Die Meldung geistert schon ein paar Tage durch das Netz: Daß sie ein
spezielles Völkchen sind, ist ja mittlerweile unbestritten, aber offenbar
sind sie jetzt schon ein staatlich anerkanntes Volk. Es gibt ein weiteren
Fall, wo aufgrund von Anti-Grünen-Plakaten wegen »Volksverhetzung«
ermittelt wird – wieder der Gummiparagraph § 130. Apollo News berichtet darüber und in einem
weiteren
Artikel, wie durch staatliche Willkür mittlerweile unsere
Meinungsfreiheit unter Repression steht.
Wie ein Leser vermerkt: Niemand steht deshalb auf, niemand geht auf die
Straße, um zu demonstrieren! Ich denke auch, das wirft auch nochmal ein
Licht auf all die anderen stattfindenden Demonstrationen, ob »Klima« oder
»gegen Rechts«. Wie gesteuert sind die? Daß zwar auch in der
Mainstream-Presse davon berichtet wird, es aber kaum zu Empörung führt, ist
bedenklich. Hier kommt der Martin-Niemöller-Effekt zum Tragen: Es betrifft sie (noch) nicht,
und sie sind dankbar, weil die Social Media-Kritik auch häufig sie selbst
trifft.
Nachtrag: In einem völlig anderem Kontext bringt Nius ein weiteres
Beispiel der real existierenden staatlichen Willkür.
Es ist ja nicht so, daß es ihnen niemand vorher gesagt hätte. CDU und CSU
hatten sich ja brav an den künstlichen Aufruhr nach dem vermeintlichen
Skandal, den das staatlich finanzierte Propaganda-Organ Correctiv
losgetreten hat, gehängt, haben die gleichen Lügen wie ihre links-grünen
Kollegen hergenommen, instrumentalisiert, weiterverbreitet, haben zu
Demonstrationen aufgerufen. Es war schließlich auch in ihrem Interesse, den
lästigen Gegenspieler loszuwerden.
Kritiker hatten davor gewarnt, daß die Meute nicht bei der AfD halt
machen würde: Es geht schon lange nicht mehr gegen Rechtsextremismus, gegen
Rechtsradikalismus, oder ging es vielleicht auch noch nie! Immer öfter wird
das auf »rechts« reduziert, und das nicht ohne Absicht. Da links-grüne
Politik wahrlich nicht durch Erfolge überzeugt, muß man halt auf andere Art
die Macht erhalten. Und zwar, indem man alles, was rechts von ihnen ist,
verteufelt. Und in gewissen Maße funktioniert es auch. Ein paar
hunderttausend Schafe, im Kommunismus auch gerne »nützliche Idioten«
genannt, laufen wiederholt auf der Straße herum.
Nun erklärt »Fridays for Future«, zumindest ihre Kölner Sektion, nachdem
das Klimathema sich im wahresten Sinne des Wortes irgendwie totgelaufen
hat, ihr neues Ziel: Den Kampf gegen die CDU. Verwunderlich ist das jetzt
nicht wirklich, da sich schon lange Demokratiefeinde, unter ihnen Luisa
Neubauer, in dieser Klimasekte befinden. Auf der nächsten Demo in Köln wollen sie ganz offen gegen die CDU
demonstrieren.
Was wird die CDU jetzt machen? Wird sie darauf reagieren, und wenn ja,
wie? Wird sie weiter für die Demonstrationen (gegen sich) aufrufen (haha!)?
Wird sich die gesamte Fridays-for-Future-Organisation anschließen? Wie wird
sich das auf die Demonstrationen der Schafe auswirken? Wird sich das
verstetigen, weil das eh nur der linke und linksradikale Bodensatz
Deutschlands ist? Oder fällt es doch einem Teil der Schafe auf, wie sie
gerade instrumentalisiert werden?
Der Kampf gegen kritische Meinungen wird immer härter geführt. Sie werden
mittlerweile, so das Gefühl, wie Kapitalverbrechen behandelt. Kritik gegen
Politiker, vor allem, wenn sie Spuren von Sarkasmus beinhalten, werden
mittlerweile so energisch wie Gotteslästerungen in Pakistan verfolgt. Dazu
hatte man ja – noch unter Merkel-Zeiten – auch einen entsprechenden
Paragraphen ins Strafgesetzbuch geschrieben
(§ 188 – »Gegen Personen
des politischen Lebens gerichtete Beleidigung, üble Nachrede und
Verleumdung«). Da reichen schon ein paar Plakate, damit die Polizei
kommt und das Haus durchsucht. Neben anderen berichtet auch Julian Reichelt in der mal wieder
sehenswerten Ausgabe letzter Woche auch davon. Für mich ist der
Paragraph einer Demokratie nicht würdig. Für einen Straftatbestand, der
einer Majestätsbeleidigung gleichkommt, ist in der FDGO kein Platz. Daß er
überhaupt existiert, ist ein böses Zeichen für das Selbstverständnis der
Politikerklasse.
Auch der Paragraph §
130 (»Volksverhetzung«) ist ja mittlerweile das Schweizer Armeemesser
gegen jegliche politisch ungewollte Kritik. So wird die von mir äußerst
ungeliebte Moderatorin Dunja Hayali mittlerweile von der Staatsanwaltschaft
wohl als eigenständiges Volk betrachtet, denn es wird jetzt in Dortmund eine Frau gesucht, die sie in der U-Bahn
beleidigt haben soll (»Deutschland den Deutschen, Ausländer raus« soll
sie gerufen haben). Der Staatsschutz sei eingeschaltet!
Daß ich mich als konservativer Mensch jeden Tag von irgendwelchen linken
Idioten als Nazi beschimpfen lassen muß und ich somit gleichgesetzt werde
mit Verbrechern, die Millionen Juden und andere unliebsame Menschen
umgebracht haben, ist offenbar dagegen voll von der Meinungsfreiheit
gedeckt.
Nun, ich habe ja jetzt selber den Gummiparagraphen § 130 gegen
Frank-Walter Steinmeier bemüht. Ich werde mal nachfragen, was denn aus
meiner Anzeige geworden ist.
Apollo
News faßt zusammen, was die linksradikale Nancy Faeser vorhat, um die
Herrschaft der linken Clique zu sichern. Ich hoffe inständig, daß sie
damit nicht durchkommt.
Roland Tichy interviewt Hans-Georg Maaßen zu der Parteigründung und den
aktuellen Diskussionen darum. Es gelingt meiner Meinung nach Maaßen
dabei schon, die Sichten und Empörungen der anderen wieder etwas
geradezurücken und die Diskussion zu versachlichen. In der Sache um die
»Premium-Partnerschaft« mit der CDU/CSU klärt er soweit auf, daß er eine
Koalition mit einer Merz-CDU bzw. Söder-CSU ausschließen möchte. Auf jeden
Fall ist das Interview denjenigen zu empfehlen, die bislang an der
WerteUnion als Partei interessiert waren.