18. Januar 2023
Januar 202318

Ich könnte ständig bloggen

Einmal Rundschau durch die Online-Medien, und schon habe ich wieder zig Aufreger. So zum Beispiel die folgenden:

ARD zensiert das Wort »Indianer« im Cover vom Klaus-Lage-Song »1000 und eine Nacht«. Und dann sind sie noch zu feige zu sagen, wer das veranlaßt hat. Was für ein widerlicher Scheißladen.

Nachtrag: Florian Silbereisen selbst war es wohl laut Tichys Einblick

Nachtrag 2: Autor des Liedes erstattet Anzeige gegen Silbereisen und Egli

Weil wir gerade beim ÖR sind: Der MDR schmeißt das Geld zum Fenster heraus, als gäbe es kein Morgen. Doch der Morgen kommt: Die Rücklagen sind fast aufgebraucht, 2024 ist Schluß mit Lustig. Bin gespannt, was dann passiert. Ich ahne schon: Gebührenerhöhung!

Boris Pistorius versus Eva Högl: Weil Scholz eine Frau durch einen Mann ersetzt hat, kreischen die linken Woken wegen der Verletzung der selbstgesetzten Quote. »Scholz überging eine Frau, deren Berufung sich aufgedrängt hätte«, schreibt die Presse. Über so einen Blödsinn mußte ich herzlich lachen. Zwei Jahre als Wehrbeauftragte qualifizieren sie schon zur Verteidigungsministerin? Laut Wikipedia ist ihre Aufgabe, sich um die Grundrechte der Soldaten sowie um Führungsprobleme innerhalb der Bundeswehr zu kümmern. Ansonsten hat sie noch nie im Leben in einem Ministerium gearbeitet, geschweige eins geführt. Es gibt im Lebenslauf keine Anzeichen von hilfreichen Qualifikationen. Das wäre etwa so, einen Gast zum Chef de Cuisine eines Drei-Sterne-Schuppens zu machen. Nicht, daß ich von Pistorius besonders viel halte, aber immerhin hat er 10 Jahre lang ein Ministerium geführt. Allein damit schlägt Högl ohne Frage in Sachen Qualifikation, wenn auch auf ziemlich niedrigem Niveau.

18. Januar 2023

Corona: Hat auch die Bundesregierung auf Twitter eingewirkt?

Der deutsche Artikel ist leider hinter einer Paywall, aber der Überschrift nach soll auch die deutsche Bundesregierung versucht haben, Twitter zum Zensieren zu bewegen, auf Geheiß von BioNTech. Ich hatte leider noch keine Zeit, den Originalartikel durchzulesen.

Nachtrag: Siehe auch Tichys Einblick: Biontech wollte sich mit staatlicher Hilfe gegen Kritik auf Twitter immunisieren

17. Januar 2023
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Wenn Du Deinen Feind nicht besiegen kannst…

…dann verbünde Dich mit ihm! Dieses Prinzip scheint das World Economic Forum, hinter dem sich meiner Meinung (und vieler anderer) ultrakapitalistische Antidemokraten verbergen, verinnerlicht zu haben. Ich hatte die Tage eine vorläufige Liste von Teilnehmern des gerade stattfindenden Ereignisses in Davos bekommen, und da gibt es schon ein paar Auffälligkeiten. Daß dort gerade viele Vertreter von Großunternehmen teilnehmen, ist nicht gerade verwunderlich. Schon eher die ziemlich umfangreiche Teilnahme der EU-Kommission (14 Leute), plus Largarde von der EZB und Metsola vom EU-Parlament. Bei den deutschen Firmen sind natürlich unter anderen die bekannten dabei: Allianz (6 Leute), Audi (2), BASF, Bayer, Deutsche Bank (3), Deutsche Post DHL (5), Henkel (2), Merck (3), Bosch (2), SAP (4), Siemens (8), Volkswagen.

