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Gastkommentar bei Heise: Wegfall der
Geschäftsgrundlage bei der Vorratsdatenspeicherung durch
voraussichtliches Urteil des EuGH. Der Kommentator, u.a.
SPD-Politiker, sollte sich mal zur Spitze seiner Partei vorkämpfen und
Tacheles reden.
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Sascha Lobo: Vorratsdatenspeicherung nach Snowden: Lernen aus der Zukunft,
oder die Unfähigkeit von CDU, CSU und SPD, genau das zu tun.
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Der Untersuchungsausschuß des EU-Parlaments zum NSA-Skandal kommt zu
interessanten Ergebnissen und Forderungen – sehr im Sinne der
Datenschützer. Hätte ich denen gar nicht zugetraut. Da kann sich Merkel
& Co. mal eine Scheibe davon abschneiden.
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Läßt die Regierungskoalition langsam die Maske fallen, was die
parlamentarische Demokratie für sie bedeutet? Die Grünen sind offenbar so
unzufrieden mit dem, was ihnen angeboten wird, daß sie jetzt offen
drohen, vor das Bundesverfassungsgericht zu gehen.
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Der amerikanische Finanzminister Jack Lew will uns sagen, wie wir
haushalten sollen. Das ist doch ein Treppenwitz. Mag ja unsere
Bundesregierung furchtbar schlecht sein, aber Amerikas Fiskalpolitik ist
ohne Wenn und Aber der direkte Weg in die Hölle. Man muß sich geistig
nicht besonders anzustrengen, zum zu merken, daß Lew nur im
amerikanischen Eigeninteresse argumentiert. Was sonst? Das tun sie
immer! Die FAZ hat eine qualifiziertere Erwiderung auf die Forderungen als meine
Wenigkeit.
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Experte: Pofalla-Wechsel ist »bezahlte Korruption«. Ich liebe
klare Worte. Bei der SZ gibt es noch einen weiteren Artikel, »Du hast Deine Wähler betrogen«, zur Stimmung in seinem
Wahlkreis. Der bekommt dort kein Bein mehr auf den Boden. Grube hält
unterdessen wohl an Pofalla fest. Wohl auch, weil er ihm u.a. bei Stuttgart 21 und dem vierten EU-Eisenbahnpaket gute Dienste erwiesen
hat.
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In Hamburg ist um das Kulturzentrum Rote Flora ein »Gefahrengebiet«
eingerichtet worden, wo Passanten von der Polizei anlaßlos kontrolliert,
oder, vielleicht besser ausgedrückt, drangsaliert, werden. Das Schlimme
dabei ist, daß das ohne einen Richterbeschluß gemacht wurde. Noch
schlimmer wird es dadurch, daß die Begründung für die Einrichtung, eine
Attacke Linksautonomer auf die Davidwache, gar nicht stattgefunden haben soll, wie Zeugen berichten.
Der Stern sorgt sich um die Rechtsstaatlichkeit dieser Aktion. Zu
Recht. (Mangelnde) Verhältnismäßigkeit und Generalverdacht (wie bei der
VDS) sind hier Stichworte.
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Fefe hat wieder etwas ganz
Gruseliges ausgegraben, thematisch nicht weit vom vorherigen Punkt:
Im Orwell-Kandidatenstaat Nr. 1, Großbritannien, soll ein Gesetz her, das
der Polizei mit Hilfe eines Richters erlaubt, Personen beliebige Verbote
und Pflichten aufzuerlegen, für die es als solche keine Gesetzesgrundlage
gibt. Und wer dagegen verstößt, begeht eine Straftat.
Es gibt ein neues
animiertes
Aufklärungsvideo zum geplanten Transatlantischen Handelsabkommen zwischen
USA und EU (TTIP). Bitte unbedingt anschauen und weiterverbreiten. Und
wer bei Campact noch nicht mit unterzeichnet hat, kann es
hier tun. Mehr
als 290.000 besorgte Menschen haben es schon gemacht! Dort gibt es auch
detailliertere
Information dazu.
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Wo ist das deutsche Gold? Aus Fort Knox verschwunden? Der Artikel stellt Überlegungen an,
ob der Anteil bundesdeutscher Goldreserven, der angeblich in
US-amerikanischen Tresoren liegen soll, überhaupt noch dort ist, oder ob
die Amerikaner damit (sich ver-) spekuliert haben. Das wäre schon ein
dicker Hammer – Veruntreuung auf Staatsebene. Wäre das den Amerikanern
zuzutrauen? Ein klares »Ja« meinerseits.
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Fishing for sympathy? Wenn man bösartig wäre, würde man
vermuten, daß Merkel nun ihre Beliebtheitswerte durch einem fingierten
Unfall erhöhen möchte, nachdem sie feststellen mußte, wieviel Mitgefühl
Michael Schumacher entgegengebracht wird. Klappt bei mir aber nicht: Von
mir aus hätte sie sich wer-weiß-was brechen können…
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Wow, es hat ja gerade mal einen Tag gedauert, bis der SPD-Maas in Sachen VDS umgefallen ist. Das ist
rekordverdächtig.
