Wir hatten ja schon, daß BMW die Sitzheizung im Auto per Abonnement
verkauft. Audi mischt da bei der nächsten Generation des A3 jetzt auch mit.
Neu ist allerdings, daß das für eine Funktion angeboten wird, die
eigentlich zum Standard gehört: Die Klimaanlage. Wie lange wird es eigentlich dauern, daß auch der
Blinker oder gar die Bremsen nur noch per Abonnement verfügbar sind? Es tut
mir leid, aber ich werde das Gefühl nicht los, daß diese Abomodelle von
Gier geprägt sind. Bei kommerzieller Software breitet sich das
Geschäftsmodell auch immer weiter aus. Besonders übel ist es, wenn man sie
nicht so häufig und nicht so intensiv nutzt, daß auch eine fünf Jahre alte
(und bezahlte) Version ausreichen würde. Da hilft nur eins: Mit den Füßen
abstimmen und den Müll nicht kaufen!
Update von Heise bezüglich der Gesundheitsdaten: Der Bürger soll
zwar ein Opt-Out bekommen, aber nicht für die Sekundärnutzung im Zwecke
von »öffentlichem Interesse, Politikgestaltung, Statistik und
Forschungszwecke im öffentlichen Interesse«. Na, das sieht mir nach einem
ziemlichen Freifahrtschein aus!
Die Argumentation dafür ist genauso alt wie verlogen. Es geht mal
wieder um einen Identifizierungszwang im Internet, mit dem Jugendschutz
als Argument. Neu sind da eher die Akteure: Die UNO unter dem linken
Generalsekretär Antonio Guterres und die digitalen Großkonzerne wie
Google, Meta, TikTok, Microsoft oder Amazon. Global Digital Compact heißt
das Ding. Im Hinblick auf den Global Compact for Migration sollte man
vielleicht den Begriff »Compact« besser mit »Verschwörung«
übersetzen...
Eine 15jährige Schülerin wird von der Polizei aus dem Unterricht
gezerrt, weil sie »die Schlümpfe seien blau – und Deutschland auch« mit
einem Bild über die Zweitstimmenverteilung in Deutschland auf Tiktok
gepostet hatte. Der Schuldirektor hatte die Polizei gerufen. Und der
Innenminister des Bundeslandes (Mecklenburg-Vorpommern) von der SPD
findet noch die »Verhältnismäßigkeit gewahrt«
Das ist vermutlich die Art von Meinungsfreiheit, wie sie sich Faeser und
Paus vorstellen. Meine nicht, und ich hoffe, daß das noch ein Nachspiel für
den Denunzianten, die Polizisten und den Innenminister hat. Aber werde ich
wohl lange darauf warten müssen. (Siehe auch Bericht 1 und Bericht 2 sowie den Kommentar in der Jungen Freiheit.)
Nachtrag: Die AfD eskaliert jetzt dieses Thema. Die Frage kommt hoch, ob der
Schuldirektor, wie er behauptet, tatsächlich auf Anweisungen aus dem
Bildungsministerium gehandelt hat.
Nachtrag 2: Kommentar bei Nius: »Herrschaft des Verdachts: Der Schlumpf-Einsatz gegen eine 16-Jährige
zeigt einen wankenden Rechtsstaat«
Nachtrag 3: Auch Tichys Einblick berichtet.
Nachtrag 4: Das Thema hat jetzt sogar schon die NZZ erreicht:
»Ein Staat, der eine Schülerin wegen eines Schlumpf-Videos mit einer
›Gefährderansprache‹ einschüchtert, hat jedes Maß verloren« Das Video
ist übrigens unter anderem bei Nius zu sehen.
Nachtrag 5: Auch die BILD schreibt mittlerweile darüber: »Wegen Pro-AfD-Video: Polizei holt Schülerin aus Unterricht« und
»Polizei holte Schülerin wegen AfD-Video aus dem Unterricht: Jetzt
redet ihre Mutter«. Der NDR versucht dagegen, die Geschehnisse mit
einem Framing ins Gegenteil zu verkehren, schreibt von einer »Hetzkampagne gegen Gymnasium«, versucht, die
Beschreibung des Vorgangs durch die AfD im Landtag als falsch darzustellen,
behauptet, das Mädchen sei nicht von der Polizei aus dem Unterricht
herausgeholt worden. Unglaublich!
Ich hatte neulich
von der »Deutschen Gesellschaft für Ernährung« (DGE) berichtet, die
»wissenschaftlich« untermauerte Vorschläge für die Ernährung veröffentlicht
hatte, unter anderem die Halbierung ihrer bisher vorgeschlagenen Menge an
Fleisch. Nun sind echte Fachleute auf den Plan getreten und erklären die geforderte Diät für ungesund, speziell für
Diabetiker.
Der Blogger Danisch hat einen englischsprachigen Artikel
ausgegraben, in dem es um den Niedergang von Google geht. Nach außen
ist dieser Vorgang noch nicht sichtbar, aber die Wokeness frißt den Konzern
im Inneren auf, verbreitet Angst und Schrecken und zerstört die ehemals
gerühmte Innovationskraft der Mitarbeiter.
Ich hatte
ja neulich davon berichtet, daß die frisch veröffentlichte KI namens
Gemini von Google verfälschende Bilder generierte – George Washington als
schwarze Frau, deutsche SS-Soldaten ebenfalls schwarz, Deutsche aus dem
Anfang des 20. Jahrhunderts als Asiaten oder mit indianischem Antlitz,
selbst aus Vanillepudding wurde Schokopudding.
Das war kein Programmierfehler, wie Danisch das aus dem Artikel zitiert.
Stellte ein Nutzer eine Anfrage für eine Bildgenerierung, dann leitete die
Haupt-KI die Anfrage weiter an eine andere KI. Diese überarbeitete die
Anfrage nach vorgegebenen Google-Diversitätsregeln. Die paraphrasierte
Anfrage wurde dann zum eigentlichen Bildgenerator geschickt – der hat also
die Originalanfrage nie zu Gesicht bekommen! Es wird auch ein Beispiel
gegeben: Wenn der Nutzer »zeige mir einen Automechaniker« eingibt, macht
diese KI eine komplexere Anfrage daraus der Art »zeige mir einen lachenden
asiatischen Automechaniker im Overall, eine afro-amerikanische
Automechanikerin, die einen Schraubenschlüssel hält, sowie einen
amerikanischen Ureinwohner mit Schutzhelm«. Der Google-Mitarbeiter, der das
dem Autor ausplaudert, fragt sich, ob die Diversität nicht eine zentrale
Funktion dieser KI sei.
Harter Tobak, oder nicht? Sollte es jemals Vertrauen in die KI gegeben
haben, so hat Google es nicht nur für sein eigenes Produkt zerstört,
sondern für die ganze Branche.