Sehr bedenklich finde ich die große Anzahl an Medienunternehmen, die wohlgemerkt nicht als Berichterstatter, sondern als Teilnehmer anwesend sind: Bertelsmann, Der Spiegel (2), Deutsche Welle, Die Zeit (2), Deutsche Presseagentur (DPA), FAZ (3), Handelsblatt (2), Hubert Burda Media (5), N-TV, Süddeutsche Zeitung (3), Welt (2), ZDF.

Wie es auch schon durch die Presse ging, ist die Teilnahme von der »Klimaterroristin«* Lusia Neubauer lustig. Woanders tritt sie auf, erklärt den Kapitalismus für Teufelszeug und sucht ihr Heil im Sozialismus und Kommunismus. Was will sie dort? Will die sich auch auf die Bühne stellen wie Greta und »how dare you?« ins Mikro jammern? Oder ist sie nur eine Marionette des WEFs und will sich einfach nur neue Anweisungen abholen wie alle anderen auch?

International kann ich wenig sagen, da fehlt mir einfach das Wissen. Besonders lang ist übrigens die Teilnehmerliste aus der Schweiz – über 200, im Vergleich zu knapp 100 aus Deutschland. Aber das mag auch einfach am Ort der Veranstaltung liegen.

Im Internet kursiert übrigens noch ein schöner Plan, wie sich der Kopf des WEF es sich vorstellt, wie wir Normalos/Unterprivilegierten in Zukunft leben sollen. Ich muß nochmal schauen, ob ich da einen schönen Artikel dazu finde. Ich sage nur soviel: Das entspricht ganz und gar nicht der Vorstellung der meisten von uns…

* das ist doch jetzt die richtige Bezeichnung, nachdem das von einem links besetzten Gremium als Unwort des Jahres verteufelt und somit in seiner Richtigkeit bestätigt wurde, oder?

17. Januar 2023

Guten Appetit!

Ich hatte im Mai 2021 schon davon berichtet, daß die EU Mehlwürmer im Essen zugelassen hat. Jetzt kommt wohl die Erlaubnis hinzu, auch Hausgrillen zu verarbeiten. Ich hatte eine E-Mail bekommen, die wohl ihren Ursprung in diesem Beitrag hat. Dort ist auch eine Liste von Produkten zu finden, die die Grillen in Pulverform enthalten dürfen.

Irgendwie wird man die Zugabe von Insekten auf der Zutatenliste wohl erkennen können, wenn man ein geschultes Auge hat. Was man natürlich nicht weiß, ist, was man bekommt, wenn man zum Beispiel Essen geht. Auch beim Bäcker habe ich zumindest noch nie auf die Zutatenliste geschaut.

Was ich mich auch noch frage: Gelten die Lebensmittel dann noch als vegetarisch oder vegan? Jeder würde doch bis jetzt davon ausgehen, wenn er sich zum Beispiel eine Brotbackmischung kauft. Oder wird jetzt ein neuer Begriff »insectovegetarisch« geschaffen, analog zu »ovo-lacto-vegetarisch« (und dergleichen).

Von den Grünen, die ja angeblich sonst so um uns besorgt sind, brauchen wir übrigens keine Unterstützung gegen diesen Müll erhoffen, wie der Heise-Artikel, den ich in meinem vorherigen Artikel verlinkt hatte, zu erfahren ist.

Nachtrag: Artikel dazu bei der Jungen Freiheit

16. Januar 2023
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16. Januar 2023

Bargeldabschaffung scheibchenweise

Der wohl bekannteste Apple-Händler in Deutschland (jenseits der Shop-in-Shop-Angebote wie zum Beispiel bei Media Markt), Gravis, nimmt ab sofort kein Bargeld mehr an, wie der Spiegel berichtet (siehe auch Bild). Es würde eh nur eine kleine einstellige Anzahl von Kunden mit Bargeld bezahlen. Auch wenn der Durchschnitt im Einzelhandel größer ist, halte ich das durchaus für glaubwürdig. Erstens ist Apple eine Hochpreis-Marke bei einem eh schon teuren Marktsegment, und mit höheren Beträgen neigen die Leute eher zur bargeldlosen Bezahlung. Außerdem sind Apple-Kunden nun nicht gerade die kritischsten Kunden, wollen gerne gehegt und eingezäunt werden, stören sich auch nicht daran, daß die Apple-Produkte technisch nicht »offen« sind, sowohl bei der Hardware als auch bei der Software. Lemminge/Schafe halt.

