Einmal Rundschau durch die Online-Medien, und schon habe ich wieder zig
Aufreger. So zum Beispiel die folgenden:
ARD zensiert das Wort »Indianer« im Cover vom Klaus-Lage-Song »1000 und
eine Nacht«. Und dann sind sie noch zu feige zu sagen, wer das
veranlaßt hat. Was für ein widerlicher Scheißladen.
Nachtrag: Florian Silbereisen selbst war es wohl laut Tichys Einblick
Nachtrag 2: Autor des Liedes erstattet Anzeige gegen Silbereisen und Egli
Weil wir gerade beim ÖR sind: Der MDR schmeißt das Geld zum Fenster heraus, als gäbe es kein
Morgen. Doch der Morgen kommt: Die Rücklagen sind fast aufgebraucht,
2024 ist Schluß mit Lustig. Bin gespannt, was dann passiert. Ich ahne
schon: Gebührenerhöhung!
Boris Pistorius versus Eva Högl: Weil Scholz eine Frau durch einen Mann
ersetzt hat, kreischen die linken Woken wegen der Verletzung der
selbstgesetzten Quote. »Scholz überging eine Frau, deren Berufung sich
aufgedrängt hätte«, schreibt die Presse. Über so einen Blödsinn mußte ich herzlich
lachen. Zwei Jahre als Wehrbeauftragte qualifizieren sie schon zur
Verteidigungsministerin? Laut Wikipedia ist ihre Aufgabe, sich um die
Grundrechte der Soldaten sowie um Führungsprobleme innerhalb der Bundeswehr
zu kümmern. Ansonsten hat sie noch nie im Leben in einem Ministerium
gearbeitet, geschweige eins geführt. Es gibt im Lebenslauf keine Anzeichen
von hilfreichen Qualifikationen. Das wäre etwa so, einen Gast zum Chef de
Cuisine eines Drei-Sterne-Schuppens zu machen. Nicht, daß ich von Pistorius
besonders viel halte, aber immerhin hat er 10 Jahre lang ein Ministerium
geführt. Allein damit schlägt Högl ohne Frage in Sachen Qualifikation, wenn
auch auf ziemlich niedrigem Niveau.
Der deutsche Artikel ist leider hinter einer Paywall, aber der Überschrift nach soll auch die deutsche
Bundesregierung versucht haben, Twitter zum Zensieren zu bewegen, auf
Geheiß von BioNTech. Ich hatte leider noch keine Zeit,
den Originalartikel durchzulesen.
Nachtrag: Siehe auch Tichys Einblick: Biontech wollte sich mit staatlicher Hilfe gegen Kritik auf Twitter
immunisieren
…dann verbünde Dich mit ihm! Dieses Prinzip scheint das World
Economic Forum, hinter dem sich meiner Meinung (und vieler anderer)
ultrakapitalistische Antidemokraten verbergen, verinnerlicht zu haben. Ich
hatte die Tage eine vorläufige Liste von Teilnehmern des gerade
stattfindenden Ereignisses in Davos bekommen, und da gibt es schon ein paar
Auffälligkeiten. Daß dort gerade viele Vertreter von Großunternehmen
teilnehmen, ist nicht gerade verwunderlich. Schon eher die ziemlich
umfangreiche Teilnahme der EU-Kommission (14 Leute), plus Largarde von der
EZB und Metsola vom EU-Parlament. Bei den deutschen Firmen sind natürlich
unter anderen die bekannten dabei: Allianz (6 Leute), Audi (2), BASF,
Bayer, Deutsche Bank (3), Deutsche Post DHL (5), Henkel (2), Merck (3),
Bosch (2), SAP (4), Siemens (8), Volkswagen.
Sehr bedenklich finde ich die große Anzahl an Medienunternehmen, die
wohlgemerkt nicht als Berichterstatter, sondern als Teilnehmer anwesend
sind: Bertelsmann, Der Spiegel (2), Deutsche Welle, Die Zeit (2), Deutsche
Presseagentur (DPA), FAZ (3), Handelsblatt (2), Hubert Burda Media (5),
N-TV, Süddeutsche Zeitung (3), Welt (2), ZDF.
