Der Bundestag hat klammheimlich am §130 StGB herumgefummelt, Mittwoch
nacht um 23:00 Uhr, dazu noch im sogenannten Omnibus-Verfahren. Dabei wird
die Änderung einfach einem anderen Gesetzesänderung, die damit nichts zu
tun hat, angehängt. Obwohl nicht notwendig, hat die CDU/CSU-Fraktion der
Änderung zugestimmt, während AfD und Linke dagegen gestimmt haben.
Bei dem Paragraphen handelt es sich um den sogenannten
Volksverhetzungsparagraphen. Die bisherige Version stellte die Leugnung des
millionenfachen Mordes der Nationalsozialisten an Juden und anderen unter
Strafe. Dieser Paragraph ist nun ausgedehnt worden auf alle Völkermorde,
Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.
Eigentlich kann doch niemand etwas dagegen haben? Dennoch regt sich
Widerstand. Es erregt schon Mißtrauen, wenn so eine Änderung so heimlich an
der Öffentlichkeit vorbei beschlossen wird. Die inhaltliche Kritik kommt
aber auch. Wie immer, alles zu unbestimmt. Wer definiert, was ein
Kriegsverbrechen ist? Außerdem sei das Gesetz »zeitlos«. Man sieht
allgemein die Meinungsfreiheit in Gefahr, bei konträrer Meinung könne man
sich schnell strafbar machen.
Die NZZ bringt ein Interview mit einem Strafrechtsexperten, in dem die Probleme
angesprochen werden. Auch die Welt hat einen kritischen Artikel, der aber
leider schon hinter der Paywall verschwunden ist.
Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Verfassungsschutzpräsident, sieht noch ein ganz anderes Problem:
Ich empfehle den vorgesehenen neuen § 130 StGB aus dem FDP-Hause
Buschmann Ihrer besonderen Aufmerksamkeit. Diese Neuregelung ist […] ein
Angriff auf die Meinungsfreiheit. Vermutlich wird nicht wahrgenommen, daß
§ 3 Abs. 1 S. 1 Nr. 6a G10-Gesetz auf diese Vorschrift verweist. Danach
kann eine Telekommunikationsüberwachung (Überwachung von Telefon,
WhatsApp, Emails etc etc) und eine Überwachung des Postverkehrs durch die
Nachrichtendienste bereits dann angeordnet werden, wenn der Verdacht
besteht, daß jemand eine Volksverhetzung plant. Dadurch daß der Inhalt von
§ 130 StGB nunmehr erweitert wird, wird der Anwendungsbereich des § 3
G10-Gesetz ins Beliebige ausgedehnt. Die bereits bestehende Regelung ist
einer freiheitlichen Demokratie unwürdig, weil die Nachrichtendienste
schon beim VERDACHT, daß jemand eine Volksverhetzung (und nicht ein
Kapitaldelikt) PLANT, abhören dürfen. Mit der Ausdehnung des Tatbestandes
von § 130 StGB und der damit folgenden Ausweitung von § 3 G10-Gesetz wird
das Post- und Fernmeldegeheimnis zu einer Farce.
So, die Gretchenfrage: War die Koalition zu dumm, um das zu merken, oder
war das ganz im Gegenteil willkommener Nebeneffekt oder gar die
Absicht?
Audi ist am Ende. Erst die Mitwirkung im mütterlichen Dieselskandal, dann
das Gender-Gaga im Unternehmen, und jetzt will der Audi-Chef noch autofreie Tage und Tempolimit, aber angeblich gleichzeitig in
die Formel-1 einsteigen. Wir haben hier wirklich nur noch Bekloppte am
Start.
Nachtrag: Kommentar beim Focus
Da sind sie mal wieder, die ach so hochgelobten Werte – ob europäische
oder deutsche. Die Politik wird nicht müde, uns zu erklären, daß wir nicht
mit Schurkenstaaten zusammenarbeiten dürfen, aber der Bundeskanzler
höchstpersönlich setzt sich ein, daß mit dem Deal um ein Terminal im
Hamburger Hafen der chinesische Staat, der bei dem gerade abgeschlossenen
Parteitag klar gezeigt hat, daß es mit ihm in eine noch düstere Zukunft
geht, sich einkaufen darf. Was für eine Verlogenheit. Würde mich ja
interessieren, wieviel Scholz persönlich dafür kassiert.
Nebenbei habe ich in diesem Kontext gestern wieder schöne Manipulation im
Staatsfunk gesehen – bei der Tagesschau. Die leben wohl in einer anderen
Realität als ich. In den 20-Uhr-Nachrichten wurde glatt behauptet, die
Entscheidung wäre noch offen und die sechs Ministerien hätten noch nicht
zugestimmt. Derweil habe ich gestern nachmittag bereits in den
Online-Medien gelesen, daß die Ministerien nach dem Kompromißvorschlag mit
24,9% umgefallen seien. Ich weiß nicht, was die Tagesschau damit bezwecken
wollte, aber es war schlichtweg falsch.
Ukraine will 500 Millionen Dollar von Deutschland monatlich,
also 6 Milliarden im Jahr – nicht, um den Russen abzuwehren oder für den
Wiederaufbau, sondern um den Staat, die Renten zu finanzieren. Und unsere
Regierung wird so blöd sein, das zu machen. Die deutschen Bürger kann man
sicher noch ein bißchen mehr ausnehmen, die Infrastruktur und Schulen noch
weiter verrotten lassen. Die Grünen basteln ja zudem schon an der
Vermögenssteuer. Irgendwann ist Deutschland ohne Krieg so kaputt und arm
wie die Ukraine mit dem Krieg.
Nachtrag: Auch die Welt berichtet davon – die Leser toben!
Nachtrag 2: Ich lese gerade in den Kommentaren, daß die Ukraine
gerade erst das Renteneintritsalter von 55 auf 60 Jahre erhöht habe. Die
Einkommenssteuer liegt dort angeblich fest bei 18%…
Nachtrag 3: Die SPD-Politikerin Saskia Esken, am äußersten linken
Rand ihrer Partei, fordert eine Vermögenssteuer explizit für den Wiederaufbau der
Ukraine. Ich glaube, ich spinne! Damals war der »Solidaritätszuschlag«
von Kohl für die Ex-DDR ja noch irgendwo einsehbar (auch wenn wir dabei
massiv belogen und betrogen wurden), aber das ist ja schon wirklich
eine Unverschämtheit!
Ich zappe gerade so durch YouTube, komme bei Julian Reichelt vorbei,
der sich über die ungelernte Mannschaft der Grünen im Bundestag
echauffiert. Ich klicke da also irgendwo herein und
bekomme einen Clip von
Ricarda Lang präsentiert:
…ich glaube, daß es uns im Bundestag ganz gut tun würde, wenn dann ein
paar junge Menschen drinwären, die vielleicht zum Beispiel noch wissen,
wie es ist, einen Bafög-Antrag auszufüllen.
Ja, genau solche Leute brauchen wir im Bundestag! Die sind dann
qualifiziert genug, für unser Land lebenswichtige Entscheidungen zu
treffen!!!
Herr, laß Hirn vom Himmel regnen!
Reichelts Sendung dreht sich allgemein um die Qualifikation diverser
Grüner im Bundestag, nur, falls Ihr Euch an der Dummheit dieser Leute
ergötzen wollt!