Auch wenn es nur 40 Läden sind, könnte das trotzdem wieder andere Händler animieren, in die gleiche Richtung zu gehen. In Großbritannien ist wenigstens ein Gesetz in der Mache, das den Zugang zu Bargeld sichern soll – das Verschwinden von Geldautomaten ist ja auch hier in Deutschland schon ein Thema. Regelungen für Händler, auch Bargeld annehmen zu müssen, sind wohl in dem geplanten Gesetz nicht vorhanden.

13. Januar 2023
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Dumm wie Brot

Ah, das schmerzt, diese Dummheit. Der Heise-Newsticker bringt ein Update zu der von der EU geplanten Chat-Überwachung. Dabei zeigen sich die beiden zuständigen Kommissarinnen Ylva Johansson und Maroš Šefčovič weiterhin völlig beratungsresistent gegenüber Kritik, diesmal vorgebracht vom deutschen Bundesrat.

Was mich wirklich auf die Palme bringt, sind die dummen Äußerungen von Johansson beziehungsweise ihrer Generaldirektion.

Der erste Punkt ist, die Maßnahme als »Ultima Ratio« darzustellen. Hier wird versucht, den Leuten eimerweise Sand in die Augen zu streuen. Er suggeriert, daß die Überwachung nur in Einzelfällen angewendet werden würde. Dem ist aber nicht so. Es sollen Chats von allen Bürgern überwacht werden, und zwar permanent. Den Vogel schießt sie allerdings damit ab:

Die Aufdeckung ist unter ausschließlicher Verwendung der vom EU-Zentrum bereitgestellten Indikatoren durchzuführen. […] Damit werde gewährleistet, daß der sexuelle Mißbrauch von Kindern im Internet nach dem Prinzip »Treffer/kein Treffer« aufgedeckt werde. Die auf den Dienst angewandte Erkennungstechnologie könnte so die Nachrichten weder »verstehen« noch »sonstige Kenntnisse oder Informationen sammeln«. Sie stelle nur fest, »daß die aufgedeckten Inhalte mit den Indikatoren übereinstimmen«.

Schon die Wahl des Begriffs »Indikator« zeigt die ganze Verlogenheit. Das ist, so kann man im Duden oder sonstwo nachlesen, lediglich ein Hinweis auf die mögliche Existenz eines Faktums, aber nie ein Faktum selbst. Es ist per Definition ein unpräzises Kriterium. Etwa: »Ein knurrender Magen ist ein Indikator für Hunger«. Wer legt diese Indikatoren fest, wer sorgt dafür, daß die Indikatoren »gut« sind?

Von der ganzen Unsicherheit, die schon von diesen sogenannten »Indikatoren« ausgeht, abgesehen, besteht hier noch ein völliges Mißverständnis seitens der EU zu den »Erkennungstechnologien«. Wenn schon die Menschen nicht in der Lage sind, in Grenzfällen absolut, zweifelsfrei zu entscheiden, ob nun Chat-Inhalte Kinderpornographie (oder etwas anderes Strafbares – früher oder später würde das sowieso ausgeweitet werden) darstellen oder nicht, wie sollen das Maschinen anhand von vagen Indikatoren dies können – speziell, wenn sie, wie die EU selber schreibt, die Nachrichten nicht »verstehen«. Es geht ja nicht darum zu entscheiden, ob die Zahl fünf nun gerade oder ungerade ist. Es ist zu entscheiden, ob ein Haufen farbiger Punkte oder ein Haufen Buchstaben nun etwas subjektiv Böses ist oder nicht. Ohne Verständnis geht das schon mal gar nicht. Und daß die Maschinen das zur Zeit nicht besitzen, haben in den letzten Monaten eindrucksvoll die neuesten Errungenschaften der KI gezeigt. Sie produzieren wunderschöne, überraschende Ergebnisse – ob Bilder oder Texte –, die aber tatsächlich inhaltsleer und inkonsistent sind, weil die KI in keiner Weise begreift, was sie da tut. Das gilt sowohl für die Synthese als auch für die Analyse.

