Heide Simonis ist gestorben. Ich trauere der Frau keine Träne nach.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie unter ihrer Regierung der
erfolgreiche Volksentscheid in Schleswig-Holstein gegen die fürchterliche
Rechtschreibreform nach nur einem Jahr rückgängig gemacht wurde. Insofern
ist sie die Vorreiterin von dem, was Merkel in Thüringen angerichtet hat.
Ja, natürlich kann ein Volksentscheid nicht ewige Wirkung haben – aber er
sollte meiner Meinung nach zumindest genauso lange Gültigkeit besitzen, wie
die Wahl der entsprechenden Regierung. Bemerkenswert ist noch, daß bei der
damaligen Abstimmung alle Abgeordneten gegen die Bevölkerung, für
die Rückgängigmachung des Volksentscheids gestimmt haben. Es gab keine
Gegenstimmen, nicht mal Enthaltungen, auch nicht von der Opposition: Ein
kräftiger Tritt in den Hintern der Demokratie. Insofern freut es mich,
daß sie letztlich bei ihrer Wiederwahl als Ministerpräsidentin an der
Demokratie gescheitert ist.
Mit bei der Abstimmung war übrigens auch der Sonnyboy der ach so
liberalen FDP, Wolfgang Kubicki. Auch das werde ich nicht vergessen und ihm
nicht verzeihen.
Gut, daß sich seit meiner Jugend keinen Drang mehr verspüre, in Freibäder
zu gehen. In Berlin eskaliert mittlerweile die Lage in den Freibädern
aufgrund von Migranten, in einem Brandbrief beschreiben die Mitarbeiter die
untragbaren Zustände, beklagen mangelnde Unterstützung. Junge Freiheit und Focus schreiben darüber, der Quelle ist wohl ein Artikel im Tagesspiegel hinter der Paywall.
Leute mundtot zu machen, indem man sie entmonetarisiert, bzw. ihnen
einfach die Konten sperrt, meist mit einer sehr wolkigen, allgemeinen
Begründung wie »Vertragsverletzungen«, ist nicht wirklich neu. Auf dem
europäischen Festland betrifft das hauptsächlich Personen, die der
Allgemeinheit so nicht bekannt sind: YouTuber, Blogger. Auf der Insel
traut man sich auch an Persönlichkeiten heran. So hat es jetzt den Mr. Brexit, Nigel Farage getroffen.
Ach ja, was ist das nur für ein freiheitliches, pluralistisches
Europa!
Tichys Einblick berichtet, wie in Hessen von Behörden falsche
Zahlen zu der Zahl der Messerangriffe im Bundesland herausgeben. Die Zahl
liegt wohl tatsächlich viermal höher als bekanntgegeben!
Hadmut Danisch hat auch die Sprüche des WEF-Mitglieds mitbekommen und
mal extrapoliert, was das bei der Geisteshaltung der jetzigen
Regierung denn für die verschiedenen Personengruppen bedeuten würde: Geld
wird nur noch zu einem Bezugsschein, der nach politischer Gesinnung,
Geschlecht und Herkunft vergeben wird. Was das für die alten weißen Männer
bedeutet, die womöglich noch kritisch sind, sollte klar sein.
Ein ähnlich totalitärer Ansatz – warum ich das hier auch erwähne –, ist
eine Meldung,
von der
er berichtet. Demnach ist jetzt das Paßgesetz so geändert worden, daß
die Behörden leichter Leuten den Paß entziehen können, damit sie nicht mehr
ausreisen können – Mauerbau wie zu DDR-Zeiten. Natürlich sind die Kriterien
schwammig wie heute üblich. Wer ist denn heute ein »Extremist«? Nach den
Grünen alle, die nicht eine links-grüne Gesinnung haben. Er fragt sich, ob
er als Blogger demnächst auch nicht mehr ausreisen darf.
Nachdem Facebook mit seinem neuesten Produkt »Threads« einen Konkurrenten
auf den Markt gebracht hat, und dieser innerhalb von wenigen Tagen
Millionen von Nutzern für sich gewinnen konnte (wobei das
hochwahrscheinlich meist Nutzer andere Facebook-Dienste sind), hat Ars Technica mal zusammengestellt, was die entsprechenden Apps auf
den Mobiltelefonen so für Daten sammeln von ihren Benutzern. Und das ist
gigantisch. Da wird auch schnell klar, warum Threads (das von Kritikern
auch schnell in »Threats« – Bedrohungen – umgetauft wurde) vorerst in der
EU nicht verfügbar ist. Twitter und auch einige andere unbekanntere
Konkurrenten sind allerdings nicht wesentlich besser. Einzig die
Open-Source-Variante Mastodon fällt da positiv aus dem Rahmen.
Ein Mitglied des World Economic Forums (WEF – diese Neokapitalisten und
Demokratiefeinde) erklärt die Vorteile des digitalen Geldes für den
Staat: Er kann steuern, für was die Bürger das Geld ausgeben können. (Ich
vermute mal, das geht so in die Richtung »smart contracts«.)
Alexander Raue
erzählt die Geschichte auf seinem YouTube-Kanal.
Wieder gibt einer auf. Der YouTuber Darek Shabany, der auf seinem
YouTube-Kanal Darius bislang Kritik an der deutschen Politik
geäußert hat, macht mehr oder weniger schluß. Viele Beiträge wurden mit
zweifelhaften Gründen demonetarisiert, ihm also die Werbeeinnahmen
gestrichen, die Reichweite seiner Beiträge wurde eingeschränkt, ihm wurde
mit Löschung seines Kanals gedroht. Mehrfach hat er sich juristisch
erfolgreich dagegen gewehrt, aber neben den hohen Kosten ist das wohl
aufwendig und nervenaufreibend. Und das wird ihm jetzt zuviel.
Er will massiv seine
YouTube-Aktivitäten einschränken.
Er ist einer von vielen. YouTube hat mal wieder gewonnen. Wir haben durch
die »Twitter Files«, die Elon Musk veröffentlicht hat, erfahren, wie das
Zusammenspiel zwischen dem Social Media-Konzern Twitter und den Behörden
funktioniert hat. Man muß davon ausgehen, daß das mit YouTube bzw. im
gesamten Firmenverband Google/Alphabet mindestens genauso abläuft. Bei
Facebook ebenso: Kaum war der neue Twitter-Konkurrent »Threads« gestartet,
kamen auch schon die ersten Beschwerden über Zensur.
Und dann kommen wieder die ganzen Politiker, heucheln was von Freiheit,
Meinungsfreiheit, von Demokratie, von »westlichen Werten«, von
Menschenrechten, von dem »besten Deutschland, das es je gab«. Es ist
einfach nur noch zum Davonlaufen!