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Sicherheitswahn in USA: auch für das FBI ist nun Sicherheit die oberste Priorität (via
Fefe).
Die gute Nachricht:
Die Vorratsdatenspeicherung ist weiterhin auf Eis (und hier auf
netzpolitik.org).
Die schlechte Nachricht:
Auch wenn Maas’ Äußerungen etwas nach einem Sinneswandel klingen, glaube
ich das nicht. Entgegen ihres propagierten Antlitzes ist die SPD
traditionell bürgerrechtsfeindlich und fällt dem Bürger nicht selten in den
Rücken (Stichwort »Verräterpartei«). Es ist wohl eher einem Rest an
Verstand geschuldet, daß man jetzt eine Neuregelung nicht über’s Knie
brechen muß, wenn Änderungen sicher sind.
Aber selbst das geht den verstandlosen Wadenbeißern der CDU und CSU (z.B.
Uhl, Bosbach, Krings) natürlich schon mal gar nicht in den Kopf, denn sie
wollen Fakten schaffen für ihre ebenso dumbe Klientel, und sie bellen schon
wieder herum.
Da die Wahrscheinlichkeit, daß der EuGH die VDS in Gänze ablehnt, ähnlich
groß ist wie die, daß die NSA mit ihrer globalen Schnüffelei aufhört, wird
es daher eh nur ein kleiner Aufschub sein.
Update: mehr Reaktionen auf
heise.de.
Die Medien überschlagen sich. Pofalla soll 2010 maßgeblich an der
Besetzung des Aufsichtsratsvorsitzenden der DB AG beteiligt gewesen
sein. Erwartet er jetzt ein Dankeschön von diesem? Zudem macht er den
Wulff: Was er für andere fordert, gilt natürlich nicht für ihn selbst. 2005
hat Pofalla Schröder scharf wegen seines Wechsels zu Gazprom
kritisiert.
Und Mandatsaufgabe, wozu? Da gibt es doch keine Interessenkonflikte,
oder? Einem Fernsehbericht zufolge sollen die Wähler und die
CDU-Lokalpolitiker in seinem Wahlkreis Kleve stinksauer sein. Gönne ich
denen aber irgendwie. Wer es nach der Bosbach-Beleidigung und seinem NSA-Erklärungsdebakel nicht kapiert
hat, wie charakter- und kompetenzlos der Mensch ist, und weiterhin
Wegbereiter für ihn spielt, hat es nicht besser verdient.
Wenigstens gibt es kleine Hoffnung: Die Stimmung im Aufsichtsrat, der ja
ihn bestellen muß, ist wohl auch nicht so gut. Andererseits wird, so
schätze ich mal, Merkel den Aufsichtsratsmitgliedern mit Konsequenzen
drohen, damit sie es sich noch in ihrem Sinne überlegen. Wobei Pofalla
mittlerweile politisch so verbrannt ist, daß es eigentlich relativ egal
ist, wie das alles endet.
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Nichts neues: Die Republikaner glauben zum größten Teil an die göttliche
Schöpfung. Gut, sie haben ja sonst nichts, mit dem sie sich von den
Affen abgrenzen könnten. Leider sieht es aber bei vielen CxU-Anhängern
nicht viel besser aus.
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Langsam holt uns die Euro-Krise wieder ein. Griechenlands Außenminister
Venizelos fordert, Deutschland müsse »…das Recht auf einen anderen Lösungsansatz« akzeptieren.
Welchen Lösungsansatz meint er? Den, auf Kosten der Geberländer wie eine
Made im Speck1 zu leben? Na klar: »Es gibt nun einmal eine
klare Aufteilung in Geber und Nehmer in der EU«, und er möchte den
Gebern am liebsten die Kontrolle entziehen. Und dann die Drohgebärden:
mit einem »Grexit« wären die bereits gezahlten 240 Mrd. Euro weg. Nun ja,
nur wer an den Weihnachtsmann und den Osterhasen glaubt, der glaubt auch
noch, daß die noch nicht längst futsch sind. Eins kann man auf jeden Fall
konstatieren: Die Griechen sind immer noch nicht einmal im Ansatz
gewillt, ihr Problem zu lösen.
1 ich weiß, vielen Griechen geht es momentan saudreckig.
Aber es ist nicht nur das Handeln der oberen Zehntausend, das zu dem Status
Quo geführt hat. Korruption, Steuerhinterziehung und Erschleichung von
unrechtmäßigen Staatsleistungen waren und sind offenbar ein Volkssport quer
durch alle Schichten.
Der Spiegel berichtet über den immer größer werdenden Einfluß der
Al-Qaida in Syrien und Irak. Das ist also das Ergebnis
jahrzehntelanger Bemühungen der USA in der Region. Unter Saddam Hussein und
Baschar al-Assad hat es bestimmt viel Tyrannei, Folter und Morde gegeben.
