auf jeden Fall vorbei sein. Ich
kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß selbst in einer Koalition
zwischen CDU und SPD und dem Innenministerium als SPD-Ressort (was sowieso
eine Unwahrscheinlichkeit wäre), dieses mit Sicherheit wieder mit Nancy
Faeser besetzt werden würde. Da dürfte nicht nur Merz etwas dagegen
haben.
Schenkt man diesem Bild-Artikel Glauben, dann gerät gerade die SPD
in Panik. Einerseits schreien sie unisono mit anderen Linken, daß die
Brandmauer nicht fallen dürfe, werfen wie üblich mit Dreck um sich, bieten
aber andererseits der CDU auch an, gemeinsam neue Gesetze zur Migration zu
beschließen.
Die Bild schreibt wenig, aber immerhin etwas darüber, was die SPD der CDU
anbietet. Und das scheint nicht besonders viel zu sein:
Darunter seien auch Befugnis-Erweiterungen bei der Datenanalyse für die
Polizei, Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Bilderfahndung nach
Tätern. Zudem wolle man das Gesetz zum »Gemeinsamen europäischen
Asylsystem« (GEAS) zur ersten Lesung in den Bundestag einbringen.
Zurückweisungen an den Grenzen seien jedoch explizit ausgeschlossen, so
die Bild. Der Köder, wie das Bild dieses Angebot nennt, ist vergiftet.
Wieder nur Sand, der den Bürgern ins Auge gestreut werden soll. Effektiv
bringt das nichts, es würden weiterhin genauso viel Migranten ins Land
strömen. Das dringende Signal, das nach außen in die Welt geht und sagt,
hier kommt ihr nicht mehr so einfach herein, wird damit sicher nicht
ausgesendet. Ich hoffe, Merz und seine CDU fallen darauf nicht herein.
Alice Weidel macht gerade etwas, was man im Schachspiel einen Gabelzug
nennen würde. Nachdem Friedrich Merz gerade groß mit seinem
Fünf-Punkte-Plan herumtönt, hat sie ihn jetzt in einem offenen Brief aufgefordert, nächste
Woche Nägel mit Köpfen zu machen. Denn da ist noch die letzte
Parlamentswoche vor der Wahl, und da könnten CDU, CSU, FDP mit der AfD
zusammen noch Aktionen zur Eindämmung der Migration beschließen.
Läßt Merz diese Chance verstreichen – Stichwort Brandmauer –, gibt er
Weidel genug Munition in die Hand für das von Merz selbst vorgeschlagene Duell zwischen ihr und ihm.
Und ich bin mir sicher: Weidel wird die verschießen – und treffen.
Nachtrag: Die Junge Freiheit berichtet: Die CDU lehnt ab. Das sei ein
vergiftetes Angebot. Ja, wenn man so will. Nichtsdestotrotz zeigt es ganz
klar: Merz und seiner CDU geht es nicht um die Sache, sondern um die
eigene Macht. Wer glaubt, daß sich mit Merz irgendetwas ändere, der ist
mit dem Klammerbeutel gepudert.
Nachtrag 2: Oder nun doch? (siehe auch JF, Bild)
…dann geht mir wirklich die Hutschnur. Was für geisteskranke
Schreiberlinge gibt es eigentlich? Ein Schmierfink vom Focus betitelt doch
tatsächlich seinen Artikel mit »Nach Aschaffenburg ist klar, wo die
Probleme von Deutschlands Asylsystem liegen«. Hier der Link, aber auch nur, um zu zeigen, daß ich das jetzt nicht erfunden
habe. Selber gelesen habe ich den Artikel nicht, werde ich auch nicht.
Jetzt erst fällt es dem Autor – oder dem Focus – auf, daß etwas
nicht stimmt? Die Zahl der Leute, die von Migranten ermordet, meist
abgestochen wurden, die gar nicht mehr hätten hier sein dürfen, weil sie
keinen Aufenthaltsstatus bekommen haben, sind kaum noch zählbar. Sie wird
sich meiner Schätzung nach im oberen zweistelligen, vielleicht sogar
dreistelligen Bereich bewegen. Viele von den Tätern haben eine ausgiebige
kriminelle Karriere aus Diebstahl, Raub, Körperverletzung, Vergewaltigung
und Drogen hinter sich, sind oft mit billigen Bewährungsstrafen aus dem
Gerichtssaal geschritten.
Wir müssen seit vielen Jahren Meldungen der Art lesen, wenn sie nicht gar
von Behörden und Medien verschleiert oder versteckt werden. Jetzt merken
diese Pfeifen in den miefigen Redaktionsstuben langsam, daß sich der Wind
gedreht hat und Tat um Tat Orkanstärke erreicht, daß auch der letzte Heuler
nicht mehr auf ihr »Einzelfall«-Geschwafel hereinfällt. Ja, dann spielen
sie plötzlich die Erleuchteten. Ist das widerlich! Wie heißt es? Ich kann
gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.