Die Rede von Steinmeier zum Verfassungskonvent »fasziniert« offenbar die
üblichen Verdächtigen… Roland Tichy persönlich nimmt sich dieser Rede in
seinem Online-Auftritt an, sogar gleich zweimal: gestern »Der Bundespräsident – bald allein zu Hause im Schloß?« und heute
»Bleiben Wahlen noch geheim und ohne Strafe für das Kreuz bei der
›falschen‹ Partei?«.
Auch Boris Reitschuster meint in seinem Video:
»Steinmeier entlarvt
seine Demokratie-Feindlichkeit bei Grundgesetz-Staatsakt«
Am 10. August jährte sich der Start des Verfassungskonvents auf der
Herrenchiemsee-Insel zum 75. Mal. Das mußte natürlich wieder ordentlich
gefeiert werden, und Grüßonkel Steinmeier nutze mal wieder die Chance,
gegen Andersdenkende zu hetzen, die angeblich den Staat deligitimieren und
die Verfassung abschaffen wollen – halt das übliche Narrativ der
Linksextremen, zu denen Steinmeier auch gehört – man schaue sich nur seinen
Werdegang an.
Was der »kritischen Masse des Internets« (ich glaube, ich sollte mir den
Begriff patentieren lassen…) übelst aufgestoßen ist, war Steinmeiers
Angriff auf die Wähler der zur Verfügung stehenden Alternativen. Er nutzte
hier Begriffe aus dem Strafrecht: Der Wähler dürfe nicht auf mildernde
Umstände hoffen. Das klingt gefährlich nach dem Wunsch, diese Wähler
irgendwann vor ein Tribunal zu stellen oder durch Antifa-Schergen durch die
Straßen zu jagen.
Der Blogger Hadmut Danisch hat sich nun Steinmeiers Rede genauer
angeschaut. In einem Rant zerlegt er den Schwachsinn, den Steinmeier
von sich gibt, in seiner üblichen Präzision (und Länge). Er mißt die
Sprüche Steinmeiers an der tatsächlichen Realität des Grundgesetzes. Dieses
ist seiner Meinung nach – und ich teile diese – faktisch schon außer Kraft
gesetzt: Es sollte uns genau vor den Zuständen bewahren, die wir jetzt
haben – es sollte die Bürger vor dem Staat schützen, jetzt wird es als
Waffe gegen den Bürger eingesetzt. So wird mit dem Grundgesetz
argumentiert, um die Meinungsfreiheit einzuschränken, zum Beispiel mit der
»Menschenwürde« oder der »Religionsfreiheit« argumentiert. Nein, das
Grundgesetz definiert, was der Staat zu tun oder zu lassen hat, nicht die
Bürger!
Ich kann die Kritik nur empfehlen, sie schärft die Sinne!
Die Zahl der illegalen Einreisen steigt und steigt, in der ersten
Hälfte des Jahres 51% mehr als letztes Jahr (ich gehe mal wohlwollend davon
aus, daß es sich da um den Vergleichszeitraum handelt und nicht etwa um das
ganze Jahr, aber wer weiß).
Und was macht die Bundesregierung! NICHTS!
Ich frage mich – ernsthaft und nicht zum Spaß – was die Damen und Herren
Scholz und Minister glauben, wie das weitergehen soll. Ist das:
-
Ach, die paar Migranten, wird schon gutgehen!
-
Das sind alles Rechte, die sich beschweren, #WirHabenPlatz und
#WirHabenGeld (Wohnungen der Deutschen und deren Steuergelder).
-
Das sind die Fachkräfte, die wir so dringend brauchen!
-
Aus historischer Verantwortung dürfen wir niemanden zurückweisen!
-
Har, har, endlich geht dieses scheiß Nazi-Deutschland vor die Hunde!
Deutschland verrecke!
Irgendwie so etwas muß das sein. Alternativ-Vorschläge gerne per E-Mail
willkommen!
Nachtrag: siehe auch Bild
Schlechte Nachrichten, von denen Heise berichtet: Bei dem neuesten
Entwurf zum »Gesundheitsdatennutzungsgesetz« – hier geht es um die Nutzung
von Patientendaten zur Forschung – sollen die Forschungsdaten nicht länger
geschützt sein, auch ein Zeugnisverweigerungsrecht der Forscher soll es nun
doch nicht geben. Damit sei der Schutz der Patientendaten nicht mehr
gewährleistet, die Pseudonymisierung darf dann von den Behörden rückgängig
gemacht werden.
Unglaublich, was da abläuft. Ich kann nur empfehlen, bei der
elektronischen Patientenakte auf keinen Fall mitzumachen, so nützlich die
auch erscheinen mag. Allerdings hilft das dann auch nur bedingt, denn die
Krankenkassen werden weiterhin die Erkenntnisse, die sich aus den
Abrechnungsdaten ergeben, zur Forschung weitergeben müssen.
Das ganze Thema Datenschutz entwickelt sich immer mehr zu einer Show, zu
einem Blendwerk, das uns irgend etwas vorgaukeln soll. Denn wenn die Daten
den Behörden wichtig erscheinen, setzen sie den Datenschutz einfach
kurzerhand aus.