Was jetzt aber nach der »Befreiung« Iraks und der Unterstützung der
Aufständischen in Syrien entstanden ist, scheint jedoch um Größenordnungen
schlimmer zu sein. Man kann nur hoffen, daß wenigstens Ägypten, Tunesien
und Libyen noch die Kurve kriegen. Afghanistan habe ich aber schon
aufgegeben.
In der FAZ gibt es einen Artikel über die langsame Abschaffung von Bargeld in Schweden, aber auch in Dänemark.
Vielerorts kann man dort nicht mehr mit Bargeld bezahlen, etliche
Bankfilialen geben auch kein Bargeld mehr heraus.
Leider arbeitet der Artikel die negativen Effekte zuwenig heraus. Die
Abschaffung des Bargelds wird zwar wohl nicht vom Staat gefördert, aber ist
sicherlich auch nicht unerwünscht: Gerade die Schweden haben bisweilen eine
spezifische Sicht auf das gesellschaftliche Zusammenleben, und die
Privatsphäre gehört wohl eher nicht dazu. Anonym bezahlen zu können, ist
ein wichtiger Bestandteil der Privatsphäre, auch wenn es in der Regel im
öffentlichen Raum passiert. Beim elektronischen Bezahlen wird gespeichert,
wann, bei welchem Unternehmen und an welchem Ort man kauft, und es werden
natürlich die Waren und Dienstleistungen mit dem Käufer assoziiert. Bei der
fleißigen Zusammenarbeit der Schweden mit der NSA dürfte klar sein, daß die
Buchungsdaten lange gespeichert (Stichwort
»Vorratsdatenspeicherung«) und ausgiebig genutzt werden. Die Firmen
freuen sich natürlich auch, soetwas wie »Payback«-Karten braucht man dann
nicht mehr, um Kundenprofile erstellen zu können.
Neben der Privatsphäre steht auch ein Stück Eigentum und Freiheit auf dem
Spiel. Mit ein paar Mausklicks kann jemand mit einem Schlag seines
Barvermögens enteignet und vor allem handlungsunfähig gemacht
werden. Er kann sich keine kleine finanzielle Sicherheit im Safe oder unter
dem Kopfkissen anlegen – außer mit ausländischen Devisen oder Edelmetallen,
mit denen er jedoch relativ wenig anfangen kann. Verwandte und Freunde
können ihm nicht einmal Geld leihen, sie könnten ihm das ja höchstens
überweisen! Das weckt auch Begehrlichkeiten, z.B. sich bei einer hohen
Staatsverschuldung an den Privatvermögen zu bedienen. Um Bank-Runs braucht
sich der Staat keine Sorgen mehr zu machen.
Schlußendlich habe ich auch noch meine Zweifel, daß durch die Abschaffung
die Kriminalität zurückgeht. Vielleicht temporär, aber die Kriminellen
werden sich neue Wege suchen: Im Bösen, seien es Krieg oder Verbrechen,
sind die Menschen leider am kreativsten.
Also man muß schon grenzenloses Vertrauen in Staat und Banken haben und
ein großes Stück Naivität, um das gut zu finden.
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Lacher des Tages: Die CDU ist auch für einen NSA-Untersuchungsausschuß. Das ist
einerseits absolut scheinheilig in Hinblick auf ihre bisherige
Vertuschungstaktik, andererseits dient es vermutlich nur dazu, bei der
Bildung negativen Einfluß auf die Aufgaben des Ausschusses zu nehmen. Wir
werden sehen…
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Die FAZ bringt Bitcoins und NSA zusammen: Die Verschwörungstheorie lautet, daß Bitcoins ein von der NSA
gefördertes Projekt sei, um die zivile Forschung und Entwicklung von
leistungsfähigerer kryptographischer Hardware anzuregen, um letztendlich
selber davon für das Knacken von Schlüsseln zu profitieren. Nun, klingt
etwas abwegig, aber wer will das heute noch ausschließen?
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Irgendwie hört die »Zeit« den Schuß nicht mehr: Sie findet den Pofalla-Wechsel zur DB AG völlig o.k. Wie neulich
rudern sie jetzt wieder mit einem Gegenkommentar zurück.
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Gruselig: Kim Jong Un soll seinen Onkel und fünf weitere lebendig an 120
hungrige Hunde verfüttert haben.
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Langsam wachen auch die Amerikaner auf, was Gen-Food für ein Müll ist.
Ein bekannter Frühstücksflocken-Hersteller will anfangen, auf
gentechnisch veränderte Zutaten zu verzichten.
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Wie gleichgeschaltet unsere Medien sind, manifestiert sich zur Zeit
darin, daß sie alle verbreiten, die alten Krankenkassenkarten seien ab
dem 1.1.2014 nicht mehr gültig. Wer im Internet sucht, findet schnell
heraus (notfalls über
Wikipedia), daß das eine Lüge der Verfechter der eGK ist, um den
Widerstand zu brechen.