Wie es auch schon durch die Presse ging, ist die Teilnahme von der
»Klimaterroristin«* Lusia Neubauer lustig. Woanders tritt sie auf, erklärt
den Kapitalismus für Teufelszeug und sucht ihr Heil im Sozialismus und
Kommunismus. Was will sie dort? Will die sich auch auf die Bühne stellen
wie Greta und »how dare you?« ins Mikro jammern? Oder ist sie nur eine
Marionette des WEFs und will sich einfach nur neue Anweisungen abholen wie
alle anderen auch?
International kann ich wenig sagen, da fehlt mir einfach das Wissen.
Besonders lang ist übrigens die Teilnehmerliste aus der Schweiz – über 200,
im Vergleich zu knapp 100 aus Deutschland. Aber das mag auch einfach am Ort
der Veranstaltung liegen.
Im Internet kursiert übrigens noch ein schöner Plan, wie sich der Kopf
des WEF es sich vorstellt, wie wir Normalos/Unterprivilegierten in Zukunft
leben sollen. Ich muß nochmal schauen, ob ich da einen schönen Artikel dazu
finde. Ich sage nur soviel: Das entspricht ganz und gar nicht der
Vorstellung der meisten von uns…
* das ist doch jetzt die richtige Bezeichnung, nachdem das von einem
links besetzten Gremium als Unwort des Jahres verteufelt und somit in
seiner Richtigkeit bestätigt wurde, oder?
Ich hatte
im Mai 2021
schon davon berichtet, daß die EU Mehlwürmer im Essen zugelassen hat.
Jetzt kommt wohl die Erlaubnis hinzu, auch Hausgrillen zu verarbeiten. Ich
hatte eine E-Mail bekommen, die wohl ihren Ursprung in
diesem Beitrag
hat. Dort ist auch eine Liste von Produkten zu finden, die die Grillen in
Pulverform enthalten dürfen.
Irgendwie wird man die Zugabe von Insekten auf der Zutatenliste wohl
erkennen können, wenn man ein geschultes Auge hat. Was man natürlich nicht
weiß, ist, was man bekommt, wenn man zum Beispiel Essen geht. Auch beim
Bäcker habe ich zumindest noch nie auf die Zutatenliste geschaut.
Was ich mich auch noch frage: Gelten die Lebensmittel dann noch als
vegetarisch oder vegan? Jeder würde doch bis jetzt davon ausgehen, wenn er
sich zum Beispiel eine Brotbackmischung kauft. Oder wird jetzt ein neuer
Begriff »insectovegetarisch« geschaffen, analog zu »ovo-lacto-vegetarisch«
(und dergleichen).
Von den Grünen, die ja angeblich sonst so um uns besorgt sind, brauchen
wir übrigens keine Unterstützung gegen diesen Müll erhoffen, wie der
Heise-Artikel, den ich in meinem vorherigen Artikel verlinkt hatte, zu
erfahren ist.
Nachtrag: Artikel dazu bei der Jungen Freiheit
Der wohl bekannteste Apple-Händler in Deutschland (jenseits der
Shop-in-Shop-Angebote wie zum Beispiel bei Media Markt), Gravis, nimmt ab
sofort kein Bargeld mehr an, wie der Spiegel berichtet (siehe auch Bild). Es würde eh nur eine kleine einstellige Anzahl von Kunden
mit Bargeld bezahlen. Auch wenn der Durchschnitt im Einzelhandel größer
ist, halte ich das durchaus für glaubwürdig. Erstens ist Apple eine
Hochpreis-Marke bei einem eh schon teuren Marktsegment, und mit höheren
Beträgen neigen die Leute eher zur bargeldlosen Bezahlung. Außerdem sind
Apple-Kunden nun nicht gerade die kritischsten Kunden, wollen gerne gehegt
und eingezäunt werden, stören sich auch nicht daran, daß die Apple-Produkte
technisch nicht »offen« sind, sowohl bei der Hardware als auch bei der
Software. Lemminge/Schafe halt.
