Dreieinhalb Minuten, die man sich gönnen sollte:
Nicolaus Fest von der
AfD hält im EU-Parlament eine sehr interessante Rede. Durch
Zufallsprinzip war er zum Berichterstatter zum Thema Rechtsstaatlichkeit in
den EU-Mitgliedsstaaten gewählt worden. Statt wie vermeintlich gewünscht so
Staaten wie Ungarn oder Polen ins Visier zu nehmen, hat er sich Deutschland
angenommen und listete in seinem Bericht viele Verfehlungen auf, die in der
Rede auch grob umreißt. Dieser Bericht mußte aber noch vor der
Veröffentlichung mit den Kollegen abgestimmt werden. Und weil nicht sein
kann, was nicht sein darf, haben nach seiner Aussage die Kollegen 400 (!)
Änderungsanträge gemacht, die dank Mehrheit der anderen natürlich auch
durchkamen, sodaß am Ende von seiner Kritik an Deutschland überhaupt nichts
übrig blieb.
Wahre Demokraten, die da herumsitzen und Ungarn oder auch ganz andere
Länder mit Dreck bewerfen, oder?
»Die Leute können nicht mehr«, jammert Wirtschaftsminister Robert Habeck über seine Mitarbeiter in
seinem Ministerium. »Es ist jetzt kein Scheiß, den ich erzähle: Die Leute
werden krank. Die haben Burnout, die kriegen Tinnitus.« n-tv schreibt
weiter, laut Habeck habe das Ministerium in den letzten neun Monaten 20
Gesetze und 28 Verordnungen gemacht.
Ja, da müssen seine Gefolgsleute, die er da sicherlich wie allen anderen
positioniert hat, plötzlich das erste Mal in ihrem Leben richtig arbeiten!
Und vielleicht müßten die auch weniger Gesetze und Verordnungen machen,
wenn sie sie gleich richtig machen würden! Nebenbei kommt hier auch die
grüne Regulierungswut und Bevormundungsmentalität zum Vorschein und man
wundert sich nicht mehr, daß die Unternehmer immer mehr durch Bürokratie
erdrückt werden.
Ich hatte heute bei Twitter eine Diskussion mitbekommen, wo sich Deutsche
(Spätaussiedler?) darüber gefreut haben, daß sie in ihren Ausweisdokumenten
als Geburtsort nun endlich den schlesisch-deutschen Ortsnamen durch den
jetzigen polnischen Namen ersetzen konnten. Ich weiß nicht, ob die Leute
vor oder nach der Übernahme durch die Polen dort geboren wurden, aber ich
frage mich, wie man sich seiner schämen muß bzw. sich selber hassen muß, um
das zu machen? Warum haben sie dann nicht die polnische Staatsbürgerschaft
angenommen? Daß das nun von Staatsseite erleichtert wurde (so klang das
zumindest an, nicht weiter recherchiert), sagt auch so einiges.
Oh my God! Was für eine Farce. Steigende Flüchtlingszahlen bereiten
Faeser Sorge, heißt es. »Wir sehen verstärkte Migration über
Tschechien, über Österreich – auch nach Deutschland« zitiert die Welt. Ich habe das extra fett ausgezeichnet, weil
eigentlich jeder – auch Frau Faeser – genau weiß, daß nicht nur ein paar
davon, sondern fast alle nach Deutschland wollen. Sie wolle Gespräche
führen, »warum die Migration auf einmal so zugenommen hat«.
Seit Monaten kritisieren konservative Politiker, Medien und Fachleute,
daß die Migrationspolitik der Ampel alle Schleusen öffnet und faktisch alle
in unser Sozialsystem einlädt
(ein Grüner sogar
explizit), und erklären, daß sich das natürlich in den Kreisen auch
herumspricht und eine Sogwirkung erzeugt, aber Frau Faeser fragt
sich, woher das kommt! Kann man eigentlich wirklich so dumm und
verblendet sein?
Berlin hat jetzt die Lösung gefunden, wie es die Zahl von Straftaten, die
von Menschen mit Migrationshintergrund begangen werden, deutlich reduzieren
kann: Man erfaßt den Migrationshintergrund einfach nicht mehr! Aus den
Augen, aus dem Sinn! Wenn man jetzt deutsche Straftäter mit und ohne
Migrationshintergrund in einen Topf wirft, kann man dann in der Statistik
auch halbwegs vorlügen, daß die restlichen Straftäter mit unzweifelhaften
Migrationshintergrund – die Ausländer – nicht viel straffälliger als die
»Deutschen« seien, und man kann die »Rechten« wieder wegen ihrer
»Verschwörungsmythen« beschimpfen!
Ja, do schau her! Junge Freiheit und die NZZ berichten – sich auf einen Paywall-Artikel in der Süddeutschen
Zeitung beziehend –, daß die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Länder
nicht nur ein paar wenige Fake-Accounts im Internet betreiben, sondern
hunderte. Soviele, daß sie sich austauschen müssen, damit sie nicht
gegenseitig auf ihre Accounts hereinfallen.