Es läßt sich also gar nicht verhindern, daß die Maschinen zum Schluß kommen, daß ein Inhalt strafbar sei, obwohl er nicht ist. Das ist das, was man seit Jahrzehnten als False Positive bezeichnet. Und genau diese False Positives führen dazu, daß die Inhalte unbescholtene Bürger gemeldet werden, daß die Bürger als Verdächtige in die Mühlen der Justiz geraten, daß ihre höchst private Kommunikation am Ende doch von Menschen gelesen werden, völlig im Gegensatz zu dem Versprechen, das hier Johannson in täuschender Absicht zu geben versucht.

Aus diesen Überlegungen heraus und auch aus dem Grund, daß die Zusicherungen (»es lesen nur Maschinen«) nicht verbrieft sind, ist das Vorhaben grundlegend abzulehnen. Im Gegensatz zu den Behauptungen ist dies nicht ein leichter oder »verhältnismäßiger«, sondern ein schwerwiegender Eingriff in die Bürger–, Grund- und Menschenrechte. Es kommt nicht darauf an, ob am Ende ein paar Leute herausfallen, sondern daß alle als verdächtig betrachtet und werden und Ziel einer Überwachung sind, egal ob automatisch oder nicht. Das haben auch die diversen Gerichtsentscheidungen, ob vom EuGH oder von Verfassungsgerichten verschiedener Staaten, in Sachen Vorratsadatenspeicherung klar gezeigt. Die Chatkontrolle sehe ich von der Tiefe des Eingriffs nochmal deutlich schlimmer als die Vorratsdatenspeicherung, bei der es »nur« um Metadaten und nicht um Inhalte geht. Von daher bin ich relativ zuversichtlich, daß das trotz der Korruption der Gerichte am Ende scheitern wird. Es wäre nur mal schön, wenn die Kommission das mal gleich verstehen würde und von freiheitsliebenden Bürgern nicht wieder ein jahre- und jahrzehntelanger Kampf durch die Institutionen geführt werden müßte.

13. Januar 2023

Na endlich: Anne Will hört auf!

Die gute Nachricht: Anne Müll, – äh – Will, hört mit ihrer gleichnamigen Sendung endlich auf! Die schlechte: erst Ende des Jahres. Eine tendenziöse Moderatorin, die selber ihre Message herüberbringen will, die jeden gnadenlos unterbricht und nicht aussprechen läßt, der ihre Meinung nicht teilt, lädt Gäste aus dem links-grünen Milieu ein, die sich inhaltlich kaum noch unterscheiden. Das Ergebnis steht vor der Sendung schon fest. Als Alibi wird dann vielleicht noch jemand von der »rechten« CDU eingeladen, die seit Merkel linker ist als die SPD unter Helmut Schmidt. Und um das ganze rund zu machen, darf das gecastete Publikum nicht fehlen, damit nicht jemand zum falschen Argument plötzlich klatscht.

Eine Sendung, die wirklich niemand braucht. Die hätte schon lange ersatzlos gestrichen werden können.

Nachtrag: Aus dem entsprechenden Bild-Artikel:

Christine Strobl, ARD-Programmdirektorin: »Wenn Anne Will sich Ende des Jahres verabschiedet, hat sie über 16 Jahre den Polittalk im Ersten geprägt. Dies war und ist nur möglich, weil sie sich persönlich und mit ihrer Sendung immer weiterentwickelt hat. […]«

(Hervorhebung von mir)

Was für eine abstruse Verdrehung der Wirklichkeit! Und da glaubt irgendeiner, der öffentlich-rechtliche Rundfunk könne sich von innen heraus heilen?

Nachtrag 2: Gerade mal in die Foren geschaut: Daß »Welt«-Leser nicht besonders traurig über den Abgang sind, hatte ich erwartet. Aber damit, daß das bei den Lesern des linken Spiegels genauso ist, hatte ich nicht gerechnet.

12. Januar 2023
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10. Januar 2023
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