Auch wenn es nur 40 Läden sind, könnte das trotzdem wieder andere Händler
animieren, in die gleiche Richtung zu gehen. In Großbritannien ist
wenigstens ein Gesetz in der Mache, das den Zugang zu Bargeld sichern soll – das Verschwinden von
Geldautomaten ist ja auch hier in Deutschland schon ein Thema. Regelungen
für Händler, auch Bargeld annehmen zu müssen, sind wohl in dem geplanten
Gesetz nicht vorhanden.
Ah, das schmerzt, diese Dummheit. Der Heise-Newsticker bringt ein Update zu der von der EU geplanten
Chat-Überwachung. Dabei zeigen sich die beiden zuständigen Kommissarinnen
Ylva Johansson und Maroš Šefčovič weiterhin völlig beratungsresistent
gegenüber Kritik, diesmal vorgebracht vom deutschen Bundesrat.
Was mich wirklich auf die Palme bringt, sind die dummen Äußerungen von
Johansson beziehungsweise ihrer Generaldirektion.
Der erste Punkt ist, die Maßnahme als »Ultima Ratio« darzustellen. Hier
wird versucht, den Leuten eimerweise Sand in die Augen zu streuen. Er
suggeriert, daß die Überwachung nur in Einzelfällen angewendet werden
würde. Dem ist aber nicht so. Es sollen Chats von allen Bürgern überwacht
werden, und zwar permanent. Den Vogel schießt sie allerdings damit ab:
Die Aufdeckung ist unter ausschließlicher Verwendung der vom EU-Zentrum
bereitgestellten Indikatoren durchzuführen. […] Damit werde gewährleistet,
daß der sexuelle Mißbrauch von Kindern im Internet nach dem Prinzip
»Treffer/kein Treffer« aufgedeckt werde. Die auf den Dienst angewandte
Erkennungstechnologie könnte so die Nachrichten weder »verstehen« noch
»sonstige Kenntnisse oder Informationen sammeln«. Sie stelle nur fest,
»daß die aufgedeckten Inhalte mit den Indikatoren übereinstimmen«.
Schon die Wahl des Begriffs »Indikator« zeigt die ganze Verlogenheit. Das
ist, so kann man im Duden oder sonstwo nachlesen, lediglich ein
Hinweis auf die mögliche Existenz eines Faktums, aber nie ein
Faktum selbst. Es ist per Definition ein unpräzises Kriterium. Etwa: »Ein
knurrender Magen ist ein Indikator für Hunger«. Wer legt diese Indikatoren
fest, wer sorgt dafür, daß die Indikatoren »gut« sind?
Von der ganzen Unsicherheit, die schon von diesen sogenannten
»Indikatoren« ausgeht, abgesehen, besteht hier noch ein völliges
Mißverständnis seitens der EU zu den »Erkennungstechnologien«. Wenn schon
die Menschen nicht in der Lage sind, in Grenzfällen absolut, zweifelsfrei
zu entscheiden, ob nun Chat-Inhalte Kinderpornographie (oder etwas anderes
Strafbares – früher oder später würde das sowieso ausgeweitet werden)
darstellen oder nicht, wie sollen das Maschinen anhand von vagen
Indikatoren dies können – speziell, wenn sie, wie die EU selber schreibt,
die Nachrichten nicht »verstehen«. Es geht ja nicht darum zu entscheiden,
ob die Zahl fünf nun gerade oder ungerade ist. Es ist zu entscheiden, ob
ein Haufen farbiger Punkte oder ein Haufen Buchstaben nun etwas subjektiv
Böses ist oder nicht. Ohne Verständnis geht das schon mal gar nicht. Und
daß die Maschinen das zur Zeit nicht besitzen, haben in den letzten Monaten
eindrucksvoll die neuesten Errungenschaften der KI gezeigt. Sie produzieren
wunderschöne, überraschende Ergebnisse – ob Bilder oder Texte –, die aber
tatsächlich inhaltsleer und inkonsistent sind, weil die KI in keiner Weise
begreift, was sie da tut. Das gilt sowohl für die Synthese als auch für die
Analyse.