Das zusätzlich besonders Schlimme ist, daß sie angeblich dort auch
richtig vom Leder lassen, sprich, Straftaten von Beleidigungen bis zu
Volksverhetzungen durchführen. Natürlich nur, um von der »Szene« akzeptiert
zu werden – sagen sie. Aber was ist, wenn sie andere damit anstiften,
mitzumachen – vom einfachen »Like« bis zum textuellen Einstimmen in den
Kanon?
Aus meiner Sicht betätigen sie sich als Agents Provocateurs, sie
provozieren Straftaten. Das ist aber in Deutschland streng verboten. Und
wenn sich die Verfassungsschützer schon im Netz offenbar schon gegenseitig
auf die Füße treten, muß man ja mal fragen, ob der ganze Haß und die Hetze,
was da angeblich im Internet ständig beobachtet wird, mehrheitlich von den
Verfassungsschützern selbst produziert wird. Vielleicht erinnert sich noch
jemand daran, daß wir schon mal etwas vergleichbares hatten: Beim
NPD-Verbotsverfahren. Hier hatte jeder Verfassungsschutz seine V-Männer im
NPD-System untergebracht, und man hatte dann lieber darauf verzichtet, das
Verfahren weiter zu betreiben, als sie alle zu enttarnen. Wahrscheinlich
wäre dann herausgekommen, daß bei meisten Angriffspunkten für das
Verbotsverfahren die V-Männer beteiligt gewesen sind…
Ich glaube, ich führe eine neue Kategorie ein. Hier kommt nun der
Unspruch des Tages, analog zum Unwort des Jahres:
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist das größte Gemeinwohlprojekt, das
es in Deutschland gibt.
Das sagt
ZDF-Chefredakteur Peter Frey. Framing vom feinsten! Die
Unverfrorenheit grenzt schon fast an den unerträglichen Spruch des
damaligen WDR-Chefredakteurs Jörg Schönenborn von der Rundfunkgebühr als
»Demokratieabgabe«.
Es kommen ja immer wieder Meinungen auf, die EU werde, wenn man sie läßt,
am Ende sich zu einem totalitären Zentralstaat nach Vorbild der UdSSR
entwickeln. So ganz von der Hand zu weisen finde ich das ja nicht.
Anzeichen gibt es ja zu genüge. So undemokratisch ist sie jetzt schon,
deshalb ist es perfide und gleichzeitig lächerlich, wie die EU jetzt gerade
Ungarn vorwirft, das Land wäre eine »Wahl-Autokratie«. Wenn man versucht, hinter
diesem vom EU-Parlament frisch erfundenen Begriff eine Bedeutung
hineinzuinterpretieren, dann kommt man schnell darauf, daß die EU (und
nicht nur die) genau so eine ist: Die Bürger der Mitgiedstaaten wählen
Listen mit irgendwelchen Kandidaten (demnächst sogar aus anderen
Mitgliedsstaaten). Im Parlament angekommen, kümmern die sich um alles, nur
nicht um die Bevölkerung – wie bei uns, siehe Baerbock-Ausspruch. Von der
Bildung der Kommission – mit der willkürlich eingesetzten, weltweit
unfähigsten und moralisch korruptesten Politikerin an der Spitze – ganz zu
schweigen, die nur noch in geopolitischen Maßstäben denkt, als hätte die EU
hier irgendeine Bedeutung.
Darin unterscheiden sich EU und Deutschland übrigens von Ungarn, denn bei
aller Kritik gilt für Viktor Orbán analog zu Trump »Ungarn und deren Bürger
zuerst«. Und, was die Korruption betrifft, seien wir doch mal ehrlich:
Glaubt einer, daß die EU im Zusammenspiel mit den Lobbyisten-Armeen der
Unternehmen weniger korrupt ist als die ungarische Regierung? Die EU
trampelt zudem auf den Maastricht-Verträgen herum, macht unkontrolliert
dicke Deals mit den Impfstoffherstellern und obendrauf macht die EZB alles,
nur nicht das, was sie soll – für stabiles Geld sorgen.
Wie das Zentralkomitee in der UdSSR zieht sie sich die Macht in allen
Bereichen an sich – getreu dem von Jean-Claude Juncker beschriebenen
Prinzip de kleinen Schritte. Einer dieser Schritte ist nun ganz neu die
Einführung der Planwirtschaft. Natürlich erstmal für die Krisenzeiten. Aber was heißt das schon,
»Krisenzeiten«? Es ist nur eine Pseudo-Einschränkung. Denn wir wissen ja,
daß heutzutage die Krisen nicht mehr nur gottgegebene Unglücke sind, nein,
sie werden auch noch selbst produziert, wie die jetzige Energiekrise. Und
da ist natürlich noch immer die angeblich menschengemachte Klimaerwärmung
im Hintergrund. Man kann sie beliebig dramatisieren, je nachdem, wie man es
gerade braucht. Käufliche Wissenschaftler lassen sich da bestimmt schnell
finden. Und braucht man Krisen nicht immer? Manche Politiker hatten sich ja
begeistert gezeigt, was plötzlich in der Corona-Krise so alles möglich war,
wie man Freiheitsbeschränkungen mit Katastrophenszenarien, Dramatisierungen
durchsetzen kann und das von der Mehrheit der Bevölkerung brav geschluckt
wird. Durchregieren ohne Widerstand. Das möchte man doch gerne
fortsetzen!