Ab in die Rumpelkammer – die Umvolkung fängt bei den Pflegebedürftigen
an, die sich am wenigsten wehren können: In Berlin gibt es ein neuen Fall, wo ein Pflegeheim aufgelöst und
dann verkauft wird, damit Privatinvestoren ein Asylantenwohnheim daraus
machen können mit 16,5 Millionen Euro Einnahmen aus Steuern über 10
Jahre.
Auch eine Form von Doppelstandards: Seit vielen Jahren müssen sich
USA-Besucher aus aller Welt via »ESTA« elektronisch anmelden und dabei 21
Dollar zahlen. Nun führt die EU mit »ETIAS« so etwas auch ein und verlangt
7 Euro. Und die Amerikaner schäumen vor Wut! Freut mich für sie, auch wenn
ich diese elektronische Anmeldung grundsätzlich problematisch sehe, weil da
wohl auch Daten abgefragt werden, die die Behörden einfach nichts
angehen.
Merkelgegner behaupten das schon lange. Nur kommen jetzt solche Töne auch
immer öfter aus den Kreisen ehemaliger Mitstreiter. Der ehemalige
Vizefraktionschef der CDU Fraktion, Arnold Vaatz, 2021 aus dem Bundestag
ausgeschieden, gibt der NZZ ein Interview, das eine Generalabrechnung mit Angela
Merkel ist. Er bereut auch, daran mitgewirkt zu haben. Er benennt die
Probleme, die sie geschaffen hat, beschönigt nichts.
Punkte, die die noch vorhandenen Merkelanhänger in der CDU bestimmt nicht
wahr haben wollen. Man könnte hoffen, daß die Kritik aus den eigenen Reihen
diese Leute ein bißchen nachdenklich macht. Eher ist aber zu erwarten, daß
er von diesen als Nestbeschmutzer diskreditiert wird. Na ja, es ist ein
Thema, mit dem die CDU fertigwerden muß. Rechts von der CDU dürfte aber
kaum Widerspruch zu den Ansichten des Herrn Vaatz aufkommen.
Interessant ist noch, daß der Herr Vaatz Hoffnung auf die Ostdeutschen
setzt. Sollten die uns tatsächlich am Ende retten, könnte ich meinen Mißmut
darüber vergessen, daß der Westen damals Abermilliarden hinüber gepumpt
hat.
Die Junge Freiheit hat das Interview zusammengefaßt für den, dem
das Interview zu lang ist.
Eine gute Nachricht, zumindest für Österreicher: Nach der Slowakei will
jetzt auch die österreichische Regierung den Erhalt des Bargeldes und die
Pflicht zur Annahme in Geschäften in der Verfassung festschreiben.
Der Autor beim Exxpress regt sich zu recht auf, daß die
Presseagentur Reuters dieses Bestreben als Rechtsextrem bezeichnet. Früher
in der »freien Welt« waren Presseagenturen Unternehmen, die Nachrichten,
also Fakten, gesammelt haben und diese an Medienbetriebe –
Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsender, wertungsfrei
verkauft haben. Parteiliche Agenturen kannte man früher nur aus totalitären
Staaten, wie zum Beispiel Nowosti in der UdSSR oder der Allgemeine Deutsche
Nachrichtendienst (ADN) der DDR, über die man natürlich im Westen die Nase
rümpfte.
Aber heute sind wir so weit, daß der politische und auch mediale,
mittlerweile im links-marxistischen Milieu angelangte Mainstream, in dem
sich auch die europäischen Presseagenturen bewegen, alles als rechts oder
gar rechtsextrem umrahmt, was konservativ ist oder was die Freiheit der
Bürger betrifft: ob die Freiheit, sich auf Autobahnen schnell zu bewegen,
sich impfen lassen oder nicht, durch Volksentscheide an der Entwicklung des
Landes mitzuwirken oder frei von Überwachung und Beschränkungen zu sein,
wie es sich auch durch die anonyme Verwendung Geldes und natürlich auch
durch den physikalischen Besitz von Geld ausdrückt. Der Spruch »Bargeld ist
gedruckte Freiheit«, der sich aus einem Werk von Fjodor Michailowitsch Dostojewski
ableitet, faßt das kurz und bündig zusammen!
Leider ist es sehr unwahrscheinlich, daß dieses Thema auf Deutschland
überschwappen wird, schon allein deshalb, weil die AfD genau das schon
lange fordert. Und ein Thema der AfD aufzugreifen ist bei uns ein Tabu,
dessen Bruch mit standrechtlichem Canceln bestraft wird. Deshalb wird sich
auch bei den anderen Oppositionsparteien, geschweige Regierungsparteien,
niemand finden, der das Thema in den Mund nimmt, auch wenn er vielleicht
insgeheim sich dieser Forderung anschließt.
Hinzu kommt, daß, während andere EU-Staaten mittlerweile hin und wieder
Zeichen der Vernunft zeigen, wie zum Beispiel in der Migrationspolitik,
sich Deutschland weiter und weiter in den dummen Wahnsinn des politisch
Korrekten hineinsteigert, mit ihrer Ampelkoalition in den totalitären
Super-Nanny-Staat steuert, und sich international isoliert und lächerlich
macht, ähnlich wie die USA. Im Moment ein absolut hoffnungsloser Fall.