Es läßt sich also gar nicht verhindern, daß die Maschinen zum Schluß
kommen, daß ein Inhalt strafbar sei, obwohl er nicht ist. Das ist das, was
man seit Jahrzehnten als False Positive bezeichnet. Und genau diese
False Positives führen dazu, daß die Inhalte unbescholtene Bürger gemeldet
werden, daß die Bürger als Verdächtige in die Mühlen der Justiz geraten,
daß ihre höchst private Kommunikation am Ende doch von Menschen gelesen
werden, völlig im Gegensatz zu dem Versprechen, das hier Johannson in
täuschender Absicht zu geben versucht.
Aus diesen Überlegungen heraus und auch aus dem Grund, daß die
Zusicherungen (»es lesen nur Maschinen«) nicht verbrieft sind, ist das
Vorhaben grundlegend abzulehnen. Im Gegensatz zu den Behauptungen ist dies
nicht ein leichter oder »verhältnismäßiger«, sondern ein schwerwiegender
Eingriff in die Bürger–, Grund- und Menschenrechte. Es kommt nicht darauf
an, ob am Ende ein paar Leute herausfallen, sondern daß alle als verdächtig
betrachtet und werden und Ziel einer Überwachung sind, egal ob automatisch
oder nicht. Das haben auch die diversen Gerichtsentscheidungen, ob vom EuGH
oder von Verfassungsgerichten verschiedener Staaten, in Sachen
Vorratsadatenspeicherung klar gezeigt. Die Chatkontrolle sehe ich von der
Tiefe des Eingriffs nochmal deutlich schlimmer als die
Vorratsdatenspeicherung, bei der es »nur« um Metadaten und nicht um Inhalte
geht. Von daher bin ich relativ zuversichtlich, daß das trotz der
Korruption der Gerichte am Ende scheitern wird. Es wäre nur mal schön, wenn
die Kommission das mal gleich verstehen würde und von freiheitsliebenden
Bürgern nicht wieder ein jahre- und jahrzehntelanger Kampf durch die
Institutionen geführt werden müßte.
Die gute Nachricht: Anne Müll, – äh – Will, hört mit ihrer gleichnamigen Sendung endlich auf! Die schlechte:
erst Ende des Jahres. Eine tendenziöse Moderatorin, die selber ihre Message
herüberbringen will, die jeden gnadenlos unterbricht und nicht aussprechen
läßt, der ihre Meinung nicht teilt, lädt Gäste aus dem links-grünen Milieu
ein, die sich inhaltlich kaum noch unterscheiden. Das Ergebnis steht vor
der Sendung schon fest. Als Alibi wird dann vielleicht noch jemand von der
»rechten« CDU eingeladen, die seit Merkel linker ist als die SPD unter
Helmut Schmidt. Und um das ganze rund zu machen, darf das gecastete
Publikum nicht fehlen, damit nicht jemand zum falschen Argument plötzlich
klatscht.
Eine Sendung, die wirklich niemand braucht. Die hätte schon lange
ersatzlos gestrichen werden können.
Nachtrag: Aus dem entsprechenden Bild-Artikel:
Christine Strobl, ARD-Programmdirektorin: »Wenn Anne Will sich Ende des
Jahres verabschiedet, hat sie über 16 Jahre den Polittalk im Ersten
geprägt. Dies war und ist nur möglich, weil sie sich persönlich und
mit ihrer Sendung immer weiterentwickelt hat. […]«
(Hervorhebung von mir)
Was für eine abstruse Verdrehung der Wirklichkeit! Und da glaubt
irgendeiner, der öffentlich-rechtliche Rundfunk könne sich von innen heraus
heilen?
Nachtrag 2: Gerade mal in die Foren geschaut: Daß »Welt«-Leser nicht besonders traurig über den Abgang sind, hatte
ich erwartet. Aber damit, daß das bei den Lesern des linken Spiegels genauso ist, hatte ich nicht
gerechnet.