Die Tage gab es ein Skandalurteil zur Meinungsfreiheit. Der Chefredakteur
des konservativen Magazins Deutschlandkurier wurde zu sieben Monaten
Haft auf Bewährung verurteilt, weil er ein satirisches, montiertes Bild
veröffentlicht hatte, auf dem Noch-Innenministerin Nancy Faeser ein Schild
mit der Aufschrift »ich hasse die Meinungsfreiheit« in den Händen hält.
Juristen, Journalisten und Politiker halten das Urteil für
verfassungswidrig und für einen Skandal. Der Medienanwalt Joachim
Steinhöfel hat den Richter in einem Interview als völlig inkompetent
bezeichnet. Nius faßt die Reaktionen auf das Urteil zusammen.
Nachtrag: Siehe auch Apollo News zur Staatsanwaltschaft Bamberg. Laut Apollo News regt
sich selbst Ricarda Lang von den Grünen darüber auf, was ein Gschmäckle hat, da
sie selbst viele Verfahren zu Äußerungen gegen sich initiiert hat (siehe
auch Junge Freiheit, Bild).
Die Koalitionsverhandlungen sind beendet, Union und SPD haben in einer
dreiviertelstündigen Presseerklärung ihre Ziele erklärt. In einer ersten
Reaktion glaubt Alice
Weidel von der AfD nichts davon. Sie sieht die Fortführung der Merkel-
und Ampelpolitik kommen, eine Wende, die Deutschland dringend brauche,
werde das nicht. Merz habe die Wähler und die eigenen Leute auf ganzer
Linie betrogen. Ich vermute das auch so, und ich bin mir ziemlich sicher,
daß sich das in den nächsten Tagen bestätigen wird, sobald der
Koalitionsvertrag veröffentlicht ist. An dem, was bislang durchgesickert
war, wird nicht mehr substantielles geändert worden sein, allenfalls wurden
»Sprechklauseln« hinzugefügt. Weidel glaubt auch, daß einige der
Beschlüsse, die tatsächlich vielleicht etwas bringen könnten, verzögert
oder einfach überhaupt nicht umgesetzt werden. Ja, das wird Blendwerk sein,
um die eigenen CDU/CSU-Leute zu beruhigen und vom Widerstand abzuhalten.
Das wird auch zweifelsfrei gelingen. Auf Seiten der SPD wird vielleicht
etwas rauher diskutiert, JUSOs werden sich noch ein bißchen aufplustern,
aber am Ende sind Geld und Posten wichtiger. Daß noch eine Intrige seitens
der SPD kommt, will ich prinzipiell nicht ausschließen, aber wirklich
wahrscheinlich halte ich das auch nicht.
Mal schauen, wie die »neuen Medien« das kommentieren werden…
Man kann ihn mögen oder auch nicht. Dieter »Didi« Hallervorden, bald 90
Jahre alt, hat aber einen kleinen Coup gelandet und die woke
Gutmenschengesellschaft vorgeführt, wobei es die noch nicht einmal gemerkt
hat.
Die ARD hat ihr 75jähriges Bestehen gefeiert und zwar mit einer riesigen
TV-Show am Samstag abend. Ich selber habe sie nicht gesehen. ARD-Shows sind
sowieso schon unerträglich, aber eine, in der sie sich selbst bejubeln,
will ich nicht einmal eine Sekunde sehen. Natürlich haben sie viele Gäste
eingeladen, auch solche, die in der Geschichte der ARD einen kleineren oder
größeren Fußabdruck hinterlassen haben. Eingeladen wurde auch der Komiker
Dieter Hallervorden. Ob er nun zu dieser Gruppe gehört oder nicht, kann und
will ich nicht beurteilen, ist für die Geschichte allerdings auch
irrelevant.
Auf jeden Fall sollte er einen seiner bekannteren Sketche aufführen, den
»Palim palim«, das ist der mit der »Flasche Pommes Frites«. Sie handelt von
zwei Gefängnisinsassen, die sich langweilen und ein Spiel anfangen, wobei
Hallervorden einen der beiden darstellt.
Hallervorden hat nun für die Show den Anfang etwas abgeändert. Er
erklärt, warum er überhaupt im Gefängnis hockt: Er habe unbedacht
Negerkuß und Zigeunerschnitzel gesagt. Das sei ja mittlerweile verboten und
deshalb habe man ihn ins Gefängnis gesteckt.
Ja, und, was soll man sagen? Die Realität hat die Satire eingeholt: Ein
Shitstorm ist über Hallervorden und die ARD hereingebrochen. Wie konnte
Hallervorden diese beiden Wörter in den Mund nehmen! Wieso hat die ARD das
nicht aus der Aufzeichnung herausgeschnitten?
Diese woken Aktivisten und Presseschreiberlinge haben also demonstriert,
daß sie einerseits zwischen Schauspieler und dargestellen Person nicht mehr
unterscheiden können und daß sie tatsächlich mittlerweile so
verfassungsfeindlich sind, daß sie Zensur und Sprechverbote fordern, genau
wie Hallervorden es mit seiner Figur dargestellt hat. Ein Armutszeugnis für
die links-woke Gesellschaft!
Hallervorden hatte mit dieser Reaktion wohl gerechnet und hat heute auf
Facebook die Leute mit sehr deutlichen Worten kritisiert. Es war also kein
»Versehen«, sondern gezielte Provokation der »Poltical Correctness«, und
für soetwas muß man schon dankbar sein. Gut, in dem Alter kann man sich das
leisten, das »Canceln« durch die Gutmenschen funktioniert da nicht mehr
wirklich.
Junge Freiheit berichtet, Spiegel noch mäßig neutral, während der Stern das schon mit Schaum
vorm Mund als »rassistischen Sketch« betitelt. Die Schwachmaten vom Spiegel und
Stern nehmen nicht einmal mehr die Wörter in den Mund, schreiben von
»N-Wort« und »Z-Wort«!
Hallervordens Facebook-Beitrag findet sich hier (Genderwarnung!), ich hoffe, der Link bleibt stabil (einen
offiziellen Permalink habe ich nicht gefunden)..